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Pashanim veröffentlicht mit „Airwaves“ seine dritte Single

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Still aus: Pashanim - Airwaves

Vergesst alle Newcomer im deutschen Hip Hop-Game. Pashanim mischt mächtig die Szene auf und haut mit „Airwaves“ ein richtiges Brett raus.

Pashanim hat Bock auf Tanzen. Das zeigt seine neue Single „Airwaves“. Stilistisch unterscheidet sich der Song zwar kaum von den vorherigen Releases „Hauseingang“ und „Shababs botten“ und doch ist der Beat schon um einiges hochgeschraubt wurde. Die Berliner Crew vom Mehringdamm präsentiert ihren Fans mit „Airwaves“ einen Song der Sommergefühle und eine gute Zeit ausstrahlt. Die Lyrics „Airwaves in meinen Jeans und ein Trikot von Zizou“ drücken genau dieses Lebensgefühl aus.

 

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Ich mit Airwaves und ich mit Zizou #spontan

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Es geht darum bei gutem Wetter draußen irgendwo in Berlin abzuhängen – mit den Jungs. Man unterhält sich über Fußball, die neuesten Banger im Game und natürlich über Berlin. Spiegelnd dazu zeigt sich auch das Video in einer ähnlichen Stimmung. Für die Regie war hier Pashanim selbst verantwortlich. Es zeigt die komplette Playboysmafia und die ganze Gang, Mopeds und eine Menge Fußballtrikots. Fast triumphierend liegt ein Exemplar von Real Madrid auf einem Moped. Es ist selbstverständlich, dass hier natürlich niemand geringeres als Zinedine Zidane aka „Zizou“ als Rückennummer bedruckt wurde. Beim Video stellt sich nur die Frage, ob dieses bereits vor der COVID-19 abgedreht wurde, da hier die 1,5m Abstand offensichtlich keine Rolle spielen.

Pashanam gilt als einer der aufstrebendsten Künstler im deutschen Hip Hop. Diesen Status attestiert ihm auch das Online-Magazin hiphop.de. Wie kaum eine andere Crew verkörpern die Berliner aktuell den Zeitgeist aus Straßenmelancholie und gängigen Melodien. Hinzu kommt, dass die „Hauseingang“, wie auch „Pashanim“ von niemand geringerem als Stickle produziert wurden. Der österreichische Produzent war maßgeblich an dem Aufstieg des Musikers Yung Hurn beteiligt. Außerdem produzierte er schon Hits für Apache 207 oder Fergy53 und definiert damit den Sound einer neuen Generation an deutschem Rap mit.

„Airwaves“ von Pashanim und das dazugehörige Video gibt’s hier:

Videopremiere: In „17“ fängt Mei River das Gefühl der jungen Liebe ein

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In
Still aus "17" von Mei River

„17“ ist die dritte Single des schwedischen Sängers und Produzenten Mei River. Der Track ist Bestandteil seiner kommenden Debüt-EP „Tall Trees That Never Fell“.

Erstmalig trat Mei River Mitte März mit der Veröffentlichung seiner Debütsingle „Her“ in die Öffentlichkeit. Hat man die Musik des Schwedens zu diesem Zeitpunkt noch zwischen Indie- und Folkpop eingeordnet, veränderte sich diese Einordnung schlagartig. Die Veröffentlichung seiner Zweitsingle „Peter Parker“ zeigte, dass sich sein Sound bis hin zu R&B und Hip-Hop erstreckt und weiterhin genauso gut funktioniert. Auch „17“ erweitert den Soundhorizont von Mei River abermals.

„17“ tritt in die Fußstapfen der beiden Vorgänger und vereint sie soundtechnisch. Hierbei kommen schnell Gedanken an Folktronica Künstler*innen hoch, wie zum Beispiel dem Spätwerk von Bon Iver. Thematisch dreht sich der Song um die melancholische Erinnerung an vergangene jugendliche Romanzen.

Mei River selbst äußert sich hierzu: „Es geht um eine junge Liebe und den Wunsch für immer in diesem Zustand zu verweilen. Ich glaube der Song verkörpert perfekt das Gefühl 17 und verliebt zu sein. Ein Teenager-Film aus den 90ern. Wie Sommernächte, in denen man zu ihrem Fenster hochschaut. Ein Freund fragte mich, ob der Song von Vampiren handelt, also sage ich mittlerweile auch, dass er davon handelt.“

Eine maßgebliche Rolle im Songwriting-Prozess der EP habe für Mei River Literatur gespielt. Diese habe ihm stets dabei geholfen, sich über die Richtung seiner Songs klarer zu werden: ​„Ich habe realisiert, dass ich viel besser Songs schreiben kann, wenn ich in dem Prozess inspirierende Bücher verschlinge. Es tut immer gut seinen Blick auf die Welt während dem produzieren und schreiben zu öffnen.“ I​n Zeiten der Isolation und COVID-19 haben insbesondere seine folgenden Top 5 Bücher bei der Fertigstellung von „Tall Trees That Never Fell“ geholfen:

Die P ist das erste Signing beim All-Female-HipHop-Label 365XX

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Die P ist das erste Signing beim All-Female-HipHop-Label 365XX
Die P // © Tristan Barkowski

Mit der Bonner Rapperin Die P ist das erste Signing des Sublabels von [PIAS] Germany gesetzt. Am 29. Mai wird Die P darüber bereits ihre neue EP „Tape“ veröffentlichen.

Anfang des Jahres flatterte die großartige Meldung ein, dass die Promoterin, DJ und Bloggerin Lina Burghausen aka Mona Lina als Label A&R an der Spitze des ersten All-Female-HipHop-Labels für nationale und internationale Rapperinnen stehen wird. Lina Burghausen setzt sich eigentlich schon immer für mehr Sichtbarkeit von female Artists im HipHop und gegen das verbreitete Klischee ein, es gebe nicht genug Frauen, die rappen. Bei einer Podiumsdiskussion im Rahmen des Reeperbahn Festivals meldete sich Lina Burghausen vor gut zwei Jahren auf genau so eine Aussage hin, die übrigens von niemand geringerem, als von Fler kam.

Aus der Diskussion heraus, entstand die Idee, zu zeigen, wie viele Frauen es wirklich im HipHop gibt und ihnen und ihrem vielseitigen Talent eine würdige Plattform zu geben. 365 Female* MCs wurde geboren, ein Blog, auf dem Lina Burghausen mittlerweile schon weit mehr als 365 Rapperinnen vorstellt. Um auch innerhalb der Musikindustrie die unzureichende Sichtbarkeit von Frauen anzugehen, schloss sich Lina Burghausen mit [PIAS] Germany zusammen, um in der Labelarbeit bei 365XX das Talent von Frauen im HipHop zu pushen.

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Als @piasgermany und ich im Februar unser gemeinsames Label @365xxrecords angekündigt haben, war das der Startschuss für viele Stunden (Online-)Meetings, unzählige wirklich heftige Demos und vor allem wahnsinnig viele Interviews. Für mein erstes Signing habe ich mir ein cooles Foto mit der Künstlerin und unserem ganzen Team im Hamburger PIAS-Office vorgestellt, dazu ‘ne amtliche Party. Corona hat alles anders gemacht. An Emotionalität hat dieser Moment für mich aber nichts eingebüßt: Mein Label hat seine erste Künstlerin unter Vertrag genommen. Und für mich könnte es keine Krassere sein. Herzlich Willkommen, Die P, (@mach.platz) auf 365XX! Es gibt niemanden wie Die P. Jede Person, die sie schon mal live gesehen hat, weiß das. Und solltet ihr es nicht wissen, wisst ihr es bald, denn: Am 29. Mai erscheint ihre neue EP „Tape“, auf der sie euch fünf Tracks lang ihre geballten Skills um die Ohren schleudert und nebenbei eine zeitlose Reminiszenz an die Golden Era abliefert. Ich höre seit Wochen nichts anderes mehr und bin mir sicher, euch wird es genauso gehen. „Tape“ wird zugleich das allererste Release über 365XX sein. Falls ihr euch fragt, wie hyped eine A&R sein kann: Ja. Ihr könnt 365XX übrigens ab sofort auf allen Kanälen folgen. Insta, Twitter, Facebook. Einfsch @365xxrecords suchen. Und jetzt: Durchdrehen.

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Mit Die P stellt das Label jetzt ein interessantes erstes Signing vor. Im Bonner Untergrund ist sie schon über 10 Jahre aktiv. 2015 erschien ihre Debüt-Single „Mach Platz“, 2017 dann die EP „Bonnität“. Die P steht für eine zeitlose Auffassung von Deutschrap, in der es vor allem um Inhalt, Message und Rapskills geht. Ihre Punchlines drehen sich um ihre eigene Position als Rapperin, die Szene und eigentlich das große Ganze. Über die Entscheidung, gemeinsam mit 365XX zusammenzuarbeiten sagt Die P:

„Für mich als Rapperin war es an der Zeit, den nächsten Schritt zu machen. Ich wäre nicht ich selbst, wenn ich mir nicht immer schon Gedanken über die Musikindustrie gemacht hätte. Die Entscheidung, bei 365XX dabei zu sein, bringt mich meinem Ziel, als Musikerin zu leben, um einiges näher.“

Hier seht ihr das aktuelle Video zu „Alle Reden“ von Die P:

Das Moped – Erstaunlich klar

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Ende Mai veröffentlicht das Trio Das Moped ihr Album „Erstaunlich klar“, in dem deutscher Indie-Pop auf 90er Jahre Abschlussball-Flair trifft.

Es ist gar nicht lange her, da waren Das Moped als Vorband von Wanda auf Tour. Leider hat Corona da einen Strich durch die Rechnung gemacht und das Ganze kann nun leider erst mal nicht weitergeführt werden. Aber: Fortsetzung folgt. Im Februar hat die Band um Martin, Augustin und Ali bereits ihre EP „Niemand sonst“ veröffentlicht und damit einen ersten Vorgeschmack auf das Debütalbum. „Viel Zu Lang“ geht dabei als erste Single voran. Der Song greift den für Moped typisch nostalgischen Coming-of-Age-Spirit auf.

Tragisch schön verpackt in Worte wie: „Wir war’n berauscht und leider viel zu jung zu merken, was wir beide war’n“. Gespickt mit Erinnerungen an eine vergangene Sommerliebe. Gemeinsame Tage und Nächte auf warmen Asphalt und die Erkenntnis darüber dass man gehofft hat, es wäre so viel mehr und für immer. Entgegen der traurigen Geschichte ist der Sound überraschend optimistisch und tanzbar. Für das Video hat sich Das Moped am Look des Musikfernsehens von früher bedient und präsentieren den Song in schwarz-weiß und adrett im Anzug.

Abgelöst wird die noch versprühte Euphorie aus „Viel Zu Lang“ von „Traurig“. Hier gleichen sich Melodie und Inhalt mehr einander an. Der Song gibt das her, was der Titel verspricht „Ich glaub‘, ich weiß was du grad fühlst. Du lachst viel zu laut. Damit niemand merkt, dass nichts gelingt“. Moped versucht hier das Gefühl der Depression in einen Song zu verpacken. Mit Bildern wie „alles geht in Flammen auf“ gelingt es ihnen. Ein überraschend ernster Song über den Moment, wenn nichts weiter zu gehen scheint, der dem restlichen Sound des Albums jedoch nicht widerspricht. Auch Produzent Paul Gallister ist begeistert von der Nummer und plädiert dafür, dass sie Teil von „Erstaunlich klar“ werden muss.

Der Sound bleibt funky, die Texte poetisch.

Was passiert auf dem restlichen Album, das am 22.05. erscheint? Laut Titel wird es „Erstaunlich klar“. So viel kann schon als Erstes gesagt sein: Der Sound bleibt funky, die Texte poetisch. Ehrliche Zeilen mit dem gewissen „Teenie-Einschlag“. Auch wenn die Bandmitglieder keine Teens mehr sind. Aber das macht Das Moped irgendwie doch aus. Auch „Hab ich bloß geträumt“ bedient sich genau an diesem Image und erzählt von dem, was auf einer Party war. Oder auch nicht. Die Sehnsucht nach der einen Person, an die man so oft gedacht hat und nicht mehr weiß, ob man dieser Nahe war oder das alles nur geträumt hat.

In „Karussell“ wird sich mehr Zeit gewünscht, weil alles so schnell vorbei geht. Auch hier kann man sich wunderbar in Jugendnostalgie und Metaphern treiben lassen. Dieser Vibe zieht sich durch das Album wie ein roter Faden. Der Stil von Das Moped ist in jedem der 12 Songs zu spüren. Die gleichnamige Single zum Album wirkt dabei wie die flehende Hymne des Ganzen mit der Parole „Heute Nacht ist wahr!“

Das Moped liefert mit ihrem Debütalbum „Erstaunlich klar“ einen Abschlussball der Gefühle. Alles scheint ein bisschen zu glitzern. Syntho-Pop trifft auf Nostalgie und den Wunsch, in der letzten warmen Sommernacht mit ein bisschen zu tief sitzenden Hüftjeans durch die Straßen zu rennen.

Das Video zu „Traurig“ gibt’s hier:

My Ugly Clementine veröffentlichen neuen Podcast „Peptalk“

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My Ugly Clementine veröffentlichen neuen Podcast
My Ugly Clementine // © Hanna Fasching

50 Minuten vollgepackt mit musikalischem Know-how, spannenden Gästen und ordentlich Girl Power. Die Band My Ugly Clementine veröffentlicht einen neuen Podcast.

Gerade einmal zwei Monate ist es her, dass die Wiener Band My Ugly Clementine ihr Debütalbum „Vitamin C“ auf den Markt gebracht hat. Für ihren erfrischenden Indie-Rock mit klugem Songwriting ernteten sie von einschlägigen Musikmedien ordentlich Applaus. Womöglich dadurch motiviert, steht jetzt schon das nächste Projekt in den Startlöchern: Ein gemeinsamer Podcast. Am 9. April wurde die erste Folge „Peptalk“ veröffentlicht.

Das neue Projekt von My Ugly Clementine fällt in die Riege klassischer Laber-Podcast. Allerdings fallen beim „Peptalk“ alle unangenehmen Features dieses Genres komplett weg. Das bedeutet: Angenehme und bereichernde Gespräche statt gefährliches Halbwissen von geltungssüchtigen Typen.

Das Konzept sieht folgendermaßen aus: Alle zwei Wochen präsentieren Sophie Lindinger, Mira Lu Kovacs, Nastasja Ronck und Kathrin Kolleritsch von My Ugly Clementine abwechselnd eine neue Folge. Darin unterhalten sie sich mit spannenden Gästen über ihre Leidenschaft für die Musik und tauschen sich übers Texten und Produzieren aus. In einer knappen Stunde sollen dabei auch Inspirationsquellen, Arbeitsprozesse und persönliche Hürden der musikalischen Gäste zur Sprache kommen. Dabei bliebe auch genügend Zeit zum „Abnerden“ über Produktionstechniken oder musikalische Kniffe, wie Sophie Lindinger und Mira Lu Kovacs in der Pilotfolge verrieten.

Bisher sind bereits drei Folgen des „Peptalks“ erschienen. Wer mehr über den musikalischen Werdegang von My Ugly Clementine sowie die Hintergründe zum Podcast erfahren möchte, dem sei besonders die erste Folge empfohlen. Außerdem wurden bereits zwei spannende Gespräche mit Judith Holofernes und Kat Frankie aufgezeichnet. Darin liefern die Musikerinnen einen Einblick in den Bandalltag und das ein oder andere Produktiongeheimnis. So lässt sich auch die Wartezeit bis zum nächsten „Peptalk“ am 21. Mai sehr gut vertreiben. Der Podcast ist ab jetzt auf allen gängigen Streaming-Plattformen zu hören.

Hört hier die dritte Folge „Peptalk“ mit Kat Frankie:

Sophie Passmann und Co. sprechen 15 Minuten lang gegen sexuelle Belästigung von Männern

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Sophie Passmann und Co. sprechen 15 Minuten lang gegen sexuelle Belästigung von Männern
Sophie Passmann // © Patrick Viebranz

Joko & Klaas haben Sophie Passmann und weiteren Frauen des öffentlichen Lebens ihre 15 Minuten Sendezeit bei Prosieben gegeben. Die Zeit wurde genutzt, um über sexuelle Belästigung von Männern an Frauen zu reden.

In der Fernsehshow „Joko und Klaas gegen Prosieben“ erkämpfen sich die beiden Moderatoren regelmäßig Sendezeit. Diese nutzen sie oft, um für kritische Themen einzustehen. In der gestrigen Ausgabe haben sie die Bühne Sophie Passmann und weiteren Frauen des öffentlichen Lebens überlassen. In den 15 Minuten reden sie über die anhaltende, sexuelle Belästigung und Gewalt von Männern gegenüber Frauen.

„Männerwelten“ als Ausstellung auf Prosieben

Mit einem Intro, leitet Sophie Passmann die 15 Minuten nochmals ein, in dem sie die Spielregeln erklärt. Anschließend geht sie auf die Idee der „Männerwelten“ von Joko & Klaas ein. Eine Ausstellung, die es nur einmal geben wird und das in der eben angesprochenen Sendezeit. Sie trägt den Untertitel „Museum Of Masculine Art“ und wird von Passmann als „gruseligste und nötigste“ Ausstellung der Welt beschrieben.

Anschließend wird der Zuschauer mitgenommen durch museumsartige Räume. An den Wänden hängen Kunstwerke, die von Palina Rojinski näher beschrieben werden. Hierbei handelt es sich nämlich nicht um gewöhnliche Kunst, sondern vielmehr um Dick-Pics, die Männer immer wieder auf Social Media anonym verschicken. Rojinksi betont, dass es sich bei den wiederwertigen Aufnahmen um Material handelt, welches an Personen des öffentlichen Lebens geschickt wurden aber eben auch um ganz normale Frauen. Dies passiert ohne Zustimmung und ist nichts anderes als sexuelle Belästigung.

In einem weiteren Ausschnitt lesen Jeannine Michaelsen, Visa Vie und Stefanie Giesinger schockierende Kommentare auf Social Media zu ihren Personen vor. Doch nicht nur belästigende Kommentare tauchen immer wieder in Feeds auf, auch in Chat-Verläufen spiegelt sich das Verhalten. Hier lesen Collien Ulmen-Fernandes und Katrin Bauerfeind aus Ausschnitten vor. Gegen Ende kommen dann weitere Frauen zu Wort und berichten von ihren Erfahren. Was wollen uns Joko und Klaas damit vor Augen halten? Dass sich auch seit #metoo einfach wenig getan hat. Fast die Hälfte aller Frauen in Deutschland wurden schon einmal sexuell belästigt.

Die 15 Minuten zu der Ausstellung „Männerwelten“ gibt’s hier:

slowthai veröffentlicht den Song „MAGIC“ zusammen mit Kenny Beats

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slowthai veröffentlicht den Song
slowthai // © Crowns & Owls

Nachdem sich slowthai am Sonntag Johnson vorgenommen hat, legt er nun einen weiteren Song nach. „MAGIC“ ist in Zusammenarbeit mit Kenny Beats entstanden.

Bei slowthai geht es aktuell rund. Erst am Sonntag hat er zeitgleich zu Boris Johnsons Rede einen Song veröffentlicht. Nun folgt mit „MAGIC“ ein weiterer Track, welcher heute am 13. Mai auf Twitch Premiere feierte. Mit Kenny Beats hat sich der Brite zusätzliche Hilfe für den Song genommen. Der US-Amerikaner und Songwriter hat in der Vergangenheit bereits mit Acts wie Freddie Gibbs, Gucci Mane, Vince Staples oder JPEGMafia zusammengearbeitet. Bereits im letzten Monat hat slowthai in einem Livestream die Kollaboration angeteasert.

„MAGIC“ setzt den Drive, den slowthai bereits mit „ENEMY“ gezeigt hat, weiter fort. Brachiale Bass-getriebene Beats prasseln auf den Zuhörer ein. In den Ad-Lips hört man Tyron Kaymone Frampton aka slowthai weinen und schreien. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger, bezieht sich slowthai darauf, dass er eine gute Zeit hat. Der britische Premierminister Boris Johnson bleibt also diesmal aus der Schusslinie. Mit „ENEMY“ hat er in dem Moment, in dem er aufgrund der anhaltenden Pandemie zu seinem Volk gesprochen hat, sein Comeback angekündigt.

 

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MAGIC OUT NOW ✨ RUN IT UP @KENNYBEATS GOOOO LINK IN BIO

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In der Vergangenheit sorgte slowthai immer wieder für Aufsehen. Bei den NME Awards im vergangenen Jahr ist er mit aufdringlichen Sprüchen gegenüber der Moderatorin Katherine Ryan negativ aufgefallen. Mit einer Erklärung auf Social Media entschuldigte er sich für sein Verhalten und bot an seinen NME Award für den „Hero Of The Year“ zurückzugeben. Vielmehr solle dieser an Katherine Ryan gehen. Nun ist slowthai aber auf musikalischer Bühne wieder voll zurück. Es ist davon auszugehen, dass neben „ENEMY“ und „MAGIC“ noch weitere Banger folgen werden.

Den Song „MAGIC“ von slowthai und Kenny Beats gibt’s hier:

The 1975 veröffentlichen den sentimentalen Track „Guys“

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The 1975 veröffentlichen den sentimentalen Track
The 1975 // © Jordan Hughes

„Guys“ von The 1975 ist ein weiterer Ausschnitt aus „Notes On A Conditional Form“. Das vierte Studioalbum der Band erscheint am 22. Mai.

The 1975 liefern ihren Fans mit „Guys“ einen neuen Song aus ihrem bevorstehenden Album. Bereits im Februar hat die eine Live-Version auf der UK Arena-Tour der Band gespielt und getestet. Dadurch generierte sich ein gewisser Hype in den Youtube-Kommentaren um den Song. Die Studio-Version feiert jedoch erst heute am 13. Mai Premiere. Der legendäre Radio-Host Zane Lowe spielte den Song auf Beats 1, einem Radiosender von Apple. In einem kurzen Interview mit dem Frontmann Matt Healy gab dieser zu, dass really „quite earnest“ und „real“ sei.

Eine weitere Information ist, dass Healy selbst über den Track als „Note“ gesprochen hat. Dies bestärkt die Theorie von „Notes On A Conditional Form“ als eine Art Konzeptalbum. Ein weiteres Argument, das hier dafür sprechen würde, ist die Tatsache, dass es bisher kaum einen musikalischen, roten Faden gibt. Sämtliche Releases, die vorab erschienen sind, tauchen in neue Genre-Gefilde ein.

Die Range ist breit: von dem folky „Jesus Christ 2005 God Bless America“, über zu den Americano-Klängen auf „The Birthday Party“ oder den classic The 1975-Vibes von „If You’re Too Shy (Let Me Know)“. Zusätzlich gibt es mit „People“ eine Hommage an das Emo-Zeitalter und auch der elektronische „Frail State Of Mind“ und das 90s Revival „Me & You Together Song“ unterscheiden sich von den restlichen Songs. Es wirkt fast, als ob The 1975 ihre komplette Musikbandbreite in eine Langrille packen wollten.

Das vierte Studioalbum „Notes On A Conditional Form“ erscheint am 22. Mai, nachdem der Release immer wieder von der Band nach hintern verschoben wurde. Erst kürzlich haben einige Künstler ihre Anerkennung gegenüber The 1975 gezeigt, in dem sie Songs von ihnen gecovert haben. Diese sind im Zuge eines Live-Tribute-Gigs auf virtueller Ebene entstanden. Organisiert wurde die Aktion von dem britischen Magazin The Face.

„Guys“ von The 1975 gibt’s hier:

 

DAS NEU im Telegram-Interview: „Social Media als Motiv“

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Das Neu im Telegram-Interview:
DAS NEU // © Pierre Laporté

DAS NEU ist keine Band, keine Kombo und kein Projekt. DAS NEU ist eine vielströmige Community, die bekannte Strukturen neu deutet. Wir haben mit ihnen über Telegram gechattet.

Internet und Musik sind kaum noch trennbar. Das zeigt sich nicht erst seit Themen wie Ausgangssperren oder abgesagte Gigs unseren Alltag bestimmen. DAS NEU möchten ihre Rolle in diesem Game neu interpretieren. Als Individuen aus verschiedensten Subkulturen haben sich kreative Köpfe zusammengetan, um die Community ins Leben zu rufen. Die Idee: jeder hat mit seinen musikalischen Vorlieben maßgeblichen Einfluss auf den Weg, der gegangen wird.

An den bisherigen Releases erkennt man, dass sich diese Vielfalt vereinen lässt. Songs wie „DRIVE“, „KIDS“ oder „LOVESTREAM“ zeigt die Emotionalität der Lyrics von Ian Curtis auf, spielen aber im Hier und Jetzt. In ihrem Pressetext zählen sie Einflüsse wie A$AP Mob und 070 Shake bis zu Fehlfarben, von David Lynch bis Brian Eno auf.

Spannend dabei ist, dass sie in einem gewissen Punkt bewusst gegen die Konventionen von Social Media verstoßen. Das Credo ist in der Regel: Je mehr du postest, desto mehr machst du auf dich aufmerksam. Die Kanäle von DAS NEU sind jedoch dicht und wecken damit Neugier. Salopp gesagt, könnte man sagen, es ist wie bei einem angesagten Club, der für seine Queue steht. DAS NEU geht es aber jedoch um mehr.

Sie wollen eine Community schaffen. Interessierte und Fans sollen Teil dieser Community werden und mittelfristig auch mitbestimmen. Wie weit das gehen soll, lassen sie offen. Die Regel ist, dass es keine Regeln gibt. Einen Einblick, wie es funktionieren könnte, zeigt der Clio zu „LOVESTREAM“ in dem sie Stories von Musik-Influencern zu einem Musikvideo zusammengeschnitten haben. „Social Media“ als Motiv.

Auf Telegram haben wir mit DAS NEU über ihre Herangehensweise gesprochen aber auch über Telegram als Plattform in Zeiten von Corona. Außerdem haben sie uns verraten, wie es sich für MusikerInnen anfühlt, die gerade dabei sind etwas aufzubauen.

DAS NEU im Telegram-Interview:

Die aktuelle Single von DAS NEU gibt’s hier: