Auf „RTJ4“ erhalten El-P und Killer Mike Unterstützung von u.a. Zack de la Rocha, Josh Homme und Pharrell Williams. Das Album erscheint am 05. Juni.
Über drei Jahre ist es her, seitdem das US-amerikanische Hip Hip-Duo ihr drittes Werk „RTJ3“ veröffentlichte. Mit „Ooh La La“ und „Yankee And The Brave (epd.4)“ hat die Kombo bereits zwei der insgesamt elf Songs, die auf „RTJ4“ sein werden, veröffentlicht. Durch unter anderem fetten Beats beweisen sie, dass sie ihre kraftvolle Art der ersten Platten beibehalten. Darüber hinaus zeigen sie auch weiterhin, wie man mit lyrischer Finesse gelungene Sozialkritik mit derben Humor und Übermut verbinden kann.
Schon auf „Ooh La La“ gab es mit Greg Nice und DJ Premier erste Bestätigungen von Gaststars auf der Platte. Doch damit nicht genug. Für den Song „JU$T“ finden zum Beispiel Pharrell Williams und Zack de la Rocha von Rage Against the Machine zusammen. Eine mindestens genauso spannende Kombination scheint der Song „Pulling The Pin“ zu bieten, auf dem Run the Jewels sowohl die Blues- und Soulgröße Mavis Staples, als auch Queens of the Stone Age-Frontmann Josh Homme featuren. Auch der US-Rapper 2 Chainz findet Platz auf der Platte.
Das Album ist das Ergebnis von zwei intensiven Jahren des Songwritings. In der Zwischenzeit waren El-P und Killer Mike aber auch für verschiedene andere Projekte aktiv. Eigentlich hätte es aktuell zusammen mit Rage Against the Machine auf große Welttournee gehen sollen. Die Tour wird im Sommer 2021 nachgeholt. Außerdem stand ein Auftritt beider Acts beim Lollapalooza Festival in Berlin auf dem Plan. Das Festival wurde wegen des Coronavirus allerdings für dieses Jahr abgesagt.
Hört hier die Single „Yankee And The Brave (ep.4):
Die neue Single „Double Exposure“ vom Wiener Künstler Wandl ist heute mit einem experimentell visuellen Videoclip erschienen.
Es war lange sehr Still beim 25-jährigen Musiker, Produzent und Vocalist Wandl. Sein Debüt aus 2017 „It’s All Good Tho“ ist eine melancholische Platte über Schwermut und Hoffnung, die von experimentellen Klängen gepaart mit seiner bezeichnenden Stimme und einer progressiven Produktion lebt. Diese verschaffte ihn zurecht erfolgreiche Musikjahre. Eine Tour gemeinsam mit Bilderbuch, ein Auftritt beim berühmten Primavera Sound Festival in Barcelona und Platz 4 bei den Alben des Jahres 2017 im Musikexpress.
Durch Musizieren im Eltern- und Nachbarhaus kommt Wandl schon früh mit dem Spielen von Musik in Berührung. „Ich hab mit zwei Jahren immer Schuhplattler getanzt. Meine Mutter hat Klavier gespielt und ich bin durchs Haus gelaufen und hab mir auf die Schenkel geklopft.“ Im Alter von 5 Jahren beginnt er Geige zu lernen, mit 12 experimentierte er mit Musikproduktions-Software und schreibt erste Songs. Durch HipHop sozialisiert und von der Gitarre besessen verfolgt er bald seine eigene musikalische Vision. In seiner Jugend veröffentlicht er erste EPs, nach absolviertem Abitur folgte der Umzug nach Wien. Wandl dockt an das Label und Künstlerkollektiv Affine Records an. 2014 erscheint seine EP „Far Way Home“, die ihm erstmals internationale Aufmerksamkeit beschert.
Mit seiner Zusammenarbeit mit dem Salzburger Rapper Crack Ignaz und dem in Eigenregie produzierte Album „Geld Leben“ und seinem bereits angesprochenen Debüt macht er sich in der Rap-, wie auch in der Indieszene einen Namen.
Mit „Double Exposure“ kehrt er mit neuer Musik zurück. Im Song mit gleichzeitig erschienen Video geht es um dunkle Erinnerungen und verdorbene Gedanken. Seinen verträumt melancholischen Soundmantel hat er nicht ausgezogen; Er bleibt dem verschleierten und zerhackten Sounds, Samples, Klavieraufnahmen, Drums und Synthesizer treu; und lässt den Zuhörer langsam wieder in denn Wandl-See hineintauchen.
Ab Freitag ist der Song auch auf allen herkömmlichen Musik-Streaming-Dienste.
Der Song von Moses Sumney ist auf dem neuen Album „græ“, welches am Freitag erscheint. „Bless Me“ dient als letzter Teaser.
Bereits im Februar hat der Musiker Moses Sumney den ersten Teil seines Albums „græ“ veröffentlicht. Die Single „Bless Me“ ist ein letzter Einblick des zweiten Teils, welches am 15. Mai erscheint. Im Vorfeld hatte der US-amerikanische Musiker gleich mehrere Songs mit seinen Fans geteilt. „Virile“, „Polly“, „Me in 20 Years“, und „Cut Me“, um sie zu nennen. Das Video in dem der in North Caroline geborene Singer-Songwriter zusätzlich noch „Before You Go“ präsentiert dauert knapp sieben Minuten in beansprucht den Zuschauer und Hörer auf emotionalste Weise.
Es beginnt mit einer absichtlich stark überbelichteten Aufnahme und den Lyrics „It’s So Predictable“. Anschließend erkennt man den Musiker selbst auf einem Fahrrad sitzend. Er radelt dem Betrachter entgegen. In den kommenden Szenen nimmt uns Moses Sumney mit in seine Heimat und zeigt uns die verschiedensten Ecken. Der Clip löst eine fast schon kindliche Freude im Betrachter aus, die einen vermuten lässt, dass Sumney hier auf seine Vergangenheit zurückblickt und uns Einblicke gewährt.
Nach knapp fünf Minuten dann der inhaltliche Cut zu „Before You Go“. Hier begibt sich Moses Sumney in die Natur. Es wirkt fast so, als sinniere der Künstler hier über den Sinn des Lebens und über die Erschaffung der menschlichen Spezies. Das komplette Video ist durch seine VHS-Optik sehr greifbar und soll den Anschein erwecken aus dem persönlichen Besitz des Musikers zu stammen.
„græ“ist der Nachfolger des Albums „Aromanticism“, für welches er großen Zuspruch in der Presse bekommen hat. Die Platte, die als Konzeptalbum gesehen werden kann, greift das Thema der Liebe als ganzheitliches Konzept auf. In „“græ“ wandelt sich dies, wie der BR in seiner Review zum ersten Teil geschrieben hat. Der neue Longplayer behandelt Moses Sumney als Menschen. Es geht um seine Identität, seine Persönlichkeit, sein Sein. „græ“ erscheint diesen Freitag (15. Mai) über Jagjaguwar.
Das Video zu „Bless Me“ und „Before You Go“ gibt’s hier:
Still: The Face | The 1975 Takeover | Rina Sawayama covers 'Love It If We Made It'
The 1975 war Teil eines Takeovers beim Magazin The Face. Als Hommage veranstaltete The Face auf ihrem Instagram-Kanal ein Tributkonzert für die Band. MusikerInnen waren eingeladen ihre eigenen Interpretationen in Coversongs darzubieten.
Das britische Magazin The Face veranstaltete über Instagram ein virtuelles Tributkonzert im Rahmen des Takeovers mit The 1975. Die KünstlerInnen Phoebe Bridgers, Rina Sawayama, Clairo, Gracie Abrams, Cavetown, Pales Waves and Beabadoobee coverten dazu Songs der Band.
Zuvor hatte The 1975-Sänger Matty Healy am Anfang der Woche Podcast-Folgen veröffentlicht, in denen er Interviews mit Stevie Nicks, Brian Eno, Kim Gordon und Conor Oberst führte. Die Aktion ist ein Teil ihrer Promo für das bevorstehende vierte Studioalbum „Notes On a Conditional Form“, das am 22. Mai 2020 über Dirty Hit und Polydor Records veröffentlicht wird.
Die Singer-Songwriterin Phoebe Bridgers, sang den Song „Girls“ vom Album „The 1975“ aus dem Jahr 2013. In dem Song geht es um die starke Wirkung von Mädchen. Im Schlafanzug wandelt Phoebe Bridgers den Song in eine Ballade um und gibt ihm mit ihrer zarten Stimme einen ganz neuen Touch. Im Gegensatz zum poppigen Original, klingt der Track mit ihrem Gesang und der Akustikgitarre traurig-schön und sanft. Nostalgisch blitzen bei ihrer Variante die Teenagertage aus den 2000er auf, in denen wir uns mit Liebeskummer und einer Taschentücherbox bewaffnet ins Bett verkrochen haben.
Hier gibt es das Cover „Girls“ von Phoebe Bridgers:
Den Abschluss des Tributkonzerts machte Rina Sawayama. Die Musikerin aus London, die auch schon mit Charlie XCX tourte, sang für das Tributkonzert ihren Lieblingstrack „Love It If We Made It” vom Album “A Brief Inquiry Into Online Relationships” aus dem Jahr 2018. Die Sängerin veröffentlichte zu ihrer reißenden Pop-Version als einzige noch gleich ein passendes Musikvideo dazu. Dieses erhält an manchen Stellen durch eine leichte Übersteuerung der Stimme und den abgerundeteten, an Röhrenfernseher erinnernden Bildformat einen Retro-Charme. Das asynchrone Video und den Beat produzierte mit ihr in Zusammenarbeit Clarence Clarity.
Schau hier die Coverversion von Rina Sawayama zu „Love It If We Made It”:
Zeitgleich mit der Rede des britischen Premierministers veröffentlicht slowthai den Song „ENEMY“ auf Youtube.
slowthai und Boris Johnson werden in diesem Leben wohl keine Freunde mehr. Mit dem Track „ENEMY“ teilt der Musiker erneut gegen den britischen Politiker aus. Erst vor ein paar Monaten geriet der Rapper in die Schlagzeilen, weil er beim Mercury Prize mit einer Imitation von Johnsons Kopf aufgetreten ist. Triumphierend hat er den abgetrennten Schädel auf der Bühne mit sich getragen. Die Bilder wurden im Nachhinein für die Youtube-Version herausgeschnitten.
Doch was hat slowthai diesmal wieder angestellt? Im Zuge der COVID-19-Krise sprach der britische Premierminister heute zum Volk und stellte das weiter Vorgehen vor. Mit seiner „stay alert“-Kampagne hat er sich abermals unbeliebt gemacht. UK befindet sich aktuell in einer Zeit in der die Todes- wie auch die Infektionszahlen immer noch stetig steigen. Zeitgleich mit dem Beginn von Johnsons reden veröffentlichte slowthai den Track „ENEMY“ auf Youtube. Dementsprechend rau ist auch der Ton des neuen Songs. Ein simpler fast schon Battlerap-artiger Beat schlägt auf den Hörer ein. Dazu die charakteristischen Bars des britischen Rappers. Produziert wurde der Titel von slowthai, samo und kwes darko.
Es ist nicht das erste Mal, dass der 25-jährige Musiker aus Northampton polarisiert. Auf den vergangenen NME Awards löste er mit seinem Verhalten eine große Debatte auf Social Media auf. Bilder zeigten ihn, wie er der Moderatorin des Abends Katherine Ryan sehr nahe kam. Mit seinen Sprüchen drückte er sie augenscheinlich in die Ecke. Die Moderatorin selbst konterte die Aussagen von slowthai locker.
Dieser hatte an dem Abend eigentlich den Preis zum „Hero of the year“ überreicht bekommen. Im Anschluss an den Abend entschuldigte er sich für sein Verhalten und kündigte an, den Preis aus Respekt zu der Moderatorin Katherine Ryan nicht annehmen zu wollen. Es ist zu bezweifeln, dass er sich nun mit „ENEMY“ bei „Bojo“ entschuldigen wird. Ob die gleichzeitig auch ein neues Album bedeutet, ist noch unklar.
Still Youtube: DENZEL CURRY - IM JUST SAYIN THO FEAT TOMMY SWISHER
„I’m Just Sayin Tho“ ist in einer Zusammenarbeit aus Tommy Swisher und Denzel Curry entstanden. Der Track soll von der aktuellen Lage ablenken.
Seine Fans werden sich freuen: Denzel Curry hat in der schwierigen Zeit einen neuen Song veröffentlicht. Dieser nennt sich „I’m Just Saying Tho“ und ist eine Kollaboration mit Tommy Swisher aus Atlanta. Auf seiner Youtube-Seite kündigt der Musiker den Track mit folgenden Worten an: „just because we need music and happiness at a time like this“, und fügt noch „Enjoy“ hinzu.
In den vergangenen Wochen und Monaten ist Denzel Curry immer mal wieder als Feature-Gast bei anderen Künstlern aufgetaucht. Erst kürzlich hat er zusammen mit JPEGMAFIA ein wahres Rap-Feuerwerk auf „BALD REMIX“ abgeliefert. Nun möchte der in Florida geborene Rapper wieder als Hauptprotagonist in Szene treten. Sein letztes Release erschien im Februar dieses Jahres und trägt den Namen „Unlocked“.
Hierbei handelt es sich um eine achtteilige EP, die er zusammen mit dem Produzenten Kenny Beats aufgenommen hat. Mit „Zuu“ aus dem Jahr 2019 promotet er auf Instagram noch immer seine letztes Album. Man darf sich also fragen, ob es sich bei „I’m Just Sayin Tho“ um eine alleinstehende Single handelt. Oder kündigte Denzel Curry mit dem Onlinestellen vielleicht doch ein neues Album an?
Der Track besticht durch Oldschool-Elemente. Ungewöhnlich da Tommy Swisher wie auch Denzel Curry in der Vergangenheit vor allem dem Cloud-Rap zu einer großen Popularität verholfen haben. In letzter Zeit zeigt sich aber immer mehr, dass sich viele Rapper in den USA wieder auf alte Beats zurückbesinnen und diese mit einer neuen Attitüde zu Songs verwandeln. „I’m Just Sayin Tho“ kann sich ab sofort auf Youtube angehört werden.
Diese Woche könnte die Liste kaum konträrer sein. Auf der anderen Seite zeigen Velvet Volume oder Pauls Jets pure Traurigkeit und Acts wie Dizzy pure Lebenslust.
Velvet Volume – Carry
Dass Romantik auch dunkle Seiten hat, beweisen Velvet Volume mit ihrer neuen Single „Carry“. Der Vorab-Track des Trios aus Aarhus zeigt auf abstrakte Art und Weise die Bewältigung einer persönlichen Krise. „I’m desiccating and examining, my inner universe / It’s chaos, my discovery, at nighttime / It’s the most unclear“, heißt es. Musikalisch wirkt es fast so, als würde sich die Band den kompletten Frust und Schmerz von der Seele spielen wollen.
Drens – I Can Barely See
Rechtsextremismus muss bekämpft werden. Das demonstrieren Drens in ihrer neuen Single „I Can Barely See“. In Videospiel-Optik zwingen die vier Musiker Rechte Protagonisten wie Adolf Hitler in die Knie und erinnern damit an die Befreiung vom Nationalsozialismus am 8. Mai 1945. Eine starke Botschaft der Band aus Dortmund. Am 15. Mai 2020 erscheint die Debüt-EP „Pet Peeves“.
Pauls Jets – Der Teufel
Und gleich der nächste traurige Lovesong. Pauls Jets beschreiben in „Der Teufel“ den innen Dämon, der sich in jedem von uns versteckt. In melancholischer Art und Weise säuselt die Band aus Österreich Lyrics wie „Ich habe Herzchen in meinen Augen, nichts davon ist schön“ vor sich hin. Es scheint als würde die Person vor unglücklicher Liebe nahezu zu zerbrechen. „Der Teufel“ erscheint auf dem Debütalbum „Highlights zum Einschlafen“, welches am 29. Mai erscheint.
Kiran Kai – Passports
Bisher hat Kiran Kai eher im Hintergrund agiert. Dennoch hat der ein Brixton geborene Musiker bereits Kollaborationen mit Rosie Lowe, Jordan Rakei und Skepta aufzuweisen. Mit dem Grime-Star hat er nun auch einen neuen Song veröffentlicht. Auf „Passports“ vereint er die Rauheit von Grime mit Vaporwave-Vibes. Dabei erinnert der Sound genau so gut an Acts wie eben Skepta aber auch King Krule himself. Fazit: Kiran Kai sollte man im Auge behalten.
Dizzy – The Magician
Mit ihrem sonnigen Indie-Pop passt Dizzy perfekt in die aktuelle Zeit. Natürlich muss man hier von der aktuellen Lage absehen, doch sind es nicht gerade Songs wie „The Magician“, die uns dabei helfen? Mit dem Song kündigt die Band rund um die Brüder Alex (Gitarre), Mackenzie (Bass), Charlie Spencer (Schlagzeug) und Sängerin Katie ihr neues Album „The Sun and Her Scorch“ an. Dieses erscheint am 31. Juli.
Rhye – Beautiful
Auch Rhye aka Michael Milosh möchte mit „Beautiful“ seinen Beitrag zur aktuellen Krise leisten. Rhye versteift sich hier nicht auf Negativität, sondern taucht in die Welt der Schönheit ab: „As we all share in this collective crazy moment that is quarantine, there are many ways to deal with the isolation, many ways we can truly fall into ourselves. For me, celebrating the beauty that is my partner has been a huge inspiration for me and a saving grace. Beauty is something we truly need to be open to in this moment. Find it in music, art, your loved ones, or yourself.“
Kasper Bjørke – Seabird (Tensnake Remix)
Sport im Freien ist wieder erlaubt. Also schnappt euch euer Smartphone, die Kopfhörer eurer Wahl und dreht den neuen Remix von Tensnake zu „Seabird“ laut auf. Warum? Das zeigt euch das Video. Es ist der perfekte Rollschuh-Soundtrack für warme Sommertage. PS: Haltet aber bitte Abstand und seid nett zueinander!
Kllo – Insomnia
„The song is about laying in bed fantasizing that you’ll give your all to something and that someone else will too, but knowing deep down it will never happen. The moment of the night where you can’t switch off and differentiate your truth from your imagination.“ Dieses Zitat von Kllo drückt gleichermaßen Hoffnung, wie auch tiefe Traurigkeit und Hoffnungslosigkeit aus. Die daraus resultierende Schlaflosigkeit treibt einem eine Leere in den Körper und den Geist. Auf „Insomnia“ untermalt das Duo aus Melbourne dies mit zurückhaltenden Beats. Es ist die zweite Single ihres neuen Albums „Maybe We Could“, welches am 17. Juli via Humming Records erscheint.
JPEGMAFIA x Denzel Curry – Bald! REMIX
Wer Lust auf harte Rap-Parts hat, die einem ungeschönt entgegen fliegen, sollte sich unbedingt „BALD! REMIX“ geben.
María Isabel feat. Yeek – Where Does the Love Go?
„Where Does the Love Go“ von María Isabel war eine Internetbekanntschaft der anderen Art. Tatsächlich sind wir durch Zufall auf Youtube über den Song gestoßen und fanden in derart stark, dass wir ihn mit in die Liste packen mussten.
Yellow Days – Treat You Right
Warum nicht einfach mal ins Weltall abhauen und alles vergessen? Das muss sich auch Yellow Days im Video zu seiner neuen Single „Treat You Right“ gedacht haben. Der Song des in UK. lebenden Singer-Songwriters ist Funk-infused und von einer trommelnden Bassline getrieben. Vielleicht ist dem Musiker auch wegen der funky Retro-Vibes nach Weltall und noch mehr Retro?
Damit veröffentlicht die Grammy-Preisträgerin die erste Single seit rund drei Jahren.
Allerdings dürften Anhänger von St. Vincent, in deren Songs meist die E-Gitarre im Fokus steht, zunächst vom neuen Sound der Sängerin irritiert sein. Ein Jazz-Piano führt die subtile Dramatik an, die mit der einnehmenden und doch weniger energieladenen Stimme von St. Vincent ergänzt wird.
Mit „The Eddy“ steuert St. Vincent, die eigentlich Annie Clarke heißt, bei der gleichnamigen Netflix-Produktion den Titelsong bei. Die Serie ist das jüngste Projekt von „La La Land“-Regisseur Damien Chazelle und dreht sich um einen Jazz-Club-Besitzer aus Paris, der sich nicht nur mit seiner pubertierenden Tochter herumschlagen, sondern sein Geschäft vor Kriminellen verteidigen muss.
Jazz ist harte Arbeit sowie für die meisten Musiker ein Überlebenskampf. Davon erzählt die Serie #TheEddy unter der Regie von Damien Chazelle auf realistische Weise. @DSChazelle@NetflixDEhttps://t.co/q1EzgIqMro
St. Vincent und Jack Antonoff waren im März im Studio
Ob der Sound des Songs „The Eddy“ auch ein Vorgeschmack auf das neue Album von St. Vincent sein könnte, ist unklar. Zwar erscheint das Jazz-Gewand für die Sängerin aus Oklahoma eher ungewohnt, allerdings hat Annie Clarke ihren Stil auf den insgesamt sechs Studioalbem immer wieder leicht verändert.
Ein neues Album scheint außerdem nicht weit entfernt. Wie der NME berichtet, waren Clark und Produzent Jack Antonoff bereits im März zusammen im Studio. „Wir haben nur so herumprobiert“, so Antonoff. „Annie ist einer dieser Menschen die, wann immer es eine Chance gibt, sagen: ‚Mal sehen, ob man hier etwas ausprobieren kann…'“.
Im Juni folgt dann das gleichnamige Debütalbum der Musikerin aus Berlin. „No Anything Else“ von Jinka ist der perfekte Ohrwurm für Verliebtheit in sozialer Isolation.
Am 19. Juni erscheint das erste Studioalbum namens „No Anything Else“ von Jinka. Bereits im Vorfeld präsentiert uns die Musikerin die gleichnamige Single und steuert gleich auch ein Video hinzu. Es ist nach „U Bit My <3“, „25 Minutes“ und „I’d Like That“ bereits der vierte Song, den uns die aus Transsylvanien stammende Musikerin vorab zeigt. In ihrer neuen Single zeigt sie, dass sie es versteht Pop-Elemente in experimentelle Gefilde zu transportieren. Die zerbrechlichen wirkenden Vocals formen sich zu einer gängigen Hook. Der Song wirkt smoother und fast schon ungewöhnlich unaufgeregt für ihre Verhältnisse.
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Inhaltlich thematisiert Jinka mit dem Song die sorglose Verliebtheit. Sie schafft damit den perfekten Ohrwurm für all die, die den Frühling in sozialer Isolation verbringen. Ihr musikalisches Schaffen ordnet sich insgesamt irgendwo zwischen Kate Bush, Grimes und Charli XCX ein. Irgendwo in den westlichen Vierteln Berlins verfeinert die Produzentin immer wieder ihre klanglichen Fantasien. Dabei greift sie immer wieder auf die fast schon in Vergessenheit geratene und doch viel zitierte Soundcloud-Ästhetik zurück.
Diese Elemente greift sie auf, um sie dann feingeschliffen Mainstream-Pop-affin zu machen. Nach mehreren kleineren Releases, wie EPs und Single-Auskopplungen veröffentlicht Jinka nun ihr überfälliges Debütalbum. Wir wissen nicht, ob Jinka dem futuristischen Namen von Grimes Kind einen Daumen hoch gegeben hat, zum Sound ihres Albums würde es jedenfalls passen. Mit „No Anything Else“ erwartet die Musikwelt eine Platte voller innovativen Ideen, die einen glücklicherweise aber nicht überfordern. Auch visuell versucht die Künstlerin immer wieder neue, futuristische Elemente aufzugreifen und damit ihr Projekt abzurunden. Die Single „No Anything Else“ ist ab sofort auf allen gängigen Plattformen erhältlich. Das gleichnamige Album erscheint am 19. Juni über Filature Recordings / The Orchard.