Start Blog Seite 66

Starke Frauen, die die deutsche Musiklandschaft aktuell aufmischen

0

Es ist der 8. März 2020 und noch immer werden Frauen im Musikgeschäft benachteiligt oder völlig falsch bewertet. Deswegen eine Liste nur mit toller Musik – von Frauen am Weltfrauentag.

Jinka

Würde diese Seite wie ein Meme-Account funktionieren, wäre die Geschichte mit “Deutsche Grimes” schnell erzählt. Dann hätte man jedoch unterschlagen, dass Jinka erstens aus Transsylvanien in Rumänien stammt und dass ihr Stil auch an Acts wie Kate Bush oder Charli XCX erinnert. Soundcloud-Welten werden bei Jinka mit futuristischen Spaceship in Mainstream-Welten katapultiert.

Eunique

Eunique steht mit ihrer Musik für das Wir-Gefühl einer neuen Generation. Hip Hop aus Hamburg mit Attitüde und ohne Geschlechtergrenzen. Hallo 2020!

Perel

Der Sound von Perel alias Annegret Fiedler reibt sich gerne an den Konventionen, die die Szene so mitbringt. “Der Weg – das Ziel – sie finden sich nicht. Auf einem Hof – ein Herz zerbricht”. Bedrohliche Lyrics, verpackt in waviger 80s Atmosphäre. All dies wirkt abstrus, kalt aber zugleich eben auch zugänglich und anziehend. Die DJane, die übrigens ausgebildete Sängerin ist und ihre Texte selber singt, ist die erste Deutsche, die bei DFA unter Vertrag steht. Das Label wurde 2001 von einem gewissen James Murphy von LCD Soundsystem gegründet.

Amilli

Mit “Rarri” hat Amilli aus Bochum letzten Sommer fast aus dem Nichts einen Hit gelandet. Der Song hat mehrere Millionen Aufrufe auf Spotify und hat der Künstlerin zudem zu einem ersten Award verholfen. Der Förderpreis der 1Live-Krone zeigt auch, welche Hoffnungen man in die erst 19-jährige Musikerin setzt. Mit ihrem warmen Sound und den zurückgenommenen Beats strahlt sie bereits seit Beginn ihrer Karriere eine gewisse Internationalität aus.

Ebow

Anekdote aus dem echten Leben: Als Ebow beim letztjährigen Reeperbahn Festival aufgetreten ist, haben viele Männer die Nase gerümpft. Rap über die Periode? Das geht zu weit! Ja, geht es auch. Eine solche Ignoranz kotzt uns nämlich an Boys.

Mia Morgan

Geschichten aus der Gruft: Dass Mia Morgen gerade die deutsche Musikszene aufräumt und mit „Waveboy“ für tagelange Ohrwürmer sorgt muss man wohl niemandem mehr erklären. Mit ihrer Musik holt sie außerdem viele, vergessene Seelen ab.

Das Interview mit Mia Morgan gibt es hier

Keke

Dass feministischer Deutschrap kein Widerspruch ist, beweist aktuell die Wiener Rapperin Keke. Seit der Veröffentlichung ihrer ersten Single „Donna Selvaggia“ im Sommer 2018 wirbelt sie mit starken Texten den Männer-Club im deutschen Hip-Hop auf. Die „wilde Frau“, was „Donna Selvaggia“ übersetzt bedeutet, wird dabei gleichzeitig zum Ausdruck des eigenen Selbstbilds und Anspruch ans Musikmachen. In ihren Songs beschäftigt sich Keke unter anderem mit Schönheitsnormen, Weiblichkeit und mentaler Gesundheit. Ihre radikale Ehrlichkeit kommt gut an. Mit authentischem Songwriting und eindringlicher Stimme hat sie es 2019 auf zwei der wohl wichtigsten Deutschrap-Platten des Jahres geschafft. Sowohl Trettmann als auch Kummer wollten sie als Featuregast auf ihrem Album haben. Damit sind für Keke wohl alle Weichen gestellt, um 2020 endgültig zur Queen of Deutschrap zu avancieren.

Mine

Wenn Intimität in der deutschen Poplandschaft ein Label bekommen müsste, dürfte dies Mine höchstpersönlich ausstellen. Ihr Sound ist mal zurückgenommen, mal geht er textlich unter die Haut und springt dir dadurch schon fast ins Gesicht. Aktuell tüftelt sie an Musik für die Supergroup Möse Onkelz. Mit dabei Musiker wie Mia Morgan, Drangsal, Kaltenkirchen und Tristan Brusch.

Rola

00er RnB at its best!

Toni Strange

Wer an Soundcloud-Rap denkt, denkt an Acts wie Yung Hurn. Da dieser sich aber spätestens mit dem letzten Album inhaltlich ins Aus katapultiert hat, ist es nun endlich an der Zeit, dass auch Frauen in dem Genre Playtime bekommen. Gut, dass es dafür Toni Strange aus Berlin gibt. Mit ihren Texten über Depressionen eckt sie bewusst an schiebt damit die Oberflächlichkeit des Traps zur Seite.

Madsius Ovanda

Musik ist eigentlich ein Sinnbild für Verbindung. So wie sich einzelne Klänge, Ideen, Melodien und textliche Bausteine zu einem Gesamtkunstwerk verzweigen, so funktioniert auch Madsius Ovanda. Das Projekt besteht aus Pia Ovanda und Carina Madsius und besticht durch das enge Zusammenspiel der beiden Persönlichkeiten. Ehrlichkeit zusammengestellt aus Indie-RnB und Dream-Pop.

Umme Block

Spätestens seit ihrem Auftritt beim Puls Festival 2019 und der ausverkauften Album-Release-Show gehören Umme Block mit Sicherheit zu den gefragtesten Acts innerhalb der Münchner Stadtgrenzen. Eigentlich müsste das Projekt von Klara Rebers und Leoni Klinger auch bald den Rest des musikbegeisterten Deutschlands erreichen und zwar so schnell wie möglich. Vielschichtige, sich verwebende und miteinander verschmelzende Klänge aus Stimmen, Synthies, Gitarre und analogen Beatmaschinen machen Umme Block aus. Wer auf Musik irgendwo zwischen The xx, Moderat und Ibeyi steht, sollte sich Umme Block unbedingt in die Playlist packen.

shi offline

shi offline ist die weibliche Antwort auf Die Antwoord. Die Band aus Hamburg und Köln spielt immer mit den Kontrasten zwischen hart und weich. So fallen die Beats weich ab und treffen dann auf die oftmals als streng und als kalt wahrgenommene russische Sprache.

CHILDREN

Zukunft ist morgen und Freundschaft ist Musik. Ganz nach dem Credo leben Steffi Frech und Laura Daede ihr Dasein als CHILDREN aus. Die beiden Musikerinnern, die sich seit kleinauf kennen, kombinieren Elemente aus der Vergangenheit und verwandeln diese in deine Future-Lovesongs. Aktuell tourt das Duo durch mehrere Städte.

IUMA

In der Kölner Musiklandschaft kannte man die Musikerin lange als Frontfrau der Indie-Pop-Band Planetarium. Nun macht IUMA auch als Solo-Act auf sich aufmerksam. Als IUMA lässt sie Urbanität in ihre Musik einfließen und teilt deutsche Texte mit ihren Zuhörern. Es ist ein Sound, der sich nur durch seine Sprache nicht als international durchmogeln lässt.

Haiyti

Haiyti ist schon länger in Hamburg für ihr großes Mundwerk bekannt. Manch einer würde ihre Musik als frech bezeichnen, wir bevorzugen hier selbstbewusst. Kein Wunder also, dass sie in ihrem neuesten Song „Toulouse“ auch ohne mit der Wimper zu zucken eine Hommage an den französischen Afro-Trap raushaut.

Alli Neumannn

Wenn es so etwas wie eine neue Deutsche Pop-Hoffnung gibt, dann ist es Alli Neumann. Schon lange nicht mehr hat ein*e Künstler*in den Zeitgeist so perfekt getroffen und in derartig kluge, innovative und sich trotzdem nicht-zu-ernst-nehmende Musik übersetzt. Wir erwarten hier ein großes Album (no pressure), das hoffentlich die Anerkennung erhalten wird, die es verdient.

Juju

Juju ist auf jeden Fall eine Anwärterin auf die Champions League-Plätze des Deutschraps. Ob sie in dieser Liga jedoch kicken möchte oder stattdessen lieber ihr eigenes Game spielt, wir wissen es nicht.

Nura

Auch Nura war bis vor einiger Zeit noch Teil von SXTN – wie Juju auch. Es spricht für das Talent der beiden Musikerinnen, dass man diesen Fakt mittlerweile leicht unterschlägt. Nura lässt ihre Vergangenheit hinter sich und liefert stattdessen einen Hit nach dem anderen.

Ilgen-Nur

Ilgen-Nur Borali ist nicht nur die weibliche Antwort auf Mac Demarco, sondern die Antwort aus Deutschland auf Mac Demarco. Alles andere wäre Quatsch und würde die Lässigkeit im Sound der Musikerin auch unrecht tun.

Salwa Benz

Streng genommen fällt Salwa Benz aka Salwa Houmsi ein wenig aus dem Raster der Liste. Eine Musikerin in dem klassischen Sinne ist die Moderatorin aus Berlin nämlich nicht. Zwar tourt sie ab und an als DJane durch die Clubs der Nation und droppt immer wieder spannende, neue Acts. Viel wichtiger als dieser Job, ist jedoch ihre Aufklärungsarbeit in ihrem Podcast, auf WDR Cosmo und auf Instagram. Mit ihren Aussagen kommentiert sie Probleme wie Sexismus im Rap ohne auch nur eine Sekunde dafür den Zeigefinger zu heben. Vielmehr ist es ein Mittelfinger gegen noch immer festgefahrene Strukturen.

Gurr

Gurr ist ein deutsches Indie/Rock-Duo, bestehend aus den beiden Musikerinnen Andreya Casablanca und Laura Lee. Der Musikexpress ordnet die Musik dem amerikanischen Slacker-Pop zu“, das sagt das World Wide Web, beziehungsweise Wikipedia dazu. Wir würden eher sagen: „Gurr machen live und auf Platte einfach Bock.“

Rote Blumen und Poesie – So war es bei Faber in Köln

0

Am ersten November letzten Jahres hat Faber sein neues Album „I fucking love my Life“ veröffentlicht. 2020 ist er dafür auf „Promotour“ in Deutschland, Österreich und der Schweiz unterwegs. Gestern hat Faber das Palladium in Köln gefüllt.

Als sich der Vorhang langsam öffnet steht der Sänger mit gesenktem Kopf in einem weißen Anzug in einem Meer aus roten Blumen, durch welche sich ein Dunst aus Nebel zieht. Ein gar kitschig-schöner Anblick. Passend dazu die Ouvertüre die nicht nur Fabers Album, sondern auch seine Konzerte eröffnen. Zum Schluss lässt sich der Sänger auf Schultern durch das andächtig zu ihm aufblickende Publikum tragen. Man könnte sagen, dass Pathos Fabers zweiter Vorname ist. Auch seine Songs leben von einem Mix von Selbst- und Gesellschaftskritik, Poesie und Pop.

 

 

Hier weitere Eindrücke von Fabers Konzert im Kölner Palladium:

Alle Fotos von: Chiara Baluch

The Whitest Boy Alive meldet sich mit neuer Single „Serious“ zurück

0

Nach sieben Jahren meldet sich die in Berlin gegründete Indie-Pop Band um um den Norweger Erlend Øye in Originalbesetzung zurück. Viele Live-Shows wird es trotzdem nicht geben.

Wie bereits auf den Alben Dreams (2006) und Rules (2009), liefert die Band mit „Serious“ entspannten, elektronisch angehauchten Indie-Pop mit Funk-Einschlag. Nachdem das Projekt jahrelang ruhte, entstand der Song Ende 2019 während Vorbereitungen für drei Shows in Südamerika. Spontan entschieden sich Erlend Øye, Sebastian Maschat, Daniel Nentwig und Marcin Öz nach einer Jam-Session in ein Studio in Buenos Aires zu gehen und den Song einzuspielen. Kurz darauf trennten sich die Wege der vier Bandmitglieder wieder in unterschiedliche Richtungen.

Denn nicht nur Erlend Øye ist auch in anderen Projekten (u.a. La Comitiva oder Kings of Convenience) aktiv. Genau wie Øye, arbeitet auch Marcin Öz an neuen Veröffentlichungen aus alten und neuen Projekten. The Whitest Boy Alive Shows bleiben daher, wie bereits in der Vergangenheit, rar gesät. Weltweit stehen 2020 nur drei Auftritte an: Zwei in Mexiko und der Auftritt beim Roskilde Festival in Dänemark. So bleibe jede Show etwas ganz Besonderes – sowohl für die Band, als auch für die Fans.

2021 soll es ebenfalls drei Shows geben, höchstwahrscheinlich auch in Europa. Wir sind gespannt.

Hört hier „Serious“ von The Whitest Boy Alive:

Little Dragon machen auf „Are You Feeling Sad“ gemeinsame Sache mit Kali Uchis

0
Little Dragon // © Ellen Edmar

„Are You Feeling Sad“ ist ein weiterer Auszug aus „New Me, Same Us“. Das mittlerweile sechste Studioalbum der Schweden erscheint am 27. März via Ninja Tune.

Zwar arbeiteten Little Dragon in der Vergangenheit mit diversen hochkarätigen Künstler*innen, wie BADBADNOTGOOD, SBTRKT, Flume oder KAYTRANDA für deren jeweiligen Projekte mit. Dass sie für ihre eigenen Veröffentlichungen andere Musiker*innen mit an den Tisch holen ist eher eine Seltenheit. Bei Kali Uchis sieht es da anders aus: Ende letzten Jahres hatte die Band dann plötzlich eine von Kali Uchis gefeaturete Version ihres Neulings „Are You Feeling Sad“ im E-Mail Postfach. „Was für ein Weihnachtsgeschenk“ – dachte sich die Band, deren Mitglieder sich selbst als riesen Fans bezeichnen.

„Are You Feeling Sad“ ist eine weitere Singleauskopplung des am 27. März erscheinenden neuen Albums von Little Dragon. Dieses produzierte und recordete die Band komplett in Eigenregie in ihrem alten Heimatstudio in Göteborg. Passend zum Albumtitel „New Me, Same Us“ verliebte sich die Band im Entstehungsprozess erneut in ihre ursprünglichen Instrumente – Schlagzeug, Bass, Keyboards, Harfe, Gitarre und Vocals. Das Ergebnis davon werden wir dann in einigen Wochen zu hören bekommen.

Um den Hype anzuheizen und weitere Ausschnitte aus dem Album bereits vor Release preisgeben zu können, spielt die Band am 12. März ihr einziges Deutschlandkonzert im Festsaal Kreuzberg in Berlin. Dieses ist allerdings schon restlos ausverkauft.

Little Dragon mit „Are You Feeling Sad (feat. Kali Uchis)“:

 

Rina Sawayama veröffentlicht den Song „XS“ aus ihrem kommenden Debütalbum „Sawayama“

0
Rina Sawayama // Album Artwork

MySpace, Bauchnabelpiercings und MTV – Die Musik von Rina Sawayama klingt nach den süßen Verheißungen der 00er Jahre.

Ihr Debüt-Mini-Album „Rina“ wurde von allen Seiten hoch gelobt. Das Kulturmagazin Vulture erhob Rina Sawayama anschließend sogar zum nächsten Pop-Superstar. Dementsprechend ambitioniert sind jetzt auch die Erwartungen an ihr erstes vollständiges Studioalbum. Die Platte wird „Sawayama“ heißen und soll am 14. April bei Dirty Records erscheinen.

Mit „XS“ hat die aufstrebende Londoner Pop-Musikerin bereits die dritte Singleauskopplung aus ihrem kommenden Album veröffentlicht. In dem Song kontrastiert Rina Sawayama die Leichtigkeit von Millenial-RnB mit der Schwere aktueller globaler Herausforderungen. Sie selbst sagt darüber:

„XS is a song that mocks capitalism in a sinking world.[…] I wanted to reflect the chaos of this post-truth climate change denying world in the metal guitar stabs that flare up like an underlying zit between the 2000s R&B beat that reminds you of a time when everything was alright.“

Hört hier Rina Sawayamas neuen Song „XS“:

The Postie präsentiert: Betterov – „Viertel vor irgendwas“ Releasekonzert in Berlin

0
Betterov // © Massimiliano Corteselli

Am 20. März veröffentlicht Betterov seine Debüt-EP „Viertel vor irgendwas“. Passend zum Reinfeiern spielt er am Abend zuvor ein Releasekonzert im Auster Club.

Viel ist über Betterov noch nicht bekannt. Der ursprünglich aus der Theaterszene stammende Musiker begann 2015 seine eigene Musik zu schreiben und performt diese seither in den Kneipen und Clubs Berlins. Im November letzten Jahres veröffentlichte der 25-Jährige erstmals offiziell Musik: seine Debütsingle „Dynamit“. Diese gab uns einen Eindruck davon, in welchen musikalischen Gefilden sich Betterov bewegt. Irgendwo zwischen Indie-Rock, Post-Punk und NDW.

Ein weiterer Track ließ nicht lange auf sich warten. So erschien im Januar die zweite Single „Angst“, die Betterovs Stellung als neuen Hoffnungsträger am deutschen Post-Punk Himmel weiter zementierte. Seine Texte beschäftigen sich dabei mit den großen Fragen seiner Generation: der unstetigen und schnell verblassenden Liebe; Ängste, die uns trotz all der offen stehenden Möglichkeiten in unserer Freiheit einschränken und dem wachsenden Gefühl von Einsamkeit und Isolation.

Zuletzt veröffentlichte er mit „Irrenanstalt“ die dritte und letzte Auskopplung der am 20. März erscheinenden EP „Viertel vor Irgendwas“. Um den Release der EP gebührend zu feiern, wird am Abend zuvor, sprich am 19. März, eine offizielle Releaseparty im Auster Club in Berlin-Kreuzberg stattfinden.

The Postie präsentiert: Betterov – „Viertel vor Irgendwas“ Releasekonzert im Auster Club

19.03.2020 – Berlin, Auster Club

Tickets gibt es hier!

Betterov mit „Angst“:

 

 

35 NewcomerInnen, die ihr dieses Jahr auf dem Schirm haben solltet

0

Es ist immer schön, wenn man seine LieblingsmusikerInnen hat. Fast schöner ist jedoch, das neue Entdecken von Musik. Aus diesem Grund haben wir euch 35 Acts vorgestellt von denen wir überzeugt sind, dass 2020 ihr Jahr werden wird.

Arlo Parks

Lange schwamm die Britin Arlo Parks unter dem Radar. Zu lange wie wir finden! Gut, dass die talentierte Musikerin 2020 endlich den Fame bekommt, den sie verdient. Ihre Songs strotzen nur so vor Ehrlichkeit und auch sonst ist das Auftreten von Arlo Parks, wie man sich Popstars in unserem Zeitalter wünscht. 2019 haben wir die Poetin der Generation Z interviewt.

Keke

Dass feministischer Deutschrap kein Widerspruch ist, beweist aktuell die Wiener Rapperin Keke. Seit der Veröffentlichung ihrer ersten Single „Donna Selvaggia“ im Sommer 2018 wirbelt sie mit starken Texten den Männer-Club im deutschen Hip-Hop auf. Die „wilde Frau“, was „Donna Selvaggia“ übersetzt bedeutet, wird dabei gleichzeitig zum Ausdruck des eigenen Selbstbilds und Anspruch ans Musikmachen. In ihren Songs beschäftigt sich Keke unter anderem mit Schönheitsnormen, Weiblichkeit und mentaler Gesundheit. Ihre radikale Ehrlichkeit kommt gut an. Mit authentischem Songwriting und eindringlicher Stimme hat sie es 2019 auf zwei der wohl wichtigsten Deutschrap-Platten des Jahres geschafft. Sowohl Trettmann als auch Kummer wollten sie als Featuregast auf ihrem Album haben. Damit sind für Keke wohl alle Weichen gestellt, um 2020 endgültig zur Queen of Deutschrap zu avancieren.

Baby Rose

Man möchte meinen, dass Baby Rose für ihre einzigartige Stimme stets nur Lorbeeren geerntet hätte. Doch dem ist keineswegs so. Die in Atlanta ansässige Sängerin, Produzentin und Songwriterin erlebte in ihrer frühen Kindheit aufgrund ihrer besonderen Stimme Mobbing. Entsprechend ist es umso beachtenswerter, dass sie sich davon nicht beeindrucken ließ und aus ihrer scheinbaren Schwäche ihre größte Kraft wurde.

Badchieff

Gestartet hat der 20-jährige Producer seine Musikkarriere als DJ in der deutschen Hip-Hop Clubszene. Kein Wunder also, dass er nach wie vor auf clubbige Beats rappt und damit den Zeitgeist trifft. Die Straße spielt sich mittlerweile nämlich auch in Clubs ab.

Gaidaa

Die Video-Plattform Colors etabliert sich immer mehr zum Sprungbrett für internationale KünstlerInnen. Eine, die bei den zahlreichen Sessions im letzten Jahr besonders heraussticht, ist die niederländisch-sudanesische Sängerin Gaidaa. In einer beeindruckenden Performance ihres Songs „Morning Blue“ macht sie auf die politischen Auseinandersetzungen im Sudan aufmerksam. Mit ihrer spannenden Mischung aus englischen und arabischen Texten mit Hip-Hop und Soul-Elementen erweitert Gaidaa die internationale Musikszene 2020 um eine wichtige Stimme.

Celeste

Eigentlich keine richtige Newcomerin mehr aber, was für eine Stimme! Die Vergleiche mit Soul- und Jazzgrößen wie Aretha Franklin oder Ella Fitzgerald sind nachvollziehbar, zählt die Britin nicht umsonst zu einer der größten Nachwuchssängerinnen in diesem Gebiet.  Der von ihr besungene Weltschmerz wird getragen durch entspannte Jazz- und Popklänge, die sogar Stars wie Elton John überzeugen. Zur Musik von Celeste sagt er: „She’s something else. Watch out for her“. Sign.

Elias

Elias ist einer der vielversprechendsten Acts für das Hip Hop-Jahr 2020. Ganz nach dem Vorbild der Musik aus den USA sind die Themen bei Elias weniger Shisha, PSG-Trikots und Para, sondern mehr Basketball, Maybach und glitzernde Felgen. Auch die Beats seines Produzenten Young Mesh lassen einen in vergangene Zeiten zurückblicken. Der Sound von Elias klingt, als hätte 50 Cent seine Goldketten nach Deutschland geschmuggelt.

Das Moped

Im Kosmos von The Postie sind Das Moped längst keine Newcomer mehr und dennoch passen sie irgendwie in einer Liste der spannenden Acts für 2020. Bei Acts die Youtube-Klicks unter der Mio haben, reicht es doch heutzutage um sich zu brüsten. „Ich kannte die Band schon vor ihrem Fame“. Anbei ein gratis Tipp mit dem ihr den Spruch in eurem Umfeld anwenden könnt:

Jinka

Würde diese Seite wie ein Meme-Account funktionieren, wäre die Geschichte mit “Deutsche Grimes” schnell erzählt. Dann hätte man jedoch unterschlagen, dass JINKA erstens aus Transsylvanien in Rumänien stammt und dass ihr Stil auch an Acts wie Kate Bush oder Charli XCX erinnert. Soundcloud-Welten werden bei JINKA mit futuristischen Spaceship in Mainstream-Welten katapultiert.

Lauren Auder

Zwischen Millennial-Sorgen und christlicher Metaphorik. Der Londoner Lauren Auder schwimmt zwischen den Welten. Lauren Auder ist ein künstlerischer Tausendsassa. Egal ob als Musiker, Hip-Hop-Produzent für britische Underground-Rapper oder Gucci-Model, dem kreativen Schaffen des Londoners scheinen keine Grenzen gesetzt. Aktuell probt sich der 21-jährige an poetischem Experimental-Pop. In seinen Songs verschmelzen orchestrale Instrumentierung und rauchige Crooner-Stimme mit jugendlicher Unzufriedenheit.

LIE NING

LIE NING ist so jemand, bei dem die Musikmedien nicht müde werden zu betonen: Der hat eine beeindruckende Stimme. Und naja was soll man sagen? Sie haben Recht. Zusammen mit warmen Soundarrangements und organischen Synthies kreiert LIE NING einen atmosphärischen Schlafzimmer-Pop. Zu hören ist das aktuell auf seiner Debüt-EP „traffic songs for the inbetweens“.

Lyschko

Max Gruber ist bereits Ehrengroupie! Lyschko sind eine vierköpfige Band aus Solingen, die euer Schrammel-Herz höher schlagen lassen.

Otha

Stellt euch vor ihr steht über zwei Stunden in der Schlange, um in den angesagten Club zu kommen. Dann sagt euch der Türsteher, dass euer Outfit heute zu casual ist? Was macht ihr? Ihr feiert eure eigene Party vor den Türen des Clubs. Die Musik von Otha ist der Soundtrack dafür.

REI AMI

Mit „Snowcone“ hat die südkoreanische Hip-Hop-Künstlerin REI AMI bereits einen echten Youtube-Hit gelandet. 1,7 Millionen mal wurde das Video im instagram-tauglichen Coolkid-Look bereits geklickt. Im Frühjahr 2020 soll jetzt ihre erste eigene EP erscheinen.

Talk Show

Hach, Großbritannien. Vieles läuft bei dir aktuell sehr schlecht, auf eines können wir uns aber verlassen: Die Musik. Ein Beweis dafür ist Talk Show, eine Indie-Punk Band aus London. Wir zitieren hier einfach mal das NME Magazin, da es den Sound, irgendwo zwischen den frühen Arctic Monkeys und IDLES, sehr gut zusammenfasst: Danceable indie-punk that sits in the roughest, scrappiest corner of the dancefloor.

CHLOBOCOP

Glasgow ist bekannt für die ganz großen Indie-Namen. Neben Jesus and the Mary Chain hat die schottische Großstadt unter anderem auch Bands wie Franz Ferdinand oder Mogwai hervorgebracht. Mit CHLOBOCOP mischt jetzt allerdings eine Rapperin die schottische Musikszene auf. In ihren Songs untermalt die 21-jährige trappige Beats mit authentischen Erzählungen über das Aufwachsen in einem der ärmsten Viertel ihrer Heimatstadt.

 

SKINNYBLACKBOY

Neues aus dem Hause Erotik Toy Records. Nachdem die sanfteste aller Rap-Crews mit Tightill und Doubtboy bereits zwei sehr erfolgreiche Künstler hervorgebracht hat, heißt der nächste heiße Anwärter auf einen musikalischen Durchbruch jetzt SKINNYBLACKBOY. Nach Zusammenarbeiten mit dem Kreuzberger Produzententeam KitschKrieg im letzten Jahr, bleibt es spannend in welche Richtung es 2020 für den Bremer weitergeht.

Charlotte Adigéry

In den Songs von Charlotte Adigéry verschmelzen abrupte Tempowechsel, fantasievolle Lyrics und tanzbare Beats zu euphorisch-experimentellem Elektro-Pop. Ihr aktuelles Musikvideo zu „High Lights“ liefert dazu die angemessene visuelle Aufbereitung:

Squid

Squid: LCD Soundsystem meets Modest Mouse, inklusive fettem Post-Punk Einschlag. Enough said.

Do Nothing

Würden David Byrne und James Murphy ein Kind bekommen, würde es vermutlich auf den Namen Do Nothing hören. Die Musik der Band aus Nottingham klingt nach 80er Jahre Post Punk und den ganz großen Bühnen. Als Tour-Support von Interpol durften sie auf denen auch schon einiges an Live-Erfahrungen sammeln. Für dieses Jahr sind eigene Shows sowie zahlreiche Festivalauftritte geplant.

Desolat

Die Biografie der Gelsenkirchener Punk-Band Desolat ist untrennbar mit Japan verwoben. Ihren Debütauftritt spielten sie daher auch nicht im Ruhrgebiet, sondern in Tokyo. Folgerichtig trägt ihre im letzten Jahr erschienene Mini-Ep den Titel „Onmyōdō“. Benannt nach einer japanischen Lehre der traditionellen Kosmologie. Hört hier daraus den Song mit dem wohl größten Hitpotential „Illusionen“:

Sinead O Brien

Sie ist eine der heißesten Exporte aus Irland der letzten Zeit: Sinead O Brien bringt Spoken-Word mit punkigem Art-Rock Sound zusammen. Das kommt auf der Insel so gut an, dass sie sich bereits eine Bühne mit dem legendären Punk-Poeten John Cooper Clarke teilte. Übrigens (eigentlich kein Wunder): Ihre Single „Taking On Time“ wurde auf dem Südlondoner Label Speedy Wunderground released, das aktuell die spannendste Gitarrenmusik der Insel präsentiert.

Patio

Drei Girls aus New York City. Auf ihrem Debütalbum „Essentials“ aus 2019 treffen teils rauer Indie-Rock und seichter Post-Punk aufeinander. Zehn Songs, verpackt in nur 30 Minute – der DIY-Vibe schwingt mit. Das hat auch damit zu tun, dass Patio lange nur ein Wunschprojekt von Sängerin Loren DiBlasi war. Sie brachte sich selbst das Bassspielen bei und holte Gitarristin Lindsey-Paige McCloy und Schlagzeugerin Alice Suh ins Boot. Seitdem sind sie mit ihren kurzweiligen Songs in der hippen Musikszene von New York City angesagt und bald sicherlich auch darüber hinaus.

Valentin Hansen

Wer sich vom kreativen Können von Valentin Hansen überzeugen möchte, dem seien aktuelle Musikvideos von Künstlern wie BLVTH, Yassin oder Pabst ans Herz gelegt. Valentin ist das Brain, das hinter all diesen Produktionen steckt. Als Grafikdesigner und Video-Director hat er sich bereits einen Namen in der deutschen Musikszene gemacht. Jetzt will er es auch als Musiker wissen und veröffentlicht neben Musikvideos erstmals auch eigene Songs.

JEREMIAS

Manche der vier Bandmitglieder von JEREMIAS haben noch nichtmal das zwanzigste Lebensjahr erreicht. Dennoch legt die Band aus dem Raum Hannover bei ihren Auftritten schon eine große Professionalität an den Tag. Ihre Songs handeln von Themen wie dem Erwachsenwerden – die Texte zeichnen sich durch eine gar poetische Wortwahl aus. Sänger Jeremias, dem die Band auch ihren Namen verdankt, bringt mit Ehrlichkeit und Inbrunst die Gefühle junger Menschen zum Ausdruck, die auf der Suche sind nach ihrem Platz in der Welt. Letztes Jahr haben sie Bands wie Das Moped oder OK KID supportet. Ab Februar spielen sie dann ihre erste Headliner-Tour.

BenjiFlow

Der Name BenjiFlow dürften einigen vielleicht bekannt vorkommen. Seine Debüt-Single „Deep End“ hat bereits einen kleinen Hype verursacht. Den Grund für den Erfolg des Songs wird beim Anschauen dieses Boiler Room Auftritts mehr als deutlich. Benjis energetischer Sound, irgendwo zwischen RnB und Afro Beat, hat Ansteckungspotential und kreiert einen ganz besonderen Vibe.

Roy Bianco & Die Abbrunzati Boys

Live längst Kult. Kein Wunder, so füllen Roberto Bianco & Die Abbrunzati Boys seit Jahrzehnten Stadien mit ihrem Italo-Schlager. Auf der Überholspur, mit einem Aperol Sprit in der Hand, bleibt den Bavaria-Italienern nur noch zu hoffen, dass die Carabinieri sie nicht erwischen. Denn sonst kann der Weg nur schnell nach oben gehen für die Band.

Creams

Über Creams ist noch wenig bekannt. Die georgische Sängerin lässt lieber die Musik für sich sprechen. In ihrer bitter-süßen Single „DIE 4 YOU“ nimmt sie uns mit auf eine emotionale Achterbahnfahrt.

Vegyn

Alle Augen auf Vegyn! Der Londoner Produzent hat sich in der Vergangenheit bereits mit Zusammenarbeiten mit Frank Ocean einen Namen gemacht. Sowohl bei dessen Video-Album „Endless“ als auch bei „Blonde“ hatte er seine Finger im Spiel.  Im letzten Jahr veröffentlichte Vegyn jetzt sein erstes eigenes Album. Wie „Only Diamonds Cut Diamonds“ live klingt, könnt ihr im Sommer unter anderem auf dem Melt Festival herausfinden.

LAVA LA RUE

Es gibt nichts, was sie nicht macht. Lava La Rue ist Rapperin, Künstlerin, Designerin und Gründungsmitglied des DIY-Kollektivs NiNE8. Ein weicher Klang mit starker Botschaft – ihr experimenteller Lo-Fi-Hip Hop und alternativer R’n’B ist größtenteils von den verschiedenen Gemeinschaften und Kulturen geprägt, in denen sie in West London aufgewachsen ist. Mit ihrer DIY-Einstellung, einer unglaublichen Energie und einem ausgeprägten Drang zur Kreativität will die Underground Künstlerin Veränderungen schaffen.

Mealtime

Die Band Mealtime verbindet eindringliche Synth-Pop-Stücke mit 2000er Jahre Flair und ironisch gebrochenen Musikvideos. Obwohl die sechs MusikerInnen aus Manchester erst drei Songs veröffentlicht haben, haben sie es damit bereits auf die renommierte NME Liste „Essential Artists of 2020“ geschafft.

Monako

Nachdem Monako letztes Jahr Ilgen-Nur als Support auf einigen ihrer Konzerte begleitet hat, ist die Band ab April nun auf eigener Headliner-Tour unterwegs. Wer die Jungs bei den Gigs von „Touring Carefully“ besucht den erwartet ein Sound, der sich irgendwo zwischen entspannt, eingängig und ein bisschen melancholisch einordnen lässt. Die in Hamburg gegründete Band hat einen internationalen Background – Sänger Sadek ist erst mit Anfang zwanzig von Kanada nach Deutschland gekommen. In der Hansestadt formiert sich dann nach und nach die heute fünfköpfige Band. Vergangenen November haben sie mit „Town“, die erste Single der neuen EP, schon mal vorgelegt. Im zugehörigen Musikvideo wandeln sie durch eine gar traumhafte Welt und beweisen damit ihren durch und durch künstlerischen Anspruch.

Kaltenkirchen

Auf die Frage hin, ob er sich selbst noch als Newcomer sehe, antwortet Kaltenkirchen im Interview mit The Postie: „Newcomer hin oder her. Ich mach schon mein ganzes Leben Musik. Und bin mit meinen 27 Jahren älter als Billie Eilish und ihr Bruder, haha.“  Aber egal ob nun Neuling oder nicht. Auf unserer Newcomer-Liste darf Kaltenkirchen nicht fehlen. Mit seinen sehr guten Pop-Songs, die irgendwo im Dunstkreis von Neuer Deutscher Welle und Schlagermelodik schweben, ist Kaltenkirchen für 2020 ein absolutes musikalisches Muss!

Mia Morgan

Popmusik wie sie sein sollte!

Hier könnt ihr unser Interview mit Mia Morgan nachlesen. 

My Ugly Clementine

Und wieder eine Band, die mit Wiener Mundart um die Ecke kommt! Eben nicht. Denn Ugly Clementine sind zwar waschechte Wiener schreiben aber englische Texte und machen Musik, die einen 90s Klamotten mit Express-Versand kaufen lässt. Man möchte ja schließlich stilecht zu Songs wie „Playground“ abzappeln können.

Unsere Empfehlungen für das Jahr 2021 findet ihr hier

Alle NewcomerInnen in einer Playlist:

Reader’s choice:

Christine and the Queens veröffentlicht die EP „La Vita Nuova“ und zeigt einen Kurzfilm

0
Christine and the Queens und
© Camille Vivier

Überraschend releast die Musikerin die EP „La Vita Nuova“. Passend dazu gibt es einen Kurzfilm, den Christine and the Queens selbst konzipiert hat.

Nach der Veröffentlichung ihrer neuen Single „People, I’ve been sad“ Anfang des Monats stellt Christine and the Queens heute überraschend ihre neue EP vor. Die insgesamt fünf Songs laufen unter dem Namen „La Vita Nuova“ – ein Ausblick auf ein neues Leben. Das Werk beschreibt das untrennbare Zusammenspiel aus Verletzlichkeit und Energie. Passend zu diesem Lebenslauf veröffentlicht die Künstlerin einen 14-minütigen Kurzfilm.

Dieser zeigt eine intime Reise in das Innere und die Gefühlswelt der von Héloïse Letissier. Den Film hat die Französin selbst konzipiert. Als Schauplätze hat sie sich Orte wie die berühmte Opéra Garnier in Paris ausgesucht. Das Pariser Opernhaus ist eines der prunkvollsten Gebäude in Paris und steht somit auch sinnbildlich für den Prunk und den Überfluss in dem wir Leben. Trotz dieses goldenen Käfigs wird Christine And The Queens im Film immer wieder von mystischen Gestalten – wie Mephisto verfolgt. Eine weitere Deutungsebene ist die Legende um das Phantom der Oper. Hintergrund der Legende sind mysteriöse Geräusche aus dem Untergrund während der ersten Aufführungen sowie ein nie völlig aufgeklärter Unfall, bei dem ein Gegengewicht des tonnenschweren Kronleuchters am 20. Mai 1896 herunterstürzte und die 56-jährige Concierge Madame Chomette aus der Rue Rochechouart tötete.

Musikalisch knüpft die EP an den Teaser „People, I’ve been sad“ an. Soul, Funk und moderner Pop vermischen sich zu dem fast schon typischen Sound der Künstlerin. Der Closer der EP ist zudem auch der Titelsong „La Vita Nuova“ in dem sie erstmals auch auf italienisch singt. Durch seine Beats und das gelieferte Bildmaterial erinnert der Song an den 82er Hit „Thriller“ von Michael Jackson. Gegen Ende des Clips wird die Protagonistin nämlich zu einer tanzenden Untoten und reißt alle mit. Christine And The Queens zählt den verstorbenen Popstar zu ihren Einflüssen.

Mit „La Vita Nuova“ leitet die Künstlerin ein neues Kapitel in ihrer eh schon sehr erfolgreichen Karriere ein. Die EP folgt einer 18-monatigen Phase von Live-Shows, Kollaborationen und internationalen Auszeichnungen. Zuvor erschien „Chris“, das von Christine and the Queens selbst geschriebene, arrangierte und produzierte zweite Album, das es u.a. auf Platz 3 der offiziellen britischen Album-Charts schaffte.

Den Kurzfilm zu „La Vita Nuova“ gibt es hier:

Exklusive Videopremiere: Sohnemann und die Frage nach dem Spaß im VHS-Video zu „Dürfen wir das?“

0

Die Kölner Band Sohnemann hat 2019 aus Stillstand eine Tugend gemacht und gleich zwei EPs veröffentlicht. „Dürfen wir das?“ ist ein Auszug aus „Hallo Angst“ und das passende kommt jetzt in VHS-Optik.

Bis vor ein paar Monaten war die Zukunft der Kölner Band noch ungewiss. Manuel Binder (Gesang, Gitarre) zog nach Berlin und Niklas Genschel (Schlagzeug, Keys, Gesang) übernahm die Leitung eines Chors. Dann aber haben Sohnemann aus der Not eine Tugend gemacht und im vergangenen Jahr mit „Langsam ist König“ und „Hallo Angst“ gleich zwei EPs veröffentlicht. Aus der letzteren entstammt auch der Song „Dürfen wir das?“, dem jetzt ein Video gewidmet wird.

Das Konzept des Videos ist simpel und doch auf den Track zurechtgeschnitten. Die befreundeten Musikproduzenten haben im Proberaum von Sohnemann VHS-Kameras mitlaufen lassen. Dadurch wurde die Magie und die Ehrlichkeit des Proberaums eingefangen. Ergänzt werden die Aufnahmen durch verschiedene Video-Effekte, die aber nichts an der Schnörkellosigkeit des Materials verändert.

Über den Song selbst sagen die beiden Musiker folgendes: „Das Lied „Dürfen wir das?“ der im Oktober 2019 erschienen „Hallo Angst“ Ep spielt irgendwo zwischen Tinder und  Schreibblockade, zwischen Brechtzitat und fetten alten Männern. Zu persönlicher Momentaufnahme und großer Systemkritik dängeln melancholische E-Gitarren und ein hypnotischer Schlagzeugbeat.“ „Dürfen wir das?“, wie auch alle anderen Songs auf „Hallo Angst“ wurden in Köln zusammen mit Produzenten wie Jochen Naaf (u.a. Bosse, Giant Rooks), David Maria Trapp (u.a. EMMA6) und Fabian Langer (u.a. AnnenMayKantereit, Neufundland) sowie Sven Ludwig (u.a. OK KID, Xavi) kreiert.

Die Videopremiere zu „Dürfen Wir Das“ gibt es hier: