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Das diesjährige „Pop-Kultur“ findet im digitalen Raum statt

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Drangsal, Kaltenkirchen, Mia Morgan auf dem Popkultur 2019
Drangsal, Kaltenkirchen, Mia Morgan auf dem Popkultur 2019 // © Dion Schlesiger

Auch das Berliner „Pop-Kultur“ passt sich den aktuellen Einschränkungen durch COVID-19 an. Das Festival findet statt vom 26. bis zum 28. August – und zwar online.

Tragisch aber wahr: Die Festivalsaison in diesem Jahr wird durch die Corona-Pandemie nicht im gewohnten Rahmen stattfinden können. Für die allermeisten Veranstalter*innen bedeutet das, ihre Festivals in 2020 komplett absagen zu müssen. Im Zuge dessen haben einige Festivals bereits Crowdfunding-Kampagnen gestartet, um ihren Erhalt zu garantieren. Wieder andere Festivals haben sich auf die Suche nach kreativen Lösungen gemacht, die Veranstaltungen in diesem Jahr doch stattfinden zu lassen. So auch das „Pop-Kultur“ in Berlin.

In der zugehörigen Pressemitteilung äußert sich Katje Luckert (Festival-Leiterin und Geschäftsführerin des Musicboard Berlin) folgendermaßen: „Es ist ein Venue-Wechsel, den wir so nicht geplant hatten. Aber es ist eine Reaktion auf die Gegenwart: Pop-Kultur 2020 findet im digitalen Raum statt“. Mit dieser Entwicklung gehen entsprechend einige Veränderungen einher.

Ein Alleinstellungsmerkmal des „Pop-Kultur“ in den vergangenen Jahren war neben dem musikalischen Rahmenprogramm der Fokus auf Talk-Runden aller Couleur. „Das Jahr 2020 hat einen besonderen Kontext geschaffen, der viele neue Fragen aufwirft. Welche Stimmen und Ausdrucksformen bei der diesjährigen Ausgabe von Pop-Kultur final vertreten sein werden, wägen wir sorgfältig ab“, so Ko-Kurator Christian Morin.

Inwiefern das bisher angekündigte Line-Up bestehen bleibt, ist zu diesem Zeitpunkt noch unklar. Ein Statement hierzu gibt es von Ko-Kurator Martin Hossbach: „Natürlich ist es bedauerlich, dass nun viele Ideen verworfen werden müssen, jedoch wird aus der aktuellen Situation auch viel Neues und Unerwartetes entstehen. Das zeigen schon jetzt die zahlreichen Gespräche, die wir führen“.

Der Eintritt für die diesjährige Online-Ausgabe des „Pop-Kultur“ ist kostenfrei. Bereits gekaufte Tickets können zurückgegeben werden. Alle weiteren Informationen und regelmäßige Updates findet ihr hier.

Ein Recap der letzten Ausgabe des Festivals findet ihr hier:

 

Arca veröffentlicht mit „Nonbinary“ den ersten Song aus dem kommenden Album

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Arca veröffentlicht mit
Still aus: Arca - Nonbinary

Nachdem die Künstlerin Arca bereits mit „@@@@@“ in eine neue, künstlerische Schaffensphase eingeleitet hat, folgt nun mit „Nonbinary“ der erste Song aus „KiCk i“.

„Nonbinary“ von Arca ist ein erster Ausschnitt aus ihrem kommenden, vierten Studioalbum. Bereits vor Wochen hat die Künstlerin mit dem 62-minütigen Prolog in eine neue Schaffensphase eingeleitet. Das Projekt war von Beginn an als Gesamtkunstwerk zu sehen, was mit zunehmenden Releases jedoch immer deutlicher wird.

Gegenüber dem Paper Magazine äußerte sie sich wie folgt zu dem neuen Song:  „I’m asking for recognition that we have multiple selves without denying that there’s a singular unit. I want to be seen as an ecosystem of minor self-states without being stripped of the dignity of being a whole […] It gives me the feeling of possibility, to not allow for easy categorization. I wouldn’t want to just go pop and I wouldn’t want to go full experimentalist. That’s where a nonbinary mode of thinking feels really fertile. It opens possibilities rather than collapsing things. Allowing for change without resisting it“.

Im Video zu „Nonbinary“ spielt Arca mit Sichtweisen, die sich jahrhundertelang in der Kultur durchgesetzt haben und setzt diese gewollt ein. So präsentiert sie sich beispielsweise als Venus, erinnert damit an das Meisterwerk Botticellis, bricht es aber mit Roboterarmen auf. Insgesamt spielt das Video nicht nur mit den Grenzen der Geschlechter, sondern auch mit der Vermischung zwischen Mensch und Maschine. Aus der Produzentin ist eine ausdrucksstarke transsexuelle Diva geworden, deren Kunst nicht nur eine Vision für das Morgen ist, sondern den Klang der Zukunft definiert. Ein genaues Releasedatum für ihr neues Album „KiCk i“ gibt es noch nicht.

Das Video zu „Nonbinary“ von Arca gibt’s hier:

Yaeji droppt ihr exklusives Merch für „Animal Crossing“

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Yaeji droppt ihr exklusives Merch für
Yaeji Merch via https://yaeji.myshopify.com/

Die DJ und Produzentin Yaeji stellt Strickpullover, Beanies, Röcke und Shirts für das Spiel „Animal Crossing“ zu Verfügung.

Der Hype um das Online Game ist allgegenwärtig. Nun präsentiert die koreanisch-amerikanische Musikerin Yaeji eine exklusiv im Spiel „Animal Crossing“erhältliche Kollektion von sich. Am Wochenende hat die Produzentin ihr neues Merch in einem Livestream auf Twitch vorgestellt. Beim Spielen des Rollenspiels hat sie ihren Fans die Teile, die man sich per Code herunterladen kann, gezeigt.

Die Codes dafür kann man im Webshop auf ihrer Website generieren. Hier werden sie von ihrem Avatar getragen. Fans des Spiels können zwischen vier verschiedenen Outfits auswählen. Der erste Look legt dem Avatar hautschonende Gurkenscheiben auf die Wangen. Außerdem kann man sich ein Auberginen-Beanie anziehen und dazu ein Shirt, das doch an Yaejis echtes Merch erinnert. Das Key-Piece des zweiten Outfits ist mit Sicherheit der Hut, der in cremeweiß daherkommt. Wie im echten Leben lassen sich die verschiedenen Teile natürlich auch wild miteinander kombinieren.

Immer häufiger nutzen Künstler und Musiker Plattformen wie „Animal Crossing“ oder „Fortnite“ um auf sich aufmerksam zu machen. Gerade in der aktuellen Zeit taucht man auch für Marketing-Zwecke häufiger in die virtuelle Welt ab. Vor kurzem erst hat Travis Scott auf „Fortnite“ ein Live-Konzert mit Songpremiere gegeben.

Die komplette, digitale Merch-Kollektion von Yaeji gibt’s hier:

Thom Yorke stellt neuen Song „Plasticine Figures“ bei „Fallon“ vor

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Thom Yorke stellt neuen Song
Still: Thom Yorke Debuts "Plasticine Figures" for The Tonight Show: At Home Edition

Für die „The Tonight Show Starring Jimmy Fallon“ finalisiert Thom Yorke von Radiohead den Song „Plasticine Figures“.

Musikalische Gäste dürfen auch in Zeiten von Corona nicht fehlen in Jimmy Fallons Show. Gestern war Thom Yorke virtuell zu Besuch und stellte seinen neuen Song „Plasticine Figures“ erstmalig vor. Der Auftritt ist einer der seltenen TV-Auftritte des Musikers, der die Öffentlichkeit in der Regel meidet.

Der Moderator und Host kündigt in seiner Show „The Tonight Show Starring Jimmy Fallon“ an, dass der Frontmann von Radiohead den Song für die Show zu Ende geschrieben und komponiert hat. Am Mittwochabend feierte das bis dato unbekannte Stück also Weltpremiere. In einem Videocall zeigt sich der Musiker am Klavier sitzend. In intimer Atmosphäre performt der den neuen Song. Es ist Yorke’s erste, musikalische Veröffentlichung seit dem Album „ANIMA“ aus dem Jahr 2019. Auf Twitter zeigte der Musiker die Änderungen, die er an dem Song noch vor der Ausstrahlung der Sendung vornahm.

Das Debüt von Thom Yorkes „Plasticine Figures“ gibt’s hier:

HAIM veröffentlichen Song und Video „I Know Alone“

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HAIM veröffentlichen Song und Video
HAIM // © Reto Schmid

In Zeiten von Social Distancing und Home Office bekommt der Song eine völlig neue Bedeutung.

Die GRAMMY nominierte kalifornische Band HAIMbestehend aus dem Schwestern-Trio Danielle, Este und Alana Heim, veröffentlicht heute ihre neueste Single „I Know Alone“. Gleich mit der Veröffentlichung stellen sie auch das dazugehörige Video bereit. Der Track is eine wilde Song-Collage aus Vocal-Samples, 808 Beats, kombiniert mit Cello und akustischer Gitarre. Obwohl der Song eine besondere Stimmung wiedergeben soll, ist er dennoch typisch für das Trio.

Thematisch handelt der Song von der Rückkehr  einer nach längeren Tour. Man kommt nach Hause, das Haus ist leer, alles ist verlassen und man fällt in eine ungewollte Isolation. „been a couple days since I’ve been out” und “cause nights turn into days that turn to grey“ , heißt es. Passender könnten Wort in der aktuellen Situation kaum sein. Dabei wollten HAIM die Single die ganze Zeit schon veröffentlichen und haben sie dann doch immer wieder nach hinten verschoben.

Die Band selbst sagt dazu: „‚I Know Alone‘ sollte eigentlich schon die ganze Zeit schon die nächste Single werden, aber gerade jetzt ist der Song noch viel passender um das wiederzugeben, was gerade in der Welt passiert. Wir hoffen, dass der Song in der Lage ist, den Leuten Hoffnung zu geben“. Der Song aus dem kommenden Album „Women In Music Pt. III“, das nun im Sommer veröffentlicht werden soll. Danielle Haim co-produzierte das neue Album zusammen mit der Grammy-Gewinnern Ariel Rechtshaid (Adele, Blood Orange) und Rostam Batmanglij (Charli XCX, Solange, Frank Ocean).

Das Video zu „I Know Alone“ gibt’s hier:

Four Tet lädt eine ganze Reihe an neuen Songs auf Soundcloud hoch

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four tet live

Vor knapp einem Monat erschien das neue Album von Four Tet. Ein Edit des Songs „Child’s Lose My Breath“ von Destiny’s Child wurde wieder gelöscht.

Erst am 13. März erschien das zehnte Studioalbum „Sixteen Oceans“ von Four Tet. Die Platte, die von Deutschlandfunk Kultur passend mit „Wellness trifft Dancefloor“ betitelt wurde, erschien auf dem eigenen Label „Text Records“. Heute hat der Producer gleich eine Reihe an neuen Songs auf Soundcloud hochgeladen.

Mit dabei ist ein 127 BPM Rework von „Angel Echoes“ und drei bis dato ungehörte Tracks mit dem Namen „128 Oceans“, „Filter Drums 132“ und „KH my money’s gone“mit einem Sample von Erykah Badus „On & On“. Ursprünglich hat Four Tet außerdem noch ein Edit von „Child’s Lose My Breath“ auf Soundcloud hinzugefügt. Dieser ist aber mittlerweile wieder aus unbekannten Gründen gelöscht. Möglicherweise ist dieser den strengen Urheberrechtsregelungen von Soundcloud zum Opfer gefallen.

UPDATE: In Zwischenzeit hat der Producer noch weitere, zahlreiche Songs, Demos und ein Boiler Room-Set hochgeladen. Es lohnt sich zu stöbern.

Die vier genannten Tracks gibt’s hier:

 

RIIVA wandelt im Clip zu „Painkiller“ durch eine märchenhafte Scheinwelt

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RIIVA // Videostill aus "Painkiller"

In „Painkiller“ befreit sich RIIVA von der Last der Verantwortung und präsentiert sich im dazugehörigen Lyric-Video als Märchengestalt in frühlingshafter Gartenkulisse.

RIIVA zeigt sich in ihren Musik stets als taffe, selbstbewusste Frau, die ihr Innerstes gefühlvoll und stark nach außen kehrt. In ihren Songs verarbeitet sie dabei ihre Erlebnisse und Emotionen. Auch die aktuelle Nummer „Painkiller“ ist keine Ausnahme und dreht sich darum, wie groß die Bürde der Verantwortung sein kann, die einem eine geliebte Person auferlegt. Tagtäglich das Leid eines anderen Menschen mitzutragen und gar zu lindern, kann zu einer großen Belastung werden. Von dieser Erkenntnis erzählt der Song.

Musikalisch ist „Painkiller“ eine düstere R’n’B-Pop-Hymne, die jedoch durchaus eigängig ist und sich direkt im Kopf festsetzt. Die facettenreiche Stimme von RIIVA greift die Gefühlswelt des Tracks perfekt auf, so wird die Stimmung in den einzelnen Versen mal melancholisch und feinfühlig, mal entschieden und druckvoll vorgetragen.

Für das dazugehörige Video hat die Sängerin eine märchenhafte Gartenkulisse gewählt. Als fröhliche, mädchenhafte Traumgestalt wandelt RIIVA in einem langen türkisfarbenen Kleid durch die romantische Szenerie und lässt nach und nach die Fassade bröckeln und die inszenierte Traumwelt zusammenbrechen.

Sehr hier den Clip zur neuen Single „Painkiller“:

Der Merchandise-Store Bravado verkauft gebrandete Gesichtsmasken von MusikerInnen

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Der Merchandise-Store Bravado verkauft gebrandete Gesichtsmasken von MusikerInnen
Billie Eilish-Maske via wegotyoucoverednow.com

Es war eigentlich nur eine Frage der Zeit bis es Gesichtsmasken von Popstars geben wird. Die Einnahmen gehen an die Initiative „We’ve Got You Covered“.

Mit der Einführung einer Maskenpflicht wurden auch schnell Stimmen laut, die behaupten, dass man die Gesichtsmasken nicht zu einem Fashion-Statement werden lassen soll. In dieser Diskussion gibt es sicherlich Vor- und Nachteile, die vor allem mit der Motivation des Verkaufs zusammenhängen. Im Falle von Bravado gehen die Einnahmen an die Initiative „We’ve Got You Covered“, die unter anderem MusiCares finanziell unterstützt. Diese setzt sich für die Unterstützung der Musikindustrie in dieser schwierigen Zeit ein.

In einem Statement auf der Website von MusiCares heißt es: „MusiCares provides a safety net of critical assistance for music people in times of need. MusiCares‘ services and resources cover a wide range of financial, medical and personal emergencies, and each case is treated with integrity and confidentiality. MusiCares also focuses the resources and attention of the music industry on human service issues that directly influence the health and welfare of the music community.“ Zusätzlich möchte „We’ve Got You Covered“ über 50.000 Masken an systemrelevante Berufsfelder verteilen in den USA.

Die Masken werden umgerechnet 15$ kosten. Es wird Gesichtsmasken gegen COVID-19 von Ariana Grande, The Weeknd, Yungblud oder Billie Eilish geben. Auf der deutschen Version von Bravado gibt es Masken von Deichkind, Scooter oder dem Melt Festival. Hier kosten die Masken 15€. Alle Masken von „We’ve Got You Covered“ gibt es hier.

Hier die Erklärung des Melt Festivals:

Grimes teilt das ursprüngliche Artwork zu ihrem Album „Anthropocene“

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Grimes // Quelle: Instagram

Auf Instagram zeigt die Musikerin ihren Fans, welches Gemälde erst als Artwork für ihr letztes Album geplant war. Außerdem ruft sie dazu auf Musiker und Künstler in der Krise zu unterstützen.

Intergalaktische Amazonen, die sich nymphenhaft selbst klonen. Das Cover für das im Februar erschienene Album „Anthropocene“ von Grimes lässt viel Raum für Spekulationen. Dabei hat die Musikerin ursprünglich eigentlich ein ganz anderes Artwork geplant. Auf Instagram zeigt sie uns ein Gemälde der Künstlerin Rupid Leejm. Der von Grimes immer wieder erwähnte Begriff „WarNymph“ lässt sich auch hier deutlich erkennen.

Ein übersinnlicher, weiblicher anmutender Avatar steht triumphierend und stolz vor einer Weltkugel. In ihren Händen hält sie ein mystisches Schwert, welches die Weltkugel durchbohrt. An der Einstichstelle fließt Blut über unseren Globus. Grimes selbst sagt zu dieser Darstellung: „I polled a bunch of ppl and everyone said not to use it (??), but I wish I trusted my gut.“

Zusätzlich bekräftigt sie die große Bewunderung für Rupid Leejm, die auf Instagram unter rupid79m zu finden ist. Daneben stellt sie weitere KünstlerInnen vor, die sie schätzt und welche als Inspiration gelten. In dem Zuge verrät Grimes auch, dass sie zwar viele ihre Artworks und Visuals selber gestaltet, es aber auch schätzt mit dem Kauf andere KünstlerInnen zu supporten.

So hätte das Artwork zu „Anthropocene“ aussehen können:

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

This was the original Miss Anthropocene album cover which I commissioned from one of my *favourite* artists @rupid79m I polled a bunch of ppl and everyone said not to use it (??) but I wish I trusted my gut. I fucking LOVE this painting. Maybe there’s a way to utilize it still (very open to ideas if u guys have ideas). I also love commissioning and/ or buying prints and art. It’s something I just got into this year. It’s a great way to support visual artists during the quarantine. Some Artists I dig are @wlop @ya.hime @vickisigh @belgeist Normally I draw the covers myself I just wasn’t feeling it for miss A after like ten failed album covers. Ps I love what we did w Ryder and Gmunk. Not hating on that just wish I’d even kept this as the illustration in the program maybe instead of my drawing which.. is fine but not blowing my mind haha

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