Start Blog Seite 71

Sprungbrett für Newcomer: Das war das ESNS 2020

0
ESNS 2020 // © Jorn Baars

Vieles von dem, was in Zukunft auf dem Musikmarkt interessant ist, spielt im Januar hier: Beim Eurosonic Noorderslag in Groningen (ESNS). Erst im vergangenen Jahr hatte das Festival Bands wie Amilli, Black Midi, Fontaines DC oder Girl in Red im Line-Up. Aber auch dieses Jahr hatten die Booker erneut ein sehr gutes Händchen.

Aller Anfang ist schwer. Junge Bands und Künstler*innen müssen sich durch den bereits in allen Genres überschwemmten Musikmarkt kämpfen, um auf sich aufmerksam zu machen. Für einige der 347 jungen Acts aus 33 Ländern ist es das erste Konzert in den Niederlanden. Viel mehr noch ist es teils auch das erste Konzert außerhalb ihrer Heimat. An drei Tagen tummeln sie sich im Rahmen des Eurosonic durch die Clubs in Groningen. Am vierten Festivaltag liegt der Fokus im Rahmen des Noorderslag auf niederländische Nachwuchsacts. Es ist wie ein Klassentreffen der Musiker*innen, ohne sich – in den meisten Fällen – im Vorfeld zu kennen.

347 Künstler aus ganz Europa

Für sie schafft das Team des ESNS einen passenden Rahmen. Dutzende Konzertlocations, in denen sich die Acts austoben können. Dazu eine super Organisation, liebe und hilfsbereite Volunteers, sowie entspannte Einlasssysteme. All das macht das Festival nicht nur für die Bands, sondern auch für die Besucher zu etwas ganz Besonderem.

ESNS // © Ben Houdijk
Sinead O Brien beim ESNS // © Ben Houdijk

Und denen wird einiges geboten: So betritt am Donnerstagabend die irische Punk-Poetin Sinead O Brien die Bühne des legendären Clubs Vera. Im Rahmen des BBC Introducing bringt sie ihre Spoken-Word Texte an das Publikum. Dabei wird sie begleitet durch ihre Band, die sie mit schrammeliger Punk-Attitüde unterstützt. Die bietet ein auch Working Men’s Club: Halb Gesang, halb gesprochenes Wort – auch wenn hier der Fokus eher im Bereich New Wave liegt. Die Briten erinnern musikalisch an Talking Heads und geben dem Publikum mit einer exzentrischen Performance den Eindruck, in Erinnerung bleiben zu wollen.

Die bunte Vielfalt der Genres macht das Festival aus

Wesentlich ruhiger geht es dann bei Arlo Parks im Grand Theatre zu. Die gerade mal 19-Jährige Soul- und Indie-Pop Sängerin aus London wird als eine der großen, neuen Künstlerinnen für 2020 angepriesen.

Hier geht es zu unserem Interview mit Arlo Parks

Sie überzeugt den prall-gefüllten Saal insbesondere mit ihrer ätherischen und anschmiegsamen Stimme. Und sie bereitet ein Stück weit auf das darauffolgende Konzert vor, da sie die Hektik des Festivals herausnimmt. Denn genau das macht auch Julian Zyklus, ein Produzent aus Italien. Mit Songs seines Ambient-Debüts „Four Dimensional Waves“ verzaubert er das Publikum in elektronische Sphären. Das Set ist hochemotional, artet oft in fast aggressive Synth- oder Klavierfrickeleien aus und hinterlässt nicht bei wenigen eine Träne im Auge. Das hatten wir in dieser Intensität nicht erwartet. Danach folgt ein harter Cut, denn Molchat Doma greift im Vera nach Gitarre und Synthies: Dystopischer Post-Punk aus Weißrussland mit einer derart authentischen, düsteren und druckvollen Performance, die den Auftritt zu einem der Highlights des Wochenendes macht.

Showcases stellen kleinere Bands vor

Immer wieder gibt es, neben den richtigen Auftritten der Bands, auch kleine Konzerte. Diese dauern meist nicht länger als 20 Minuten. Die Acts haben so auch im Plattenladen oder in Cafés die Chance, von sich zu überzeugen. Sei es Athletic Progression aus Dänemark, die instrumentalen Hip Hop und Jazz verbinden. Oder Los Bitchos, eine Psychrock-Girlgroup aus London, sowie der Isländer Gabriel Ólafs, der mit seinem Piano an den bereits verstorbenen Komponisten Jóhann Jóhannssonn erinnert.

Uns bereits bekannte Bands wie Kraków Loves Adana aus Hamburg lösen ein bitterschönes Gefühl aus, das schwer zu beschreiben ist. Auf der einen Seite wird die Dream-Pop Band umgeben von einer geheimen Kraft und wirkt dadurch eher distanziert, auf der anderen Seite ist es genau das, was das Publikum anzieht: Die Melancholie und das Vermissen eines Ortes, den man nur aus den eigenen Vorstellungen und Träumen kennt. Beim Konzert der Wiener Band Dives kommen Fans des Garage-Punk auf ihre Kosten. Die drei Künstlerinnen verfeinern diesen in einem abwechslungsreichen und bunten Set mit sonnigen Surfrock- und Indie-Pop-Elementen. „Teenage Years Are Over“ heißt ihr Album und das passt zu diesem Set, denn die Band wirkt wie ein eingespieltes, erwachsenes Team, die einen frischen und aufweckenden Sound liefern.

Sofia Portanet beim ESNS // © Jorn Baars

Das tut auch Sofia Portanet aus Berlin. Ihre Neue Deutsche Welle bringt sie authentisch an das Publikum. Sie freut sich, Teil des Newcomerfestivals zu sein und das überträgt sich positiv auf ihren Auftritt. Songs wie „Free Ghost“, „Die Wanderratte“ oder „Planet Mars“ kommen durch ihre teils theatralische, aber stets passende Inszenierung bei jeder Altersklasse sehr gut an. Die Tatsache, dass sie auf Englisch, Deutsch und Französisch singt, macht ihre Texte und das Konzert, musikalisch irgendwo zwischen (Indie-) Pop, Art-Rock und New Wave, zusätzlich ungemein interessant.

Der angesagte Künstler und Produzent Blvth tritt in einem eher kleinen Rahmen auf, liefert aber ein starkes Powerset, das nichts zu wünschen übrig lässt. Seine Songs schweben zwischen Elektro-Pop, Grunge und Hip Hop: mal wuchtig, mal melodisch, mal experimentell. Und wenn die dröhnenden Bässe und ausufernden Synthies mal ruhiger werden, greift er selbst zur Gitarre und sorgt für kurze Verschnaufspausen in einem sonst roughen Konzert, das genauso spannend wie mitreißend ist. 

Das ESNS ist ein Sprungbrett für Newcomer 

Elektronisch geht es weiter mit Georgia. Erst genau eine Woche vor dem ESNS waren wir bereits in London auf ihrem CD-Release-Konzert des Albums „Seeking Thrills“. Bereits da hat sie uns vollends überzeugt, so auch in Groningen. Ihr Synth-Pop als Ausgangsbasis wird um eine gewisse Prozentzahl subtrahiert und addiert mit Hip Hop-, sowie psychedelischen Einflüssen. Die Songs sind catchy, tanzbar und haben großes Hit-Potenzial. Wir sind uns sicher: Georgia ist einer der Acts, der noch richtig durch die Decke gehen kann und den Eurosonic-Teil des Festivals gelungen abschließt.

Georgia beim ESNS // © Siese Veenstra

Auch wenn es Meckern auf allerhöchstem Niveau ist: Ein solches Festival wie das ESNS bringt nicht nur Newcomer, sondern auch einen kleinen Nachteil mit sich: Es gibt, ähnlich wie beispielsweise beim Reeperbahnfestival in Hamburg, viele Überschneidungen und daher nicht die Möglichkeit alle der vielen  spannenden Bands zu sehen. Gerne hätten wir auch die Konzerte von Celeste, Squid, Black Country, New Road, Dry Cleaning und vielen mehr gesehen. Eine kleine Auswahl unserer zehn Empfehlungen des diesjährigen Line-Ups lest ihr hier.

Die Niederlande im Fokus

Der Samstag steht im Zeichen der niederländischen Acts, wenn das Noorderslag Festival seine Türen öffnet: La Loye überzeugt mit melodischem Indie-Folk, Altin Gün liefert anatolischen Psychrock mit Funkelementen, Lofi-Levi entführt uns in die Welt des Bedroom-Pop und Pip Blom bringt schroffen Post-Punk mit Slacker-Attitüde auf die Bühne.

Altin Gün beim ESNS // © Bart Heemskerk

Das ESNS ist ein Sprungbrett vieler junger Bands auf die großen Bühnen Europas, vielleicht sogar weltweit. Sie knüpfen Kontakte, beweisen sich vor internationalem Publikum und haben allesamt sichtlich Spaß in Groningen zu spielen. Das Konzept, Newcomern eine Bühne zu bieten ist toll. Sowohl die Bands, als auch die Besucher des Festivals profitieren. Wir sind gespannt, welche Acts des diesjährigen Line-Ups wir bald auf den größeren Bühnen der Welt sehen werden und freuen uns auf das ESNS 2021.

Zwischen Plüsch und Pastell: Pabst veröffentlichen ihre neue Single „Ibuprofen“

0
Pabst // © Constantin Timm

„Ibuprofen“ ist die bunte Lobeshymne an die allseits bekannte Tablette. Im dazugehörigen Video von Pabst wird locker drauf losgesnackt.

Durchzechte Nacht? Eine gutgefüllte Ibu-Müsli-Schale regelt’s – ein Freund und Helfer in Not. Pabst haben mit „Ibuprofen“ eine neue Single am Start und tauchen im Video in die Musikshows der 00er Jahre ein. Erik Heise von Pabst prangert die Schmerztablette als „Droge der Nation“ an und die Band liefert mit einem quietschbunten Video das Gegenprogramm. Plüsch wohin das Auge sieht, überall pastellige Töne. Eigentlich wartet man gebannt darauf, dass Gülcan oder Collien jeden Moment mit Moderationskärtchen um die Ecke kommen. Doch das wäre eher Shindys Baustelle.

In „Ibuprofen“ beweisen Pabst, dass sie ihren 90er-Sound über die Monate und Jahre hinweg perfektioniert haben. Das Gesamtbild stimmt. Die Looks, die Riffs. Alles eine Mischung aus Grunge, Weezer und Post-Punk. Und in großen Teilen nicht das, was der gemeine deutsche Indie-Fan von einer Band erwarten würde. Gerade deshalb brillierte ihr Debütalbum „Chlorine“, welches 2018 über das Label Crazysane Records erschien, auch derart. Nun sind die drei Musiker mit ihrem eigenen Label „Ketchup Tracks“ komplett independent unterwegs.  Als Support von Leoniden und Drangsal konnten sie zudem ihre Live-Energie unter Beweis stellen und auch Casper ist längst Fan. „Ibuprofen“ von Pabst ist ab sofort auf allen gängigen Plattformen zugänglich.

Das Video zu „Ibuprofen“ von Pabst gibt es hier:

Exklusive Videopremiere: Quirinello zeigen uns in „Wanna Hold You“ gemeinsam mit London O’Connor verträumten Bedroom-Pop vom Feinsten

0
Still aus dem Video zu "Wann Hold You" von Quirinello.

Sanft, verspielt, ehrlich und größtenteils im Schlafzimmer produziert: Quirinello aus München machen stimmungsvollen Bedroom-Pop im klassischen Sinn und lassen uns mit „Wanna Hold You“ und dem dazugehörigen Video Tagträumen.

Es gibt viele Dinge – meistens natürlich emotionaler Art – die dafür sorgen, dass man sich nicht mehr aus dem eigenen Bett bewegen will und eigentlich auch gar nicht kann. Liebeskummer ist da ganz vorne mit dabei, genauso wie sich verändernde Freundschaften, Umzüge oder die Erfahrungen neuer, (getrennter) Lebensabschnitte. Echt unschön! Aber Begreifen, wie wichtig ein Mensch und seine Nähe für einen selbst waren oder sind, ist hart, aber in manchen Fällen auch eine Phase, in der sich irgendwas zwischen Hirn und Herz öffnet, um plötzlich ganz viele Gefühle und eine Menge Kreativität rauszulassen. Wunderschöne Songs können dabei z.B. herauskommen. So ist es auf jeden Fall bei Quirinello. Der Münchner hat seine Gefühle in den Song „Wanna Hold You“ geschrieben, den Track (wie übrigens auch alle anderen seiner Songs) im Schlafzimmer aufgenommen und an einen seiner Lieblingskünstler geschickt, den er in der Zeit, in der es ihm nicht gut ging, besonders intensiv gehört hat: London O’Connor.

Das ist der Sänger und Rapper, der für sein Debütalbum „O∆“, das auf den Fußböden New Yorks entstanden ist und seine unperfektionistische Zukunftsvision von (Bedroom-)Pop vor allem unter Kritiker*innen und Musiker*innen, wie Maggie Rogers, Muna, James Blake oder Kevin Abstract gefeiert wird. Dass „Wanna Hold You“ London O’Connor so gut gefallen hat, dass er direkt die Bridge für den Song eingesungen und an Quirinello zurückgeschickt hat, hätte Frontmann Quirin Müller fast umgehauen: „Es war besser als Weihnachten, als er mir seinen Part geschickt hat.“

„Wanna Hold You“ beginnt in gedämpfter Stimmung, reduziert und begleitet von dem Sample einer französischsprachigen Frauenstimme. Die träumerische Grundatmosphäre des Songs bleibt auch dann bestehen, wenn der Song eine poppige und wärmende Richtung einschlägt. Der Stil erinnert dabei an Clairo, Boy Pablo oder Yellow Days. Und wenn man in Erinnerungen hängt, nicht nur an andere Artists, sondern natürlich auch an die eigenen Gefühle, dann kann die Zeit auch gerne mal stehen bleiben. Das fühlt sich nicht nur beim Hören des Songs so an, sondern wird auch durch das Musikvideo ziemlich schön verbildlicht.

Zu sehen gibt es das Video zu „Wanna Hold You“ von Quirinello hier in der exklusiven Premiere:

Die OCB Paper Sessions schicken das französische Duo Triplego in die Wüste

0
Sponsored Post

Fernab von ihrem Schaffensort wird das französische Afrobeat-Duo Triplego von den OCB Paper Sessions nach Marokko in die Wüste geschickt. Ein Kontrast zwischen Natur und der Rauheit der Banlieus.

Die romantisierte Sichtweise auf Paris als Stadt der Liebe hat sich längst erübrigt. Das neue Paris ist rau, abwechslungsreich, bunt und ehrlich. Stellvertretend für eine Riege an in Frankreich lebenden Künstlern, die genau jenes Gefühl vermitteln, stehen Triplego. Das Duo, bestehend aus, Sanguee, (Gesang) und MoMo (Produktion), ist auch ein Sprachrohr für den 93. Distrikt. Ein Stadtteil im Norden von Paris, welcher viel zu oft von den Politikern unserer Zeit vergessen wurden. Triplego brennt viel auf der Seele und welcher Kontrast könnte größer sein, als die beiden Musiker mit nordafrikanischer Herkunft, in die Wüste von Merzouga zu schicken.

Marokkanische Dünen statt Betonklötze

Die engen Hochhäuser müssen weitläufigen Dünen weichen. Trubel wird durch totale Einsamkeit ersetzt und der Mensch muss Platz machen für die Natur. Die OCB Paper Sessions verfolgen den Ansatz jungen, aufstrebenden Acts die Möglichkeit zu geben, in den verschiedensten Landschaftswelten unseres Planeten zu performen. Und so findet man Triplego mit Mikrofon und Mischpult ausgestattet in der Wüste von Marokko wieder. Es ist ein Zurückkommen des Menschen zu seinen Wurzeln und gleichzeitig auch ein Bewusstsein, dass die Natur, die uns tagtäglich umgibt, ein Geschenk ist.

Das Aufwachsen in der Banlieu wurde für das Duo eher von Betonklötzen und Plattenbauten geprägt. Lange genug wurde die Community in den Vororten der französischen Städte unterdrückt. Daraus hat sich über die Jahre hinweg eine Subkultur freigeschwommen, die sich immer mehr in den französischen Alltag drängt. Heutzutage sind Musiker wie Triplego stolz auf ihre Herkunft, auf ihren Slang. Und dennoch verraten sie: „Wie sind in den Banlieus aufgewachsen und wollten dem Leben dort entkommen. Wir träumten von Veränderung und der großen, weiten Welt. Musik hat uns bei diesem Träumen geholfen.“ In Songs wie „Panama“, „Morenita“ oder „Codé“ verarbeiten sie ihre Vergangenheit und sprechen die offensichtlichen Probleme an.

Ihr Sound ist geprägt von Einflüssen verschiedenster arabischer Musikgenres und durch die Straßen von Paris. Fast schon typisch für die Nouvelle Vague an französischem Hip Hop ruhen sich die beiden Künstler nicht auf einem Genre aus. „Musik ist für uns auch Instinkt. Sie muss natürlich entstehen und man muss immer auf sein Empfinden achten. Musik darf keinen Druck spüren“, behaupten Triplego selbst. Neben dem Rap ist die Musik eine Metamorphose aus elektronischen Klängen, Chaâbi Reminiszenzen und Reggaeton-Inspirationen. Im Interview mit den OCB Paper Sessions erzählen die Musiker, dass das Featuring „Stronger“ zwischen Kanye West und Daft Punk ein Meilenstein für sie war. Es war ein Augenöffner für den Produzenten MoMo, der ab dem Zeitpunkt das Potenzial von Electro und Hip Hop gesehen hat.

Gesellschaftliche relevante Themen treffen auf aufstrebende Acts

Denn unsere Herkunft wird immer auch durch die Umgebung, welche von der Natur geprägt ist, maßgeblich beeinflusst. Gerade in der jetzigen Zeit möchten die OCB Paper Sessions den Fokus noch deutlicher auf das Aufeinandertreffen von jungen Talenten mit gesellschaftlich relevanten Themen legen. Der Klimawandel ist ein Fakt und so möchte eine Marke hier ein stärkeres Augenmerk darauf legen.

Die neue Ausgabe der Paper Sessions by OCB versucht, eine Verbindung zwischen OCB, der Musik und dem Respekt vor unserem Planeten herzustellen. Dass die Brand bereits seit geraumer Zeit ein feines Gespür für musikalische Trends hat, beweist sie mit dem Hosting einer eigenen Stage beim Primavera Festival. Dort durften Acts wie Alice Phoebe Lou oder CHAI auftreten. Nun soll bewiesen werden, dass Musik und Natur auch conscious funktionieren können.

Triplego im Interview bei den OCB Paper Sessions:

Weitere Hintergründe zu den OCB Paper Sessions mit Triplego gibt es auf Instagram, Youtube oder Facebook.

MBFW – Danny Reinke beweist mit „Faded Blossom“: Berlin kann Mode!

0
© Rafael Poschmann

Danny Reinke präsentiert im Rahmen der Berliner Fashion Week seine neue Kollektion „Faded Blossom“. Ein Gesamtkunstwerk, das zeigt, dass seine Mode neben der Ästhetik noch viel mehr kann!

Sobald das erste Model im Berliner Kraftwerk den Laufsteg betreten hat, sind alle Blicke gebannt. Bedrohliche Musik unterstreicht die Geschichte von Edith Bouvier Beale, die in den Entwürfen des Designers wieder auflebt. Eine tragische Ikone, die die Welt faszinierte. „Little Edie“ war eine Cousine von Jackie Kennedy, eine Frau aus der oberen Gesellschaftsschicht, die in sozialer Isolation verfallen ist. Eine traurige Geschichte, die auf die schönste Art Einzug in Danny Reinkes Kollektion findet.

Die Looks sind geprägt von opulenten Schnitten und Kontrasten. Fließende Stoffe treffen auf besondere Kragen und Kopfbedeckungen. Gegensätze, die Spannung erzeugen. Mit dem stilsicheren Mix von Mustern und Farben schafft Danny Reinke eine klare Linie, die sich durch die ganze Kollektion zieht und ihren Höhepunkt in den Tüllkreationen findet, für die der Designer bekannt ist.

 

© Rafael Poschmann
© Rafael Poschmann

Ein Zeichen für Nachhaltigkeit

Neben hochwertigen Luxushandtaschen tragen die Models auch Stoffnetze, die mit Konservendosen bestückt sind. Ein alltägliches Bild, wie man es aus hippen Gegenden in Berlin bereits gewohnt ist findet damit den Weg auf den Laufsteg und lässt die Mode noch greifbarer wirken. Ein Zeichen für Nachhaltigkeit.

Reinke schafft es, seine Aussage auch ohne plakative Printshirts oder Slogans zu transportieren. Auf künstlerisch und modisch höchstanspruchsvolle Art und Weise schafft er im Berliner Kraftwerk eine packende Atmosphäre, die ohne große Show auskommt und trotzdem seine Message transportiert. Im Zentrum der Kollektion steht das Thema „Wohnraumverdrängung“.
Eine Problematik, die aktueller nicht sein könnte, richtet man den Blick einmal auf deutsche Großstädte, in denen die Verdrängung von Subkulturen und Lebensraum an der Tagesordnung steht. Gentrifizierung ist kein schönes Wort, dennoch gelingt es Reinke, diese Thematik gekonnt auf dem Laufsteg zu platzieren.

Berlin wird als Modestadt immer wieder kritisiert und belächelt. Nach dieser Präsentation wird aber einmal wieder klar, dass die Designs aus der Bundeshauptstadt durchaus ernst zu nehmen sind und jungen Designern, wie Danny Reinke mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte.

Nachdem die Scheinwerfer im Kraftwerk bereits einmal erloschen sind, wird der finale Look präsentiert: ein violettes Kleid aus Tüll. Der Signature Look von Reinke sorgt nicht nur für Applaus im Fachpublikum, sondern auch für einen blühenden Abschluss einer inspirierenden Kollektion.

Hier geht es zum Instagram-Account von Danny Reinke.

Auf der Welle des Punks – Kaltenkirchen im Interview

0
Kaltenkirchen // © Luis Vidal

„Zweisam ist besser als einsam“, mit folgenden Worten hat Kaltenkirchen sich in die Köpfer vieler Fans gebohrt. Kurz nach Weihnachten hat er das dazugehörige Album „Im Namen der Liebe “ veröffentlicht. Wir haben ihm zu dem Schaffensprozess Fragen gestellt.

NDW, Antischlager oder doch Punk? Auf den ersten Blick scheint Philip Maria Stoeckenius‘ Musik extrem zugänglich und greifbar. Und dennoch fällt es den vielen selbsternannten Musikexperten schwer die Musik von Kaltenkirchen auf den Punkt zu bringen. Zu groß sind die Sprünge zwischen den Jahrzehnten, zu groß ist das Bücherregal, das der Musik in seiner Musik stets mit sich trägt. Ja, es fällt leicht die Musik des Stuttgarters in einem Atemzug mit Drangsal oder Mia Morgan zu nennen. Warum? Einfach, weil allesamt gutgemachte Popmusik machen, die sich deutlich von dem bekannten Schema distanziert.

Das Projekt Kaltenkirchen ist jedoch keineswegs ein weiterer Sprung auf auf den Hype-Train. Es ist auch das Ventil der Verarbeitung eines jungen Menschens, der mit alltäglichen Problem zu kämpfen hat. Jeder trägt ein Stück Kaltenkirchen in sich und daher schlagen manchmal auch mehr als nur zwei Seelen in unseren Brüsten.

Bevor wir mit dem Interview loslegen, muss ich dich zu dem Release deines Albums „Im Namen der Liebe“ beglückwünschen! Wie kam es dazu, dass du die Platte an einem doch untypischen Zeitpunkt veröffentlicht hast – so zwischen Weihnachten und Neujahr?

Danke mein Lieber! Naja, was da vor Weihnachten so alles rausgehauen wurde… Da können wir natürlich als Newcomer nicht mithalten. Ein anderer pragmatischer Grund: Steffen, mein Manager und Labelchef hat herausgefunden, dass die Online-Werbung in der Woche nach Weihnachten quasi am wenigsten kostet. So können wir am meisten rausholen.

Würdest du dich noch als Newcomer bezeichnen? Wenn ja, haben deine Freunde und Bekannte in Musikerkreisen nicht die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen, als sie gehört haben, dass du als „neuer“ Künstler gleich ein Album veröffentlichen möchtest?

Ich hab schon immer mal wieder gehört, dass es jemanden verwundert, dass ich ein Album veröffentliche. Aber ich denke da irgendwie in Konzepten von „Werken“. Und ich denke, dass dieses Album ein abgeschlossenes Werk ist und man nun fortschreiten kann, um ein neues Werk zu schreiben. Newcomer hin oder her. Ich mach schon mein ganzes Leben Musik. Und bin mit meinen 27 Jahren älter als Billie Eilish und ihr Bruder, haha.

„Was glänzt, ist für den Augenblick geboren; Das Echte bleibt der Nachwelt unverloren.“, ist ein Zitat welches dir als Faust-Rezipienten sicherlich geläufig ist und in dem Fall doch recht gut passt. Ist das Album als Medium für dich auch noch immer ein romantisches Objekt, welches einen abgeschlossenen Zeitraum repräsentiert?

Ein Handwerker baut einen Stuhl, mit schönen Ornamenten weil er einen schönen Stuhl bauen will, um darauf zu sitzen, ihn anzusehen und stolz auf seine Arbeit sein zu wollen. Danach baut er einen Tisch, weil man ihm sagt: „Du kannst doch keinen Stuhl bauen ohne einen Tisch zu haben“. Die anderen betrachten sein Tischlerwerk und befinden es als gut. Sie wollen auch Stühle haben, um an dem Tisch zu sitzen. Nun braucht er noch mehr Stühle. Keiner der weiteren Stühle gelingen ihm so gut, wie der erste Stuhl, den er nur für sich gebaut hat. Die anderen sind unzufrieden und gehen weiter. Der Handwerker setzt sich auf seinen Stuhl, zuckt mit den Schultern und denkt über den Plan nach ein Haus zu bauen.

Neben Goethes Faust, beziehst du dich auch auf Hermanns Hesses Steppenwolf in „Harry Haller“. Welche Rolle spielt Literatur für dich?

Beim Lesen muss man nunmal imaginieren. Man hat kein vorgeschriebenes Bild vor Augen. Somit hört man auch die Dialoge nur vor seinem inneren Ohr. Und oft legt man dann das Buch beiseite, um über das Geschriebene nachzudenken und dann ist man schon in einer musischen Stimmung und beginnt zu dichten. Also Literatur spielt vielleicht sogar eine federführende Rolle.

Dein Album trägt den Namen „Im Namen der Liebe“, dabei sind die Themen, die du behandelst keineswegs nur positiv – sind das diese zwei Seelen, die in deiner Brust schlagen? Gibt es eine große Divergenz zwischen dem Musiker Kaltenkirchen und dem Menschen Philip?

Ja voll! Ich bin eigentlich ein sehr positiver Charakter. Ich hasse es schlecht drauf zu sein. Und das konnte ich jahrelang nicht gut genug kontrollieren und bin häufiger in depressive Phasen abgerutscht. Durch die Musik und durch Kaltenkirchen kann ich diese kühle, nachdenklichere und traurigere Seite, über den künstlerischen Ausdruck, von mir weg schieben und damit auch noch nachhaltiges.

Inwiefern hat dein Studium deine Herangehensweise an Musik verändert?

Ich studiere Musikwissenschaft und durch die theoretische Auseinandersetzung mit Musik und der Musikgeschichte lernt man eben sehr viel. What should I say. Ich hab davor schon Musik gemacht, also immer schon, aber Kaltenkirchen gibt’s jetzt halt seit 2 Jahren und seit 5 Jahren studiere ich…

Lass und über die Neue Deutsche Welle reden! Deine Songs werden immer wieder mit dem Genre in Verbindung gebracht. Die 80er und 90er waren auch Zeiten des Umbruchs. Siehst du Parallelen zu unser heutigen Zeit?

Sicher, man kann überall Parallelen ziehen. Ich finde die Stimmung im allgemeinen ist sehr angespannt. Das war sie im Großteil der 80er auch. Damals musste der deutschsprachige Raum zudem stark mit einer Nachkriegsgesellschaft und einem konservativen und nationalistischen Weltbild im Stillen verhandeln. Da setzt sich die Kunstszene dann meistens in der eigenen Muttersprache damit auseinander. Außerdem hat Amerika zu dem Zeitpunkt so viel Scheiße gebaut, wie auch dieser Tage und da haben einfach so viele keinen Bock auf Produkte aus USA. So erkläre ich mir die viele deutschsprachige Musik.

Wie bei der NDW ist es auffällig, dass es in deinem Schaffen oft die in Anführungszeichen „heitersten“ Songs sind, die die düstersten Themen beschreiben. Es geht oft um das Ausbrechen und das Entkommen und um Liebe.  Gehst du damit konform und magst du vielleicht auch ein paar passende Beispiele schildern?

Das Phänomen ist häufiger zu beobachten, ja. Aber es ist natürlich nicht die Regel. Dennoch. Unter dem Mantel der Ironie kann man eben gut arbeiten. Man nimmt immer gleich ein distanzierteres Verhältnis dazu ein. Ich benutze Ironie in meiner Musik jedoch nicht. Bei mir ist die Heiterkeit, wie Du sie beschreibst, vielleicht in den Instrumentalen und die Texte sind eben ab und zu „düster“, wobei ich eher persönlich dazu sagen würde.

Gibt es auch Songs auf „Im Namen der Liebe“, die du gar nicht der NDW zuordnen würdest? Wenn ja welche und wie würdest du sie stattdessen beschreiben?

Ich würde keinen meiner Songs der NDW zuordnen. Ursprünglich wollte ich sehr punkig sein. Das wird natürlich so nicht aufgefasst. Aber KUMMER hat sich auch hauptsächlich von Lana Del Rey inspirieren lassen. Ich hab eben Punk und deutsche LiedermacherInnen gehört. Und das NDW-Ding wird mir halt so übergestriffen, um es zu beschreiben. Ich liebe die Erzeugnisse der deutschen Anti-Establishment Musikkultur Ende der 70er und Anfang der 80er, die heute als NDW gehen, aber ich hab mich nicht hauptsächlich daran orientiert.

Hattest du je Angst, dass man durch YouTube-Algorithmen und dem Songtitel „Wir sind das Volk“ in falschen Playlisten landet?

Wie geil wäre es!

Ein Wort zum aktuellen Weltbild?

Alle wollen Veränderung aber niemand will sich verändern müssen.

Mit dir taucht auch der Begriff des „Antischlagers“ immer mehr auf. Magst du uns eine typische Definition des Begriffes geben?

Puh.. Ich finde der Begriff passt eigentlich zu allem, was deutschsprachiger Pop ist und sich inhaltlich nicht schlager-esque ausdrückt. Also „ernste“ Texte aber sehr eingängige Melodien und Themen.

Wie kam es zu der Zusammenarbeit mit Mia Morgan und Drangsal?

Ihr habt damals meinen Song „Harry Haller“ prämiert. Daraufhin hat sich Mia bei mir gemeldet, um mir zum Release zu gratulieren. Und dann hab ich sie einfach gefragt. Und Max dann auch einfach! Und beide hatten Bock.

Hier geht es zur Premiere

Du bist nun auch Teil der neuen Supergroup „möse onkelz“. Magst du oder kannst du hierzu schon ein paar Worte verlieren?

Nö!

Und um mit einer Journalisten-Bullshit-Bingo-Frage abzuschließen. Angenommen deine Fans kennen deine Songs nur von Spotify & Co. Was erwartet sie live?

Ein Feuerwerk der Gefühle und jede Menge Bussis.

Das Video zu „Du & Und Ich (1990)“ gibt es hier:

Fotos: Luis Vidal

Blond richten im Clip zu „Es könnte grad nicht schöner sein“ ein Blutbad an

0
Blond // Videostill aus "Es könnte grad nicht schöner sein"

Am 31. Januar 2020 erscheint mit „Martini Sprite“ das Debüt von Blond. Um uns bis dahin die Wartezeit zu versüßen, schieben Blond mit „Es könnte grad nicht schöner sein“ einen weiteren Vorgeschmack auf ihr Album nach und bedienen sich dabei an Menstruations-Klischees.

Das Chemnitzer-Trio Blond ist dafür bekannt kein Blatt vor den Mund zu nehmen. In ihrer vierten Single-Auskopplung „Es könnte grad nicht schöner sein“ nehmen sie sich dem Tabuthema Periode an. Getreu dem Motto „Lass uns über unsere Menstruation sprechen“ gehen Lotta, Nina und Johann offen mit Periodenklischees ins Gericht. Passend zur wichtigen Thematik  haben Blond ein blutig-schönes Video gedreht: Während Nina und Lotta an einem strahlend blauen Sommertag im Garten sitzen wird die idyllische Ruhe durch plötzliche Periodenkrämpfe und einem Sinnflut-artigen Blutstrom gestört. Während das Blut fröhlich aus dem Uterus spritzt, feiern Blond gemeinsam mit Freunden blutüberströmt eine Menstruations-Party.

„Es könnte grad nicht schöner sein“ ist nicht nur ein Radiotauglicher Pop-Song in typischer Blond-Manier, der Song behandelt auch ein wichtiges Thema. „Du gehst dich schlagen, redest über dein Glied. Red ich über meine Tage, vergeht dir der Appetit“, heißt es in einer Songzeile und trifft genau auf den Punkt. Wieso als Frau über die natürlichste Sache der Welt schweigen und peinlich berührt Monat für Monat Ausreden finden? Mit ihrer aktuellen Single und dem sehr überspitzen Video räumen Blond mit Menstruations-Klischees auf und plädieren dafür offen über das Thema zu sprechen.

Denn hat glattgebügelte Popmusik im Jahr 2020 ausgedient, das beweisen  nicht zuletzt Künstlerinnen wie Billie Eilish, Mavi Phoenix oder auch FKA Twigs, die immer wieder mit weiblichen Stereotypen spielen und die Grenzen aushebeln. Es ist Zeit für mehr Kanten, Authentizität und starke Meinungen, die uns wieder an den Rand unserer Komfortzone bringen. Blond schaffen das mit ihren ehrlichen und direkten Songs immer wieder und treffen dabei einen Nerv. Mehr Powerpop von Blond gibt es auf dem Debütalbum „Martini Sprite“, welches am 31. Januar 2020 erscheint. Anlässlich es Album-Releases geht es im Februar für das Trio auf große „Martini Sprite“-Tour.

Live: Blond „Martini Sprite“-Tour
20.02.2020 Wien, Fluc
21.02.2020 – Zürich, Exil

26.02.2020 – Stuttgart, Im Wizemann
27.02.2020 – Wiesbaden, Schlachthof
28.02.2020 – Köln, Gebäude 9
29.02.2020 – Bremen, Lagerhaus
03.03.2020 – Hamburg, Molotow
04.03.2020 – Hannover, Musikzentrum
05.03.2020 – Berlin, Lido
06.03.2020 – Leipzig, Werk2
Tickets gibt’s an allen bekannten VVK-Stellen!

Der Soundtrack zur eurer Menstruation: Seht hier das blutig-schöne Video von Blond zu „Es könnte grad nicht schöner sein“

The Postie präsentiert: CHILDREN gehen mit „HYPE“ auf Tour und releasen „Dschungel“

0
CHILDREN // © Lennart Brede

Das Duo ist ab nächster Woche bis April auf Tour. Als Warmmacher präsentieren CHILDREN ihre neue Single „Dschungel“.

Zukunft ist morgen und Freundschaft ist Musik. Ganz nach dem Credo leben Steffi Frech und Laura Daede ihr Dasein als CHILDREN aus. Die beiden Musikerinnern, die sich seit kleinauf kennen, kombinieren Elemente aus der Vergangenheit und verwandeln diese in deine Future-Lovesongs. Ein Einblick in diese aufregende Kombi gibt es mit „Dschungel“. Der steht stellvertretend für knapp 50% ihres anstehenden Albums „HYPE“. Denn CHILDREN beschränken sich nicht auf eine Sprache und performen daher die eine Hälfte der Songs auf Englisch und die andere auf Deutsch.

Auch wenn es zeitlich passt, ist „Dschungel“ keine Hommage an ein bekanntes, deutsches TV-Format. Vielmehr steht der Song für das umtriebige Leben in der Großstadt. Gerne erinnern die beiden Künstlerinnen an die Zeit zurück in der sie aus der Provinz nach Berlin gezogen sind. Die Stadt mag ein hartes Pflaster sein und doch liefert sie Freiheit – die Möglichkeit sich zu entfalten. Der Großstadtschungel als Chance des Ausbruchs. „Dschungel“ ist Teil des Albums „HYPE“, welches am 31. Januar via Grönland Records erscheint. Eine Woche vorher startet die Tour von CHILDREN.

The Postie präsentiert: CHILDREN auf Tour

22.01.2020 Düsseldorf, Kassette
23.01.2020 Wuppertal, Utopiastadt
24.01.2020 Stuttgart, pop freak @ merlin
20.03.2020 Hannover, Béi Chéz Heinz
21.03.2020 Leipzig, Noch Besser Leben
22.03.2020 Magdeburg, Wohnzimmerkonzerte
23.03.2020 Hamburg, Uebel & Gefährlich
25.03.2020 Jena, Rosenkeller
26.03.2020 Göttingen, Nörgelbuff
27.03.2020 Darmstadt, 806qm
28.03.2020 Karlsruhe, Café Nun
03.04.2020 Berlin, Berghain Kantine

Das Video zu „Dschungel“ von CHILDREN gibt’s hier:

Stranger Things‘ Finn Wolfhard präsentiert mit „Getting Better (Otherwise)“ sein neues Musikprojekt The Aubreys

0
The Aubreys // Videostill aus "Getting Better (Otherwise)"

Nach der Auflösung von Calpurnia Ende vergangenen Jahres gibt es mit der Debütsingle „Getting Better (Otherwise)“ ein neues musikalisches Lebenszeichen von Stranger Things-Darsteller Finn Wolfhard. Sein neues Bandprojekt heißt The Aubreys und liefert gleich den Soundtrack zum Film „The Turning“.

Wie ein Phoenix aus der Asche – wenige Wochen nach dem plötzlichen Aus der Indie-Band Calpurnia, dem vorherigen Bandprojekt von Stranger Things-Darsteller Finn Wolfhard, meldet sich der Schauspieler mit seiner neuen Band The Aubreys zurück. Über Instagram verkündeten Calpurnia im November 2019 ihre Auflösung um sich Einzeln „neuen Projekten, neuer Musik und neuen Erfahrungen zu widmen“, wie es in dem Statement heißt.

Gemeinsam mit dem Ex-Calpurnia-Schlagzeuger Malcolm Craig hat Schauspieler und Musiker Finn Wolfhard jetzt ein neues Musikprojekt ins Leben gerufen und verbindet kurzerhand seine beiden Leidenschaften miteinander. Mit The Aubreys liefert er nicht nur die erste Debütsingle der Band, sondern zugleich den Soundtrack zu seinem neuen Filmprojekt „The Turning“. Der Track „Getting Better (Otherwise)“ ist inspiriert vom Indie-Rock-Sound der 90er Jahre. Der Horrorfilm „The Turning“ ist eine Adaption von Henry James’ Novelle „The Turn Of The Screw“ und feiert am 24. Januar Premiere in Großbritannien. In Deutschland startet der Film Mitte April in den Kinos. Neben Finn Wolfhard, der die Rolle des Miles übernimmt, sind in den weiteren Rollen Mackenzie Davis, Brooklynn Prince und Joely Richardson zu sehen. Das dazugehörige Video zur Debütsingle zeigt neben Studioaufnahmen von The Aubreys auch Ausschnitte aus dem neuen Horrorfilm und zeigt Wolfhards Charakter Miles als Musikbesessener Jugendlicher, der seinen Kummer und seine Desorientiertheit in seiner Musik verarbeitet.

„Getting Better (Otherwise)“ ist auf dem Soundtrack zum Horrorfilm „The Turning“ enthalten. Neben The Aubreys werden auf der Kompilation auch Courtney Love, Mitski, Pale Waves, Soccer Mommy, Warpaint, Kali Uchis und Kim Gordon zu hören sein.

Den düsteren Clip zu „Getting Better (Otherwise“ könnt ihr euch hier ansehen: