Die OCB Paper Sessions schicken das französische Duo Triplego in die Wüste

Fernab von ihrem Schaffensort wird das französische Afrobeat-Duo Triplego von den OCB Paper Sessions nach Marokko in die Wüste geschickt. Ein Kontrast zwischen Natur und der Rauheit der Banlieus.

Die romantisierte Sichtweise auf Paris als Stadt der Liebe hat sich längst erübrigt. Das neue Paris ist rau, abwechslungsreich, bunt und ehrlich. Stellvertretend für eine Riege an in Frankreich lebenden Künstlern, die genau jenes Gefühl vermitteln, stehen Triplego. Das Duo, bestehend aus, Sanguee, (Gesang) und MoMo (Produktion), ist auch ein Sprachrohr für den 93. Distrikt. Ein Stadtteil im Norden von Paris, welcher viel zu oft von den Politikern unserer Zeit vergessen wurden. Triplego brennt viel auf der Seele und welcher Kontrast könnte größer sein, als die beiden Musiker mit nordafrikanischer Herkunft, in die Wüste von Merzouga zu schicken.

Marokkanische Dünen statt Betonklötze

Die engen Hochhäuser müssen weitläufigen Dünen weichen. Trubel wird durch totale Einsamkeit ersetzt und der Mensch muss Platz machen für die Natur. Die OCB Paper Sessions verfolgen den Ansatz jungen, aufstrebenden Acts die Möglichkeit zu geben, in den verschiedensten Landschaftswelten unseres Planeten zu performen. Und so findet man Triplego mit Mikrofon und Mischpult ausgestattet in der Wüste von Marokko wieder. Es ist ein Zurückkommen des Menschen zu seinen Wurzeln und gleichzeitig auch ein Bewusstsein, dass die Natur, die uns tagtäglich umgibt, ein Geschenk ist.

Das Aufwachsen in der Banlieu wurde für das Duo eher von Betonklötzen und Plattenbauten geprägt. Lange genug wurde die Community in den Vororten der französischen Städte unterdrückt. Daraus hat sich über die Jahre hinweg eine Subkultur freigeschwommen, die sich immer mehr in den französischen Alltag drängt. Heutzutage sind Musiker wie Triplego stolz auf ihre Herkunft, auf ihren Slang. Und dennoch verraten sie: „Wie sind in den Banlieus aufgewachsen und wollten dem Leben dort entkommen. Wir träumten von Veränderung und der großen, weiten Welt. Musik hat uns bei diesem Träumen geholfen.“ In Songs wie „Panama“, „Morenita“ oder „Codé“ verarbeiten sie ihre Vergangenheit und sprechen die offensichtlichen Probleme an.

Ihr Sound ist geprägt von Einflüssen verschiedenster arabischer Musikgenres und durch die Straßen von Paris. Fast schon typisch für die Nouvelle Vague an französischem Hip Hop ruhen sich die beiden Künstler nicht auf einem Genre aus. „Musik ist für uns auch Instinkt. Sie muss natürlich entstehen und man muss immer auf sein Empfinden achten. Musik darf keinen Druck spüren“, behaupten Triplego selbst. Neben dem Rap ist die Musik eine Metamorphose aus elektronischen Klängen, Chaâbi Reminiszenzen und Reggaeton-Inspirationen. Im Interview mit den OCB Paper Sessions erzählen die Musiker, dass das Featuring „Stronger“ zwischen Kanye West und Daft Punk ein Meilenstein für sie war. Es war ein Augenöffner für den Produzenten MoMo, der ab dem Zeitpunkt das Potenzial von Electro und Hip Hop gesehen hat.

Gesellschaftliche relevante Themen treffen auf aufstrebende Acts

Denn unsere Herkunft wird immer auch durch die Umgebung, welche von der Natur geprägt ist, maßgeblich beeinflusst. Gerade in der jetzigen Zeit möchten die OCB Paper Sessions den Fokus noch deutlicher auf das Aufeinandertreffen von jungen Talenten mit gesellschaftlich relevanten Themen legen. Der Klimawandel ist ein Fakt und so möchte eine Marke hier ein stärkeres Augenmerk darauf legen.

Die neue Ausgabe der Paper Sessions by OCB versucht, eine Verbindung zwischen OCB, der Musik und dem Respekt vor unserem Planeten herzustellen. Dass die Brand bereits seit geraumer Zeit ein feines Gespür für musikalische Trends hat, beweist sie mit dem Hosting einer eigenen Stage beim Primavera Festival. Dort durften Acts wie Alice Phoebe Lou oder CHAI auftreten. Nun soll bewiesen werden, dass Musik und Natur auch conscious funktionieren können.

Triplego im Interview bei den OCB Paper Sessions:

Weitere Hintergründe zu den OCB Paper Sessions mit Triplego gibt es auf Instagram, Youtube oder Facebook.