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Blossoms covern „Lost“ von Frank Ocean in der Quarantäne

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Blossoms // © Ewan Ogden

Erst im Januar veröffentlichten Blossoms ihr neues Album „Fooling Loving Spaces“, welches von einigen Klassikern der Musikgeschichte inspiriert ist. In ihrer Selbstisolierung hat sie jetzt Frank Ocean zu einem Cover verleiten lassen.

Die englische Indie-Pop Band Blossoms aus Stockport ist in ihrer Selbstisolierung kreativ geworden. Entstanden ist dabei ein Cover von Frank Ocean’s Song „Lost“, dass zu einem ihrer Lieblingssongs gehört. Trotz Kontaktverbot haben sie es sich nicht nehmen lassen, digital gemeinsame Sache zu machen und erstellten ein Musikvideo aus einzelnen Clips der Bandmitglieder.

Neben lässigen Gitarrengriffen vom Sofa und Vocals aus der Dusche, sorgt Schlagzeuger Joe Donovan für kleine Highlights. Als Percussions dienen einfallsreiche Ersatzinstrumente für die Soundeffekte. Donovan improvisiert gekonnt mit einer Bierkiste und gibt alles an der Schere. Lässt sich nur bis zur Tour abwarten, ob die Alternative es auch auf die Bühne schafft… Die Blossoms haben jedenfalls ein entspanntes Cover geschaffen, was sich gemütlich auf dem Balkon nach Feierabend hören lässt.

Das Video zu „Lost“ vom Cover der Blossoms seht ihr hier:

Soko veröffentlicht neues Musikvideo zu „Are You A Magician?“

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Soko // © Miriam Marlene

Im Musikvideo zu ihrem neuen Song „Are You A Magician?“ tröstet uns Soko mit beeindruckenden Zauberskills über Zeiten der sozialen Isolation hinweg.

Ein grüner Stoffbär, opulente Gucci-Garderobe und viel Zauberei. Das Musikvideo zu Sokos neuem Song „Are You A Magician?“ kann mit so einigen Überraschungen aufwarten. Verantwortlich für die Regie des Clips ist Gia Coppola. Die Enkelin von Francis Ford Coppola steckt hinter den Musikvideos einiger namhafter Indie-KünstlerInnen (zuletzt etwa „Applaud“ von Yves Tumor). Dennoch gab es bei der Videoproduktion von „Are You A Magician?“ zunächst einige Startschwierigkeiten, wie Soko erklärt:

 „I couldn’t figure out how to get the video to reflect the song’s themes for a long time, not until Gia and I sat in my baby’s room and listened to the song a few times and came up with the whole concept while playing with Indigo’s toys. The goal for me was to be a like a Victorian goth sailor moon princess who listens to Kate Bush a little too much“.

Inhaltlich geht es in „Are You A Magician?“ um die Idealisierung einer Beziehung und dem damit verbundenen Scheitern an der Realität. Desillusionierung und emotionale Achterbahnfahrten sind Themen, die sich auch auf ihrem bald erscheinenden dritten Studioalbum immer wieder finden. Das neue Album „Feel Feelings“ erscheint am 12. Juni via Because / Babycat Records.

Seht hier das von Gia Coppola produzierte Musikvideo „Are You A Magician?“:

The 1975 im Duett mit Phoebe Bridgers: „Jesus Christ 2005 God Bless America“

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The 1975 // © Mara Palena

Es ist bereits der sechste veröffentlichte Song ihres bevorstehenden und vielfältigen Albums „Notes On A Conditional Form“, das auf „A Brief Inquiry Into Online Relationships“ (2018) folgt. Die Platte erscheint am 22. Mai.

Zunächst sollte ihr viertes Album im Februar erscheinen, dann im April. Anfang der Woche meldete sich die Band aus Manchester erneut und kündigte eine weitere Verschiebung um einen Monat an. Zuvor hatte sie bereits die Songs „The 1975“, „People“, „Frail State of Mind“, „Me & You Together Song“ und „The Birthday Party“ veröffentlicht. Die Wartezeit wird nun erneut verkürzt durch die neue Single, in der sich Sänger Matthew Healy in ein Duett mit Phoebe Bridgers begibt. Bridgers sollte die Band, genauso wie beabadoobee, eigentlich auf ihrer Nordamerika-Tour begleiten.

Die neue Single zeigt: The 1975 lieben das Unberechenbare: Während „People“ beispielsweise von punkigen, gitarrenlastigen Riffs lebt und „The 1975“ ein Spoken-Word-Feature mit Umweltaktivistin Greta Thunberg ist, bringt uns „Jesus Christ 2005 God Bless America“ zurück in die wohligen 00er Jahre. Die Zeit der Bands und Künstler wie Bon Iver, Fleet Foxes, Laura Marling oder Noah and the Whale.  Deshalb verwundert es nicht, dass sich Healy und Co. Phoebe Bridgers schnappen, die selbst erst vor kurzem mit dem „Garden Song“ erneut tief in die Indie-Folk-Welt eintauchte. Die neue Single von The 1975 ist ein bewegender Song über die Liebe und den Glauben, weitestgehend auf Acousticgitarre und Trompeten reduziert, der musikalisch auch locker ein Bonustrack auf Bon Ivers „For Emma, Forever Ago“ sein könnte.

Hört „Jesus Christ 2005 God Bless America“ hier:

„Boys Toys“ als Coming-Of-Age-Album – Mavi Phoenix im Whatsapp-Talk

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Als Mavi Phoenix seine musikalische Karriere beginnt, war er auf Spotify noch als weiblicher Künstler gelistet. 2019 kam dann das Outing, dass Mavi ein Transguy ist. Im Whatsapp-Talk haben wir mit ihm über den Weg und sein Album „Boys Toys“ gechattet.

Es ist wohl einer der ehrlichsten Wege auf die uns ein Künstler in diesem Jahr musikalisch mitnehmen wird. Mavi Phoenix hat im vergangenen Jahr den mutigen Schritt eines Outings gewagt und sich als Transguy geoutet. Auf seinem Debütalbum verarbeitet er diesen langen Prozess und setzt sich auf seine eigene Art und Weise mit dem Thema Männlichkeit auseinander. Er gewährt uns Einblicke in den schonungslosen Prozess seiner Gender-Identitätsfindung und taucht ein in Narrative, die von sexy Fuckboys, bis hinzu der Rolle von Familienvätern gehen.

Mit uns hat Mavi Phoenix im Whatsapp-Talk über sein Album „Boys Toys“ gesprochen und verraten, warum ihn Tyler The Creator inspiriert und zugegeben, dass seine Platte an manchen Stellen nach den Beastie Boys klingt. Außerdem haben wir über die aktuelle Situation auf der Welt und sein Pikachu-Profilbild bei Whatsapp gesprochen.

Mavi Phoenix im Whatsapp-Talk:

Das neue Video zu „Choose Your Fighter“ von Mavi Phoenix gibt’s hier:

Sparkling veröffentlichen Musikvideo zu „Alive“

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Sparkling // © écoute chérie

Einige Monate nach der Veröffentlichung ihres Debütalbums verpassen Sparkling der Singleauskopplung „Alive“ ein Update.

Was macht das Leben lebenswert? Wie werde ich glücklich? Will ich etwas ändern? – Bedingt durch die Corona-Pandemie und die damit zusammenhängenden Einschränkungen sind diese existenziellen Fragen aktueller denn je. Schauen wir ein paar Monate zurück, veröffentlichte das Kölner Trio Sparkling im August 2019 ihr Debütalbum „I Want to See Everything“. Auf diesem enthalten war unter anderem der Track „Alive“; für Viele sicherlich eines der Album-Highlights. Dieser beschäftigt sich mit eben jenen Fragen und erhält durch die aktuelle Situation noch einmal eine neue Ausdruckskraft.

Heute erhält „Alive“ auch auf Formatebene ein Update. Dies besteht zum Einen aus einem Musikvideo, aufgenommen vom Pariser Produzenten-Duo écoute chérie. Zum anderen gibt es oben drauf noch einen Dance-Remix aus den Händen von Hiro Ama.

Das vom Pariser Duo écoute chérie produzierte Video zu „Alive“ seht ihr hier:

 

Pabst veröffentlichen den Clip zu „Skyline“ mit Drangsal in der Hauptrolle

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Der neue Song „Skyline“ von Pabst verflucht das chronische Loser-Dasein in einer Stadt voller versnobter Anzugträger. In dem Musikvideo zeigen diese privilegierten Schnösel, wie sie sich um den „Abschaum der Gesellschaft“ in ihrem Territorium kümmern.

Vor zwei Tagen veröffentlichte die Berliner Rock-Band Pabst ihren neuen Song „Skyline“ – heute gibt es das Video mit Drangsal (Max Gruber) in der Hauptrolle des Großstadtcowboys. Die Sonne steigt am Horizont auf, ein Steppenläufer fliegt durch das Bild – Drangsal steigt auf sein Rad: tapfer und entschlossen im Kampf gegen Gentrifizierung und Yuppies einer Metropole. Eines macht das Video sehr deutlich: Loser wie er sind in der Stadt nicht erwünscht und werden dementsprechend hart bestraft. Eine Horde von Akademikern und Möchtegern-Aufsteigern-der-Gesellschaft starten eine brutale Hetzjagd, die für Drangsals Rolle blutig endet.

„This city is no place for losers.“

In der letzten Single „Ibuprofen“ gab es noch warme Worte. In „Skyline“ kann man hingegen nicht von Liebesgeständnissen sprechen. „This city’s got no skyline.“ Bei Pabst zeichnete sich beim Songwriting das Bild der Stadt, in der die Band aufgewachsen ist, als ein sehr negativ geprägtes heraus: Touristenfallen, hohe Obdachlosigkeit, das allgemeine Gefühl, ständig unter Beobachtung zu stehen, das Gefühl nicht willkommen zu sein, schlichte Verdrängung.

Ihren Dampf lassen Pabst in „Skyline“ auch durch ihren Sound ab, der gewohnt mit verzerrten Gitarren und Drums bis zum Anschlag die Birne zum schallen bringt. Da wird es doch direkt wieder Zeit für „Ibuprofen“. Nach zwei starken Titeln vom neuen Album, kündigt die Band dieses nun auf ihrem Indie-Label „Ketchup Tracks“ für den 19. Juni 2020 an.

Hier gibt es das Video zu „Skyline“ von Pabst:

Yaeji veröffentlicht die zweite Single aus ihrem Mixtape „What We Drew 우리가 그려왔던“

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Yaeji bringt den neuen Track „What We Drew“ raus. Mit ihrer Musik lässt sie gekonnt die Grenzen zwischen ihrem DIY-Pop und der New Yorker Underground-Club-Szene verwischen. Ein heißer Tipp für 2020!

Drei Wochen nach der Veröffentlichung von „Waking Up Down“, folgt von US-Koreanerin Yaeji jetzt der zweite Track „What We Drew 우리가 그려왔던“ des gleichnamigen Mixtapes. Es ist das erste komplette Mixtape der Wahl-Amerikanerin, dass am Donnerstag digital über XL Recordings erscheint. Die in Englisch und Koreanisch verfassten Texte in ihrem träumerischen von Lo-Fi-House geprägten Sound mit Poptönen, gehören zu ihrem Markenzeichen.

Der neue Song behandelt die Kernthemen des Mixtapes: Liebe und Dankbarkeit mit den Menschen zu teilen, die man Familie nennt. Ihre selbstillustrierten Videos, inspiriert von Animes und Mangas basieren im neuen Track auf einem Liebe/Hass Experiment über das menschliche Bewusstsein mit einer Zwiebel aus ihrer Grundschulzeit. Mit ihren Freunden überschüttet sie dort eine neue Zwiebel mit Liebe und Dankbarkeit.

Im Alter von 5 Jahren zog Yaeji von ihrem Geburtsort New York zurück zum Heimatland ihrer Eltern nach Südkorea. Mit der frühen Entdeckung von der Liebe zur Musik, schrieb sie unter Einfluss von K-Pop und koreanischen Indierock ihre ersten eigenen Songs. Heute wieder zurück in Amerika ist Yaeji seit ihrer Debüt EP 2017 eine heiße Anwärterin der neuen Elektro-Szene. Sie wurde in der „BBC Sound of 2018“ Liste aufgeführt, remixte Tracks von Charlie XCX als auch Robyn und ihre weltweite Tour – mit Stopps im Berghain und Prince Charles in Berlin – war restlos ausverkauft.

Seht hier das Video zu „What We Drew“:

Kraków Loves Adana veröffentlichen neue Single „Young Again“ (+Video)

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Still aus Kraków Loves Adana - Young Again

Das Hamburger Synth-Pop-Duo bewegt sich in „Young Again“ musikalisch erneut in eine geheimnisvolle Parallelwelt. Die Single ist Teil der Fresh Blood-Reihe ihres Labels Italians Do It Better, in der der Fokus auf neue Künstler gelegt wird.

Deniz Çiçek und ihr Partner Robert Heitmann machen schon seit zehn Jahren zusammen Musik. Im vergangenen Jahr wurden sie von dem Kultlabel aus Los Angeles gesigned, das auch so Größen wie Chromatics unter Vertrag hat. Kein Wunder: Ihr dunkler Dream-Pop ist nicht nur eingängig, sondern auch zeitlos. Der neue Song wird getragen von flotten Synthies, lebendigen Beats, melodischen Gitarrenriffs und Çiçeks leidenschaftlichem, aber gleichzeitig kühl-distanziertem Gesang. Ein melancholisches Stück, das zum Nachdenken anregt und gewissermaßen Trost spendet, in dieser unruhigen Zeit.

Das Duo richtet den Blick thematisch auf die Vergänglichkeit und die damit einhergehenden Ängsten, aber auch auf die sich stärkenden Selbsterkenntnisse. Das Video dazu drehten Kraków Loves Adana im schwedischen Malmö. Regie führte Ebba G. Ågren der befreundeten Band Wy. 

Falls das Coronavirus nicht noch dazwischen kommt, könnt ihr die Band beim c/o Pop Festival in Köln (22.-26. April), allerspätestens dann aber beim Reeperbahnfestival in Hamburg (16.-19. September) sehen. Live lohnt es sich, wie ihr unserem Rückblick auf das ESNS 2020 entnehmen könnt.

Seht hier das neue Video der Band zu „Young Again“:

Bright Eyes melden sich mit „Persona Non Grata“ zurück und kündigen neues Album für 2020 an

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Bright Eyes // © Shawn Brackbill

Neun Jahre ist es her, dass uns die US-amerikanische Indie-Folk Band mit Musik verwöhnt hat. Bereits im Januar brachte das Trio die Gerüchteküche mit kryptischen Bildern auf Instagram zum Brodeln. Nun erscheint mit „Persona Non Grata“ ihr erster Song seit dem Album „The People‘s Key“ (2011).

2020 ist für Bright Eyes ein besonderes Jahr. „Fevers and Mirros“ jährt sich zum 20. Mal, „I‘m Wide Awake, It‘s Morning“ und „Digital Ash In a Digital Urn“ zum 15. Mal. Grund genug, sich mit neuer Musik zurückzumelden. Es ist das erste Lebenszeichen der Band seit fast einer Dekade. Still war es um die Mitglieder zuletzt allerdings nicht. Der Kopf der Band, Conor Oberst, steckte seine Energie beispielsweise in Soloprojekte oder in ein Duett mit dem Indie-Darling Phoebe Bridgers für die Kollaboration Better Oblivion Community Center.

Nun sind Conor Oberst, Mike Mogis und Nathaniel Walcott wieder vereint. Als Band, die in der Vergangenheit über den Glauben, die Liebe, die eigene Identität oder auch über Widersprüche des Lebens sang. „Persona Non Grata“ knüpft genau da an. In altbekannter, melancholischer Bright Eyes-Manier schafft das Trio eine intime Atmosphäre, die an die frühen Werke der Band erinnert. Es gibt aber auch Neues: Erstmals sind im Bright Eyes-Kosmos Dudelsäcke zu hören. Es sei ihnen schwer gefallen, die erste Single auszuwählen, da die Tracks auf dem neuen Album (kommt noch 2020!) recht unterschiedlich werden.

Im Bezug auf die aktuelle Lage schreibt die Band: „Just wanted to send our love and solidarity to everyone out there feeling alone, frightened and isolated. You are not alone. We are all in this together. We, like so many others, had many plans for 2020“. Denn: Im August (wenn nicht noch eine Absage wegen des Coronavirus, wie bei den aktuellen Japan-Daten der Band, folgt) spielen Bright Eyes u.a. auch im deutschsprachigen Raum: Hamburg, Berlin, Köln, München, Wien und Zürich. Bis dahin erfreuen wir uns aber an der neuen Single.

Hört hier die neue Single „Persona Non Grata“: