Start Blog Seite 107

The Postie stellt vor: Futuristischer Elektro-Pop mit MIBLU aus Österreich

0
MIBLU // © Robin Weigelt.

Der Future-Pop der Österreicherin MIBLU schwingt leichtfüßig zwischen ruhig-anmutigen Neo-R’n’B-Nummern, organisch tänzelnden Elektro-Pop-Songs und experimentellen Beatwundern hin und her. Mit „Too Close“ veröffentlicht MIBLU ihre Debüt-EP.

Eine genreübergreifende Spielwiese zwischen Fiktion und Realität, die hat sich die Künstlerin Miriam Orth-Blau mit ihrem Projekt MIBLU geschaffen. Die ersten beiden Singles „Shooting Stars“ und „Still Me“ haben sich in Aufbau und Beatgewaltigkeit noch stärker nach Dancefloor und Party gesehnt, als die neuen Songs der Österreicherin. Auf ihrer Debüt-EP „Too Close“ haben Experiment und Genremischung nun genug Raum, um jeden einzelnen Song eine eigene Facette entfalten zu lassen. Besonders eindrucksvoll klingen die Songs dann, wenn sich die verspielten bis industriell-stählernen Beats mit MIBLUs starker, souliger Stimme verbinden.

Obwohl MIBLU mit „Too Close“ ihre Debüt-EP herausbringt, hat Miriam Ort-Blau bereits einiges an Musikerfahrung gesammelt. Längere Zeit hat sie bei einer Wiener Funk/Soul-Jazzband Gesang und Songtexte beigesteuert. Zusätzlich ist sie übrigens auch noch als Schmuckdesignerin tätig. Wir finden, dass sie im Popmusik machen ganz schön richtig ist und sind von der Future-R’n’B-Richtung, die MIBLU solo eingeschlagen hat mehr als überzeugt.

Das Video zur Single „DUCHESS“ seht ihr hier:

Hier könnt ihr „Too Close“ streamen:

Gewinne 1 x 2 Karten für das Konzert von slowthai in Berlin

0
Slowthai // Presse
Slowthai // Presse

slowthai gilt als einer der heißesten Newcomer der UK Rap-Szene. Dieses Frühjahr geht er auf ‚Brexit Bandit‘ Tour durch Europa. Wir verlosen Karten für sein Konzert in Berlin.

Streng genommen macht slowthai zwar HipHop, in seinen Texten und seinem Aufreten schwingt aber eine ordentliche Punk-Attitüde mit. Aufgewachsen ist der 23-jährige Rapper in der Working Class Northamptons und weiß deshalb genau wie es sich in prekären Lebenssituationen in Großbrittanien lebt. In seinen Texten setzt er sich unter anderem mit Stereotypen, Rassismus und Klassismus auseinander.

Sein Debütalbum wird ‚Nothing Great About Britain‘ heißen und ansonsten lässt er die britische Regierung auch nicht unkritisiert. Der Name seiner Tour wurde geboren, als slowthai seine Fans auf Instagram dazu aufrief, unter Theresa Mays Bilder deren Stadt und #brexitbandit zu kommentieren. Jetzt tourt slowthai im Frühjahr durch Europa und legt einen Stopp in Deutschland in Berlin ein.

Ihr wollt slowthai live sehen?

The Postie verlost einmal zwei Gästelistenplätze für slowthais Konzert am 21.03. im Prince Charles in Berlin. Um am Gewinnspiel teilzunehmen, müsst ihr unseren Facebook-Post und unsere Facebook-Seite liken und eure Begleitung in der Kommentarspalte verlinken. Einsendeschluss ist der 18.03. um 20 Uhr. Die allgemeinen Teilnahmebedingungen könnt ihr hier nachlesen.

slowthais aktuelles Video könnt ihr hier sehen:

Von Wegen Lisbeth kündigen ein neues Album namens „sweetlilly93@hotmail.com“ an und stellen „Lieferandomann“ vor

0
Von Wegen Lisbeth // © Nils Lucas
Von Wegen Lisbeth // © Nils Lucas

Wortspiele gehören zum Repertoire von Von Wegen Lisbeth wie Pizza Hawaii zur Lieferdienst-Menükarte. Am 3. Mai erscheint das neue Album namens „sweetlilly93@hotmail.com“.

Erinnert ihr euch noch an eure erste Mail-Adresse? Oft sind sie genau so prägend wie das erste Tattoo oder der erste Kater nach dem ersten Rausch. Alles spricht für einen Anfang und doch ist „sweetlilly93@hotmail.com“ der Titel der zweiten Albums von Von Wegen Lisbeth. Die Namensgeber veröffentlichen drei Jahre nach ihrem Debüt „Grande“ eine neue Platte, die sich mit den kleinen Dingen im Leben beschäftigt. 

Liefermandomann – ein Liebesbrief an bunte Food-Engel

Sei es der Krempel vom Flohmarkt oder die Pizza vom „Lieferandomann“ – nichts lassen Von Wegen Lisbeth in humoristischer Manier unkommentiert. Und so kommt es nicht von ungefähr, dass die erste Singleauskopplung der Berliner Indie-Pop-Band ein feiner Liebesbrief an die bunten Food-Engel ist. Sie beschreiben ihn als „Der schönste Mann im ganzen Nahverkehr“ und bestellen sich lieber ein leckeres Tiramisu als ein Toast, der halb Schuhsohle halb Chemie-Labor ist. 

Im Mai spielen Von Wegen Lisbeth zwei bereits ausverkaufte Album-Release-Shows in der Berliner Columbiahalle. Im Herbst folgt die „Britz-California“-Tour, bei der die beiden Konzerten in der Großen Freiheit 36 in Hamburg, so schnell ausverkauft waren, dass gleich noch ein dritter Abend dazugebucht wurde. Das neue Album „sweetlilly93@hotmail.com“ erscheint am 03. Mai. 

Das Video zur neuen Single „Lieferandomann“ von Von Wegen Lisbeth gibt es hier: 

„Es braucht langsam eine Wiedergeburt im neuen Antlitz“ – the indian queen im Interview

0
the indian queen // © Ciro Kavouras
the indian queen // © Ciro Kavouras

ABUNEZA und NAZ LEZAR formen zusammen das Duo the indian queen. Mit  „Perfumed Isolation“ haben sie nun ihre neue EP veröffentlicht – in einer Zeit in der Rock eigentlich für tot erklärt wurde.

Es ist die ewige Frage: ist Rock und Gitarrenmusik nun tot oder doch nicht? Acts wie the indian queen aus Berlin haben sich immer wieder mit dieser Frage zu beschäftigen. Ihre Debüt-EP „Perfumed Isolation“ zeigt, dass es noch pulsierende Herzschläge geben muss. Es treffen raue Riffs auf zerkratzte Vocals. Die Lust auf Rangeln fließt rötlich durch die Venen und man könnte es fast Grunge nennen. Wir haben den beiden Jungs Fragen zu ihrer neuen EP, zu dem Writing-Prozess mit Kristian Kühl und zur Position von Gitarrenmusik im Mainstream gestellt.

Am 08. März erscheint eure EP namens „Perfumed Isolation“, welches ihr selbst als Panini-Album der schlechten Laune bezeichnet? Was sind die Ursprünge dieser schlechte Laune?

Die Zeit in der die Songs und Texte entstanden sind, war ein reinstes Chaos das uns teilweise bis an den Rand der Tragfähigkeit getrieben hat. Trennungen, Schubsereien und Suizidversuche im Freundeskreis haben sich in einem zu einem riesen Tumor angestaut.

Wenn ihr eine Scheissaktion auf dieser Welt in den letzten fünf Jahren hättet verhindern können; welche fällt euch da als erstes ein?

Alles was passiert macht uns zu dem was wir sind.

Ihr habt mit dem Produzenten Kristian Kühl (Leoniden, Trümmer) zusammengearbeitet. Wie kam es dazu und wie muss man sich das Studioleben vorstellen?

Wir sind mit den Leoniden befreundet und nehmen uns hin und wieder die Zeit bei ihnen im Raum in Kiel zu proben um Songs zu schreiben, fernab unserer Freunde und Beziehungen. So haben wir Kristian kennengelernt, einen wirklich herausragenden Musiker und versierten Produzenten – s/c an dieser Stelle! Die Arbeit mit ihm war wirklich top und hat uns diese Platte beschert, mit der wir jetzt so happy sind.

the indian queen besteht aus nur zwei Mitgliedern. Warum und schränkt es euch ein?

Es schränkt in gewissen Phasen des Songwritings ein, aber genau darin besteht der Kick. Ein Bass kann durch seine Kraft einen Song abrunden und einiges kaschieren. Wir lieben die Herausforderung zu zweit Musik zu machen.

Welches Gefühl wollt ihr dem Hörer mit eurer Musik geben?

Liebe.

Als Gitarrenband hat man es heutzutage nicht sicher nicht immer einfach. Was hat euch dennoch angetrieben eine Band zu gründen?

Viele Freunde produzieren Beats, sitzen zuhause und basteln wochenlang herum. Ich bin eher der „Macher“ – Gitarre in die Hand und los geht’s. Ich habe im Kindesalter angefangen Saiteninstrumenten zu spielen, ich bin einfach der Typ dafür. (ABUNEZA)

Wir treffen uns zwei, drei mal die Woche in unserem Raum, hängen ab, spielen und genießen es einfach zu sein – oft kommen Leute rum um mit uns zu viben.

Ist Rock tatsächlich für euch „tot“?

Gefühlt ist Rock im klassischen Sinne weitestgehend tot und das ist auch gut so. Die Vibes aus der Entstehungsphase sind auch kaum noch zu spüren, aber das ist auch Ok – es braucht langsam eine Wiedergeburt im neuen Antlitz.

Wie seht ihr die Rolle der Gitarrenmusik in Deutschland an? Denkt man bei Studioaufnahmen über „mainstreamigeren“ Sound in Zuge dessen nach?

Klar, es macht ein auch stellenweise verrückt und man verliert hin und wieder die Orientierung im Kopf aber ganz ehrlich, that’s Life.

Die neue EP „Perfumed Isolation“ von the indian qeen gibt’s hier:

 
Foto: Ciro Kavouras
Design: Yannick Philippe

Diese 10 weiblichen Newcomer solltest du auf dem Schirm haben

0

Dass es noch immer Festivals gibt, deren Line-Up gefühlt zu 85% aus männlicher Beteiligung gibt, ist längst indiskutabel. Dabei herrschen Frauen längst über die Newcomerlisten und daher stellen wir am Weltfrauentag zehn spannende weibliche Acts vor.

Tkay Maidza

Eigentlich wollte Takudzwa Victoria Rosa Maidza aka Tkay Maidza ja immer Architektin werden. Nachdem sie zwei Klassen in der Schule übersprang und mit 17 anfing Architektur zu studieren, lockerte sie ihren Plan aber noch einmal auf. Und damit war sie sehr erfolgreich – Noch im selben Jahr erschien die erste Single der australisch-simbabwischen Rapperin und Singer-Songwriterin.

Amilli

Dass Amilli nach 2018 bereits einen ersten Award in der Hand hält, hätten selbst wir kaum vermutet, als sie im Juni erstmals auf unserem Radar erschienen ist. Ihre Musik ist eine Mischung aus minimalistischem Pop und RnB, lässt sich räumlich nicht zuordnen und könnte aus New York, London, Amsterdam oder eben aus Bochum herkommen.

Alli Neumann

Alli Neumann bringt Coolness  in die noch immer zu allglatte deutsche Poplandschaft. Dabei ist die junge Musikerin auch eine wahre Inspiration und rechnet nicht nur in ihren Songs mit der Gegenwart ab, sondern spricht sie über Feminismus, Politik und nachhaltige Themen. Ihren freshen alternativen Pop bringt sie dabei so lässig rüber, dass man geradezu ins Staunen gerät. Ihre Debüt-EP „Hohes Fieber“ ist im vergangen Herbst erschienen. Daneben ist die quirlige Musikern übrigens auch Schauspielerin und war zuletzt in dem Spielfilm „Wach“ zu sehen.

Band-Recycling ohne Frauen – Von problematischen Festival-Line-Ups

Mia Morgan

„Ich komm nicht mit auf deinen Rave Boy, ich laufe kopflos durch die Nacht mit meinem Waveboy und einem Weißwein in der Hand“. Wahrscheinlich niemand schafft es dieses Jahr uns so in unsere Teenage Fantasien zurückzukatapultieren wie Newcomerin Mia Morgan. Die Kunststudentin aus Kassel hat mit Waveboy ihre erste Demo veröffentlicht und zählt unter anderem Drangsal, Search Yiu und Casper zu ihren Fans. Während wir sehnsüchtig auf weitere Songs warten, hören wir schonmal unsere alte The Smiths Plattensammlung durch und laufen mit Zuckerwatte über den nächsten Stadtrummel.

Serine Karthage

„This is going to blow up and this comment is going to get hundreds of likes“, meint zumindest der Youtube-Account von Dogukan. Wir kennen die Person zwar nicht, können aber zu 100% zustimmen. 2019 wird das Jahr der Rapperin aus London. 

Flohio

Funmi Ohiosumah ist in der Musikszene eher bekannt als Flohio. Geboren wurde die 25-Jährige in Nigeria, aufgewachsen ist sie jedoch in Bermondsey, einem Viertel im Süden Londons. Seit einigen Monaten mischt sie mit ihrem wütenden Grime nicht nur die Männerdomäne auf, sondern auch die großen Mags und die Londoner Fashion Week. 

WWWater

Social Media als Barometer für unser Selbstwertgefühl – Wwwaters Song „Screen“ kommt als punkiger Staccato daher, der uns unsere Screensucht im Alltag aufzeigt. Wwwaters selbst ist dabei ein Nebenprojekt der belgischen Künstlerin Charlotte Adigéry. Wer jetzt übrigens denkt ihr Sound klingt durchgehend nach dem Riot in „Screen“, liegt falsch. Wwwater mischt alternativen RnB, Minimal Beats und Punk-Elemente in ihren Pop-Sound. Dabei wechselt ihre Stimme auch mal von engelsgleich zu Riot-Grrrl.

Vendredi Sur Mer 

Chanson war in den 80ern nicht unbedingt das Genre in denen sich die Frauen als eigenständige Künstler frei entfalten konnten. Umso schöner ist es also, dass die Schweizerin Vendredi Sur Mer das Genre im Jahr 2019 in ein besseres Licht rückt. 

Weitere starke Acts mit weiblicher Beteiligung aus dem französischen Raum findet ihr hier

Gurr

Gilt man noch als Newcomer, wenn man auf dem Melt Festival auf der gleichen Bühne wie die Gallaghers stand? Wir wissen es nicht, wollen Gurr dieser Liste aber einfach nicht vorenthalten. Außerdem haben sie mit dem Video zu „Zu Spät“ gerade das vielleicht beste Musikvideo des Jahres veröffentlicht. Und ja, das ist Bela B im Thumbnail. 

SHYGIRL

Falls ihr auf Musik von SOPHIE, Grimes und Die Antwoord steht, könnte der zum Teil abgefuckte Sound von SHYGIRL genau das Richtige für euch sein. 

 
Foto Alli Neumann (oben links): Clara Nebeling
Foto Mia Morgan (unten links): Max Sand
Foto Amilli (oben rechts): Presse
Foto Flohio (unten rechts): Stefon Grant
Design: Yannick Philippe

Vampire Weekend stellen ihr Album „Father of the Bride“ und zwei neue Songs vor

0
Ezra Koenig und Steve Lacy // © Michael O’Neal

Im Januar veröffentlichte die Band die ersten zwei Tracks ihres neuen Albums. Mit „Sunflower“ und „Big Blue“ erscheinen nun weitere Eindrücke aus dem neuen Album „Father of the Bride“.

Vampire Weekend brachten im Januar „Harmony Hall“ und „2021“ heraus; die ersten zwei Vorboten eines neuen Albums. Dieses wurde nun schließlich auch offiziell angekündigt. Es trägt den Namen „Father of the Bride“, umfasst 18 Titel und erscheint am 03. Mai via Columbia Records. Im Rahmen der Albumankündigung veröffentlichen die New Yorker mit „Sunflower“ und „Big Blue“ nun zwei weitere Singles. Ganz nach ihrem Versprechen, noch vor Albumrelease vier Songs herauszubringen.

Auf „Sunflower“ wurde Frontmann Ezra Koenig von Steve Lacey unterstützt, Mitglied der Neo-Soul Band The Internet. Ein Musikvideo zu dem Song, bei welchem Jonah Hill Regie geführt haben soll, erscheine in Kürze. Sowohl „Sunflower“, als auch „Big Blue“ wurden von Langzeitkollaborateur Ariel Rechtsheid und Ezra Koenig selbst produziert. Zudem steuerte DJ Dahi die Koproduktion zu „Big Blue“ bei.

„Father of the Bride“ ist das mittlerweile vierte Studioalbum der Band. Es bildet den Nachfolger zu „Modern Vampires in the City“, welches 2013, sprich vor sechs Jahren erschien.

Hört hier die beiden neuen Songs „Sunflower“ und „Big Blue“:

Heimer & KUOKO tauchen mit „VR Crush“ in virtuelle Realitäten ab

0
Still aus:
Still aus: "Heimer feat. KUOKO - VR Crush"

„VR Crush“ ist der erste Song, den der deutsche Produzent Heimer seit zwei Jahren veröffentlicht hat. Es dürfte nicht der letzte sein. 

Mit der Genrebezeichnung „Intelligent Dance Music“ hat Heimer im Jahr 2016 sein Album „Teilzeit Swag“ veröffentlicht. Mittlerweile hat sich die musikalische Welt viel verändert: Songs müssen Playlistentauglich sein um im Pop-Game bestehen zu können, Design wird immer wichtiger und das Gespür für Trends wird immer zentraler. Gut, dass Heimer dies alles vereinbart, wie seine neue Single „VR Crush“ featuring KUOKO beweist. 

Der experimentelle Electro-Künstler widmet sich mit „VR Crush“ der Kunst der Eingängigkeit und veröffentlicht einen Song auf den selbst große Produzenten wie Diplo neidisch heraufschauen würden. Durch die spielerischen Vocals von KUOKO taucht der Zuhörer ab in einer virtuelle Realität voller Ballons und Zuckerwatte. Einflüsse wie MØ oder K-Pop leiten den Song in eine Welt ohne Restriktionen. Die Gesetze der Schwerkraft scheinen ausgehebelt. Virtual Reality heißt in dem Fall Entfliehen vor der Stagnation. 

Im dazugehörigen Video zu „VR Crush“ integriert Heimer KUOKO in ein Smartphone Device. Mit der VR-Brille auf dem Kopf tanzt sich die Musikerin smart durch die digitale Welt und ist umgeben von einer Pinkness, die kaum zu bändigen scheint. „VR Crush“ von Heimer und KUOKO kann ab sofort gestreamt werden. 

Das Video zu „VR Crush“ von Heimer feat. KUOKO クオコ gibt’s hier:

The National kündigen neues Album „I Am Easy To Find“ an

0
The National und Mike Mills // © Graham MacIndoe

Mit „I Am Easy To Find“ werden die New Yorker Indie-Rock Urgesteine nicht nur ein neues Album, sondern auch einen dazugehörigen Kurzfilm veröffentlichen. Der Opener „You Had Your Soul With You“ liefert einen ersten Vorgeschmack.

Nach nicht einmal zwei Jahren melden sich The National überraschend mit einem neuen Album zurück. „I Am Easy To Find“, das mittlerweile achte Album der Band, erscheint am 17. Mai über 4AD. Passend zum 16-Track starken Album hat die Band in Kooperation mit dem renommierten Regisseur Mike Mills einen gleichnamigen Kurzfilm produziert, in welchem unter Anderem Oscarpreisträgerin Alicia Vikander zu sehen sein wird. Album und Kurzfilm sollen sich dabei sowohl ergänzen, als auch als einzelne Entitäten zu betrachten sein. Thematisch setzen sie sich mit der existenziellen Frage auseinander, was es bedeutet, im Jahre 2019 Mensch zu sein.

Insgesamt stellt sich das Projekt vielmehr als eine Art Kollaboration mehrerer Künstler*innen dar. So wird die Band neben Regisseur Mike Mills von verschiedenen Sängerinnen unterstützt: Sharon Van Etten, Lisa Hannigan und Mina Tindle, um nur einige zu nennen. Hierdurch habe sich der Fokus vom traditionellen Frontmann, hin zu den vielseitigen Kooperationen verschoben. Bezogen auf die entstandene Diversität äußerte Berninger: „Yes, there are a lot of women singing on this, but it wasn’t because, ‘Oh, let’s have more women’s voices. It was more, ‘Let’s have more of a fabric of people’s identities.’ It would have been better to have had other male singers, but my ego wouldn’t let that happen.”

Als ersten Vorboten präsentieren The National den Song „You Had Your Soul With You“, welcher den Auftakt des Albums darstellt. Dieser beginnt in typischer The National Manier, um nach der Hälfte der Spielzeit seine volle Blüte zu entfalten. Streicher setzen ein und eine ungewohnte Stimme übernimmt die Aufmerksamkeit. Diese stammt von keiner Geringeren als Gail Ann Dorsey, langjährige Wegbegleiterin von David Bowie. Die Band wird ihr Album in diesem Jahr live vorstellen.

Tourdaten:

15.07. Jahrhunderthalle, Frankfurt
16.07. Stadtpark, Hamburg
26.11. Columbiahalle, Berlin
27.11. Columbiahalle, Berlin
01.12. RuhrCongress, Bochum
02.12. Palladium, Köln
04.12. Zenith, München
05.12. Porsche Arena, Stuttgart

Hört hier „You Had Your Soul With You“, den ersten Auszug des Albums:

Bohemian Slackerboy – Mac DeMarco veröffentlicht „Nobody“

0
Still aus
Still aus "Mac DeMarco - Nobody"

Mit „Nobody“ zeigt Mac DeMarco, dass das Zurückgenommene in der Musik Berechtigung haben darf. Doch was hat das mit B-Promis zu tun?

Ist das Slackertum das Mac DeMarco ständig angehängt wird vielleicht das neue Bohème? Der Kanadier beweist mit seiner Single, dass er selbst mit der einem fast schon absoluten Minimalismus dennoch einen eigenen, musikalischen Vibe mit Strahlkraft erzeugt. In „Nobody“ geht Mac DeMarco den konsequenten Weg der Entschlackung seiner Musik weiter. Ein paar vor sich hin plätschernde Drums treffen im Kornfeld auf gezupfte Gitarren und begleitende Trompetenklänge. 

Inhaltlich setzt sich DeMarco in die Ecke und schaut fast schon mit Mitgefühl auf die Z-Prominenz dieser Welt. „For the creature on television/There’s no turning back to nobody“, singt er mit Selbstbewusstsein. Der Musiker weiß, dass er selber längst kein Nobody mehr ist. Und genau diese gewonnene Gewissheit zieht Parallelen zur bohèmen Lebenseinstellung mit sich. Wie die Feingeister von damals grenzt auch Mac DeMarco sich mit seinem Sound normativ vom großen Rest der Gesellschaft ab. In einer immer schneller werdenden Welt tritt er auf die Bremse, entschlackt das Leben und gibt die Lebensform in seiner Musik wider. 

Mac DeMarco als Kreatur unserer Gesellschaft

Das dazugehörige Video zu „Nobody“ zeigt Mac DeMarco als ungeheure Kreatur. Dekadent mit blutunterlaufenen Augen und Echsenmensch-artigem Aussehen pafft er genüsslich seine Zigarre. Der American Dream wird symbolisiert durch einen dunkelgrünen Bademantel und dem charakteristischen Cowboy-Hut. 

„Nobody“ ist der erste Song aus dem Album „Here Comes The Cowboy“. welches am 10. Mai erscheint. Sein mittlerweile viertes Studioalbum erscheint via Caroline International und ist der Nachfolger von „This Old Dog’s“.

Das Video zu „Nobody“ von Mac DeMarco gibt es hier: