Der Berliner Rapper ist trotz beendeter Karriere mit einem neuen Song zurück. „Pass auf wen du liebst“ kann ab sofort gestreamt werden.
Eigentlich sollte am 3. November 2018 Schluss sein. An dem Tag verabschiedete sich Ufo361 nämlich live in der Columbiahalle in Berlin von seinen Fans. Zuvor hatte der Berliner Rapper bereits einen sechsseitigen Abschiedsbrief verfasst. So richtig glauben, wollte man den Move jedoch damals schon nicht und so ist es nur so halb überraschend, dass Ufo361 nun einen neuen Song am Start hat.
Bereits letzte Woche kündigte er auf Instagram sein Comeback an und verriet außerdem, dass sein neues Album den Namen „WAVE“ tragen wird. Passend dazu gibt es die Single „Pass auf wen du liebst“ auf sämtlichen Streaming-Plattformen zu hören. Gegen die Logik des aktuellen Trends verzichtete Ufo361 für den Song jedoch auf ein Musikvideo und so müssen sich seine Youtube-Fans lediglich mit einem kurzen Teaser zufrieden geben.
Die Single „Pass auf wen du liebst“ wird getragen von der typischen Ufo361-Melancholie, die nun aber noch instrumentaler daherkommt. Es bleibt abzuwarten in welche Richtung sich der Rapper aus Berlin mit „WAVE“ hinentwickeln wird.
Die neue Single „Pass auf wen du liebst“ von Ufo361 gibt es hier:
Mit „90 Grad“ liefert Mine einen weiteren Einblick in ihr neues Album „Klebstoff“, das am 12. April erscheinen wird. Das Video zur Single zeigt abgefahrene Animationen von Mine, die als eine Art Cyborg erscheint.
Synästhesie wird als eine Art Begabung beschrieben, bei der zwei verschiedene Formen der Wahrnehmung miteinander verbunden sind. Synästhetiker*innen können durch diese besondere Ausprägung der Sinne zum Beispiel Worte oder Musik in Farben sehen. Nach dem Hören der Single „90 Grad“ könnte man fast meinen, Sängerin Mine darf auch diese Fähigkeit ihr Eigen nennen. Im Song geht es um Eindrücke, die sich durch eine neue Sichtweise – oder in Mines Fall – durch eine neue Komposition verändern: „Mein Mund kann sehen, mein Auge fühlen, mit meiner Hand kann ich Töne berühren“.
Auch wenn Mine nicht direkt zur Gruppe der Synästhetiker*innen zählen sollte, ihr unvergleichliches Gespür für Arrangements und ihr kunstvoller Umgang mit Popmusik ist beeindruckend genug. Die Vorfreude auf ihr neues Album „Klebstoff“, von dem auch schon die erste, gleichnamige Auskopplung überzeugt hat, steigt also weiter an. Bis zur Veröffentlichung solltet ihr euch unbedingt noch das Video zur Single „90 Grad“ ansehen. Darin werden die verwandelten Sinneseindrücke nämlich in Form von futuristischen Animationen visualisiert.
Gelebte Lässigkeit – Tia Gostelow hat ihre Heimat Australien musikalisch um den Finger gewickelt. Im Mai kommt die junge Musikerin für fünf Termine nach Deutschland.
Man möge es kaum glauben, aber Tia Gostelow ist tatsächlich wegen Taylor Swift zur Musik gekommen. In einem Interview verriet die junge Australierin, dass bei ihr im Elternhaus eigentlich ausschließlich Country lief und ihr mit Taytay gezeigt wurde, dass auch junge Menschen Musik machen können. Mit gerade mal 16 Jahren nahm sie ihre erste Single „State Of Art“ auf.
Seitdem ist viel passiert im Leben von Tia Gostelow. Letztes Jahr erschien mit „Thick Skin“ ihr Debütalbum, das ihr nicht nur mehrere Millionen Klicks auf Spotify, sondern auch eine restlos ausverkaufte Tour bescherte. Ihr Sound ist aber auch verdammt ansteckend und in seiner Unbekümmertheit kaum zu übertreffen. Die Musikerin schreibt Songs über den Schmerz der Liebe und klingt dabei aber so als hätten The Growlers sie mit einem Motorbike vor dem langweiligen Country-Gig entführt und in die Wüste Nevadas verschleppt.
In diesem Portrait erfahrt ihr mehr über Tia Gostelow:
Im Frühjahr soll die Euphorie um die Musikerin auch in Europa ansteckend wirken und so verschlägt es Tia Gostelow im Mai für insgesamt fünf Termine nach Deutschland. Die Musikerin, die in Europa wohl noch zu unrecht als Newcomerin durchgewunken wird, wird vor allem Fans von Mitski, girl in red oder HAIM verzücken.
The Postie präsentiert Tia Gostelow auf Tour:
19.05. Offenbach, Hafen2
20.05. Berlin. Badehaus
21.05. Köln, Yuca
22.05. München, Feierwerk
23.05. Heidelberg, Karlstorbahnhof
„Strangers“ von Tia Gostelow kann sich hier angehört werden:
Mit „Waveboy“ sorgte Mia Morgan im vergangenen Jahr für Aufsehen in der deutschen Musiklandschaft. Heute veröffentlicht die Kasselerin ihre zweite Single „Es geht dir gut“. Wir trafen die Queen of Gruftpop in Berlin und sprachen mit ihr über neue Musik, Sexismus und psychische Gesundheit.
Im Mai letzten Jahres lud Mia Morgan das Musikvideo zu „Waveboy“ hoch, ihrem ersten offiziellen Song. Das künstlerische Multitalent und Instagram-Phänomen zog damit nicht nur die Aufmerksamkeit der Presse auf sich, sondern konnte auch gleichgesinnte Musiker*innern als Fans für sich gewinnen. Entsprechend wurde der Track im Podcast „Mit Verachtung“ von Casper und Drangsal, als auch im Kraftklub´schen Radioformat „Radio mit K“ geliebt und geteilt. Inzwischen hat die Musikerin weitere Songs in der Pipeline und einige Gigs hinter sich. So spielte sie soeben als Supportband für die Leoniden und wird auch bei einigen Drangsalshows als Voract zu sehen sein. Neben der Kunst spricht Mia auf Instagram über ihre Haltung als Feministin und macht keinen Hehl um ihre psychischen Probleme. Wir trafen uns in einem veganen Cáfe in Friedrichshain, um über diese Themen zu sprechen.
„Waveboy“ hat inzwischen fast 150.000 Plays auf Spotify. Wie hat sich dein Leben durch den Song verändert?
Also es ist ja eine Demo, mit dessen Qualität ich sehr unzufrieden war. Ich habe den Track damals bei mir zu Hause im Wohnzimmer aufgenommen. Das war ein Punkt, den viele Leute hervorgebracht haben und meinten: „Nimm den Song doch mal professionell auf“. Das wollte ich aber nicht, weil ich nicht die Mittel dazu hatte und nicht einfach mit Irgendjemandem ins Studio gehen wollte. Ich wollte den Song aber trotzdem rausbringen und habe dann auf Risiko gespielt.
Ich finde es krass, dass ein einziges Lied die Leute auf einer Ebene begeistert, die weit über „Das ist ein guter Song, den gönn ich mir gerne“ hinausgeht. Dass Leute zum Beispiel das T-Shirt kaufen und „Waveboy“ jetzt tatsächlich ein Begriff für einen Typ Mann ist. Auch, dass durch einen einzigen Song Hörer*innen Interesse an meiner Person haben, mir super liebe Nachrichten schreiben und mich darauf ansprechen, wann neue Musik kommt. Es hat sich also sehr viel verändert seitdem.
Inwieweit hat sich die Bedeutung des Tracks seit Release für dich verändert?
Ehrlich gesagt, fast ein bisschen zum Negativen, weil das der Song ist, bei dem ich mir live am meisten Stress mache. Die meisten Leute kennen natürlich nur diesen Song und deswegen liegt dann sehr viel Druck auf mir, wenn ich ihn live spiele. Ich will nicht sagen, dass er mich nervt, ich mag den Song und ich find ihn auch gut. Aber weil er eben von mir ist, ist er wie ein schwieriges Kind: „Ich hab es lieb, aber es ist auch anstrengend.“
Ich habe den Song eine ganze Weile vor Release geschrieben und ihn immer mit mir rumgetragen. Dann gab es einen Akustikabend in Kassel und da hab ich ihn live gespielt. Mehrere Leute haben mir danach geschrieben, sie hätten einen Ohrwurm. Das war der Punkt, wo ich dachte „Vielleicht ist es nicht nur mein süßer kleiner Song und vielleicht kann ich damit was machen.“ Dann hab ich ihn nochmal ein bisschen anders aufgenommen und gepostet.
Welche Stimmung transportiert der neue Song?
Schon eine andere als „Waveboy“, welcher tatsächlich unter dem Vorsatz entstanden ist, dass ich endlich mal einen positiven Lovesong schreiben wollte. Mit „Waveboy“ wollte ich ein Konstrukt von einem Mann schaffen, in den sich ein*e Hörer*in verliebt. Für das Video habe ich dann auch extra Jemanden genommen, der eben nicht klassisch maskulin ist, sondern so einen „süßen bi-sexual guy“, der mit dir auf den Jahrmarkt geht. Da wollte ich also wirklich gezielt ein gutes Gefühl vermitteln.
Der neue Song ist sehr melancholisch, aber auch so ein bisschen abgespeist. Er ist viel persönlicher und vermittelt den Leuten wahrscheinlich nicht so ein happy-summer-feeling, wie „Waveboy“. Trotzdem ist es eine up-tempo Nummer, sodass man mitgehen kann.
„Es geht dir gut“ wurde zusammen mit Max Rieger von Die Nerven aufgenommen und stellt dein erstes, professionell produziertes Release dar. Was hat sich im Vergleich zu deinem DIY Ansatz von vorher verändert?
Ich bin froh, dass ich zusammen mit Max Rieger arbeite, weil ich ihn als guten Freund ansehe und ich mir gewünscht habe, das mit ihm zu machen. Sein Studio ist auch nicht dieses super Bedrohliche, mit Glaswand und Booth. Wir setzen uns hin, trinken Tee und ich zeige ihm meine Demos. Er verwandelt sie dann in richtige Songs. Den DIY Ansatz habe ich aber auch nicht ganz aufgegeben, weil ich den Anspruch an mich habe, einen Song vorab soweit zu konstruieren, dass man eine genaue Vorstellung von ihm hat.
Du wohnst in Kassel. Welchen Einfluss hat dein Wohnort auf deine Musik?
Ich habe tatsächlich gerade einen Song im Geburtskanal, der sich mit dem Thema beschäftigt, dass Kassel für mich lange die Konsequenz meiner psychischen Krankheiten war. Ich hatte schon mehrmals vor, nach Berlin zu ziehen und kurz bevor ich meinen Freund kennengelernt hatte, schon so gut wie alle Zelte in Kassel abgebrochen. Dann habe ich aber gecheckt, dass ich da mental nicht zu bereit war und Berlin mich schlucken würde. Kassel war für mich als Teenager immer scheiße, aber in den letzten Jahren habe ich es zu schätzen gelernt, dort zu leben. Entweder man ergibt sich dieser dort vorherrschenden Tristesse, oder man lässt sich davon inspirieren und antreiben.
Kannst du uns schon verraten, worauf wir uns dieses Jahr musikalisch noch freuen können?
Etwas konkretes dazu zu sagen, ist schwierig. Aber ich kann sagen, worauf ich Bock habe: Weitere Single- und Videoreleases, eventuell auch ein Plattenrelease. Zu „Es geht dir gut“ kommt in der nächsten Zeit auch ein Video. Dann die Drangsal Support-Tour und im Sommer ein paar Festivals.
Die Themen Gleichberechtigung und Sexismus in der Musikbranche sind aktueller denn je. Auch bei uns in Deutschland gibt es weiterhin Festival Line-Ups, die zum größten Teil männliche Künstler buchen. Was glaubst du ist der Grund dafür und wie kann man dagegen vorgehen?
Ich denke, es gibt zwei verschiedene Gründe. Einmal glaube ich, dass rein demographisch betrachtet männliche Bands, die Indie Rock machen, hauptsächlich heterosexuelle weibliche Fans haben. Für solche Bands ist es leichter, mit mittelklassiger Musik durchzukommen, weil sie noch einmal auf einer anderen Ebene diese Gruppierungen ansprechen. Ich habe das zum Beispiel durch One Direction so erlebt. Die Musik war eigentlich nebensächlich, aber ich war in diesem Kult gefangen. Selbst heute noch bekommen junge Mädchen patriarchalische Strukturen vermittelt. Ich glaube eigentlich sehnen sie sich nach weiblichen Vorbildern, scheinen aber in vielerlei Hinsicht nicht das Gefühl zu haben, dass es okay ist, denselben Kult um diese zu bauen.
Zweitens haben wir es einfach viel zu lange als eine Selbstverständlichkeit hingenommen, dass alles eine Männerdomäne ist, was nicht gerade im sozialen Bereich passiert. Musik hat viel mit Personenkult zu tun und diese sind bisher viel häufiger um Männer herum entstanden, als um Frauen. Natürlich gibt es auch einige Frauen im Pop-Biz, um die ein großer Kult herrscht. Das sind aber häufig Künstlerinnen, die sich, zumindestens früher, in ein bestimmtes Frauenbild gefügt haben. Wenn es also eine heiße Braut ist, die in sexy Outfits auf der Bühne performt, dann funktioniert es. Für eine Künstlerin, die in Schlabberklamotten auf der Bühne steht, aber eigentlich gute Musik macht, können sich die Leute nicht so leicht begeistern. Ich würde mir wünschen, dass mehr Leute zuhören, wenn Frauen den Mut haben, das so zu machen. Insgesamt sehe ich jedoch langsam auch eine positive Entwicklung, zum Beispiel an Hand von Billie Eilish.
Das Primavera Festival in Barcelona wirbt dieses Jahr aktiv mit einem Line-Up, welches zu >50% aus weiblichen und queeren Artists besteht. Wie stehst du dazu, dass diese Diversität als Marketingstrategie benutzt wird?
Das ist genauso wie mit Feminist-Print-Shirts von Fast-Fashion Ketten. Ich ordne mich selbst in den Liberalfeminismus ein, aber auch dieser sollte Grenzen haben. Zum Beispiel einiges von dem, was uns eingeredet wird hinsichtlich Selbstbestimmung.
Vieles passiert tatsächlich im Unterbewusstsein. Ich merke auch bei mir, obwohl ich mich seit Jahren intensiv mit dem Thema auseinandersetze, dass ich einfach sehr viel Sexismus und Strukturen verinnerlicht habe, gegen die man aktiv kämpfen muss. Es ist nicht damit getan, dass man sagt „Mein roter Nagellack ist meine Waffe“ und ich laufe in der Feminismus Kluft herum, weil Girlpower und so. Das ist auf der einen Seite schön, auf der anderen Seite bringt es einen nicht wirklich weiter. Das ist keine Aufklärungsarbeit, sondern eher Mobilisierung von Kunden. Natürlich ist es mit diesem Booking ein besseres Festival als die anderen, aber das muss man sich nicht so auf die Fahnen schreiben.
In der letzten Zeit haben sich viele Künstlerinnen über ihre Erfahrungen mit Sexismus in der Musikbranche geäußert und dies auch in ihren Texten thematisiert. Inwieweit bist du persönlich damit in Berührung gekommen?
Ich muss sagen, dass ich in der Musikbranche bisher fast nur positive Erfahrungen gemacht habe. Ich hatte aber zum Beispiel ein Gespräch, wo eine Person, die mit mir arbeiten wollte, gefühlt 40 Mal gesagt hat: „Wir wollen eine starke Frau bei uns.“ Da habe ich mich gefragt, ob sie jetzt für die Statistik eine Frau, die auf der Bühne „Ficken“ sagt, haben wollen, oder eben mich als Künstlerin. Das ist mir dann irgendwann auf den Leim gegangen. Manchmal habe ich das Gefühl, dass Leute mich interessant finden, weil ich eine alternative, laute Frau bin, die feministisch engagiert ist. Einerseits ist es wahr, aber ich will nicht, dass nur das der Grund ist, warum die Leute mich feiern.
In den sozialen Medien redest offen über deine psychischen Probleme und tabuisierst diese gerade eben nicht. Inwiefern stellen sie Barrieren für dein Musikerdasein dar; inwiefern sind sie aber auch gleichzeitig ein Katalysator für deine Kreativität?
Bei mir ist es eine sehr mild ausgeprägte Form der emotionalen Instabilität, die einhergeht mit Depressionen, Essstörungen und eben sehr extremen Emotionen. Momentan habe ich es aber gut im Griff. Eine Barriere stellen sie für mich nur dar, wenn ich mich in sozialen Interaktionen befinde.
Was Musik schreiben anbelangt, war es für mich eigentlich immer nur eine Bereicherung. Ich wüsste gar nicht, worüber ich schreiben sollte, wären die Themen nicht inspiriert von persönlichen Erfahrungen, welche ich eben emotional sehr intensiv durchlebt habe. Gerade eine anstrengende ehemalige Beziehung hat mir viel Stoff für gute Texte gegeben. Das hat mir geholfen, damit besser umzugehen und auch eine gewisse „Macht“ darüber zurückzuerlangen.
In der nahen Vergangenheit gab es in diesem Zusammenhang einige tragische Ereignisse. Zuletzt wurde Keith Flint, Frontmann von The Prodigy, tot aufgefunden. Scheinbar war die Todesursache Suizid. Wie wichtig ist das Thema psychische Gesundheit in der Musikszene und was muss sich ändern?
Ich denke, dass die vermeintliche Erwartungshaltung des Publikums an Künstler*innen einfach zu hoch ist. Sobald man jemanden extrem gut findet, entmenschlicht man ihn/sie automatisch. Leute denken dann schnell, ein Mensch, der in der Öffentlichkeit steht, wäre Public Domain. Es verschwimmt und gibt keine Grenzen mehr zwischen öffentlicher und privater Person. Wenn sich diese Erwartungen, die man eventuell nicht einhalten kann, auf einen übertragen, würde auch der gesündeste Mensch der Welt anfangen, an sich zu zweifeln und traurig zu werden.
Es gibt natürlich auch viele weibliche Künstlerinnen, die dem anheim fallen. Meiner Meinung nach ist es aber eher ein Männerproblem. Diese trauen sich tendenziell eher nicht, öffentlich zu machen, dass es ihnen schlecht geht. Sie denken, dass sie stark sein und es alleine schaffen müssten. Wenn es zu viel wird, sind Männer statistisch gesehen eher dazu geneigt, Suizid zu begehen. Deswegen ist es auch so wichtig, dass wir für Gleichberechtigung sorgen, weil eben auch Männer davon profitieren. Ich finde, es macht einen Mann nicht weniger „männlich“, Emotionen zu zeigen. Im Gegenteil, ich finde es schön und wichtig, weil es eben menschlich ist.
Seht hier das Video zu „Es geht dir gut“ von Mia Morgan:
Bei Eden Samara treffen smoothe Harmonien auf stimmungsvolle elektronische Beats.
Aufgewachsen in den Bergen bei Nelson, British Columbia schlich sich Eden Samara schon früh aus der Idylle in die nächst größeren Städte, um dort die gegenwärtige Rave- und Dub-Step-Szene zu verfolgen. Ihren musikalischen Ursprung fand die Kanadierin durch das Schreiben von Folk-Songs sowie ihren Auftritten mit dem örtlichen Chor. Vom Folk trieb es die Musikerin jedoch relativ schnell zum Pop – hier lässt sie stimmig smoothe Harmonien mit stimmungsvollen elektronischen Beats verschmelzen.
Während eines Europa-Trip verfeinerte sich nicht nur der Sound der Künstlerin zunehmend, sondern ordneten sich die Songs auch einem Konzept unter. So sind ihre Songs einzelne Liebesbriefe an die chaotische Zeit der twenty-something. Getrieben von den Irrungen und Wirrungen der Generation Y, bis hin zu Zukunftsängsten der Millenials und den Herausforderungen der Digitalisierung verpackt Eden Samara die Ängste ihrer Generation in Wohlfühl-Pop mit catchy Melodien und eingängigem Underground-Elektro.
Die aktuelle Single „Days“ ist ein weiterer Vorbote auf die kommende EP:
Zuletzt stellte die junge Kanadierin mit der Single „Days“ ihr Gespür für feinen Indie-Electronica unter Beweis. In dem Track verschmilzt die soulige Stimme von Eden Samara perfekt mit den satten Synthie-Klängen und den elektronischen Beats zur einer opulenten Melodie. Auch die Debütsingle „High School“ zeichnete sich durch den eingängigen groovigen Electro-Pop der Kanadierin aus. Im Gegensatz zur aktuellen Single zerrt das Erstlingswerk den Hörer gar förmlich beim Anhören auf die Tanzfläche. Clap-Sounds sind nur ein Stilmittel, dessen sich Eden Samara in dem Track bedient und sich dabei musikalisch der House-Musik annähert. Mit ihren bisherigen Veröffentlichungen hat die Musikerin vor allem ihre Vielfältigkeit und musikalische Wandelbarkeit unter Beweis gestellt.
Die c/o pop komplementiert sein kostenloses Programm für die c/o Ehrenfeld. An dem Wochenende vom 4.- 5. Mai reihen sich zu den bisherigen Acts auch Mavi Phoenix, Neufundland und Amilli ein.
Kaum zwei Monate sind es noch bis zum Start der diesjährigen c/o pop und mit den Ankündigungen geht es jetzt Schlag auf Schlag. Nachdem die Veranstalter vor einem Monat mit der c/o Ehrenfeld zahlreiche Gratis-Konzerte für das Festival-Wochenende angekündigt haben, wird das Programm mit einer Reihe weiterer Bestätigungen nun komplementiert. Mit Mavi Phoenix hat die c/o pop dabei ein wahres Highlight abgeschossen. An der österreichischen Popmusikerin und ihrem unvergleichbaren Soundmix aus Hip-Hop, Pop, RnB, Elektro und Trap führt derzeit kein Weg vorbei. Jeder Song der Österreicherin ist ein Hit und die Show von Mavi Phoenix bei dem Festival hiermit eine absolute Empfehlung!
Angekündigt wurden daneben auch Neufundland, die bei der c/o Ehrenfeld ein Heimspiel haben. Zwar nicht aus Köln, dafür aber quasi um die Ecke kommt auch Amilli her. Die Bochumerin versprüht mit einer gewaltigen Portion Soul in ihrer Stimme und den einzigartigen Melodien RnB-Flair und hüllt ihr Publikum dabei in warme Beats.
Neufundland haben Heimspiel bei der c/o Ehrenfeld:
Hier findet ihr alle Neuzugänge:
Mavi Phoenix, Milliarden, ELI, Serious Klein, Kytes, BLVTH, NOVAA, Amilli, Neufundland, Adam Naas, Moli, HOPE, Luke Noa, Sofia Portanet, SPARKLING, DIANA Kollektiv, Die Kerzen, Prada Meinhoff, Juba, RIP Swirl , MALUGI, Matija, Stray Dogg, Die Cigaretten, LUEAM, TinTin, BODDY, Ivory Stone, Ami Warning, Tiger Tiger, Minipax, Deep Glaze, T.S. Steel und Cinemagraph.
Das bunte und zusammengewürfelte musikalische Programm der c/o Ehrenfeld steht damit, soll in den kommenden Wochen aber neben Konzerten noch auf bis zu 70 bis 80 Showcases wachsen. Neben den vielversprechenden Gratis-Shows gibt es aber auch ein verlockendes Hauptprogramm. Bisher angekündigt wurden neben Tocotronic, Dagobert, Hauska und Mina auch Scooter. Die limitierten Early-Bird-Tickets für die Konzertreihe sind schon ausverkauft, Einzeltickets für alle Shows sowie das bisher bestätigte Line-up findet ihr auf der offiziellen Homepage des Festivals. Das c/o pop findet vom 1. bis 5. Mai 2019 an verschiedenen Orten in Köln-Ehrenfeld statt.
Mavi Phoenix setzt mit ihrer Coolness das i-Tüpfelchen auf Ehrenfeld:
Pabst stehen für eine Gitarren-basierte, retro-verliebte Mischung aus Surf-Rock, Grunge und Post-Punk. Der Uptempo-Sound aus der klassischen Gitarre-Schlagzeug-Bass-Instrumentierung funktioniert live besonders gut. Im neuen Video zu „Shit“ nehmen uns Pabst mit zu einem ganz besonderen Auftritt.
Die letzte halbe Stunde vor einem Konzert ist stimmungstechnisch wohl eine der anstrengendsten Phasen für eine Band: Nervenzusammenbrüche und Angstattacken wechseln sich ab mit Vorfreude und Euphorie. Manchmal helfen Band-interne Rituale, um die steigende Nervosität zu beruhigen und die Aufregung und positive Energie konzentriert zu kanalisieren. Im neuen Musikvideo von Pabst filmt Regisseur Valentin Hansen die drei Musiker Erik Heise, Tore Knipping und Tilman Eggebrecht vor ihrem selbst bezeichneten „wichtigsten Auftritt“. Mit den Worten „Endlich mal ein richtiges Konzert.“ pushen sich die drei kurz bevor es auf die Bühne geht. Doch beim Auftritt selber fehlt ein entscheidendes Element: die Instrumente und naja, das Publikum.
Mit Luftschlagzeug, -gitarre und -bass heizen Pabst die drei Fans, die zum Konzert gekommen sind trotzdem ordentlich an. Sodass es sogar zu einem Ein-Mensch-Moshpit kommt. „Shits“ ist mit den vorantreibenden, effektreichen Gitarrenriffs und der psychedelisch verzerrten Stimme von Sänger Eric Heise auch ein ordentliches Brett, das genauso wie das ironische Musikvideo wahnsinnig viel Spaß macht.
Ende 2016 erschien mit „Stop Me (Stop you)“ der erste Song ohne das Pseudonym Chet Faker. Die neue Veröffentlichung „Sanity“ kommt jetzt aber auch mit einer Album- und großen Tourankündigung daher.
Kaum ein Künstler kann von sich behaupten, quasi zwei Debüt-Alben zu veröffentlichen. Als Chet Faker war dies die Veröffentlichung von „Built on glass“ im Jahre 2014. Vielleicht persönlicher und daher nun mit Klarname unter Nick Murphy erscheint am 26. April sein eigentlich zweites aber frei vom Pseudonym erstes Album „Run Fast Sleep Naked“. Die neuen Songs entstanden aus einer Zusammenarbeit mit 15 Musikern und mit einem kompletten Orchester. Man darf also auf einen spannenden Sound und eine fassettenreiche Klangwelt gespannt sein. Produziert wurde die Platte von Dave Harrington.
Als Vorbote dieser lang erwarteten Veröffentlichung erschien vor einiger Zeit der Song „Sanity“ mit dazugehörigem Video. Deutlich wird eine Verabschiedung von eher elektronischen Indikatoren und eine Entwicklung in eine poplastigere Richtung. Doch wer durch den Klarnamen jetzt eine einseitige Veränderung und musikalisch festgefahrene Genrezuordnung vermutet, wird sich wahrscheinlich irren.
Das Reisen durch die ganze Welt in den vergangenen Jahren zeigte dem Künstler, dass der Schlüssel in einer dauernden Neuperspektivierung auf Ereignisse liegt und eben jenen wechselnden Blick auf die Welt. So lässt sich folgende Aussage von Nick Murphy sicherlich auch auf seine Schaffensweise beziehen: “If you sit in one space for a long period of time, you get settled and stop experiencing the world in a new way. There’s a kind of power in leaping into the void without set structures and systems in place.” So folgt einer Sinnsuche stets eine Selbstfindung und der im Song „Sanity“ besungene Honig im Kopf weicht dann einer Klarheit. Die im Video umherfliegenden Gartenstühle erfordern demzufolge das Ziel, welches der Sänger selbst verfolgt: Auf den Boden der Tatsachen zurückzukommen.
Neben der Vorfreude über das im April erscheinende Album „Run Fast Sleep Naked“, darf sich jetzt auch über eine ausgiebige Tour von Nick Murphy gefreut werden. Über 40 Tourstopps auf drei Kontinente sind geplant. Tickets gibt es ab Freitag, den 15. März.
„Run Fast Sleep Naked – Live in Concert“ auch in Deutschland:
09. Oktober 2019 – München, Tonhalle
15. Oktober 2019 – Berlin, Tempodrom
18. Oktober 2019 – Frankfurt, Batschkapp
Nachdem im November vergangenen Jahres mit „FIN“ ihr Debütalbum erschien, gehen die drei Hamburger Jungs von LAFOTE nun wieder auf Tour. Am 21. März statten Jakob Groothoff, Malte Zimmermann und Stefan Kühl auch dem Ilses Erika in Leipzig einen Besuch ab. The Postie verlost 2 x 2 Karten für das Konzert.
Deutsche Musik unterliegt viel zu oft dem Deutschpoeten-Klischée, ist zu gefühlsduselig und scheitert an guten Texten. Bei LAFOTE ist das anders: Neben Interpreten wie Isolation Berlin, Die Nerven oder Karies poliert die Band aus Hamburg das Image deutscher Musik wieder auf. Mal laut und röhrend, dann wieder ruhig und filigran behandeln sie auf ihrem Debütalbum, das am 18. November unter dem Namen „FIN“ erschien, Schauplätze gesellschaftlicher Zerrissenheit.
Das erste Lebenszeichen gab es von Jakob Groothoff, Malte Zimmermann und Stefan Kühl allerdings schon viel früher. Schon 2014 war die Band gemeinsam mit Trümmer unterwegs, spielte in den darauffolgenden Jahren weitere Konzerte. Darüber hinaus steuerte das Dreiergespann 2017 mit „Wahr Ist Was Wahr Ist“ einen Song zur Tribute-Compilation der Sterne bei.
Warum man den Live-Auftritt von LAFOTE nicht verpassen sollte? Das Post-Punk-Trio singt auf „FIN“ nicht nur von glitschigem Spagetti-Eis, sondern lässt es sich auch nicht nehmen, im Video zu „Alles liegt in Scherben“ auf einem weißen Schimmel durch die piekfeine Hamburger Innenstadt zu reiten.
Begleitet werden LAFOTE auf ihrem Konzert von ihren deutschsprachigen Kollegen von Die Quittung. The Postie verlost 2 x 2 Gästelistenplätze für das Konzert am 21. März im Ilses Erika in Leipzig. Um am Gewinnspiel teilzunehmen, müsst ihr nur unseren Facebook-Post und unsere Facebook-Seite liken und eure Begleitung in der Kommentarspalte verlinken. Einsendeschluss ist der 18. März um 20 Uhr. Die allgemeinen Teilnahmebedingungen könnt ihr hier nachlesen.
Das Video zu „Alles liegt in Scherben“ könnt ihr euch hier ansehen: