Die Tränen über die im Februar angekündigte Festivalpause 2020 werden gekonnt durch eine weitere Bandwelle weggespült. Schließlich zeugt das Aufgebot für die 9. Auflage nochmal von guten Geschmack, denn als Headliner wird Faber bestätigt.
Noch als Geheimtipp spielte Faber im Parcours d’amour – 3 Jahre später ist er Headliner und wird sonntags mit seinem Gig die letzten Töne des Maifeld Derbys 2019 bestreiten, bevor es dann in die Pause geht. Ein guter Riecher also, was Bands anbelangt und ihre blühende Zukunft. Das Gespür für eine gute Zukunftsdeutung macht Hunger auf die Feierei, die uns dann erst 2021 mit der zehnten Auflage des Mannheimer Festivals bevorsteht.
Das gespannte Verfolgen von Bands in ihren Anfängen gibt es auch dieses Jahr: Dazu zählen Ider aus London, welche dieses Jahr endlich ihr Debütalbum veröffentlichen. Charlotte Brandi von Me & My Drummer ist jetzt solo unterwegs und ebenfalls mit einem Debütalbum im Gepäck ein Teil des Lineups. Ein Heimspiel hat die Mannheimer Band Spiral Drive. Aber auch alteingesessene Musiker finden sich in der Ankündigung: Madrugada feiern nicht nur ein Comeback, sondern den 20. Geburtstag ihres Albums „Indusrial Silence“. Bald folgt die Veröffentlichung der Timetable.
Nachfolgend die aktuelle Bandwelle zusammengefasst: Faber (CH), Madrugada (NO), Sleaford Mods (UK), Kate Tempest (UK), Jordan Rakei (UK), Ider (UK), The Mauskovic Dance Band (NL), Wyvern Lingo (IE), Charlotte Brandi (D), The green Apple sea (D), Anger (AT), Spiral Drive (D).
Die erste Bandwelle, die im Dezember mit beispielsweise The Streets und Tocotronic veröffentlicht wurde, könnt ihr hier nachlesen. Eine zweite Bandwelle mit Balthazar folgte dann im Februar mit der Erklärung zur Pause des Festivals. Für das komplette Festival gibt es noch ein paar Frühbuchertickets – Tagestickets für alle Tage sind ab jetzt verfügbar.
Mit „wish you were gay“ teilt Billie Eilish einen weiteren Ausschnitt aus ihrem Debütalbum, welches am Ende des Monats erscheint.
Am 29. März erscheint das Debütalbum „When We Fall Asleep, Where Do We Go“ der erst 17-jährigen Künstlerin Billie Eilish und man kann ohne übertreiben zu wollen, behaupten, dass es eines der meist erwartesten Platten des Jahres ist. Niemand hat momentan mehr Hype als die junge Musikerin. Songs wie „when the party’s over“ over „bury a friend“ sind wie gemacht für eine Generation, die sich durch Playlisten skippt. Ihr Sound ist catchy, haben großen Wiedererkennungswert und drücken oftmals Gefühle junger Menschen aus.
Ihr neuer Song „wish you were gay“ feierte bei Zane Lowe Premiere und erzählt die Geschichte einer unglücklichen Seele. Man will sich unbedingt geliebt fühlen von einer besonderen Person, die diese Gefühle jedoch nicht erwidert. Billie Eilish beschreibt den Inhalt wie folgt: „At least if they were gay, I’d have a valid reason for their rejection and lack of interest in being with me. I wrote the song when I was 14 and madly in love with a boy. It’s supposed to be a fun and playful way at dealing with rejection.“ „wish you were gay“ ist der zweite Song nach „bury a friend“, den die Musikerin aus ihrem bevorstehenden Album vorstellt. Das Album erscheint am 29. März via Polydor.
„wish you were gay“ von Billie Eilish könnt ihr euch hier anhören:
Nach dem großen Erfolg der aktuellen „Zores“-Tour geht es im März nächsten Jahres für Drangsal weiter durch die verschwitzten Clubs Deutschlands.
Drangsal gibt seinen Fans auch 2019 weiterhin Zuckerbrot und Peitsche. Nachdem seine aktuelle „Zores“-Tour fast gänzlich ausverkauft war, wurde diese kurzerhand verlängert. Im März nächsten Jahres bespielt Max Gruber mit seiner großartigen Band weitere sieben Städte in Deutschland. Neben Dresden, Stuttgart und Frankfurt geht es auch wieder in die Wahlheimat nach Berlin. Man darf also gespannt sein, ob der Kultsong der Pre- und Aftershow „Ihre Bestellung bitte“ bis dahin völlig aus dem Ruder geraten ist.
Mit seinem zweiten Studioalbum „Zores“ hat der Herxheimer eines der besten deutschsprachigen Alben des Jahres veröffentlicht und zählt daher nicht umsonst zu den momentan angesagtesten Acts des Landes. Spätestens mit dem Podcast „Mit Verachtung“, den er mit Casper für die Kollegen von Diffus gibt, konnte er auch seine Bekanntheit steigern. Es wäre auch zu schade, wenn nur ein paar wenige Musiknerds sich Perlen wie „Turmbau zu Babel“ oder „Und Du Vol II.“ zu Gemüte führen dürften. Nicht nur die Songs, sondern auch die Videos werden immer erwähnenswert in Szene gesetzt. Sei es mit prominenter Besetzung, wie beispielsweise Jenny Elvers, Max Richter oder Lars Eidinger, oder mit blutrünstigen und verruchten Bildthemen.
Ihr wollt Drangsal live sehen?
The Postie verlost jeweils 1×2 Gästelistenplätze für eines der Konzerte von Drangsal (Berlin ausgenommen). Um am Gewinnspiel teilzunehmen, müsst unseren Facebook-Post und unsere Facebook-Seite liken und eure Begleitung in der Kommentarspalte verlinken. Alternativ könnt ihr auch die Stadt und eure Begleitung unter folgenden Post auf Instagram kommentieren und The Postie folgen. Einsendeschluss ist der 7. März um 18 Uhr. Die Allgemeinen Teilnahmebedingungen könnt ihr hier nachlesen.
The Postie präsentiert Zores 2019:
08.03.19 Dresden, Beatpol 09.03.19 Berlin, Festsaal Kreuzberg Ausverkauft
15.03.19 Frankfurt am Main, Zoom
16.03.19 Stuttgart, Im Wizemann
21.03.19 Kiel, Die Pumpe
22.03.19 Dortmund, FZW
23.03.19 Bremen, Lagerhaus
„Without You“ ist ein weitere Einblick des Trios das bisschen Totschlag. Verantwortlich für die Verbildlichung ist Jonas Liebermann (Search Yiu, Blvth).
das bisschen Totschlag klingt im ersten Moment nach einer Menge Defätismus. Angelehnt an den gleichnamigen Song der Band Die Goldenen Zitronen, bringt das Trio dennoch eine Spur von Hoffnung in ihre Musik. Weitaus weniger politisch motiviert als einer der wichtigsten deutschen Texte über rechte Gewalt. Ihr neuester Song „Without You“ handelt von egoistischen, wie frustrierten Gefühlen. „How am I supposed to sleep without you?“, heißt es.
Dieser innere Frust wird gekontert mit dem verträumten Sound der Band aus Hamburg/Amsterdam. Ihr Brunchpop legt sich wohlwollend um die Lyrics. Die Visualisierung greift das Bild der Inneren Unzufriedenheit auf. Ein Wolf in Menschengestalt räkelt sich über ein tiefes Schwarz und wird immer wieder in abstrakte Forman aufgelöst. Umgesetzt wurde das Video zu „Without You“ von Jonas Liebermann, der in der Vergangenheit bereits Projekte für Search You oder Blvth geschaffen hat. Die Single „Without You“ von das bisschen Totschlag erscheint auf dem ihrem Debütalbum „Easy Care + Softener“. Releasedatum ist der 23. März.
Das Video zu „Without You“ von das bisschen totschlag gibt’s hier:
Für seine neue Single „Loose Ends“ hat sich der 24-jährige Loyle Carner mit Jorja Smith prominente Unterstützung geholt.
Loyle Carner entspricht im Grunde genommen nicht dem aktuellen, musikalischen Vibe, der aus Großbritannien kommt. Denn obwohl der 24-jährige Musiker aus London durchaus dem Hip Hop zuzuordnen ist, versprüht er nicht diese Wut und diese Aggressivität seiner Kollegen. Vielmehr bevorzugt es Carner über das Vermissen seines Vaters oder die Liebe zu seiner Mutter zu rappen.
Und so ist es nicht von Zufall, dass in seinem neuen Song „Loose Ends“ auch rohe Sentimentalitäten eine zentrale Rolle spielen. „I got a lot of love and a lot of loose ends, a lot of people that I wish I knew then. Friends beckon every second you spend, when wetting the pen every letter you send”, rappt Benjamin Coyle-Larner mit einer Leichtigkeit, die die Tiefgründigkeit seiner Texte locker in die Tasche steckt.
Mit Jorja Smith hat der Musiker nicht prominente Unterstützung in Form eine Brit-Awards-Gewinnerin geholt, sondern auch einer der spannendsten, weiblichen Acts im Pop-Game. „Loose Ends“ ist nach „Ottolenghi“ der zweite Song aus dem zweiten Album von Loyle Carner.
Die Single „Loose Ends“ von Loyle Carner und Jorja Smith gibt’s hier:
Stella Sommer tauscht auf dem neusten Album von Die Heiterkeit ihre Gitarre gegen das Piano ein und beschäftigt sich sowohl musikalisch, als auch textlich mit Gegensätzen.
Man fragt sich, was nach dem epochalen, sich über zwanzig Tracks erstreckenden Doppelalbum Pop & Tod I+II der Hamburger Indie-Pop Band Die Heiterkeit nun noch kommen sollte. Zuerst einmal veröffentlichte Stella Sommer, Mastermind und Mittelpunkt der Band, im vergangenen Jahr ihr Erstlings-Solowerk unter ihrem Klarnamen, was im Gegensatz zu den Alben ihrer Hauptband, in englischer statt in deutscher Sprache stattfand. Es folgt mit „Was passiert ist“, dem nun vierten Album der Band, der neuste Sommer´sche Streich. Dieser bringt nicht nur einige Änderungen mit sich, sondern stellt auch das bisherige Highlight ihrer Diskographie dar.
Die Heiterkeit war seit jeher ein offenes Orchester und veränderte mehrmals die Besetzung. Auf Was passiert ist übernimmt Stella Sommer, die Konstante der Band, nun gänzlich die Dirigentenrolle. Unterstützt wurde sie in der Produktion des Albums erneut von Moses Schneider, der sicherlich mitverantwortlich für die Tocotronic Assoziationen ist, die beim Hören des Albums aufkommen. Weitere Mitstreiter sind Philipp Wulf, der auch schon beim vorherigen Album zuständig für Drums und Percussion war und Jérôme Bugnon, Posaunist der Berliner Band Seeed.
Musikalisch fällt eines beim Hören von „Was passiert ist“ sofort auf: Stella Sommer scheint sich für das neue Album von Die Heiterkeit fast komplett ihrer Gitarre entledigt zu haben. Die prominentesten Rollen der Instrumentation werden nun von Klavier und Synthesizer gespielt. Zudem findet man auf dem ganzen Album einen deutlich stärkeren Fokus auf den Drums, als es bisher der Fall war. Genretechnisch lässt sich das Album in ähnliche Sphären einordnen, wie bisherige Werke von Stella Sommer, sprich Indie Pop/Chamber Pop/Goth Chanson (Gesundheit). Rein vom Klangbild zeigt es sich jedoch fröhlicher, lockerer und poppiger als die vorherigen Alben der Band. Thematisch dreht sich Was passiert ist um die Dialektik des Seins, dem gleichzeitigen Vorhandensein zweier Pole und dem Umgang mit dieser Spannung. Stella Sommer singt über Einsamkeit, Unsicherheit und Sehnsucht.
Der Titeltrack und Opener des Albums wird getragen von Orgelklängen und hat durch seine Eingängigkeit Ohrwurmqualität. Sommer überzeugt durch ihr sprachliches Geschick, gespickt von Stilmitteln und Wortspielen: „Man kann es kosten, doch es kostet ein Vermögen“. Sie beobachtet die Gegensätze und singt von ihren daraus resultierenden Unsicherheiten. Es wird leiser und Sommer spricht im zarten, pianolastigen „Im Fluss“ von dem Unterschied zwischen Stillstand und Bewegung. Im Chorus wird das Piano und Sommers halliger Gesang von bassigen Streichern untermalt, sodass der Eindruck eines Kammerorchesterspiels geweckt wird. Auch in „Dieses Mädchen“ greift Sommer die scheinbare Verschiedenheit auf, die uns jeden Tag entgegenkommt. Jedoch konstatiert sie schließlich, dass, wenn Unterschiede akzeptiert werden, sie sogar zusammengehören können: „Gerade weil wir verschieden sind, passt du gut zu mir“.
In „Das Wort“, dem vierten Track der Platte, führt Stella Sommer ein Gespräch mit ihrer personifizierten Einsamkeit. Begleitet von markanten Drums und Synth-Basslinien ist sie sich nicht sicher über jene Beziehung und schwankt zwischen Annäherung und Distanzierung. Diese Unsicherheit ist ebenfalls Thema im orchestralen „Ich sehe dich am Liebsten“. Man ist sich unschlüssig, was im heutigen Zeitalter Realität und was Illusion ist: „Ich sehe dich am Liebsten als Bild auf Instagram“. Dementsprechend wünscht sich Sommer im schwebenden Wie finden wir uns Klarheit. Es lohnt sich, Barrieren zu überwinden und weiter auf die Suche zu gehen, auch wenn es schwer fällt: „Ich bin so schlecht im Warten und ich warte eine Ewigkeit“.
Im pompösen „Die Linie im Sand“ veranschaulicht Sommer erneut die uns begleitende Dialektik. Auf der einen Seite gibt es Verbundenheit. Auf der anderen Seite ist Zerstörung. Sie nimmt beide Seiten ernst und akzeptiert die Gegensätze: „Ich bin zwar aus Stein, doch dafür ganz weich“. „Jeder Tag ist ein kleines Jahrhundert“ birgt die einzige Gitarre des Albums, die leicht und zurückhaltend den Song einführt und trägt. Er erzählt von der Relativität der Zeit: „Zeit ist nur ein Gummiband, das man zwischen Menschen spannt“. Das Tempo steigt in „Ein alter Traum“, in dem Stella Sommer von Überforderung und Hilflosigkeit spricht. Sie wird erschlagen von der Welle der Veränderung und kann dem Gewicht nicht standhalten. Drum lässt sie sich einfach treiben.
Belegt mit einem Vocoder singt Sommer in „Alles sieht groß aus“ über die Relativität, die Probleme klein oder eben groß erscheinen lässt. Im Outro „Die Sterne am Himmel“ dominieren wabernde Synths und Klavierakkorde. Sommer zeichnet Bilder von einem sich auflösenden Sternenhimmel. Dieses Bild beängstigt und gipfelt im Laufe des Tracks in einem bedrohlichen Crescendo. Erleichterung kommt auf, als diese Angst schließlich zu Nichte gemacht wird. Die Stimmung ändert sich und zuversichtlich schaut Stella Sommer in die Zukunft.
„Was passiert ist“, das vierte Album von Stella Sommers Band Die Heiterkeit hinterlässt vor allem eins: Melancholie. Dunkle Themen werden verpackt in ein helles Gewand, welches orchestraler anmutet, als es zuvor der Fall war. In gewisser Weise ist Sommer also konsequent: sie veranschaulicht die Koexistenz von gegensätzlichen Polen. Hell und dunkel, Nähe und Distanz, Akzeptanz und Veränderung. Auch wenn es teilweise schwer ist, diese Dialektik auszuhalten, gibt es ihr Flexibilität. Und uns das bisher beste Album von Die Heiterkeit.
VÖ: 01.03.2019 // Buback
Beste Songs: Was passiert ist, Ich sehe dich am Liebsten, Jeder Tag ist ein kleines Jahrhundert
Das Video zu „Jeder Tag ist ein kleines Jahrhundert“ von Die Heiterkeit gibt’s hier:
Die Synthie-Pop-Songs von The Japanese House gleichen atmosphärischen Kunstgriffen. Auch die aktuelle Single „Maybe You’re The Reason“ befindet sich an der Schwelle zwischen Melancholie und Aufbruch und handelt von Selbstachtung und sich selbst als Lebenssinn zu betrachten.
Hinter dem Solo-Projekt von Amber Bain vermutet man eigentlich eine ganze Band. Die 24-jährige Britin schreibt und produziert ihre Songs jedoch selbst. Als The Japanese House hat die Musikerin bisher vier EP’s und zahlreiche brillante Dream-Pop-Nummern veröffentlicht. Mit einer Stimme, die sowohl androgyn weiblich als auch sanft männlich sein könnte spielt sie auch gerne mal mit Gender-Klischees. In einem Mantel von verträumter atmosphärischem Pop verhüllt, verarbeitet sie in ihren Songs eigene Erlebnisse sowie persönliche Unsicherheiten. Ihre Aussagen packt die Britin in starke, emotionale Texte um nicht nur sich selbst, sondern auch ihren Hörern Zuversicht zu geben.
Die aktuelle Single befindet sich auf dem Debütalbum „Follow My Girl“, das kürzlich erschienen ist. Passend zum atmosphärischen Sound der Nummer, folgt die Kamera Amber Bain in dem Clip, wie sie sich, inmitten des urbanen Treibens, selbst von der Außenwelt und ihrem Umfeld abschottet. Gegenüber dem britischen Clash Magazine verriet die Britin den Hintergrund zum Track: „It sort of discards all of the internal struggle, and turns into an ironic love song. It goes to a sort of situation where I’m talking to myself and saying maybe I’m the reason, because I guess when you’re single you have to learn to be your own reason for existence, which has been a hard thing for me to learn but useful.“
So sieht man am Ende des Videos auch, wie sich die Musikerin selbst umarmt. Das Besondere an dem Song ist hingegen der Kontrast zwischen Text und Musik, so sind die Lyrics niedergeschlagen und schwer melancholisch, während das Ganze im Refrain einen ironischen poppigen Touch bekommt.
Seht hier den stimmungsvollen Clip zur aktuellen Single „Maybe You’re The Reason“:
Leiden mit Leidenschaft: Jungstötter tourt im März mit seinem Album „LOVE IS“ durch Deutschland und Österreich. Wir verlosen jeweils 2×2 Karten für ausgewählte Termine.
Für den Feuilleton ist er längst der deutsche Nick Cave. Für manch einen mag das hochgegriffen sein, doch was der Musiker Fabian Altstötter in den letzten Wochen und Monaten mit „LOVE IS“ geschaffen hat, muss in dem Land der Dichter und Denker ihm erst einer nachmachen. Die Melancholie, die bei Sizarr immer wieder aufgeblitzt ist, spiegelt sich nicht nur auf der Haut in Form von Tattookunst bei Jungstötter wieder, sondern hat auch vollends Einklang in der musikalischen Ausrichtung gefunden.
Die insgesamt zehn Titel auf „LOVE IS“ sind fein arrangiert und schweben in romantischen Sphären. Die sich um den jungen Musiker kreiselnden Bahnen werden von Pfeilen namens Trauer und Schmerz immer wieder getroffen. Musikalisch in Songs gepackt werden sie von Fabian Altstötter live alleine am Klavier oder zusammen mit Band. Im März tritt der Musiker auf insgesamt 10 verschiedenen Bühnen auf. Beide Konzerte seiner Wahlheimat Berlin sind bereits ausverkauft.
hr wollt Jungstötter live sehen?
The Postie verlost jeweils 2×2 Gästelistenplätze für die Konzerte von Jungstötter in Dresden, Leipzig, Nürnberg und Mainz. Um am Gewinnspiel teilzunehmen, müsst unseren Facebook-Post und unsere Facebook-Seite liken und eure Begleitung in der Kommentarspalte verlinken. Alternativ könnt ihr auch die Stadt und eure Begleitung unter folgenden Post auf Instagram kommentieren und The Postie folgen. Einsendeschluss ist der 5. März um 18 Uhr. Die Allgemeinen Teilnahmebedingungen könnt ihr hier nachlesen.
The Postie präsentiert Jungstötter auf Tour:
04.03.2019 Berlin, Roter Salon / Volksbühne / SOLD OUT
05.03.2019 Berlin, Roter Salon / Volksbühne / SOLD OUT
06.03.2019 Dresden, Beatpol
07.03.2019 Leipzig, UT Connewitz
08.03.2019 Hamburg, Nachtasyl
09.03.2019 Köln, Artheater
12.03.2019 Nürnberg, Z-Bau
13.03.2019 Mainz, Kulturclub Schon Schön
14.03.2019 München, Milla Club
15.03.2019 Wien, Rote Bar / Volkstheater Wien
16.03.2019 Graz, Orpheum Graz
Eine Live-Version von „In Too Deep“ von Jungstötter gibt es hier:
Die ehemalige SXTN Künstlerin Juju veröffentlicht mit „Intro“ einen ersten Vorboten ihres Solo-Albums und legt stark vor.
„Bruder, Bruder, jeder ist ein Bruder, doch am Ende fickt er deine Schwester“, mit diesen Worten geht die Neuköllnerin auf den Beat von Krutsch ab. Sie nimmt kurzerhand die komplett Deutschrap-Szene auseinander. Einen Bezug zu der aktuellen Problematik rund um die Zusammenhänge von Clans und dem Musikgeschäft schafft sie mit Lines wie „Jeder nennt sich Bruder doch Vertrag gibt es nur mit Gott oder dem Teufel“.
Zudem setzt sie sich mit gesellschaftskritischen Themen auseinander und hinterfragt beispielsweise die Toleranz vieler Menschen. Juju schneidet Themen wie scheinheiligen Feminismus an und setzt sich für die Gleichsstellung aller Menschen ein. „Intro“ ist der erste Song aus ihrem Album „Bling Bling“, welches am 31. Mai erscheinen wird.