Start Blog Seite 199

James Blake wird noch heute Nacht sein neues Album veröffentlichen

0

Außerdem hat der Musiker gleich zwei Songs bei Annie Mac auf BBC Radio 1 vorgestellt.

Da hat der Brite ganz schön einen rausgehauen. Zwar haben sich die Anzeichen für ein baldiges Releasedatum seiner neuen Platte verdichtet, dass es dann so schnell kommt, überrascht dann doch. Noch heute Nacht (5. Mai) erscheint das brandneue Album names The Colour In Anything von James Blake. Dies gab der Musiker heute Abend in der Radio Show bei Annie Mac auf BBC bekannt.

Zusätzlich dazu stellte Blake, der in etwa einem Monat Headliner beim Maifeld Derby in Mannheim sein wird, noch zwei weitere Songs aus dem Album vor. „Radio Silence“ und „I Need A Forest Fire“ verursachen bei uns nicht nur Vorfreude, sondern auch eine schlaflose Nacht, da dem Release jetzt minütlich entgegen gefiebert wird. Bei „I Need A Forest Fire“ hat der Musiker sich mit Justin Vernon (Bon Iver) prominente Unterstützung geholt. Erst vor ein paar Tagen gab James Blake mit Murals zu seinem Album erste Hinweise auf die Veröffentlichung. Die von Quentin Blake angefertigten Kunstwerke gaben nicht nur Aufschluss über den Titel, sondern zierten auch den urbanen Raum von Shoreditch. Guerilla Marketing vom feinsten. Genug gelabert, jetzt wird sich auf die Platte gefreut!

UPDATE: Mit „My Willing Heart“ kann man sich nun auch ein dritter Song über Spotify anhören.

 

Die Infos zur Platte und die zwei neuen Songs gibt’s hier:

Packt die Tanzschuhe aus, hier kommt Weirdo

0

Ein Mann, kein Gesicht und Disco.

WEIRDO ist ein Mysterium. Der Singer/-Songwriter und Producer hält sich bis jetzt noch völlig bedeckt und gibt weder Gesicht oder Identität bekannt. Auf die Musik soll es ankommen und so hat der Brite, der mittlerweile aber Deutschland als Heimat angibt am gestrigen Abend einen heuen Song gedropped.

„Armanio“ ist die neue Single und eins sei gesagt: sie hat es in sich. Disco Flair, Indie, bisschen R´n´B. Bei diesen Komponenten hält es uns selbst beim Schreiben des Artikels kaum auf den Sitzen und so raten wir euch dringend beim Hören des Songs lieber die Tanzschuhe in Reichweite zu halten. Blasen sollten vermieden werden, da der Song bei euch schnell auf Replay (1) laufen wird.

[soundcloud url=“https://api.soundcloud.com/tracks/262258479″ params=“auto_play=false&hide_related=false&show_comments=true&show_user=true&show_reposts=false&visual=true“ width=“100%“ height=“450″ iframe=“true“ /]

Marla hat mit uns über Robert Francis, Lagerfeuerstimmung und ihr Album gesprochen

0

Obwohl ich ein so lebensfroher Mensch bin, schreibe ich wehmütige Texte. Sie helfen mir, Erfahrungen zu verarbeiten.

Bei manchen Musikern spürt man einfach auf Anhieb eine gewisse Magie. Bei Marla und ihrer Musik ist uns dies passiert und so sind wir nicht drum herum gekommen der jungen Singer/-Songwriterin ein paar Fragen zu stellen. Sie hat uns ihre Liebe zu Robert Francis gestanden und uns tiefe Blicke in das Entstehen ihres Debütalbums namens Madawaska Valley gewährt. Passend dazu hat sie uns 10 tolle Klassiker für die perfekte Lagerfeuerstimmung mit schöner Sommerbrise verraten.
Hey, alles gut ? Danke, dass du dir Zeit nimmst uns ein paar Fragen zu beantworten. Lass uns doch auch gleich in die Materie einsteigen und bisschen über dein Debütalbum Madawaska Valley plaudern. Welches Grundgefühl vermittelt das Album deiner Meinung nach am besten ? Und wie haben sich die Aufnahmen angefühlt ?

Die B-Seite ist traurig, komisch und etwas düster. Die A-Seite hingegen ist sehr gelassen und verbreitet eine positive Stimmung. Zusammenfassend ist das Grundgefühl des Albums ein sehr nachdenkliches und melancholisch. Die Aufnahmen haben sich mit der Zeit immer besser angefühlt. Anfangs standen mir Aufregung und Unerfahrenheit im Weg. Diese Hürde habe ich jedoch schnell nehmen können, wobei David Celia, der Produzent des Albums, eine große Hilfe war. Da das Studio bei ihm zu Hause ist, wo ich in der Zeit auch gelebt habe, war der ‚Mood‘ in dem wir gearbeitet haben immer ein sehr ausgeglichener in vertrauten Wänden. Es fühlte sich gut an, ohne Zeitlimits und Druck zu arbeiten, verschiedene Sachen auszuprobieren und der uneingeschränkten Fantasie freien Lauf zu lassen.

Dein Album wurde in Toronto aufgenommen, richtig ? Willst du uns kurz erzählen wie es dazu gekommen ist ?

Das ist richtig! Im Frühjahr 2015 setzte sich ein gemeinsamer Freund von David und mir dafür ein, dass ich bei David’s Tour Support spielen konnte. Wir hatten 3 Jahre zuvor schon gemeinsam auf einem Festival gespielt, uns aber erst jetzt enger kennengelernt. Bei der zweiten Show fing David bereits an, mich an der Gitarre zu begleiten und meinem Set Fülle zu geben. Bei den Autofahrten lernte ich Harmonien zu seinen Songs und schon waren wir eine Band. Es herrschte ein harmonisches Gefühl von Leichtigkeit, wenn wir gemeinsam musizierten. Als wir in Irland zu unserem Gig nach Cork fuhren, erzählte ich ihm von meinem Plan ein Album aufzunehmen, woraufhin er mir vorschlug, es in Toronto zu machen. Das lies ich mir nicht zweimal sagen, ergriff meine Chance und war kurze Zeit darauf bei ihm im Studio. Eine Erfahrung, die ich niemals vergessen werde.

Wie entstehen bei dir Songs ? Also vom ersten Gedanken her, bis zum fertigen Song.

Meistens rufe ich meine Songs mit der Melodie ins Leben, welche ich dann immer wieder zu spielen beginne, variiere und auf verschiedene Ideen stoße. Dazu summe ich und entwickele den Song weiter. Die Worte finden sich ganz oft von alleine, wenn ich an einer Melodie klebe und einfach darauf los singe. Wie man bei meinem jetzigen Album womöglich feststellen kann, sind meine Texte inhaltlich oft mit Trauer und Verlust verbunden. Obwohl ich ein so lebensfroher Mensch bin, schreibe ich wehmütige Texte. Sie helfen mir, Erfahrungen zu verarbeiten. Als ich die ersten Songs des Albums schrieb, waren meine Tage gefüllt von Liebeskummer. Die Songs schrieben sich im Nu, wie von selbst. Normalerweise beende ich meine Werke aber nicht in einem Rutsch. Es ist oft ein Prozess, der über Monate geht und sich die Lücken ganz natürlich füllen.

Robert Francis wird bei dir oft als große Inspiration genannt. Was war der Auslöser für diese musikalische Liebe ? Inwiefern hört man Francis’ Sound auch in deiner Musik heraus ?

Er war der erste, der mich mit Americana / Folk Musik bekannt gemacht hat, als ich ihn im Alter von 14 Jahren, unpassenderweise als Vorband von Milow, sah. Er sang, schwitzte und spielte, als sei es sein letztes Konzert, dass er geben würde. Er packt alles in einen Topf – klassischen Countryfolk mit Blues Elementen, Rock’n’Roll mit gospelartigen Backing Vocals und Songs, nur mit der Gitarre aufgenommen, dass zwischen den Zeilen sogar sein Schmatzen zu hören ist. Ich sah ihn live, kaufte mir sein Album und tauchte ein in die Tiefen der Musik, um fing an zu verstehen. Ich lernte Gitarre, um seine Songs spielen zu können. Somit waren die Akkorde, die er nutzte auch die ersten, mit denen ich experimentierte. Das American Westcoats Feeling seiner Musik hat mich angesteckt, und spiegelt sich beispielsweise in der Slidegitarre auf meinem Album wieder.

Die letzte Frage stellen wir jedem Interviewpartner und so kannst auch du dich nicht davor drücken. Wie sieht dein perfekter Freitagabend aus ?

Da gibt es natürlich unzählige Varianten. Eine warme Sommernacht irgendwo im Freien, fern von jeglichem Straßenlärm. Mit Vorfreude gemeinsam mit Familie oder Freunden packen, um es sich irgendwo mit paar Drinks und Snacks bei einem knisternden Lagerfeuer gemütlich zu machen. Gitarrenmusik, sobald die Vögel aufhören zu zwitschern. Singen – Tanzen – Lachen, nicht mehr und nicht weniger. Also der ganz romantische Trip!!

Auf der nächsten Seite verrät Marla euch ihre persönliche Summer Breeze-Liste.

Ariel Ariel – Mwen menti

0

„Ich möchte dir von meiner Lieblingsinsel erzählen“: Ariel Tintars ekstatische, Freiheit versprechende erste EP

Gut Ding will Weile haben. Der aus Martinique stammende Franzose Ariel Tintar arbeitet schon seit anderthalb Jahren an seinem Debüt, am Freitag ist es dann endlich soweit: Mwen menti ist der Titel der ersten EP seiner Band Ariel Ariel. Die lange Schwangerschaft hat dazu geführt, dass die EP professioneller klingt, als man das von einer digitalen Selbstveröffentlichung erwarten würde. Was vor allem daran liegt, dass Ariel Ariel kein Ein-Mann-Projekt ist, sondern eine organisch klingende Band, die das „Electronic“ Hashtag auf der Soundcloud Seite Lügen straft.

Die EP beginnt mit „Comme toi“, dem ältesten und bisher einzigen veröffentlichten Song. Zu sagen, dass das Lied gute Laune verursacht, wäre untertrieben. Man will rausgehen, die Sonne genießen, Bäume ausreißen, Pferde stehlen und sich beim Tanzen auspowern. Die Snare Rolls und die elektronisch orientierte Produktion halten den Song interessant, in der zweiten Hälfte verleiht ihm der verwaschene Gesang einen Hauch von Chillwave. Der Gesang verklingt, eine Kurze Pause, dann der Aufprall – „Comme toi“ ist eine der raren Instanzen, in denen Vergleiche mit U2 oder Coldplay nicht weh tun. Der Opener ist das beste MDMA-Surrogat seit Lonerism.

Im Anschluss dient der vor sich hin plätschernde Titelsong – „Ich habe gelogen“ auf Kreolisch – zum Runterkommen, wirkt allerdings etwas blass. Man wartet noch auf einen Ausbruch, aber Tintar verliert sich in Noisegewäsch und Klaviergeklimper. „Mon île“ nimmt dagegen wieder Fahrt auf und entschädigt einen für das antiklimaktische „Mwen menti“ mit sorglosem Gesang über unruhigem Bass. Auch dieser Song endet in state of the art Echowellen à la Washed Out, lässt einen aber deutlich zufriedener zurück als der Titeltrack.

Mit „Odessa“ und „Condition féminine“ enthält die zweite Hälfte zwei starke Songs, die das Gefühl von Freiheit nochmal verstärken. „Odessa“ besteht aus einem einfachen aufsteigenden Gitarrenriff, das wunderbar mit den gehauchten Lead Vocals von Blandine Millepied kontrastiert und sich bis zur Ekstase steigert. „Condition féminine“ ist der einzige englischsprachige Song. Mit seinem lockeren, von Afrobeat beeinflussten Indie Pop Rhythmus und dem ungehemmten Gesang kann man ihn eigentlich nur als „zeitgenössisch“ bezeichnen. Das ruhige „Souviens toi“ funktioniert gut als Outro, verdeutlicht aber noch einmal, dass Ariel Ariel da am besten sind, wo sie am ehesten wie eine konventionelle Rockband klingen.

Als EP ist Mwen menti perfekt sequenziert: Nach dem unschlagbaren Opener erhält der Titeltrack an zweiter Stelle die Aufmerksamkeit, die er an anderer Stelle wahrscheinlich nicht bekommen würde; nach der ekstatischen Dreiercombo „Mon île“-„Odessa“-„Condition féminine“ bietet das Klavieroutro die nötige Entspannung. Das Wort, das die Songs selbst am besten beschreibt, ist „arenatauglich“ – und da liegt gleichzeitig das Problem von Mwen menti. Vor allem „Comme toi“„Mon île“ und „Odessa“ fehlt es in den Studioversionen an Luft zum Atmen. Tintar und Millepied versuchen, dem mit Hall entgegenzuwirken, und das klappt auch fast. Am Ende will man die Lieder aber doch auf einer Open-Air-Bühne erleben und nicht einfach nur hören. Als erste EP ist Mwen menti aber nicht nur unglaublich gut gemacht – sie macht einen auch schlicht und einfach unglaublich fröhlich.

Beste Songs: Comme toi, Condition féminine, Odessa

VÖ: 06/05 // self-released

„Comme toi“:

Pscht: Michelle Blades

0

Humorvoller Weirdo Pop aus Panama/Paris

Erfordert es Eier, um ein Album mit einem Song zu beginnen, der aus fünf Minuten Drones und Entengequake besteht? Nein, zeigt der Fall Michelle Blades: die „Eierstöcke des Mutes“ tun es genauso. Die Musikerin aus Panama, Kopf der gleichnamigen Band, konfrontiert potentielle neue Fans erst einmal mit „How Black the Night o’er the Hills of Machynlleth“ (so der Name des Drone Songs), bevor sie die verquere Welt ihres neuen Albums Polylust preisgibt. Eine Art Härtetest, nachdem man, wenn man besteht, großzügig belohnt wird.

Polylust ist bereits das zweite Album innerhalb eines halben Jahres der Band. Blades, die seit einigen Jahren in Paris lebt und mittlerweile best friends mit Cléa Vincent und Fishbach ist, wird dabei live von vier Franzosen unterstützt. Nach zwei Alben und einer Handvoll EPs hat sie sogar schon Musik für eine Ausstellung der Pariser 0fr Galerie gemacht. Wenn man sich durch all diese Musik hört, begegnen einem Wirrköpfe aus allen Jahrzehnten und Ländern, angefangen bei Eblis Álvarez und Connan Mockasin bis hin zu Patti Smith und Brigitte Fontaine. Wer seine Musik gerne abgedreht mag, wird an Michelle Blades gefallen finden.

Ein Konzert, mit dem man sich einen ersten Eindruck schaffen kann, gibt es bei arte. Auf ihrer Bandcamp Seite darf man sich dann kopfüber in die Welt von Michelle Blades stürzen.

Für Fans von: Connan Mockasin, Kirin J Callinan, Mac DeMarco

„His Man“:

Klaus Johann Grobe – Spagat der Liebe

1

Frühlingsfest der Krautmusik, oder: Wie ein Schweizer Duo mit Disco, Funk und Orgel die deutsche Sprache wieder salonfähig macht

Wenn es um aktuelle deutschsprachige Bands geht, die nicht Tocotronic oder AnnenMayKantereit sind, dreht sich das Gespräch immer seltener um die BRD und immer häufiger um ihre Nachbarländer. Wegen Bilderbuch, Wanda und dem Nino aus Wien wird dabei doch glatt die Schweiz übersehen. Der beste Exportschlager aus dem Land des Käsefondue sind Klaus Johann Grobe, ein Duo, das der deutschen Sprache neben Maurices Sexappeal und Marcos rauer Natürlichkeit wieder etwas verleiht, was sie nach Ansicht der restlichen Welt vermisst: eine eigensinnige, poetische Art von Humor. Nach dem perfekt betitelten Debüt Im Sinne der Zeit düsen Daniel Bachmann und Sevi Landolt mit ihrem zweiten Album Spagat der Liebe, das dieser Tage erscheint, zurück auf die breite Autobahn der deutschsprachigen Popmusik.

Bereits beim Opener „Ein guter Tag“ merkt man, dass das Duo rhythmisch einfallsreicher geworden ist. Während bei einem Großteil von Im Sinne der Zeit der Orgelsound den Ton angab, ruhen (bzw. eben nicht) die neuen Songs auf dem perfekt sitzenden Zusammenspiel von Bass und Schlagzeug. Der Synthesizer sorgt stattdessen oftmals für Klangflächen wie aus „Any Colour You Like“, was dazu führt, dass Spagat der Liebe gleichzeitig abgehobener und tanzbarer daher kommt als das Debüt oder selbst die erste EP. Was nicht heißen soll, dass die Lieder ohne die Synths oder den Gesang existieren könnten. „Rosen des Abschieds“ lebt vom treibenden Rhythmus, aber die dem Duo anhaftende malerische Fantasie erhält der Song durch die Prog Rock Melodie und das verträumt lächelnd gesungene „bye bye“.

Klaus Johann Grobe werden, aufgrund der deutschen Texte und aus analytischer oder schreiberischer Faulheit, oft einfach als Krautpop bezeichnet. Das Gespür für bewegte, ‚motorische‘ Musik, das die ursprünglichen Krautbands Neu!, Can und auch Kraftwerk über die Sprache hinaus geeint hat, findet sich tatsächlich auch in der Musik der beiden Schweizer wieder. Allerdings im Gewand von analog-spacigem Synthpop und mit deutlichen Einflüssen von Disco und melodischem Prog Rock à la Camel und Anekdoten. Letzterer geht so weit, dass „Liebe am Strand“ sogar mit einem Querflötensolo gekrönt wird. Zusammen mit den ulkigen Texten ergibt die zur Bewegung fast schon zwingende Musik eine eigenartige Gleichung: In den Händen von Klaus Johann Grobe wird der Begriff ‚Kraut‘ zum tagträumerischen, kauzigen Bruder von Funk.

Das letzte Lied auf Spagat der Liebe heißt passenderweise nur „Gedicht“. Die deutsche Sprache, das hat man leider vergessen, besitzt poetisches Potential. Klaus Johann Grobe haben es wiederentdeckt und erhöhen dadurch ihre ohnehin schon bezaubernde Musik zu Pflichtlektüre in Sachen ‚Krautpop‘. „Wieder singen, wie damals“ ist ihr Motto, denn „auf der Seite des Niemands / hat’s immer ganz viel Platz.“ Es klingt, als sei die deutsche Sprache jener Niemand, dem Klaus Johann Grobe wieder Ansehen verleihen wollen – womit sie trotz aller musikalischen Unterschiede den gleichen Weg gehen wie Bilderbuch und Wanda. „Pure Fantasie“ ist Schlager, nicht weniger als zum Beispiel „Auseinandergehen ist schwer“. Das Bild der glücklich im Takt taumelnden Menschen aus „Geschichten aus erster Hand“ greift jenes wieder auf, das Im Sinne der Zeit aus- und so unwiderstehlich gemacht hat. Deutschland, Österreich und die Schweiz entdecken mit den Diskotheken auch ihre eigene Sprache wieder. Nichts da Let’s Dance, nein – „Come on, baby, wir geh’n tanzen.“

Beste Songs: Wo Sind, Liebe am Strand, Gedicht

VÖ: 06/05 // Cargo Records

„Geschichten aus erster Hand“:

8 Indie Bands, die wie die perfekte Boyband aussehen

0

… und trotzdem (mehr oder weniger) gute Musik machen.

Der Begriff Indie wird bei vielen Musiknerds mittlerweile mit einem Augenrollen aufgenommen. Viel Machogehabe, Skinny Jeans und vor allem musikalische Stagnation verbindet man mit dem Genre. Dabei entwickelt sich Indie immer weiter und so stellt man seit einiger Zeit einen gewissen Trend fest, der sich vor allem im Indie Pop abzeichnet.

Boybandgehabe ist mittlerweile der Schlüssel zum Erfolg für viele Bands und so sehen dementsprechend auch die Pressefotos der Acts aus. Aus diesem Grund haben wir euch eine kleine Liste mit Bandfotos zusammengestellt, die genau so gut von Boybands stammen könnten.

VITAMIN_Waterfall1

Vitamin

Vitamin leben einfach mal ganz nach dem Motto Go With The Flow und machen fröhlichen Indie Pop, der keinem wehtut und auch locker im Radio laufen könnte. Mit ihren stilsicheren Bandfotos finden sie bei den weiblichen Fans sicherlich den größten Zuspruch, doch auch wir können ihnen mit dieser tollen Hommage an N’Sync nur den größten Respekt zollen. Diese blauen Augen und die engelhaften und doch selbstbewussten Posen. Ein Traum!

https://www.youtube.com/watch?v=KmN2MCiYIqE

Jordan Max

0

Der Brite beweist mit seiner Single „Hell“, dass er nicht umsonst, als das nächste große Ding gehandelt wird.

Seit wann macht Gnarls Barkley denn wieder ernstzunehmende Musik? Und hat er das überhaupt jemals getan? Letztere Frage Frage interessiert uns so zu etwa 0% und doch kann man nicht leugnen, dass die Stimme von Jordan Max gewisse Ähnlichkeiten zu der von Gnarls Barkley aufweist. Der aus Oldham stammende 23-jährige sieht seine musikalische Herkunft auch selber im Soul und so zählt er gerne mal Legenden wie Ray Charles zu seinen Vorbildern.

Mit einem Klavier bewaffnet hat der junge Brite sich in seinem Schlafzimmer an das Schreiben seiner ersten Songs gemacht. Diese enttarnen sich nun in einer ersten EP namens Only One Is King, die ab sofort erhältlich ist. In seinen Songs wechselt er gekonnt zwischen Soul, Electro und Indie und klingt dabei halt so gar nicht britisch. Detroit oder Memphis stünden Jordan Max wohl eher zu Gesicht und doch ist Oldham gerade deswegen genau richtig. Jordan Max wird mindestens so groß wie die deutsche Max-imale Musikhoffnung Drangsal.

Für Fans von: Chet Faker, Alt-J, James Blake

Sea Moya

0

Dynamische space tunes aus Mannheim

Wozu in die Ferne schweifen, wenn sich das Gute direkt unter der eigenen Nase befindet? Das psychedelische Trio Sea Moya kommt aus Mannheim, keine 20 Kilometer von mir entfernt, und doch musste ich erst ins Gebäude 9 in Köln, um die Band zu entdecken. Im Vorprogramm von !!! lieferten sie dort eine den Hauptact deutlich übertreffende Show ab und stehen seitdem auch auf meiner Beobachtungsliste (Yannick war mal wieder schneller).

Sea Moya sind kaum ein Jahr alt und stehen nach Auftritten auf dem Mannheimer Jetztmusik Festival, im Heidelberger Karlstorbahnhof und im Vorprogramm von We Are the City und !!! im Juni auf der Bühne des Maifeld Derby. Fela Kuti steht ebenso auf der Liste der Einflüsse wie Nicolas Jaar, Battles und (natürlich!) Can, was beim Hören regelmäßig zu einer Nahtriperfahrung führt. Im Oktober erschien eine erste EP Twins, bald soll eine zweite folgen. Ihren aktuellen Song „Bangalore“ könnt ihr euch unten anhören.

Für Fans von: The Von Duesz, Four Tet, Darkside

„Bangalore“: