Die Macher der Netflix-Serie Stranger Things greifen für den Trailer der dritten Staffel wieder tief in die 80s Klischeekiste und zeigen eine Mall.
Die verschlafene Kleinstadt Hawkins in Indiana wird endlich durch den funkelnden Kapitalismus geweckt. Nichts verkörpert den American Dream mehr als eine Einkaufsmall. Und gerade an diesem Ort spielt sich der erste Trailer der dritten Staffel von Stranger Things ab. Gezeigt wird der neue Schauplatz aka die Starcourt Mall mit all ihren Vorzügen. Zwischen Palmen und Rolltreppen kann jung und alt in Läden wie The Gap, Waldenbooks oder Sam Goody shoppen. Auch für den leiblichen Genuss ist gesorgt. Kein geringerer als Steve Harrington steht bei Scoops Ahoy hinter dem Tresen und bedient zusammen mit einer gleichaltrigen Kollegin die Kunden. Robin, so ihr Name, wird laut dem Hollywood Reporter, zu einer neuen, handelnden Person und wird von Maya Hawke gespielt. Sie ist neben Steve, der einzige Charakter, der in dem kurzen Trailer zu sehen ist.
Die Serie Stranger Things is eine der erfolgreichsten Formate des Streaminganbieters Netflix. Die Science-Fiction-Serie ging 2016 erstmals online und zeigt gruselige Vorkommnisse aus dem Upside Down. Betroffen sind nicht nur die Bewohner Hawkins, sondern speziell auch eine Reihe an jungen Teenagern, allen voran dem Hauptcharakter Eleven. Die dritte Staffel von Stranger Things soll noch dieses Jahr online gehen.
Die österreichische Dream-Pop Band Like Elephants gibt mit ihrem brandneuen Video zur Single „Video Game“ einen ersten Einblick in ihr zweites Album „KALEIDOSCOPE“, welches im September erscheinen soll.
Ein selbsternanntes Ziel der 2014 gegründeten Band Like Elephants ist es die Zuhörer in eine Art Traumwelt zu versetzen, um sie dort festzuhalten, ordentlich durchzurütteln und am Ende des Stückes wieder sanft in die reale Welt zurück zu bringen. Das gelingt mit „Video Game“. Der Sound von Like Elephants lässt sich als eine Symbiose aus verheißungsvollen Synthie-Pop und einer Hommage an die Postpunk Ära der 80er Jahre beschreiben.
„Video Game“ zeigt sich im für die Österreicher typischen verträumten, psychedelischen Gewand und erzeugt in uns ein Wechselspiel zwischen diffuser Phantasie und realer Welt. Bester Synthie-Pop als eine Liebelei zwischen Melancholie und Euphorie. Im dazugehörigen Video ist die Band gefangen in einem virtuellen Raum aus flimmernden Bildschirmen und bunten Farben. Das grelle Licht wirkt dabei gleichzeitig verführerisch vereinnahmend, wie auch trügerisch verblendend und erinnert uns ein bisschen an eine schrille post-punk / Dark-Wave Dynamik à la Robert Smith.
Seht „Video Game“ von Like Elephants in der Videopremiere:
Exklusiv, exklusiv, exklusiv. Mit folgenden Adjektiven kann man die großen Namen der diesjährigen Edition des Melts beschreiben. The xx, Florence + The Machine und auch Fever Ray spielen nämlich vom 13.-15. Juli allesamt exklusive Shows in der deutschen Festivallandschaft. Neben den großen Namen darf man sich natürlich auch auf etliche Newcomer und renommierte Djs freuen.
Rex Orange County
Rex Orange County klingt so, als käme er aus dem sonnenüberfluteten Kalifornien. Tatsächlich stammt der blutjunge Musiker aber aus einer britischen Kleinstadt irgendwo zwischen London und Southampton. Mit 16 wurde er er am Londoner Musik-College The Brit School aufgenommen und begann, eigene Musik zu schreiben. Mittlerweile sind vier Jahre um und er hat es musikalisch doch über den großen Teich geschafft. Tyler The Creator ist längst Fan von dem Indie-Neo-Soul-Was-Weiß-Ich-Aber-Lässig-Sound. Wir auch.
Samstag, 20:00 – 20:45, Melt Selektor
Fischerspooner
N E U N fucking Jahre musste man auf ein neues Album der Sound-Masterminds Warren Fischer und Casey Spooner aka Fischerspooner warten. TopBrazil ist ein erster, anrüchiger, Einblick in die Welt der New Yorker und auch ein bisschen in die Queer-Szene der Metropole. Wir sind davon überzeugt, dass der kühle Electropop der Band uns alle ganz schön sweaty werden lässt.
Sonntag, 19:00 – 19:45, Melt Stage
Yellow Days
Und noch so ein 20-jähriges Wunderkind. Wie bereits Rex Orange County besticht auch Yellow Days mit viel Laid Backness. Vielleicht gewinnt man im britischen Haslemere auch einfach übersinnliche Coolness.
Freitag, 18:00 – 19:00, Melt Selektor
Moses Sumney
Tränenschwer ist sie die Musik von Moses Sumnney. Die Mage seiner Musik drückt sich durch viel Gefühl und Soul-Folk aus. Er erhöht seine Stimme für die Unterdrückten ohne dabei selber in die Rolle des schwachen Glieds zu schlüpfen.
Samstag, 21:00 – 22:00, Melt Selektor
BLVTH
Lit wi Jari Litmanen ist die Musik von BLVTH. Den Musiker und den Ausnahmekicker verbindet zudem eine gewisse Ähnlichkeit was die Frisuren angeht. Mit „Pusher“ hat der Musiker auf jeden Fall einen der Sommerhits des Jahres 2018 abgeliefert. Vergesst die Rollschuhe nicht.
Freitag, 18:45 – 19:20, Superdry Sounds
The Blaze
The Blaze ist ein französisches Produzentenduo, das vor allem für seine herausragenden Musikvideos bekannt ist. Ihre Musik eignet sich durch die sphärischen Phasen auch bestens als Hintergrundmusik, aber auch vordergründig können Songs wie „Heaven“ überzeugen.
Samstag, 02:45 – 03:45, Melt Stage
The Black Madonna
Vielleicht ist The Black Madonna eine der aufregendsten DJs unserer heutigen Zeit. Sorgfältig kleistert sie jede Perle aus House, Disco und Techno zu einer funkelnden Disco-Kugel zusammen und lässt ihre vorwiegend männlichen Kollegen dabei nur so vor Scham und Unvermögen erblassen.
Sonntag, 23:00 – 02:00, Big Wheel
IAMDDB
Die Mancunians sind in Großbritannien für ihr Selbstbewusstsein und ihre große Schnauze bekannt. Beste Beispiele dafür sind beispielsweise die Gallagher-Brüder oder die gefühlt 100 Nachahmer, die sich so im Indie-Biz herumtreiben. Da wirkt es enorm erfrischend, wenn mit IAMDDB eine Künstlerin daherkommt, die wirklich etwas zu sagen hat. Verpacken tut sie dies in eine Art Hybrid aus Trap und Jazz.
Samstag, 22:30 – 23:15, Melt Selektor
Catnapp
Ihr erinnert euch doch sicher an Die Antwoord? Das abgedrehte Perfomance-Paar aus Südamerika, das die letzten Jahre (leider) ein wenig an Relevanz verloren hat. Catnapp greift diesen Spirit auf und bringt den Pop-Sound ins Hier und Jetzt.
Freitag, 23:30 – 00:15, Superdry Sounds
The xx
Anstelle von The xx könnte man eigentlich genau so gut Florence + The Machine, Fever Ray oder noch einige spannende Newcomer aufzählen. Dennoch ist die Wahl auf The xx gefallen, das mit dem Mastermind Jamie xx einer der Pioniere der heutigen Popmusik im Hintergrund arbeiten hat. Und alleine wegen Jamie xx lohnt sich ein Besuch beim Headline-Slot der Briten schon. Wehe ihr macht also schon am Sonntag schlapp.
Sonntag, 23:30 – 01:00, Melt Stage
Die ersten zehn musikalischen Highlights findet ihr hier.
1000 Gram feiern mit „Daydream“ die Renaissance des Indie-Genres und zeigen uns, welche Lieblingsstücke ihnen dabei helfen.
Ist 1000 Gram das nächste Trap-Wunderkind oder vielleicht sogar ein cooles Future-RnB-Duo, das sich nur ganz in Schwarz auf Pressebildern vor kahle Gebäude im brutalistischen Stil ablichen lässt. Nein, bei 1000 Gram handelt es sich tatsächlich um ein internationales Indie-Konsortium, das sich traut die Gitarren funkelnd ins Schaufenster zu stellen.
Der West-Berliner Halbschwede Moritz Lieberkühn (Gesang, Gitarre), der Finne Arne Braun (Gitarre), der Österreicher Paul Santner (Bass), der Schwede Alexander Simm (Gitarre) und der Deutsche Lukas Akintaya (Drums) machen Musik für vorbeirauschende U-Bahnen, heiße Sommernächte, Drogen, Küsse, Tränen. Sprich für das alltägliche Leben eines jeden Mittzwanzigers, der gerne an Zeiten zurückdenkt in denen zwischen MP3 und Myspace alles so unglaublich leicht von der Hand ging.
„Daydream“ ist ein Ausschnitt aus ihrem bevorstehenden Debütalbum „By all dreams necessary“, das unter der Obhut von Moses Schneider bei Ingo Krauss im Candy Bomber Studio aufgenommen wurde. Hier wurden vergangene Indie-Einflüsse der 90er und 00er Jahre zeitgeistisch veredelt und so darf man sich jetzt schon auf das Release am 31. August freuen.
1000 Gram haben für uns die Schatulle ihrer Einflüsse und Herzstücke geöffnet und haben diese kurz vorgestellt.
Chastity Belt – Black Sail
Moritz: es gibt kaum eine Band, die ich in den letzten 2-3 Jahren häufiger in meinem Ohr hatte als Chastity Belt. Schwer nur einen Song zu wählen.
Popsicle – Undulate
Alex: One of the finest moments from Sweden’s best songwriter of all time. A pop music masterpiece in my opinion.
https://vimeo.com/184775274
Sex Jams – Deicer
Moritz: In meinen Ohren, die beste Band aus Österreich, bzw. aus dem deutschsprachigen Raum.
Empire! Empire! (I Was a Lonely Estate) – The Horror of Riovanes
Moritz: Schwer sich einen besseren Popsong vorzustellen. So lange, wie diese Band nicht globusüberspannend Stadions füllt, läuft irgendwas schief mit dieser Welt!
Jacob Öhrvall – Allt Eller Inget
Alex: The latest Single from the former bass player of 1000 GRAM.
Yes we have a biased opinion, but it’s a damn good song, that definitely can take a few hundred repeats
Holy Now – Pearl
Alex: A fantastic song by Gothenburg’s Holy Now. I can’t seem to get tired of their latest album.
Wavelets – We’re Really Jazzed About The Gig
Moritz: wann immer ich Wavelets höre – was sehr oft vorkommt – und alleine bin, fange ich an zu weinen. Vor Entzückung, Rührung und reinster Liebe!
Chris Cohen- Drink from a Silver Cup
Alex: Simply a great song by a great songwriter. Quirky and beautiful with a low intensity that got me hooked.
Starmarket – Safe Bayou
Alex: 90’s emocore from the swedish north, an early love that has become a cornerstone in my musical taste. Guitar Rock Galore!
Empire! Empire! (I Was a Lonely Estate) – Water
Moritz: hört hin und schmeißt danach den Großteil eurer Plattensammlung auf den Müll!
https://www.youtube.com/watch?v=WGc2BhcwnN0
Ovlov – Where’s My Dini?
Moritz: was für ein HIT!! Nahezu perfekte Symbiose aus schlependem Tempo, aufrüttelnden Noise-Gitarrenwänden und einer Zerbrechlichkeit, die mich eigentartiger Weise sehr sehr glücklich macht!
Die Heiterkeit – Weiße Elster
Alex: I’ve loved them since their debut album and this song is just one of their great ones. I don’t really know German, but i love the voice and songwriting of Stella Sommer.
Fünf Tage Ausnahmezustand bei mehr als 200 Künstlern – am kommenden Wochenende verwandelt sich das kleine Städtchen Dour wieder zum musikalischen Szene-Hotspot und zelebriert seine Vielfältigkeit. Vom 11. bis 15. Juli geben sich beim Dour Festival in diesem Jahr schon zum 30. Mal Newcomer und Szene-Lieblinge die Hand.
BRNS
Heimspiel für BRNS. Schon zum vierten Mal sind die Belgier beim Dour Festival mit am Start. Gründe hierfür sind vor allem der experimentierfreudige atmosphärische Sound der Band sowie die eingängigen Melodien. Als Opener auf Tour mit Indiegrößen wie Suuns und Django Django konnten sich BRNS einiges abgucken – auf dem diesjährigen Dour haben sie den perfekten Einheizer-Slot.
Freitag, 15.30 – 16.15 La Petite Maison Dans La Prairie
Yung Lean
Der Stockholmer ist der Sad Boy der Cloud Rap-Szene. Stilistisch setzt Yung Lean konsequent auf viel Autotune sowie verlangsamte Bässe und Synthieflächen. Was kann man von seiner Show erwarten? So einiges! Zu seiner Musik kann man Sonnabend entspannt das Festivalwochenende ausklingen lassen.
Sonntag, 20.30 – 21.30 Boombox
Girls In Hawaii
Girls in Hawaii müsste man in dieser Runde eigentlich nicht vorstellen. Seit 2002 gibt es die belgische Indie-Pop-Band schon, die es perfekt versteht ihren schrammeligen Indie-Gitarrensound mit elektronischen Pop-Einflüssen zu vermischen. Ihr traurig kuscheliger Indie-Pop passt perfekt zur Sontagsabenstimmung ihres Spots beim Dour. So lässt sich das Festival angemessen ausklingen.
Sonntag, 20.30 – 21.30 La Petite Maison Dans La Prairie
FIDLAR
FIDLAR beweisen, dass Skate-Punk noch nicht tot ist. No Risk, no Punk – so lautet das Motto der kalifornischen Band und garantiert nicht nur eine energiegeladene Show samt euphorischer Gitarren-Action und exzessiver Spielfreude, sondern auch ausführliche Pogo-Tänze. Der rotzige melodische Punk mit Garage-Elementen der vierköpfigen Band steht vor allem für Spaß und schweißtreibende Shows.
Sonntag 15.45 – 16.45 The Last Arena
Agar Agar
Nach zwei grandiosen EPs folgt dieses Herbst endlich das Debütalbum des französischen Duos.
Clara Cappagli und Armand Bultheel machen melancholischen Indie-Pop. Kombiniert mit Claras charakterischer Stimme und der oftmals wiederkehrenden hartnäckigen Bassschleifen in den Tracks. Alles sehr atmosphärisch und gleichzeitig sehr ironisch – absoluter Geheimtipp der schon gar kein Geheimtipp mehr ist!!!
Samstag, 18.30 – 19.30 La Petite Maison Dans La Prairie
Soulwax
Nach 10 Jahren Pause geht plötzlich alles ganz schnell. Neues Album, Konzerte und Festivalauftritte – also schnell hin bevor man es wieder verpasst hat.
Freitag 23.30 – 00.30 The Last Arena
Shame
Endlich wieder handfester britischer Post-Punk aus dem Süden Londons. Ihr Debüt „Songs of Praise“ ist in der Szene hoch gelobt und Witzbolde sehen in Shame einfach die neuen Oasis. Zwar ist die Band im Durchschnitt erst 19 Jahre alt, doch haben die fünf Briten schon jetzt den Ruf als aufregende Live-Band weg. Shame mischen Rotz-Punk mit Indie-Schrammel und lassen in ihren Texten ihrem politischen Unmut gegen Brexit, Gesundheitssystem und Co. freien Lauf.
Freitag 16.45 – 17.30 La Petite Maison Dans La Prairie
Mount Kimbie
Da wo sie sind, da wirbeln Kai Campos und Dominic Maker viel Staub auf. Die Tracks des Duos sind inspiriert vom diversen Künstlern der Musikszene, darunter Machinefabriek, der Indieband Micachu oder auch von der experimentellten Drone-Akteurin Grouper. Immer experimentell, immer vielfältig, das ist die Musik von Mount Kimbie. Eine klare Definition für den Sound des Duos gibt es nicht, irgendwo zwischen Dubstep, HipHop, Jazz, Post-Punk- Techno und Ambient lässt sich dieser einordnen. Eins ist jedoch sicher, Mount Kimbie sind nie langweilig und überzeugen auch live auf voller Linie.
Samstag, 20.30 – 21.30 La Petite Maison Dans La Prairie
Preoccupations
Wem Preoccupations noch zwei Jahre nach der Namensänderung immer noch nichts sagen – das ist die Band, die 2015 noch eins der besten Alben der Postpunk-Szene unter dem Namen Viet Cong veröffentlichten. Aus Viet Cong wir Preoccupations und abgesehen vom Namen ist die Band aus Kanada nach Protomartyr immer noch einer der spannendsten Bands in der Post-Punk-Szene. Absouluter Pflichttermin beim Dour!
Freitag, 18.30 – 19.15 La Caverne
Mura Masa
Mit seinen experimentierfreudigen Tracks tastet sich der elektronische Produzent Alex Crossan alias Mura Masa an sämtliche Genre heran – Post-Dubstep prallt hier auf Electronica, HipHop und ein Hauch Fernost. Mit seinem eigenwilligen Stilmix sprengt das Multitalent nicht nur sämtliche Genregrenzen, sondern ist der Künstler an den Turntables mindestens genauso Variationsreich. Wummernde Bässe, tanzbare prägnante Pop-Nummern, Autotune-Gesang und eine große Prise House sorgen für eine ausgelassene Grundstimmung. Zur besten Feier-Uhrzeit präsentiert der Brite sein Set und läutet so am Freitag schon die totale Party-Eskalation ein.
Mit „Time Is Your Gun“ erscheint die dritte Vorabsingle des Debüts von Fil Bo Riva. Die vertraute Kombination verträumter Gitarren Hooks und charmanter Reibeisenstimme erinnern an die Stücke der ersten EP des Wahl-Berliners.
„Time Is Your Gun“ beginnt langsam, fast zurückhaltend, um sich anschließend durch treibende Gitarren Hooks und fast ekstatische Gesangsparts ins Unermessliche zu steigern. Der dynamische Titel ist die dritte der bisherigen Vorabveröffentlichungen, die das Debüt des aus Rom stammenden Folksängers Fil Bo Riva ankündigen.
Laut Fil Bo Riva bildet „Time Is Your Gun“ die Brücke zwischen der zuletzt erschienenen EP und dem kommendem Debütalbum: Der Text sei bereits kurz nach den Aufnahmen von „If You’re Right, It’s Alright“ entstanden und bildet den inhaltlichen Abschluss zu den Stücken der EP. Im Proberaum sei daraus schnell dieser Song entstanden, ohne dass bewusst daran gearbeitet wurde. „Ich will nicht zu romantisch klingen, aber ich erinnere mich daran, dass die ersten Akkorde die wir jemals spielten, dieselben wie in diesem Song waren. Bis heute eröffnen wir unsere Konzerte mit diesem Track – die Energie, die wir dadurch erhalten, ist einzigartig“, heißt es dazu im Pressetext.
Anders als bei der Produktion der EP, bei der Fil Bo Riva bereits seine fertigen Songs mit ins Studio brachte, entstand das Debütalbum erst während der Aufnahmen selbst: Eindrücke und Erfahrungen von zahlreichen Konzerten wurden vor Ort gemeinsam mit Band und Produzent genährt und weiterentwickelt. Auch wenn das Datum der Veröffentlichung noch nicht feststeht, gibt es immerhin einen kleinen Trost – auf „Time Is Your Gun“ werden noch weitere Vorabsingles folgen.
Bei Christine and The Queens liegt die Eleganz in der Simplizität des Pops. Dies beweist die Künstlerin in ihrer neuen Single „Doesn’t matter“.
„Es ist ein Krisensong, den ich irgendwann in einer schlaflosen Nacht geschrieben habe“, sagt Christine and The Queens über ihre neue Single „Doesn’t matter“. Tatsächlich hört man dem Track seine Nächtlichkeit nur in einem Punkt an: das Pure, das eine dunkle Nacht manchmal ausstrahlt, findet man auch in den vier Minuten Länge des Songs wieder. Dennoch ist „Doesn’t matter“ viel zu frisch und zu getrieben. Man hat den Anschein, als würden die Bass Lines und die Drums sich von alleine tragen und die Aussage des Songs nur so vor sich herschreien. Ergänzt wird dieser expressive Minimalismus von einer urbanen Tanzperfomance. Das Video entstand unter der Regie von Colin Solal Cardo, welcher bereits mit Stars wie Alicia Keys oder Phoenix zusammengearbeitet hat.
„Doesn’t matter“ folgt auf Christine and the Queens‘ gefeierte Comeback-Single „Girlfriend“, die in den vergangenen Wochen ihren Stammplatz in den Playlists bei BBC Radio 1 und 2 sicher hatte. Der Song ist die somit die zweite Singleauskopplung aus ihrem neuen Studioalbum „Chris“, das am 21. September erscheinen wird. Aufgenommen wurde es von der Künstlerin selbst, die mit bürgerlichem Namen Héloïse Letissier heißt. Der Albumtitel soll bereits andeuten, dass man sich hier auf eine neue, bis dato unbekannte, Ebene der Intimität mit der Künstlerin begibt. Sie selbst meint dazu: „Ich hätte für das zweite Album mit irgendeinem fancy Produzenten in LA eine Pop Shit-Platte aufnehmen können, aber nein. Ich wollte es, wenn möglich, noch persönlicher machen.“ Eine erste Deutschland-Show spielt Chrstine and The Queens sie am 15.10. in der Berliner Columbiahalle.
TedLo ist das Pseudonym des 20-jährigen Briten Ted Griggs, der sich mit seiner neuen Single „Lemonade“ extravagant in Szene setzt. Für die eigene Anmoderation im Video heben schon mal unser Glas Limonade.
Wie passen Leggings im Leo-Look, Glamrock und Limonade zusammen? Das verrät uns TedLo aka Ted Griggs, der mit „Lemonade“ nun seine neue Single veröffentlicht. Produziert wurde die Brause in seinem eigenen Instrumentenpark, der Raum für das Analoge in seinem digitalen Denken schaffen sollte. Sein musikalisches Labor erlaubt dem Briten die komplette Kontrolle über sein Schaffen zu haben und so jeden Aspekt des Künstlerdaseins voll ausleben zu können. Und so füllt TedLo sorgfältig Song für Song ab und gibt Noten von Flaming Lips, MGMT oder Foxygen hinzu.
Aus einem solchen Gemisch ist auch die neue Single „Lemonade“ entstanden. Ein Hinterfragen von Klischees, die dann mit Witz und Visualität aufgearbeitet werden. In „Lemonade“ will uns der Musiker weismachen, dass man zur Herstellung von Limonade lediglich Zitronen bräuchte. Aber Limonade ohne Zucker? Ist das dann Zero oder Light? Oder trägt man in Großbritannien immer einer Packung Zucker mit sich rum? Vielleicht bringt eben genau die zuckerlose Version den Twist in die Musik von TedLo. Anders ist der durchgedrehte Glamrock mit 70s Synthesizer-Ästhetik auch nicht zu erklären. Das Video zu „Lemonade“ im Look von Top of The Pops ist ein Teil einer Trilogie und ist bei uns in der Premiere zu sehen.
Der Künstler Search Yiu veranlasst aufmerksame Zuhörer mit seinen angekündigten Singleveröffentlichungen dazu, sich einige rote Kreuzchen in den Kalender zu machen. „Posai“ ist nämlich der zweite von insgesamt fünf Tracks, die über die nächsten Wochen veröffentlicht werden sollen.
Dass ein bald erscheinendes Album mit diversen Singleauskopplungen schmackhaft gemacht wird, ist nicht wirklich die neuste Herangehensweise. Ein bisschen anders macht es da Sören Hochberg aber schon, der hinter Search Yiu steckt. Denn seit einiger Zeit ist klar, dass es insgesamt fünf Tracks sein werden, die er in den nächsten Wochen exklusiv bei den Kollegen vom DIFFUS Magazin veröffentlichen wird. Den Beginn der musikalischen Fünfer-Kette stellte am 07.06. der Song „Alles Anders“. Zum einen zeigt dieses Stück die Charakteristik der angestrebten Richtung, zum anderen aber auch eine relativ neue Seite von Search Yiu: Die Entscheidung für die deutsche Sprache. Einen Zahlendreher später im Datum, nämlich am heutigen 06.07. ist nun „Posai“ am Start und somit die zweite Veröffentlichung.
„Posai“ ist wieder auf Englisch, trägt aber wie im Vorgängersong die Thematik der (unerfüllten) Liebe in sich, die durch außergewöhnlich düstere Beats getragen wird. Auf der aktuellen Single passiert dies durchaus tanzbar. Produziert wurde „Posai“ von Kalk Raus und Search Yiu selbst. Gemischt wurde der Track von Max Rieger. Diesen Namen kennt man auch im Zusammenhang mit Drangsal, mit dem Search Yiu auch eine Freundschaft verbindet. Im neusten Song heißt es „a little liquor here, a little liquor there […]“ und damit kann man sicher perfekt ins Wochenende starten, ohne zwingend im Alkohol aufkommenden Liebeskummer zu ertränken. Die Liebe zu Search Yiu sollte mit dem Song aber nicht mit Kummer verbunden sein, sondern eher stetig wachsen. In „Alles Anders“ sang er noch „Hol’ mich ab, ich weiß die Zeit wird knapp, doch ich bin jemand, den du noch nicht kennst.“ Uns holt er auf alle Fälle ab und spätestens jetzt sollte er keiner mehr sein, den man noch nicht kennt.