„Monsieur le président“ wollte Macron vor einigen Wochen von einem Schuljungen genannt werden. Im französischen Indie-Pop sind aber längst die „Madames“ angekommen und sorgen für ein ausgewogenes Gleichgewicht. Wir haben euch ein paar Acts mit Frauenstimmen herausgesucht.
Agar Agar
Das Pariser Duo konnte die letzten Jahre immer wieder mit spannenden Songs und Videos auf sich aufmerksam machen. Mit „The Dog & The Future“ wollen Agar Agar nun endlich auch ein Debütalbum veröffentlichen, das noch dieses Jahr erscheinen soll. Clara Cappagli und Armand Bultheel wechseln sich mit den Vocals je nach Song ab und lassen sich somit viel Raum für Kreativität. Am 16. August sind die beiden Musiker dann auch zu Besuch beim Pop Kultur Festival in Berlin.
L’Impératrice
Deutschland hat mit Franz Beckenbauer seinen Kaiser und Frankreich haben L’impératrice. Das sechsköpfige Gespann besteht aus Charles de Boisseguin, Hagni Gwon, David Gaugué, Tom Daveau, Achille Trocellier und Flore Benguigui. Letztere ist erst 2015 zu der Kombo hinzugestoßen und hat den Sound mit ihrem Gesang maßgeblich verändert. Die Musik von L’Impératrice ist eine sommerliche Mischung aus Disco und französischen Indie Pop. Mehr Sonnencreme-Flavour geht gar nicht.
Vendredi sur Mer
Die Geschichte und die Tradition des französischen Chanson aufzugreifen würde den Rahmen sprengen. Viel lieber lassen wir die Künstler in dem Fall für sich sprechen. Ein Beispiel dafür ist Vendredi sur Mer aka Charline Mignot. Durch Zufall ist die Mode-Fotografin durch das Komponieren von passenden Soundtracks für ihre Shootings zur Musik gestoßen. Mittlerweile ist ihr Sound gereift und gekonnt spielt sie mit den Merkmalen des französischen Kulturgutes, verpackt sie in eine leichte Meeresbrise und schickt sie zurück in die 80s.
Fishbach
Eine ähnliche Herangehensweise verfolgt auch die junge Musikerin Fishbach. Auch sie greift das verstaubte Genre auf und macht die Chanson zu ihrem eigenen Sound. Was die mittlerweile verstorbene France Gall für die 80er Jahre war, ist Fishbach (mit Update) für das Hier und Jetzt. Eine starke Persönlichkeit.
Claude Violante
Den Namen Claude Violante hätten wir ohne mit der Wimper zu zucken als „richtigen“ Namen durchgewunken. Dabei wurde die Pariser Künstlerin eigentlich mit dem Namen Camille Petitjean geboren, was natürlich dazu einlädt einen zweiten Blick auf ihren Künstlernamen zu werfen. Claude ist in Frankreich ein eher gängiger Name. Der Nachname Violante könnte den Eindruck von Gewalt erwecken, entpuppt sich aber schnell als False Friend und steht vielmehr für die 80s Trendfarbe violett. Und somit wäre auch der purple Sound der Musikerin erklärt.
Burning Peacocks
Burning Peacocks ist das Musikprojekt der französischen Schauspielerin und Model Alma Jodorowsky. Sie hatte bereits Rollen an der Seite von Cara Delevingne und gemodelt hat sie unter anderem schon für die Luxusmarke Lancôme. Bei so viel Talent, müssen wir euch wahrscheinlich gar nicht erst erzählen, dass natürlich auch ihr Musikprojekt gut läuft. Manchmal hassen wir diese Alleskönner.
Clara Luciani
Ein letztes Mal Chanson. Clara Luciano ist mit 19 nach Paris gezogen, um sich ihren Traum als Musikerin zu verwirklichen. Schnell knüpfte sie in der Pariser Szene wichtige Kontakte und konnte beispielsweise zusammen mit Sokos Bruder Maxime Sokolinski(I Kill Her) zusammenarbeiten. Mutig und mit rockigen Elementen interpretiert Clara Luciani ihren Sound.
Bon Voyage Organisation
Bon Voyage Organisation. Stärkere Urlaubsgefühle kann man mit einem Bandnamen wohl kaum erzeugen. Hinter dem Projekt steckt Adrien Durand, welcher sich vom ostasiatischen Pop der 70er Jahre hat beeinflussen lassen. Tatsächlich verbirgt sich produktionstechnisch hinter dem Projekt nur ein einziger Typ, was den Act ein wenig für diese Liste disqualifizieren mag. Dennoch kann man den nächsten heißen Scheiss aus Frankreich einfach nicht vorbehalten und die Vocals werden ja schließlich immer wieder von befreundeten Musikerinnen übernommen werden.
Exklusiv, exklusiv, exklusiv. Mit folgenden Adjektiven kann man die großen Namen der diesjährigen Edition des Melts beschreiben. The xx, Florence + The Machine und auch Fever Ray spielen nämlich vom 13.-15. Juli allesamt exklusive Shows in der deutschen Festivallandschaft. Neben den großen Namen darf man sich natürlich auch auf etliche Newcomer und renommierte Djs freuen.
Superorganism
Als Superorganismus wird gelegentlich eine lebendige Gemeinschaft von mehreren, meist sehr vielen eigenständigen Individuen derselben Organismenart bezeichnet, die gemeinsame Fähigkeiten oder Eigenschaften entwickeln, die über die Fähigkeiten der Individuen der Gemeinschaft hinausgehen. Das behauptet jedenfalls Wikipedia. Tatsächlich besteht die erst im Januar gegründete Band aus acht unterschiedlichen Musikern, die aus den verschiedensten Teilen der Welt kommen. Eine ähnliche Konfusion besteht auch bei den Soundschnipseln, die manchmal sehr nach dem Nu-Wave der 00er Jahre klingen. Manchmal halt aber auch verspielt und very neu.
Freitag, 17:30 – 18:15, Melt Stage
Palms Trax
Der in Berlin lebenden Jay Donaldson aka Palms Trax ist in den letzten Jahren eine Art Stammgast des Melt Festivals geworden. Im Dunstkreis der Dekmantel Soundsystem Crew vereint er den Sound der English Riviera mit der Musiker der Weltkontinenten. Immer wieder lässt der Afro-Funk in seinen britisch geprägten House-Stil mit einfließen. Damit kriegt er nicht nur die Electro-Nerds, sondern schafft es sogar den ein oder anderen Indie-Head auf die Tanzfläche zu ziehen. Wetten?
Samstag, 03:30 – 05:30, Forest Stage
Smerz
XL Recordings hat einen Fetisch für Sounds, die man nur schwer beschreiben kann. Womöglich nennt man diesen Fetisch in der Musikszene auch noch Innovation. Diese kommt in diesem Fall von Smerz aus Kopenhagen, die ein Spannungsfeld aus Pop und Electro aufbauen, das man so eher in Berlin vermuten würde. Die aus der norwegischen Hauptstadt Oslo stammenden Norwegerinnen Henriette Motzfeldt und Catharina Stoltenberg haben es mit einigen, raren Songs und einer EP mit dem vielsagenden Namen „Okay“ geschafft auf sich aufmerksam zu machen und man darf gespannt sein, wie sie ihre Coolness live übertragen werden.
Samstag, 21:30 – 22:15, Superdry Sounds
Parcels
Zugegeben: ein Teil unseres Teams ist gerade sehr im „It’s Coming Home“-Fieber und jetzt spielen Parcels auch noch gleichzeitig zum WM-Finale. In normalen Fällen würde die Entscheidung immer pro Australia ausfallen. Da kommen die Funkster von Parcels nämlich eigentlich her. Mittlerweile leben die Musiker aber längst in Europa und fühlen sich auch in der französischen Stube bei Daft Punk mehr als heimisch. So wurde beispielsweise ihre Single „Overnight“ von dem Helmduo produziert. Der Song sprüht live mindestens genau so viel Down Under-Lebenslust aus wie der Rest des Sets der Band. Jetzt darf England es eben nur nicht bis ins Finale schaffen.
Sonntag, 18:00 – 18:45, Melt Stage
Sevdaliza
Dass Musik befreiend und einengend zugleich sein kann, beweist Sevdaliza. Die in Teheran geborene und in den Niederlanden aufgewachsene Künstlerin schafft es mit ihrer dunklen Popmusik und haltungsstarken Texten eine enge Bindung zwischen dem Zuhörer und sich selbst zu schaffen. Ähnlich ausdrucksstark und richtungsweisend sind ihre Live-Shows, in denen sie sich als Gesamtkunstwerk präsentiert.
Samstag, 23:45 – 00:45, Melt Selektor
Fatima Yamaha
Laien haben lange im Dunkeln getappt und hinter Fatima Yamaha eine Frau vermutet. Wir auch lel. Das zeigt aber auch, dass das Projekt von Bas Bron kein Gesicht braucht um eigenständig zu funktionieren. Der Sound ist minimalistisch, optimistisch und wird von entspannten Synthies geprägt. Gute Laune per Knopfdruck quasi.
Sonntag, 21:00 – 21:15, Melt Selektor
Little Dragon
Zu Little Dragon wird auf den Tanzflächen der Bundesrepublik einfach zu wenig getanzt. Das ist nicht nur ein Fakt, sondern sollte auch schleunigst geändert werden. Denn kaum ein anderer Act schafft es derart mit Genres zu jonglieren, dass man schon mal das Gleichgewicht verlieren kann. Und wie bringt man sich am besten Körperhaltung und Körperspannung bei? Richtig, durch Tanzen.
Sonntag, 20:45 – 21:15, Melt Selektor
Princess Nokia
Feministinnen-Rap ist in der Liga der Unwörter sicherlich auf einer Stufe mit Weltmusik oder Soundcloud-Trap. Die Performerin und Musikerin Princess Nokia lässt sich nicht in eine vorgefertigte, verstaubte Schublade packen. Sie spricht Probleme laut, gerne auch vorlaut an und hat mit dieser Strategie bereits zwei Alben namens „Metallic Butterfly“ und „Honeysuckle“ veröffentlicht. Im März gelang ihr dann mit ihrem ersten professionell produzierten Debütalbum „1992“ ein Meilenstein in der Kombination als Female Rap, Sould und Urban-Attitude. Halt doch mehr als nur Queer-Rap und Feministinnen-Rap, oder?
Sonntag, 22:30 – 23:30, Melt Selektor
Mavi Phoenix
„They know I’m an Aventura“ Spätestens mit folgender Line sollte der Welt bewusst geworden sein, dass Mavi Phoenix aus Österreich kein gewöhnlicher Pop-Export ist. Die Musikerin seilt sich irgendwo hinter den Alpen fernab von HC und Kurz zwischen Neo-R&B und HipHop ab und begräbt die Negativität mit viel Nonchalance und Auto-Tune.
Samstag, 01:00 – 01:45, Superdry Sounds
Mount Kimbie
Mount Kimbie geben das wieder, was eine Weltmetropole wie London einem einimpft. Pluralität ist ein Begriff, der in dem aktuellen Zeitgeschehen als Luxusgut betrachtet werden sollte und genau dies versucht das Duo in seinem Sound zu verarbeiten. Die Minimal-Musiker vereinen die früher noch dümmlich verfeindeten Lager von Indie und Electro und könnten somit fast Markenbotschafter fürs Melt sein.
Im Juli kommen die Kanadier von METZ für Konzerte in Leipzig und Berlin nach Deutschland. Um die Vorfreude zu verkürzen, haben wir mit Sänger und Gitarrist Alex Edkins unter anderem über die Musikszene in Toronto und die Produktion von „Strange Peace“ gesprochen.
Über hundert Konzerte spielen Alex Edkins, Hayden Menzies und Chris Slorach jedes Jahr weltweit. Für ihre unglaubliche Energie und ihren brachialen Live-Sound werden sie vom Publikum gefeiert. Dass die Chemie automatisch stimmt, wenn das Trio auf die Bühne tritt, ist wohl auch der Grund dafür, dass METZ noch existiert und die Freude am gemeinsamen Musik machen sich nicht verflüchtigt, so Sänger und Gitarrist Edkins im Interview. Er verrät uns außerdem, wieso Toronto seine fruchtbare Musikszene mehr fördern sollte und welche Erfahrungen das Dreiergespann bei der Produktion des letzten Albums „Strange Peace“ sammeln konnte.
Wie kam es zur Gründung von METZ?
Hayden und ich trafen uns 2005 in Ottawa. Wir teilten eine gemeinsame Vorliebe für Punk und Hardcore. Wir gingen auf die gleichen Konzerte und schauten uns die Shows unserer Bands an. Er spielte in einer Band, die ich mochte: Three Penny Opera. Es ist eine relativ kleine Stadt mit einer kleinen Musikszene, so war es unmöglich sich aus dem Weg zu gehen. Wir haben angefangen, vor der Arbeit in seinem Keller Musik zu machen – ich arbeitete zu dieser Zeit Nachtschichten in einer Küche. Aus dieser Musik wurde schließlich METZ. Nach unserem Umzug nach Toronto trafen wir Chris und begannen, unsere ersten richtigen Shows zu spielen.
Wie würdest du eure Heimatstadt Toronto als Ort zum Musikmachen beschreiben? Wie nimmst du die lokale Musikszene wahr?
Es ist trotz schlechter Bedingungen ein Ort, an dem unglaubliche Musik gemacht wird. Die Musikszene in Toronto wirkt auf uns inspirierend. Sie wächst und verändert sich auf interessante Art und Weise. Ich bin von jedem, der in Toronto Musik macht, beeindruckt, weil es scheint, als wäre man zum Scheitern verurteilt. In letzter Zeit wird Toronto immer ungünstiger für Musiker und Künstler. Die Lebenshaltungskosten sind so hoch, dass Musiker beginnen, wegzuziehen. Es ist bedauerlich, denn indem man Musiker und Künstler zwingt, zu gehen, nimmt man der Stadt genau das, was sie besonders machte, als ich herzog. Es ist nur eine Frage der Zeit bis Musikkultur durch Eigentumswohnungen ersetzt wird. Auf unserer letzten Tour durch Asien und Europa sprach ich mit vielen Menschen, die das Gleiche auch über ihre Städte sagten.
Geografisch gesehen stammt ihr aus Toronto. Doch woher kommt ihr, wenn es um die Musik geht?
Wir sind die Summe all der Dinge, die wir lieben. Tausend verschiedene Orte.
Welchen Einfluss hat Toronto auf den Sound von METZ?
Ich denke, METZ ist ein direktes Produkt von Toronto. Es kann ein sehr harter und befremdlicher Ort sein und ich denke, dass der Großteil der Lyrics (insbesondere vom ersten Album) das widerspiegeln. Es ging um jemanden, der versuchte, sich an eine scheinbar feindselige Umgebung zu gewöhnen. Ich kämpfe immernoch jeden Tag mit der überwältigenden Natur der Großstadt. Ich liebe und ich hasse es.
Euer drittes Album „Strange Peace“ habt ihr mit Producer Steve Albini live aufgenommen. Wie hast du diese Produktion erlebt? Welche Dinge liefen im Vergleich zu den ersten beiden Aufnahmen anders?
Ich habe die Erfahrung wirklich genossen. Es war in beinah jedem Fall anders für uns. Wir haben live auf Band aufgenommen und Overdubs auf ein Minimum reduziert. In der Vergangenheit haben wir die Instrumente über Monate hinweg in verschiedenen Studios eingespielt. Mit Steve haben wir vier Tage an einem Ort verbracht und es gab kein Zurück. Wir schliefen im Studio und nahmen den ganzen Tag auf – sehr schnell und ohne uns im Nachhinein viel anzuzweifeln.
Wie hat diese Art der Aufnahme eure Songs beeinflusst?
Das Live-Recording kreierte einen unverfälschteren Klang. Ich denke, „Strange Peace“ ist klanglich unser klarstes und rohstes Album. Der gesamte Sound wurde weniger verarbeitet und glatt geschliffen, aber als Ganzes gesehen ist es die Aufname mit der größten Wiedergabetreue, die wir erreichen konnten. Die Ausführung ist roh, aber die Aufnahme auf Steves Seite ist ziemlich makellos. In der Vergangenheit war unsere Tendenz eher, jeden einzelnen Sound zu manipulieren…
Wie kam es denn zu der Kooperation mit Steve Albini?
Wir waren uns alle einig, dass seine Herangehensweise eine willkommene Abwechslung für uns wäre. Wir wollten uns einfach auf das Spielen der Songs konzentrieren.
Was inspiriert euch, wenn ihr neue Songs schreibt?
Neuland. Ich denke unser Ziel ist es, an unsere eigenen Grenzen zu gehen und die Idee dessen, was die Band sein kann, zu erweitern.
Welche Musiker inspirieren euch am meisten? Gibt es Bands, die du uns ans Herz legen würdest?
Gerade stehe ich ziemlich auf DEVO.
Eure Musik ist wirklich laut und energetisch. Viele Leute feiern eure Live-Auftritte. Wie kommt ihr bei euren Proben in die richtige Stimmung dafür? Wie bereitet ihr auch auf Konzerte vor?
Unsere Live-Chemie entsteht immer automatisch. Ich denke, das ist der Grund dafür, dass es uns noch gibt und wir es immernoch lieben, gemeinsam Musik zu machen. Weniges passiert vorsätzlich und es wird auch wenig darüber diskutiert. Diese eine Stunde auf der Bühne ist der beste Teil des Tages und wir wollen sichergehen, dass er so gut wie möglich ist.
Wie entspannst du während der Tour? Habt ihr irgendwelche Traditionen, wenn ihr gemeinsam unterwegs seid?
Im Van Bücher zu lesen, hält mich fit und entspannt mich. Unsere Tradition war einmal, so viel Alkohol wie möglich zu trinken, aber das ist nicht länger der Fall.
Hattet du schon einmal Zeit, Leipzig zu entdecken? Hast du schon irgendwelche Lieblingsplätze hier?
Meine lebhafteste Erinnerung an Leipzig stammt aus der Zeit vor METZ. Hayden und ich spielten auf unserer ersten und einzigen Europatour mit einer anderen Band (The Grey) im Zoro. Es war gemeinsam mit Baroness und Torche und ich liebte die Show und den Ort. Als wir von dieser Tour zurückkamen starteten wir mit METZ.
Hayden and I met in Ottawa around 2005. We shared a mutual love of punk and hardcore music. We would go to the same shows and watch each others bands play. He played in a band I like called Three Penny Opera. Its a relatively small city and music scene so it was impossible to avoid each other. We started making music together in his basement before work (I was working night shift in a kitchen). That music eventually became METZ. We met Chris in Toronto after moving there and began to play our first real shows.
How would you describe your hometown Toronto as a place to make music? How would you describe the local music scene?
A place where incredible music is made in spite of incrediblely inhospitable conditions. The Toronto music community is very inspiring to us and is always growing and changing in interesting ways. I’m impressed by anyone who can make music in Toronto because it seems like you are set up to fail. Lately, Toronto is becoming more and more inhospitable to musicians and artists. The cost of living is so high that musicians are beginning to move away. It’s unfortunate because by forcing musicians and artists out you take away the very thing that made Toronto special when I first moved here. I think its only a matter of time until Toronto replaces its music culture with condominiums. On our last European and Asian tours I spoke with many people who were saying the same things about their cities.
You’re from Toronto geographically. But where are you from musically?
We are the sum of all the things we love. One thousand different places.
Which impact does Toronto have on the sound of Metz?
I think METZ is a direct product of Toronto. It can be a very harsh and alienating place and I think most of the lyrics (especially the first album) illustrate that. It was someone attempting to acclimatize to what seemed to be a hostile environment. I still struggle with the overwhelming nature of the big city everyday. I love it and I hate it.
You recorded your third record „Strange Peace“ with producer Steve Albini live. How did you experience the production? Which things worked differently compared to the first two recordings?
I really enjoyed the experience. It was different for us in almost every way. We recorded live to tape and kept overdubs to a minimum. In the past, we had tracked instruments seperately often in different studios and over several months. With Steve we spent 4 days in one place and there was no looking back. We slept at the studio and recorded all day. Really fast and very little second guessing ourselves.
How did the live music tracking affect the songs you wrote?
Recording live created a much more un-effected overall sound. I think Strange Peace is our cleanest sounding album and also the most raw. The sounds are less processed and polished but as a whole it is the most high fidelity recording we’ve managed to make. The performances are raw but the recording on Steve’s end is quite pristine. In the past our tendency was to red line or manipulate every single sound…
What led to the cooperation with Steve Albini?
We all agreed that his approach to recording would be a welcome change for us. We wanted to just focus on playing the songs.
What inspires you while writing new songs?
New ground. I think our goal is to push our boundaries and expand our idea of what the band can be.
Which musicians inspired you most? Are there any bands you would recommend?
Right now I’m on a pretty heavy DEVO kick.
Your music is really noisy and energetic. A lot of people are celebrating your exhausting live shows. How do you create the right mood in your rehearsals? How do you get ready for a live show?
Our live chemistry has always been automatic. I think that is why we’ve lasted so long and we still love to play music together. There is very little premeditation or discussion that happens. The one hour on stage is the best part of the day and we make sure that it is as good as it can be.
How do you relax while touring? Are there any traditions?
Reading books in the van keeps me sane and relaxed. Our tradition used to be to drink as much booze as possible, that is no longer the case.
Did you have some time to explore Leipzig? Do you have any favorite places here?
My most vivid memory of Leipzig was from before METZ existed. Hayden and I played in a different band (The Grey) and we played a show at Zoro on our first and only European tour. It was with Baroness and Torche and I really loved that show and that place. When we got home from that tour we started METZ.
In vierzig Minuten und ingesamt zehn Songs nimmt uns die britische Indie-Rock Band Florence + The Machine mit ihrem neuen Album „High As Hope“ auf eine nostalgische Reise in die Vergangenheit, auf eine Suche nach Sich Selbst und nach Zuflucht in der Stille. „High As Hope“ ist das vierte Studioalbum, auf das wir nun mittlerweile drei Jahre nach der Veröffentlichung von „How Big, How Blue, How Beautiful“ sehnlichst gewartet haben – und das Warten hat sich gelohnt!
Einen kleinen Vorgeschmack baten uns schon die fulminanten neuen Singles „Sky Full of Song“, „Hunger“ und „Big God“ – nun ist das Werk endlich komplett. Alle Songs wurden von Florence Welch höchstpersönlich co-produziert, man könnte meinen als eine Hommage an die vergangenen Tage ihrer Jugend. Die 31-Jährige weckt mit ihren Texten Geister der Vergangenheit und wirkt dabei nachdenklicher als je zuvor, nicht auf der Suche nach großen Experimenten, reifer. Die mystisch anmutenden Texte bieten eine Vielzahl Gänsehautmomente, mit dramatischen Tiefen und unerwarteten Höhen.
„I feel nervous in a way that can’t be named. I dreamt last night of a sign that read, „The end of love.“ And I remember thinking even in my dreaming it was a good line for a song“ Mit diesen Zeile wird zum Ende des Albums der Song „The End of Love“ eingeleitet, eigentlich sollte dieser auch ursprünglich Namensträger des Albums werden. „High As Hope“ wirkt dagegen viel hoffnungsgetragener, voller Inspiration und Tatendrang. Den letzten Schliff erhielt das Album in New York City durch die langjährige Freundin und Co-Produzentin Emile Haynie, der Ort dessen bekannte Skyline auch Inspirationsgeber für den Titel des vierten Albums war.
Das Werk ist eine Mischung aus theatralischen Minimalismus gepaart mit wohl bekannten Barock-Pop-Klängen, trotz nachdenklicher Passagen, wirkt „High As Hope“ positiver und optimistischer als sein Vorgänger. Dazu bekommen die Briten auf ihrem neuen Werk kreative Unterstützung von bekannten Namen wie Kamari Washington, Jamie xx oder Tobias Jesso Jr.
Eine Verbindung zu Patti Smith versteckt sich nicht nur im Cover und präsenten Auftretens Welchs, nein auch in der Art der Verarbeitung des Erlebten in Texten, die unter die Haut gehen. So wundert es uns nicht, dass ein Song mit dem Namen Patricia die neue Platte schmückt.
„And it’s hard to write about being happy, cause the older I getI find that happiness is an extremely uneventful subject.’’ Mit den Worten des Songs „No Choir“ endet das Album, mit der typischen Florencischen Dramatik wird man mit einem lebensbejahenden Enthusiasmus durch das ganze Album gezogen und man fühlt sich am Ende ein wenig verzaubert.
Auch das Video zur neuen Single „Hunger“ ist ein echter Hingucker. Auf die Frage, was sich hinter „Hunger“ versteckt sagt Welch: “Dieser Song erzählt von der Art und Weise, mit der wir versuchen, Liebe in Dingen zu finden, in den keine Liebe zu finden ist. Außerdem geht darum, wenn der Versuch, sich weniger allein zu fühlen, uns noch stärker isoliert.”
Riffige Gitarren à la The Kills treffen auf melodische Hooks und fuzzigen Indie-Pop. Mit „Wonder“ legt die australische Newcomerin San Mei endlich neues Material nach und lässt die Vorfreude auf ihre zweite EP steigen.
Mit ihrer Debüt-EP „Necessary“ feierte San Mei zum ersten Mal 2016 kleine Erfolge. Danach wurde es aber wieder still um die australische Newcomerin. Mit „Wonder“ haut San Mei jetzt aber einen echten Ohrwurm raus – psychadelische fuzzige Gitarrenriffs, melodische Hooks gepaart mit Dream-Pop und der sanften harmonischen Stimme von San Mei.
Die Thematik ihres neuen Tracks erklärt Singer-Songwriterin Hamilton wie folgt: „Es handelt sich um diesen klassischen Schmetterlingseffekt, wenn jemand Unbekanntes deine Aufmerksamkeit auf sich zieht und du nicht weiß weshalb. Es ist diese Person, die zu einem Tagtraum für dich wird und du wunderst dich wer sie ist, was es mit ihr auf sich hat und die trotz allem nicht mehr als eine berauschende Illusion ist.“
Genauso berrauschend ist auch das Video zum Track, das in feurigem Rot gehalten ist und die expolsive Indie-Pop-Nummer somit weiter unterstreicht. „Wonder“ ist die erste Singleauskopplung der noch unbetitelten neuen EP der Australierin, die im Laufe diesen Jahres noch erscheinen soll.
Pale Waves sind mit ihrem 80s Goth-Look derzeit vielleicht eine der vielversprechendsten Indie-Pop-Bands überhaupt. Im Oktober kommen sie für ein paar ausgewählte Termine nach Deutschland.
Matt Healy von The 1975 ist längst Fan von Pale Waves. Die Band aus Manchester bestehend aus Heather Baron-Gracie (Vocals), Ciara Doran (Drums), Charlie Wood (Bass) und Hugo Silvani (Gitarre) wird nicht nur von dem Musiker produziert. Er übernimmt auch die Regie bei dem ein oder anderen Video der Band und verleiht dem 80s Sound so einen zusätzlichen, visuellen Charme.
Heather Baron-Gracie und Ciara Doran haben sich irgendwo während des Studiums in einem Spirituosenladen in Manchester kennengelernt und wurden sicherlich nach der ID gefragt. Denn so jung sie auch aussehen mögen, so gereift ist das Bandprojekt schon. Auf die ersten Demo-Songs folgten die ersten gut besuchten Konzerte und die Klicks auf Youtube vervielfachten sich quasi über Nacht. Die gängigen Songs wie „Television Romance“ oder ihr neuester Track „Noises“ gehen sofort ins Ohr und ins Tanzbein. Ihr Sound zeichnet sich durch typisch britische Indie-Vibes aus und ist damit konträr zum Goth-Look der Band. Im Februar erschien mit „All The Things I Never Said“ die erste EP, die gleichzeitig auch ein Vorgeschmack auf das Debütalbum ist, an dem die Band im Moment arbeitet und das Mitte des Jahres erscheinen soll und vielleicht sogar Robert Smith stolz machen wird.
Im Oktober kommen Pale Waves für vier Konzerte nach Deutschland und The Postie präsentiert nicht nur die Tour, sondern schickt euch auch auf die Konzerte. Wir verlosen jeweils 1×2 Karten für jede Stadt. Um mitzumachen müsst ihr lediglich Fan von The Postie auf Facebook sein und den FB-Post mit eurer Begleitung und der Wunschstadt kommentieren. Die Verlosung endet am 11. Oktober um 20:00. Unsere allgemeinen Teilnahmebedingungen findet ihr hier.
ooi ist das Projekt dreier Musiker, die sich im echten Leben noch nie getroffen haben und jetzt mit „Sharks“ eine gemeinsame Single veröffentlichen.
2016 hat nach einer online Begegnung alles seinen Lauf genommen. Der in Tokio lebende US Amerikaner Nicolai Zettl (Vocals) lernte den Deutschen Flo König (Drums) und den Italiener Dodo Dal Bosco (Keys) im World Wide Web kennen und schnell wurden sich über Skype und andere Kommunikationsmöglichkeiten Aufnahmefetzen hin und her geschickt. Aus ein paar Extrakten sind Songs gewachsen, die nun unter dem Bandnamen ooi auch das Real Life erreichen sollen.
„Sharks“ ist die erste Single des Trios, das /owiː/ ausgesprochen wird. Es ist eine unkonventionelle Herangehensweise, die im großen Becken des Summer Pops neue Wellen schlägt. Neben den Thomas Pynchonesquen Bezügen, könnte der Track genau so gut als Soundtrack für die Werke von David Hockney benutzt werden. Es wird eine gewisse Sehnsucht ausgedrückt, die nach verschwommenen Palmen und Schwimmbecken greifen möchte, dabei aber vermehrt in die alltägliche Depression zurückfällt.
Die Beats erinnern an Acts wie Glass Animals, Jungle oder Gorillaz. Der Vibe der Songs versprüht jedoch die psychedelische Komplexität, die sonst noch Tame Impala oder Alt-J in ihrer Musik ausdrücken können. „Sharks“ ist wie ein erstes großes Ausrufezeichen, das in Social Media-Zeiten vermehrt als Ausdruck von Excitement benutzt wird. Wir sind uns sicher, dass die Taste auf den Rechnern der Musiker von ooi nach den Aufnahmen ihres Debütalbums geglüht haben muss. Die Platte „Blind Love“ ist noch für dieses Jahr geplant.
Pünktlich vor der Veröffentlichung ihres neuen Albums „Smote Reverser“ legen Oh Sees auf ihrer aktuellen Tour einen Zwischenstopp im Leipziger UT Connewitz ein. The Postie verlost 2×2 Freikarten für das Konzert am 3. Juli.
OCS, Thee Oh Sees oder eben Oh Sees – die Liste der Namen aus 20 Jahren Bandgeschichte ist lang. Doch nicht nur in Bezug auf den Namen oder die Besetzung hat das Gespann um Dreh- und Angelpunkt John Dwyer seit der Gründung 1997 einen enormen Wandel durchlebt. Eine große Experimentierfreude verschlug Oh Sees in die verschiedensten Ecken der weiten Genre-Landschaft und verzückte nicht nur das Publikum, sondern auch die Kritiker bereits mit feinsten Klängen aus den Bereichen Garage Rock, Psychedelic Pop, Prog, Punk, Blues und Metal.
Mit „Overthrown“ und „C“ sind nun bereits zwei Songs des kommenden Albums „Smote Reverser“ erschienen, das seine Veröffentlichung am 17. August via Castle Face feiern wird. Ganze sechs Monate sind seit dem letzten Release vergangen – wenn die Rede von Oh Sees ist, eine lange Zeit. Bei Mastermind John Dwyer herrscht niemals Stillstand; es geht immer weiter. Selbiges gilt auch für die Live-Shows der Band: Mit einer unglaublichen Energie bringt das Gespann unter lauten Gitarren, heftigem Bass und schmetternden Drums das Publikum vor der Bühne zum Schwitzen.
Eröffnet wird der Abend im UT Connewitz von Uri Rennert, Amit Korach und Rudy Berezin. Unter dem Namen Häxxan, ausgesprochen „Chasan“, macht das Trio aus Berlin beziehungsweise Tel Aviv psychedelischen Punkrock, der der musikalischen Mannigfaltigkeit von Oh Sees in Nichts nachsteht. Auf ihrem letzten Album „The Magnificent Planet of Alien Vampiro II“ paaren Häxxan politische Aussagen mit psychedelischen Gitarren und gewaltigen Riffs. Der Name der in diesem Jahr erschienenen Platte ist definitiv Programm.
The Postie verlost 2×2 Gästelistenplätze für das Konzert von Oh Sees am 3. Juli im UT Connewitz in Leipzig. Um am Gewinnspiel teilzunehmen, müsst ihr einfach nur unseren Facebook-Post und unsere Facebook-Seite liken und unter dem Beitrag kommentieren, wen ihr als Begleitung mitnehmen möchtet. Einsendeschluss ist der 1. Juli um 21 Uhr.
Nachdem ELIS NOA mit ihrer letzten Single „Motto“ für viel positive Resonanz gesorgt hat, will die Band nun mit dem Video zu „For Her“ nachlegen.
Mit ihrem letzten Release schaffte es die Wiener Band Airplay-Zeit bei Fm4, KEXP oder byte.fm zu ergattern. Mit „For Her“ soll diese Erfolgsgeschichte nun in aller Intimität weitergeführt werden. Das Video wird von einer unbekannten Protagonisten gelenkt. Immer wieder sucht sie auf verführerisch-spielerische Art und Weise den Kontakt zu sich selbst und zu dem Zuschauer. Im Laufe des Videos kippt diese Besinnlichkeit, artet in der inneren Zerrissenheit der handelnden Person aus und endet im Wahn.
In „For Her“ geht es um das menschliche Selbstbild des Menschen. Kritisch wird sich mit der eigenen Selbstdarstellung auseinandergesetzt, die oft nicht mit dem inneren Befinden korreliert. Diese Gegensätze werden auch musikalisch dargestellt und zeigen eine neue Seite von ELIS NOA. Produziert wurde die Platte von der Band selbst. Nur beim finalen Mix haben sie mit Marco Kleebauer von Leyya zusammengearbeitet. Der Sound von ELIS NOA zeichnet sich durch zerbrechlichen Pop aus, der immer wieder durch Arrangements aus Electro und Folk aufgelockert wird. Oft verirren sie sich in neuen Experimenten, gehen neue Wege, um dann am Ende des Tages doch wieder zu ihrem poly-stilistischem Pop nach Hause zu kommen.
Die Band aus Wien hat im Mai letzten Jahres mit „High“ ihre erste EP veröffentlicht. Nach einer längeren Tour durch Deutschland, Italien und Österreich arbeiten die Wiener nun mit Hochdruck am dem Release ihres Nachfolgers, welcher im Herbst erscheinen soll.