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France With Benefits #4: En conversation

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Es gibt nichts, was wir sagen können, das in den letzten Tagen nicht schon besser gesagt worden ist. Unser Mitgefühl geht nach Frankreich, nach Paris, zu unseren Nachbarn und Freunden. Wir trauern, aber wir verlieren nicht den Glauben an die Liebe. Die Liebe findet für viele in der Musik Ausdruck, die sie machen; unsere Liebe gilt, im Kontext dieses Blogs, dieser Musik und vor allem den Menschen dahinter. Deshalb treten wir für sie – die Liebe, die Musik, die Menschen – ein, indem wir weiter über sie berichten. Für diese Ausgabe von France With Benefits gilt umso mehr: Frankreich, wir lieben dich.

Version française

Il n’y a rien que nous puissions dire qui n’a pas déjà été dit ces derniers jours. Nos pensées vont aux Français, aux Parisiens, nos voisins et surtout nos amis. Nous sommes en deuil, mais nous ne perdons pas l’espoir ni la confiance en l’amour. Pour beaucoup, la musique est un moyen d’exprimer leur amour; sur ce blog, nous nous exprimons sur cette musique et sur les musiciens et musiciennes par amour. Nous continuerons de nous battre pour l’amour, pour la musique et pour les gens. Pour cette édition de France With Benefits, nous tenons à le dire avec plus de véhémence: France, nous t’aimerons toujours.



 Zwei Gespräche mit jungen Talenten

Vor zweieinhalb Wochen fand in Paris das Pitchfork Music Festival statt: drei Abende Musik von der internationalen Crème de la crème der experimentellen, hipströsen, alternativen Musik, die das amerikanische Musikmagazin so sehr feiert. Abgesehen vom House-Pionier Laurent Garnier fand sich auf dem Line-Up allerdings kein französischer Name; die einzige Unterstützung für Frankreichs nicht weniger experimentelle, hipströse und alternative Bands kam in Form einiger Schallplattenboxen, in Kooperation mit dem Pariser Plattenladen Les Balades Sonores.

Ein bisschen Unterstützung soll es daher an dieser Stelle geben. Wir haben drei junge Franzosen zum ausführlichen Gespräch getroffen: Bastien aus La Réunion, der nach einem Album mit Sable Noir gerade dabei ist, seine Solokarriere zum Laufen zu bringen, und Blandine und Jérémy, die zusammen die Band Sahara anführen. Beide Projekte sind noch im Anfangsstadium, aber sowohl auf Beastie Vees erster EP Vee-Sides als auch auf Saharas bisher einziger Single „Délice“ hört man die unglaubliche kreative Energie der Musiker. Natürlich habe ich sowohl mit Bastien als auch mit Sahara über die französische Musikszene gesprochen. Die Interviews präsentieren wir euch auf den nächsten beiden Seiten in übersetzter Form sowie im Original, für diejenigen, die des Französischen mächtig sind. Viel Spaß beim Lesen!

Version française

Il y a deux semaines, le Pitchfork Music Festival a eu lieu à Paris. Trois soirées des concerts, la crème de la crème de la musique expérimentale, alternative et « hipster », promue par le magazine de musique américain Pitchfork. Il n’y a pourtant qu’un seul nom français sur l’affiche du festival : celui du pionnier français de la house et de la techno, Laurent Garnier. Le seul soutien des jeunes groupes français, non moins expérimentaux, alternatifs et « hipster » : des bacs de vinyles à acheter, fournis par Les Balades Sonores, un magasin de disques parisien.

Nous allons les soutenir donc ici, ces jeunes talents français. Nous avons rencontré trois d’entre eux : Bastien de l’Île de la Réunion, batteur du duo Sable Noir et qui se lance dans sa carrière solo, et le couple Blandine et Jérémy, tête et cœur du groupe Sahara. Les deux projets sont encore dans la phase initiale – leurs premiers morceaux n’ont vu le jour que cette année. Mais même le premier EP de Beastie Vee et « Délice », la seule chanson qu’a sortie Sahara, font preuve d’une créativité et d’une énergie incroyables. Bien sûr qu’on a aussi parlé du paysage musical en France. Nous vous présentons donc ici les deux interviews, en français et en allemand. Bonne lecture !

Alben des Monats – Oktober 2015 (1/2)

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Mit Majical Cloudz, viel Frankreich und dem neuesten Streich von Luaka Bop

Es wird kalt in Deutschland. Umso mehr ein Grund, zuhause zu bleiben und die Stereoanlage voll aufzudrehen. Aber was sollen wir denn hören, fragt ihr? Verzagt nicht, eure liebsten Musikredakteure haben euch mal wieder eine kleine Auswahl zusammengestellt. Dabei ist dieses Mal die französische Musik stark präsent, mit dem grandiosen Debütalbum von Feu! Chatterton und neuen Alben von Arlt und the Shoes. Psych Rock, ein Luaka Bop Release und das neue Majical Cloudz Album komplettieren die Alben des Monats. Viel Spaß beim Lesen (und anhören):


Arlt: Deableries

arlt deableriesWarum Sing Sing und Éloïse Decazes ihr drittes Album als Arlt Deableries genannt haben, ist nicht so ganz klar. „Deableries“ bedeutet soviel wie „Gespräche zwischen Teufeln“ und geht auf ein Werk eines französischen Schriftstellers zurück, in dem sich Satan und Luzifer unterhalten. Daher solche Songtitel wie „Le Diable“, „L’enterrement“ und „Le cancer“.

Das lose Konzept erklärt aber nicht die Musik: seichte gitarrenbasierte Gedichte, Decazes‘ Gesäusel über Sing Sings Gebrumme, als würden sich Bär und Vogel unterhalten. Die Melodien winden sich ihren Weg in die Gehörgänge. Immer wieder sorgen unerwartete Harmoniewechsel und kleine Dissonanzen dafür, dass Deableries nicht zu seicht wird. Unterstützung hat sich das Duo von Mocke (Gitarre) und Thomas Bonvalet (alles andere) geholt. Für manche Geschmäcker mag das zu viel Gedudel sein, andere nerven die kleinen harmonischen und melodischen Messerspitzen. Mir persönlich gefällt das Wechselspiel der beiden unterschiedlichen, aber sich ergänzenden Stimmen. Wie „Deableries“ klingt das nicht.


Doug Hream Blunt: My Name Is Doug Hream Blunt

doug hream blunt my name isAlles an Doug Hream Blunt wirkt wie eine Parodie auf David Byrnes Luaka Bop Label: angefangen mit der Lebensgeschichte des Musikers, der mit minimaler musikalischer Erziehung ein Album aufnimmt, bis zu der Tatsache, dass Byrne ihn Jahre später wiederentdeckt und 2015 eine Compilation von ihm veröffentlicht. Sogar der Name ist dem von ebenfalls involvierten Dean Blunt erstaunlich ähnlich, aber da mehr als einen Zufall zu sehen, wäre schon eine Verschwörungstheorie. My Name Is Doug Hream Blunt jedenfalls ist eine Stunde Afro Funk. Eine sehr unterhaltsame, wenn auch auf die Länge etwas anstrengende Stunde. Beste Songs: „Fly Guy“ und „Carribean Queen“.


Feu! Chatterton: Ici le Jour (a tout enseveli)

feu chatterton -ici-le-jour-a-tout-enseveli„Das Inselchen der Eleganz, die man in der französischen Rockmusik nicht mehr erwartet hatte.“ Das französische Musikmagazin Les Inrocks ist begeistert von Ici le Jour (a tout enseveli), genau wie wir. Zwölf eklektische Songs der Pariser Newcomer Feu! Chatterton, die Television, Destroyer oder David Bowie Konkurrenz machen. Einer der Gründe ist die Musik, die sich zwischen Rock und Chanson bewegt, oder besser: die Energie von Rockmusik in seinen Tausend Formen dem jeweiligen Charakter des Songs anpasst.

Jener wird von Sänger Arthur Téboul stark mitbestimmt, dem zweiten Grund, weshalb Ici le Jour so ein umwerfendes Album ist. Die Energie von Noir Désir steckt in seiner Stimme genauso wie die Theatralik von solchen Chansongrößen wie Jacques Brel oder Serge Gainsbourg, mit denen er immer wieder verglichen wird. Was die Leuchtkraft von Chanson heutzutage angeht, kann man das Quintett mit Stromae in einem Atemzug nennen. Von der Hymne an ein Mädchen namens „Ophélie“, über das explosive „La Mort dans la Pinède“ und das Highlight „Le Pont marie“ bis zum pathetischen Schlusspunkt „Les Camélias – Bic médium – Part 4“: Ici le Jour (a tout enseveli) legt die Messlatte für französischsprachigen Rock und für expressive Musik überhaupt unglaublich hoch. Feu! Chatterton haben mit ihrem Debüt zugleich ein Meisterwerk geschaffen.


Gnoomes: Ngan!

Gnoomes NganAlle paar Jahre gibt es eine Band, die mit einem rundum gelungenen Album einen Musikstil wieder aufleben lässt, ohne ihm Neues hinzuzufügen. In der Regel trifft das Prog oder Psych Rock, zuletzt mit Requin Chagrins Debütalbum war es Garage Rock. Das war bei A Time of Day von Anekdoten so, bei The Raven That Refused to Sing von Steven Wilson. Und nun bei Ngan! von Gnoomes.

Die russische Band, die wir euch vor ein paar Wochen erst vorgestellt haben, hat mit ihrem Debüt ein fast klassisches Psych Rock Album zustande gebracht. Zwischen den beiden 15-Minuten-Panorama-Jams „Roadhouse“ und „My Son“ stehen zwei kompakte Songs, die dafür das Psychedelische stärker in den Vordergrund bringen. Dabei erinnert „Myriads“ stark an die Musik von Wooden Shjips, mit einem wunderbaren Ende; „Moognes“ macht sich das Verwischen von elektronischen Elementen und verzerrtem Gitarrengeschrammel von Shoegaze zu eigen. Wer Psych Rock mag, wird Gnoomes lieben. Wer nicht, sollte sich zumindest mal die beiden kurzen Songs anhören.


Majical Cloudz: Are You Alone?

MajicalCloudz_AreYouAlone_webresAre You Alone? ist Devon Welsh und Matthew Ottos erstes Album seit dem großen Wurf und Kritikerliebling Impersonator und der Tour als Vorband von Lorde. Bereichert mit den Erfahrungen von weltweiter Anerkennung und der Konfrontation mit verständnislosen Lorde Fans machen sie auf ihrem neuen Album – genau das gleiche. Are You Alone? bewegt sich in denselben minimalistischen Popsphären wie der Vorgänger, was bei der Musik ein deutlicher Pluspunkt ist. Welsh singt auf „Are You Alone?“ genauso fesselnd wie auf „Silver Rings“, „Control“ und die erste Single „Silver Car Crash“ ist fast so stark wie „Childhood’s End“. Selbst das Coverdesign ist in seiner minimalen, grau-weißen Ästhetik dem von Impersonator ähnlich, sogar noch besser. Da wirkt die Frage fast schon rhetorisch: Mit der Musik von Majical Cloudz ist man nie allein.


The Shoes: Chemicals

shoes-album-chemicals-arcstreet-blDieses Album wäre uns fast durch das Netz gegangen. Chemicals ist bereits das dritte Album des französischen Electro Duos the Shoes. Vielleicht habt ihr vor ein paar Wochen das Gif-Video zu ihrem Song „Drifted“ gesehen, der gleichzeitig einer von Chemicals‚ Vorzeigetracks ist. Aber auch die anderen neun Songs können sich sehen lassen, immer anders aber stets dringlich und elektronisch. Da Guillaume Brière und Benjamin Lebeau Produzenten sind, holen sie sich für die Vocals immer nationale und internationale Künstler. Neben dem langjährigen Kollaborateur Esser sind diesmal besonders Petite Noir („Lost In London“) und Blaine Harrison dabei. Diese Chemicals sind alles andere als giftig.


 

Behave!

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DIY Post-Punk aus Hannover

Julian Heinemann hat Humor. Auf seiner Debüt-EP The Surreal Journey to the Moon and Back finden sich vier Tracks, „#1“, „#2“, „#3“ und – „#5“. Der Wahlhannoveraner macht als Behave! Musik, die ihrem Namen überhaupt nicht gerecht wird. Zwischen twangy Gitarren und Morrissey’schem Gejaule hört man die permanente Unzufriedenheit der Jugend heraus, auch wenn Heinemann mit seinen 26 Jahren kein Teenie mehr ist. Aber Nostalgie ist ja bei der Musik mehr Vorteil als Fehler. Ein bisschen Blues steckt auch mit drin. Audiovisuelle Hilfe für „#1“ hat er sich bei Steffen Flügel und Jan Claas Hermannsen geholt, das Resultat könnt ihr euch unten ansehen.

The Surreal Journey to the Moon and Back ist heute die erste Veröffentlichung auf DIFFUS Tapes, dem Kassettenlabel des Musikblogs DIFFUS. Richtig gelesen, der Trend zur Kassette hält auch hierzulande Einzug. Kassette ist das neue Vinyl, sagen gar manche Fans der deutschen Tape-Szene. „Da passieren derzeit viele spannende Dinge, wie zum Beispiel beim Label Sunny Tapes aus Stuttgart,“ so Torben Hodan, der hinter DIFFUS steckt. „Julian von Behave! wollte seine erste EP sowieso auf Tape rausbringen und da hat das einfach sehr gut gepasst. Der DIY Gedanke steht dabei natürlich im Vordergrund – einfach mal machen!“ Falls ihr keinen Kassettenspieler besitzt, könnt ihr günstig einen erwerben oder die EP auf der Bandcamp-Seite von Behave! digital bestellen.

Schaut euch hier das Video zu „#1“ an:


Facebook // Bandcamp // Das Album bei DIFFUS

Kytes zeigen uns ihre heavy Rotation und schwärmen für Foals (+Interview)

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Kytes ist eine frische Band aus München, die aber so rein gar nicht nach Oktoberfest und Hofbräu klingt. Nein, mit diesen Klischees kann die Band so rein gar nichts anfangen. Auf den ersten Blick würde man die Band auch nicht als deutsche Band wahrnehmen, sondern eher dem britischen Raum zuordnen. Aus diesem beziehen sie nämlich ihre Inspiration und haben mit Songs wie „Inner Cinema“ oder „On The Run“ eine kleine Wiedergeburt des Indie-Genres in Deutschland losgetreten. Well done!

Uns gefällt der Gedanke, dass wenn jemand unsere Musik hört – er oder sie nicht merkt, dass wir aus München kommen…

Hey, vielen Dank, dass ihr euch die Zeit für The Postie nehmt. Wie läuft die Tour? Es gibt doch bestimmt schon ein paar Highlights die hervorzuheben sind, oder?

Hey – wir danken euch! Unsere Tour läuft super, es macht mega Spaß! Ein Highlight rauszupicken wäre jetzt schwer, aber wir sind jeden Abend wieder geflashed wenn wir in einer Stadt spielen, in der wir noch nie waren und da Leute wegen unserer Musik vorbeikommen und abgehen. Das ist ein sehr sehr schönes Gefühl!

Im äußerst coolen Video zu „On The Run“ seid ihr ja schick von Urban Outfitters eingekleidet worden? Wie wichtig ist euch Mode? Gehört es eurer Meinung nach zum Geschäft dazu?

Dankeschön! Freut uns, dass dir das Video gefällt. Wir würden uns jetzt nicht als Modeblogger-Band bezeichnen. Aber uns ist mit der Zeit klar geworden, dass Mode dazu gehört und das es auch Spaß macht sich Gedanken drüber zu machen und Outfitts abzustimmen. Dass Urban Outfitters uns da unterstützt haben ehrt uns natürlich sehr.

Ich unterstelle euch anhand eures Sounds und euren Videos jetzt einfach mal eine gewisse Affinität zu Großbritannien? Könnt ihr vielleicht kurz erläutern vorher das kommt? Oder ist es doch völliger Schwachsinn?

Nein nein das ist kein Schwachsinn. Wir lieben Großbritanien – natürlich wegen den Bands dies da so gibt, aber auch wegen der restlichen Kultur und den Kulissen. Brighton hat sich einfach total für unser Video angeboten- uns war es wichtig, dass wir uns international positionieren können. Uns gefällt der Gedanke, dass wenn jemand unsere Musik hört – er oder sie nicht merkt, dass wir aus München kommen und das wollten wir auch aufs Video übertragen. Was Großbritanien betrifft, es wäre mega geil da mal zu spielen!

Jetzt kommt die Frage, die, die Herzen von Managern und Pr-Agenturen immer höher schlagen lässt: Wann kann man mit neuem Material in Form eines Debütalbums rechnen?

Wir schreiben schon fleißig weiter an neuen Songs und haben natürlich auch schon mehr Material, wie unsere EP die wir diesen Freitag den 20.11 releasen…sonst könnten wir ja keine live Shows spielen.
Dennoch wollen wir uns dem Album Zeit lassen und auf den richtigen Moment warten. Dass im nächstesn Jahr aber was kommen muss, ist auch klar!

Vor der abschließenden Frage bleibt auch ihr nicht verschont… Wie sieht für euch der perfekte Freitagabend aus? Ob als Band oder als private Personen ist Wurscht.

Als Band würden wir Freitag Abend erstmal lecker essen gehen oder auch in den Bandraum bestellen, gerne beim Lieblings-Asiaten. Wenn wir kein Konzert spielen, würden wir eventuell bei ein paar Bier an neuen Songs schreiben und danach Freunde zu uns in Bandraum einladen, laute Musik hören, vielleicht nocht etwas mehr trinken und schauen was passiert. Vielleicht dann noch in den Club, aber wir sind eigentlich alle eher nicht so die Cluber. Danke für das Interview Yannick! Vielleicht lernen wir uns ja beim nächsten Konzert mal kennen!

Auf der folgenden Seite findet ihr zehn Songs, die Kytes liebevoll in eine flotte Indie-Playlist gepackt haben.

Bitte, wer? Paper Aeroplanes!

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Samstag, 21.11.2015: Eine Ladung folkiges Glück

Am Samstag gibt es direkt noch eine Ladung Folk. Diesmal im Duo und mit weiblichem Gesang. Die Paper Aeroplanes – also Sarah Howells und Richard Llewellyn – verlassen sich ganz auf ihre Gitarren und den Gesang, denn die hat man im Ernstfall immer im Gepäck. Ihre Songs sind das, was die Generation Indie bei Sonnenuntergang auf dem Campingplatz spielt. Das, was sich Ben Howard in seiner Freizeit anhört (schätzen wir). Das, was Festivalbesuchern mit Blumen im Haar Tränen in die Augen treibt. Dieses Jahr feiern sie zehnjähriges Bestehen und ihr viertes Album Joy. Für die Tour zum Album bringen sie die junge Singer-Songwriterin Jess Morgan mit, die ebenfalls aus dem UK stammt. Holt schonmal die Taschentücher raus, das Konzert im Karlstor wird emotional.

„Joy“:


 

Bitte, wer? The Slow Show!

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Donnerstag, 19.11.2015: „Northern Sound“ aus Manchester

The Slow Show haben ein Kunststück vollbracht: nämlich jenes, Americana zu spielen, ohne aus Amerika zu kommen. Das Quintett aus Manchester gibt es seit 2010, erst dieses Jahr veröffentlichten sie ihr Debütalbum White Water. Deutschland hat, scheint es, eine Vorliebe für streichzarte, gefühlvolle Musik zwischen Indie, Rock und Folk, was sich auch daran zeigt, dass the Slow Show hierzulande bekannter sind als im UK und auch das Debüt zuerst auf dem Haldern Pop Label erschienen ist. Am Donnerstag schlagen die Jungs um Sänger Rob Goodwin auch im Karlstorbahnhof auf. Im Vorprogramm spielt der Ire Patrick O’Laoghaire aka I Have a Tribe, der mit seinen folkigen Klängen und der massiven Gesichtsbehaarung das Publikum passend auf the Slow Show einstimmen wird.

„Bloodlines“:


 

Premiere: Phantom mit neuer Single

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Weiche Schale, harter Kern: „Over“ ist so gut wie seine Vorgänger

Wenn Jazzvocals auf elektronische Beats treffen, gibt es dafür oftmals tags wie „downtempo“, „chill out“ oder „trip-hop“. Ist nicht alles dasselbe, aber auch nie wirklich aussagekräftig: Musik zum Chillen oder Drogen nehmen, mehr soll das nicht sein? Hanna Toivonen ist Jazz-Sängerin, Tommi Koskinen Beatbastler. Zusammen nennt sich das Duo Phantom und schert sich um Genrebezeichnungen ungefähr so sehr wie um ein zügiges Arbeitstempo. Die Musiker aus Helsinki haben seit der Bandgründung 2012 gerade einmal drei sehnsüchtige, introvertierte Songs veröffentlicht, weshalb wir uns ganz besonders freuen, dass bei uns die Deutschlandpremiere ihres neuesten Juwels stattfindet.

Die neue Single heißt „Over“ und handelt von gefährlichem Stillstand: „It is about losing the ability to response truthfully to yourself,“ sagt Toivonen, „and locking yourself in a treadmill of anxiety that has seemingly somewhat more comfortable seating, while blocking yourself out of your own real senses, losing each sense, one by one. My lyrics have always the weird tendency of becoming true in my life later on, in different perspectives.“  Zum Glück für uns ist „Over“ alles andere als eine Tretmühle, sondern ein Song, der seinen Vorgängern in Sachen Emotion in nichts nachsteht. „Over“ wird am 27.11. über VILD Music/Tune Core veröffentlicht.

Und hier ist sie, die Deutschlandpremiere von „Over“:


Das neue Album von The Last Shadow Puppets kommt 2016

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Jetzt ist es amtlich! Der Produzent James Ford hat eine neue Platte von The Last Shadow Puppets bestätigt.

James Ford ist nicht nur ein Teil von Simian Mobile Disco, sondern auch langjähriger Produzent der Arctic Monkeys. In einem Interview mit dem chilenischen Musikmagazin Rock & Pop hat der Brite die Aufnahmen zu The Last Shadow Puppets bestätigt. So verrät er uns: “This year, I’ve just done a Last Shadow Puppets record, which is the guy from Arctic Monkeys and Miles. So we did the follow-up album to that. That’s the last thing I did“. Außerdem bestätigt er, dass die Platte bereits nächstes Jahr erscheinen wird.

Bereits vor ein paar Wochen hat der Musiker Owen Pallett sich auf Twitter über das zweite Album des Duos geäußert, was uns auf The Postie dazu hat verleiten lassen eine Liste zu erstellen, warum wir überzeugt sind, dass der Nachfolger von The Age of the Understatement klasse wird. >>> Hier geht’s zum Artikel

Hier kann man sich „The Age of the Understatement“ von The Last Shadow Puppets anhören:

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Das Duo Nosoyo offenbart uns ihre Jugendsentimente in einer Playlist (+Interview)

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Nosoyo ist ein junges Duo, und gleichzeitig Paar, das sich 2014 in Amsterdam gefunden hat. Mittlerweile ist der Schaffensort der Band aber Berlin geworden, wo auch der Song „6 or 7 weeks“ entstanden ist. Mit ihrem düsteren und zeitgleich aber auch phasenweise euphorischen Sound haben sie bereits im Sturm die Niederlande erobert und stehen nun also auch hier in Deutschland in den Startlöchern. Wir haben der Band knackige fünf Fragen gestellt und Nosoyo haben uns eine schicke Playlist ihrer Jugend zur Verfügung gestellt.

Wir sind beide große 60’s und 70’s Fans, verfolgen die aktuellen Strömungen aber sehr genau mit, das geht von überall aus.

Hey! Vielen Dank, dass ihr euch Zeit für The Postie nehmt. Lasst uns doch mit einer klassischen Frage loslegen (und nein, ich frage nicht was euer Bandname zu bedeuten hat). Wie würdet ihr selbst euren Sound beschreiben?

Wir haben versucht, unsere Arrangements so minimalistisch wie möglich zu gestalten. Es wird in den Songs nicht unbedingt viel gespielt, die Sounds dürfen allerdings gerne groß und voll klingen. Chorelemente und eine Mischung aus organischen und elektronischen Drums sind unser Markenzeichen geworden.

Wir haben übrigens eine Gemeinsamkeit. Auch ich pendele zwischen Deutschland und den Niederlanden. Spielt dies eine große Rolle in eurem künstlerischen Schaffen? Welche Stadt hat euch als Musiker mehr geprägt?

In Amsterdam haben wir natürlich beide studiert. Das prägt einen sehr, weil man in kurzer Zeit mit vielen Leuten zusammenarbeitet und alle Inspirationen und Erlebnisse mitnehmen will. Daim ist auch durch seine türkische Herkunft geprägt, das hört man hier und da an seinem rhythmischen Feel. Wir sind beide große 60’s und 70’s Fans, verfolgen die aktuellen Strömungen aber sehr genau mit, das geht von überall aus.  (Lächelsmiley)

„6 or 7 weeks“ ist vor ein paar Tagen erschienen. Wollt ihr uns vielleicht Einblicke in zusammenhängenden Aufnahmen gewähren? Gab es einen Schlüsselmoment während der Produktion?

Den Grundriss des Songs hat Donata bereits vor einigen Jahren geschrieben, der Song blieb allerdings liegen. Dieses Jahr hatte sie dann plötzlich eine Idee für ein völlig neues Arrangement, das haben wir dann zusammen sehr schnell ausgearbeitet. Wir brauchten nicht mehr viel nachzudenken, der Song war einfach innerhalb von 2-3 Stunden da.

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In den Niederlanden geht ihr ja momentan ziemlich durch die Decke und ward sogar in der Vogue, wenn ich mich nicht irre? Wie wichtig ist euch Mode und Lifestyle?

Die Connections in den Niederlanden versuchen wir natürlich am Leben zu erhalten und haben uns zb über die Anfrage der Vogue sehr gefreut. Musik ist für uns die Grundlage aller für uns wichtigen Geschehnisse, Fashion eine Konsequenz aus musikalischen Entwicklungen. Donata ist eine ziemliche Sammlerin, Daims Kleiderschrank ist auch nicht gerade leer…

Und eine letzte Frage hätte ich noch. Die stellen wir übrigens jedem Interviewpartner. Wie sieht für euch der perfekte Freitagabend aus?

Oft spielen wir an Freitagen, ansonsten treffen wir uns gerne mit Freunden irgendwo in unserem Kiez, entdecken vielleicht sogar die Stadt und versuchen mal keinen Workaholismus raushängen zu lassen. (Zwinkersmiley)

Auf der folgenden Seite findet ihr zehn Songs, die Nosoyo liebevoll zu einer „Jugendsentimente“-Playlist zusammengefasst haben.