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The Postie präsentiert das 12. Musikschutzgebiet Festival

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Vom 1.-3. September macht Nordhessen wieder Krach in allen Richtungen.

Mitten in der nordhessischen Provinz, in Homberg (Efze) nahe Kassel, findet seit 2004 jedes Jahr das Musikschutzgebiet Festival statt. Genregrenzen? Gibt es keine. Von Hip-Hop bis Hardcore kann auf der Bühne alles passieren. Dabei gilt das gleiche wie auch für das geliebte Appletree Garden Festival: Die Booker finden irgendwie immer die Bands, die kurze Zeit später ihren Durchbruch haben. So geschehen mit Milky Chance (2013) und AnnenMayKantereit (2014). 2015 spielten zum Beispiel Retrogott & Hulk Hodn, Zugezogen Maskulin und Still Parade.

Das Musikschutzgebiet Festival war von Beginn an ehrenamtlich organisiert. Nachdem im letzten Jahr wegen einer gemeinsamen „Babypause“ der Organisatoren kein Festival stattfand, kann man sich dieses Jahr wieder auf ein MSG und damit spannende Entdeckungen freuen. Spannend für uns: Wir dürfen dieses Jahr das Festival mitpräsentieren! Das bedeutet für euch, dass wir euch die Bands vorstellen, vor Ort präsent sind und, falls ihr selbst nicht teilnehmen könnt (wollen tut ihr, das spüren wir), danach ein kleines Fazit ziehen werden, welche Bands man im Auge behalten sollte.

Die Frühbuchertickets sind leider schon weg, das Wochenendticket für einen schlappen Fuffi (Müllpfand und VVK-Gebühren inbegriffen) könnt ihr hier vorbestellen. Ab dem 1. Februar kann man sein Ticket auch in örtlichen VVK-Stellen erwerben. Wenn ihr mit ein paar Freunden Tickets kauft, gibt es außerdem Rabatt. Meine Damen und Herren, ist das nichts?

Mehr Infos findet ihr auf der Seite des MSG und in den kommenden Wochen auch bei uns. Und im September stoßen wir dann am Grünhof 1 mit einem Schorsch an!

Go Go Berlin spielen „On the Run“ beim MSG Festival 2014:

Pscht: Biche

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Psych Rock von damals für heute

Wer seine Sache gut macht, muss das Rad nicht neu erfinden. Die Sache von Biche ist Psychedelic Rock von damals, verankert im Hier und Jetzt, und die junge Pariser Band macht sie sehr gut. Der erste Eindruck ist unausweichlich „Tame Impala Fans“, aber die Musik beschränkt sich nicht nur auf diesen einen Einfluss. Der ausschweifende Panoramasound der Australier wechselt sich ab mit dem trockenen, eiligen Schlagzeug von Filmkomponisten wie François de Roubaix, auf den sich auch Forever Pavot bezieht (manche Songs könnten auch Verfolgungsjagden untermalen). Instrumentale Soul-Interludes, greller Glam Rock und Slacker Pop ergänzen die Livesets, die sie im Vorprogramm von Bands wie Dungen und Mild High Club gegeben haben.

Ihre größten Trümpfe sind das ständige Hin- und Herwechseln von verträumt zu hektisch und die gezielt gesetzten rhythmischen Lücken. Die erste Doppelsingle, die Biche veröffentlicht haben, befindet sich am verträumten Ende der Skala, aber „La Nuit ne nous dit jamais“ zeigt dennoch, dass die Typen wissen, wie man mit Dynamik umgeht. Die beiden Songs wurden von Sänger und Gitarrist Alexis Fugain aufgenommen, live präsentiert sich Biche als Langhaar-Fünfer-Kombo. Fazit: Ein Fenster in die Siebziger, mit allem, was dort musikalisch angestellt wurde.

Biche haben Internet: eine Website, einen Facebook-Account und sogar Bandcamp! Die Doppelsingle haben wir euch natürlich auch unten eingefügt. No big deal wasever.

Für Fans von: Tame Impala, Forever Pavot, den Siebzigern

„La Nébuleuse de Sienne“/“La Nuit ne nous dit jamais“:

Aquaserge mit Video zu „Virage sud“

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Details zum neuen Album Laisse ça être gibt es auch.

Liebe internationale Musikmedien: Ich verstehe ja, warum ihr es macht, aber es ist so langsam mal an der Zeit, die beste Band Frankreichs als eigenständige Band anzuerkennen, anstatt sie immer nur als Nebengig von Mitgliedern von Tame Impala, Stereolab und Melody’s Echo Chamber darzustellen. Es gibt sie immerhin schon seit 2005.

Wenn ich aus dem Stand heraus eine Band nennen müsste, die es mir sowohl im Kopf als auch untenrum warm werden lässt, ist das ohne Frage Aquaserge. Die von Julien Gasc und Benjamin Glibert angeführte Band aus Toulouse vereint wie keine zweite experimentelles, proggiges Songwriting, Jazz Rock und französischsprachigen Pop. Erhabene Ernsthaftigkeit und der musikalische Humor eines Frank Zappa halten sich die Waage, das zeigt zum Beispiel „Tour du monde“, der Opener des nächsten Albums von Aquaserge. Der andere Song, den wir schon kennen, ist das instrumentale „Virage sud“, das von der Bassistin der Band jetzt mit einem Video versehen wurde.

„Virage sud“ existiert als Demo schon seit Mai 2015, eine Live-„Orchesterversion“ wurde vor einem Jahr veröffentlicht. Mit dem Video, in dem man die aktuelle Besetzung der Band plus Julien Barbagallo (Mitgründer von Aquaserge, solo als Chansonnier unterwegs und mit Tame Impala als Drummer) sieht, kommen auch Details zum Album. Der Erscheinungstermin von Laisse ça être sowie Cover und Tracklist findet ihr unten, bevor ihr euch die nickenden Köpfe der Franzosen im „Virage sud“ Video anschauen könnt.

Laisse ça être erscheint am 3. Februar auf dem belgischen Label Crammed Discs.

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Laisse ça être:

01 Tour du monde
02 Virage sud
03 Tintin on est bien mon loulou
04 Si loin, si proche
05 C’est pas tout mais
06 L’Ire est au rendez-vous
07 Charme d’orient
08 Les Yeux fermés

Dirty Projectors teasen Album mit „Up In Hudson“ an

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Die Ballade ist die dritte Single des selbstbetitelten achten Albums.

Der Trend geht zum „self-titled“. Während sich alle Welt fragt, ob Dave Longstreth als einsamer Projektor übrig geblieben ist (ja, sagt Pitchfork), veröffentlicht der Musiker aus Connecticut mehr oder weniger munter neue Songs aus dem kommenden achten Dirty Projectors Album. Fünf Jahre nach Swing Lo Magellan setzt sich der Wandel von der verschrobenen Art Rock Band zum schmalzigen R&B-Solo?-Projekt mit „Up In Hudson“ fort.

Zum Glück gibt Longstreth dem Schmalz nicht vollends nach. „Up In Hudson“ ist kein Herzensbrecher wie die vorangegangenen Singles, dafür sorgt die Produktion des Songs mit dem eigenwilligen Gebrauch der Bläser und dem nach wie vor akrobatischen, irgendwie optimistischen Gesang. Longstreth spielt mit den Erwartungen wie Bon Iver auf 22, A Million und findet einen für ihn neuen Mittelweg zwischen experimentellem und poptauglichem Songwriting. Mehr noch als „Little Bubble“ (ganz zu schweigen vom klischeehaften „Keep Your Name“) macht „Up In Hudson“ Lust auf das neue Album.

Dirty Projectors erscheint am 24. Februar auf Domino Records. Cover und Tracklist sowie „Up In Hudson“ findet ihr unten.

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Dirty Projectors:

01 Keep Your Name
02 Death Spiral
03 Up In Hudson
04 Work Together
05 Little Bubble
06 Winner Take Nothing
07 Ascent Through Clouds
08 Cool Your Heart
09 I See You

Code Walk sind das Beste, das du diese Woche hören wirst

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Das Duo aus Kopenhagen überzeugt in ihrer neuen Single „Guess What“ mit tiefen Bässen und mysteriösen Vocals.

Dass Einöde die Kreativität fördert ist eine alte Weisheit im Musikgeschäft. So wollte es auch der Zufall, dass Code Walk im letzten Jahr eher zufällig smerz auf einer kleinen Insel in der Küste Norwegens getroffen haben. Aus dieser Allianz wurde schnell ein kreativer Mash Up und schon war die Single „Guess What“ im Kasten und erscheint am am 27. Januar bei Code Walks eigenem Label F12 Records.

Der experimentelle aber gängige Sound des relativ frischen Duos hat bereits recht früh Playtime auf mehreren großen Radioplattformen erhalten. BBC Radio 1, BBC Radio 6 und auch das Apple Radio Beats 1 begeistern sich seit Tag 1 für die Kombo. Zugegeben ist es auch ziemlich beeindruckend, was die Produzenten aus einer eher schlichten Drum Machine alles herausholen. Dieser sich immer wiederholende Rhythmus wirkt auf Dauer sehr hypnotisierend und wird nur durch die kalten, mysteriösen Vocals des weiblichen Duos smerz gebrochen. Das Jahr 2017 weiß momentan musikalisch auf jeden Fall zu überzeugen.

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Warum Declan McKenna doch das Indie-Wunderkind ist, auf das die Welt gewartet hat

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Mit seinem knuffigen Face hat der junge Brite sich nicht erst seit dem Eurosonic in Groningen als momentan größte Hoffnung der Indie-Szene hochgearbeitet.

Andere 18 bis 19-Jährige hören Cloud Rap, prahlen damit wie sie das Lean „sippen“ und schauen sich nebenher irgendwelche Tutorials auf Youtube an. Wir wollen Declan McKenna gar nicht von diesen Stereotypen freisprechen und doch unterscheidet sich der Musiker aus Hertfordshire deutlich von anderen Teenagers oder hattet ihr auch mit 17 über 40 Angebote von Plattenfirmen auf dem Tisch liegen? McKenna erhielt nämlich kurz nach seinem überzeugenden Auftritt beim Glastonbury Festival 2015 einen Vertrag beim Management Q Prime (Foals) und spielte sich seitdem mit kritischen Songs wie „Brazil“ oder „Paracetamol“ in die Herzen der Experten.

Und genau diese kritischen Nummer sind der springende Punkt warum sich Declan McKenna von den sonstigen Indie-Hypes unterscheidet. Seine Songs, haben Substanz. Er schreibt eben nicht über die gleichen sich wiederholenden Themen, der konventionellen Indie-Musiker. Zudem spielt er seine Instrumente alle selbst ein und tritt nur live mit begleitender Band auf. Momentan arbeitet McKenna mit James Ford (Arctic Monkeys, Florence & The Machine) an seinem Debütalbum zusammen, das für Ende Mai erwartet wird. Es bleibt abzuwarten, ob sich der Hype um das neue Indie-Wunderkind bewahrheitet, denn die Schwierigkeit des Ausnahmekünstlers besteht darin auch in die Subkulturen einzudringen, denn sonst ist er am Ende des Tages doch wieder nur der Spielball eines Altherren-Genres, das oftmals zu wenig Innovation zulässt. Seine momentane Entwicklung und der Versuch in mehrere Sub-Genres hineinzugrätschen, werden aber letztendlich dafür sorgen, dass sich das Talent auszahlen wird.

Brazil (2015)

McKennas fast schon legendärer Auftritt beim Glastonbury Festival 2015. Mit seiner Debütsingle „Brazil“ kritisiert er öffentlich die FIFA und deren korrupten Machenschaften.

Paracetamol (2015)

Auch die zweite Single ist wieder kritisch zu verstehen. So spricht McKenna sich hier deutlich gegen die Berichterstattung von Transgender Jugendlichen aus und sagt selbst: „the idea of using the lyric Paracetamol was a way of comparing the belief that someone can be cured from who they are, via therapy, to an everyday painkiller.“

Isombard (2016)

In „Isombard“ äußert er seinen Unmut über die immer weiter aufkommende Polizeigewalt und auch eine Kritik an den „neuen Rechten“ Parteien ist herauszuhören. Der Song hat es übrigens auch in die Playlist des Computerspiels FIFA17 geschafft.

The Kids Don’t Wanna Go Home (2017)

In seiner aktuellen Single offenbart der junge Musiker ungewohnt emotionale Seiten und gibt damit auch Einblicke in sein Innenleben. Er zeigt mit dem Finger auf die Jugend und kritisiert, dass diese zu wenig reflektiert vor sich hinlebt. Dabei spricht er eben aber auch genau mit der Stimme der Jugend und zeigt welche Grenzen man als Teenager aufgezeigt bekommt, die dann oft in Frustration und Unmut umschwenken.

Der Exil-Brite Xavier Darcy bringt uns die 80s auf eine bohème Art und Weise zurück

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Der in München lebende Xavier Darcy hat sich ohne große Medienkampagnen zu einem echten Geheimtipp gemausert.

München gilt momentan wohl wirklich nicht als Mekka der deutschen Musikszene. Trotzdem hat es der Brite Xavier Darcy geschafft sich bereits im letzten Jahr zu einem echten Geheimtipp zu mausern. Auftritte bei Joris, Inas Nacht oder Hudson Taylor haben dem Musiker mit eigenem Label zu einer ständig steigenden Fanbase verholfen. Besonders sein Auftritt beim fördernden Format Startrampe vom Bayrischen Rundfunk hat für Aufsehen gesorgt.

Nun gibt es mit „Big City Dreams“ auch eine erste richtige Single, die auch gleich mit passendem Video geliefert wird. Wer die 80s nämlich nur von heute sehr angesagten, hippen Partys könnt, sollte durchaus mal reinschauen, denn hier wird originale VHS-Optik geliefert und auch die britischen Iron Lady bekommt eine Nebenrolle zugesprochen. Das Video spiegelt die Dynamik Darcys Musik wunderbar wieder und zeigt somit auch worauf man sich bei dem Debütalbum besonders freuen darf.

Hier könnt ihr Xavier Darcy live erleben:

24.03. Frankfurt – Lotte Lindenberg
25.03. München Ampere
27.03. Köln – Blue Shell
28.03. Berlin – Grüner Salon
29.03. Hamburg – Uebel & Gefaehrlich

Wir präsentieren das Konzert von I Heart Sharks in der Heidelberger halle02 (+Verlosung)

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I Heart Sharks hatten es nicht immer einfach in ihrer mittlerweile fast 10-jährigen Bandgeschichte. Am Anfang gab es mit den Singles „Neuzeit“ und „Suburbia“ einen großen Hype über die Band, die aus Pierre Bee (Vocals), Simon Wangemann (Gitarre) und Martin Wolf (Drums) und Craig Miller (Bass) besteht. Danach folgte eine eher unglückliche Ehe mit Warner, die dafür sorgte, dass die Band sich immer mehr von ihrer Indie-Community verabschiedete und mehr oder weniger den Sprung ins Radio-Geschäft schaffen wollte.

Mit ihrem dritten Album „Hideaway“ heißt es für die Band nun zurück zu ihren Wurzeln. Der Sound ist wieder purer und experimenteller und so haben sie es spielend leicht geschafft sogar neue Fans für sich zu gewinnen und sich daher sicher auch als Band extrem weiterentwickelt. Die alten Indie-Disco-Elemente treffen nämlich nun auf Surf-Pop, welcher aber nicht immer nur happy sein muss und auch soll. Es fühlt sich an als hätte die Band ihre Mitte gefunden und so darf man umso gespannter sein, wie diese neugewonnene Energie dann auch live in im Club der Heidelberger halle02 aussehen wird.

The Postie verlost 2×1 Gästelistenplätze für das Konzert von I Heart Sharks in Heidelberg. Die Bedingungen für den Lostopf sind das Liken des FB-Posts und das Kommentieren eurer Begleitung. Der Einsendeschluss ist der 18.01. um 20:00. Die Allgemeinen Teilnahmebedingungen könnt ihr hier nachlesen.

Fickle Friends sind die Indie-Pop-Hoffnung auf die ihr schon das ganze Jahr über wartet

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Die Indie-Pop-Band aus Brighton liefert nach den Singles „Cry Baby“, „Say No More“ und „Swim“ mit „Brooklyn“ einen weiteren Kracher, der zeigt, dass man die Band für das nächste Jahr definitiv auf dem Schirm haben sollte.

Über die 90er in die Zukunft, das ist das Motto der Indie-Pop-Band aus Brighton. Viel Neon, Pastell, knackige Beats und early Madonna Vocals dominieren den Sound der sympathischen Sound der fünf Musiker. Natti, die Frontfrau der Band behauptet über ihre neue Single „Brooklyn“ selbst: “Lyrically ‘Brooklyn’ reflects that summer and how I started dealing with my anxiety and constant worry that just seemed to follow me around…which was a completely alien concept at the time and something I never thought would affect me. The whole song is metaphorical and kind of talks about anxiety as someone you don’t understand of recognize, “You are someone else, it’s something I can’t define, you are not mine”. It’s probably the song that means the most to me because I year on I look back at how panicked I was by it all and now, although it’s something that affects me most days, I feel like I’ve got more of a handle on what’s going on in my head”.

Nach etlichen kleinen Tournees, geben Fickle Friends jetzt zu Jahresende ihre bis dato größten Konzerte in UK. Man darf hoffen, dass die Briten im nächsten Jahr dann auch bei uns richtig durchstarten und uns mit ihrer aktuellen Single „Brooklyn“ beglücken. Bis es aber so weit ist, kann man sich das poppige Video dazu anschauen.