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Alice Merton erzählt mit ihrer neuen Single „No Roots“ ihre Lebensgeschichte

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Mit ihrer Debütsingle „No Roots“ verrät die britisch-kanadische Musikern Alice Merton ihre Herkunft und gewährt tiefe Einblicke in ihr Leben.

Der Titel „No Roots“ lässt bereits vermuten, dass Alice Merton mit offenen Karten spielt. Vier Länder und ganze elf Umzüge hat die junge Musikerin hinter sich und möchte dies nun ihrer Musik verarbeiten. Aufgewachsen in Kanada, in Deutschland zur Schule gegangen und in Großbritannien ihren Abschluss gemacht. Mittlerweile ist sie wieder zurück in Berlin und kurbelt ihre Musikkarriere mächtig an.

In ihrer Debütsingle „No Roots“ beschreibt Alice Merton nun den Zustand kein wirkliches zuhause zu haben, sondern überall auf der Welt zuhause zu sein. Dieses Gefühl taucht in der globalisierten Welt immer häufiger auf und zeigt so den aktuellen Zeitgeist. Ein wenig traditioneller geht sie es soundtechnisch an. Hier findet man Einflüsse von Fleetwood Mac oder Lana Del Rey wieder.

Das Video zu „No Roots“ gibt’s hier:

 

 

Golf erfinden mit „Laterne“ gleich das Rad und das Musikvideo neu

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Die Kölner Band Golf hat eine Live Version zu ihrem Song „Laterne“ aufgenommen und spielen auch gleich noch mit den Konventionen der Musikvideos.

Mit „Playa Holz“ (nicht die von „Ich und mein Holz“) haben Golf aus Köln wohl die beste deutschprachige Platte des Jahres veröffentlicht. „Ping Pong“, „Coconut“, „Macaulay Culkin“, die Liste der erwähnenswerten Songs ist lang und so reiht sich nun mit dem passenden Video auch „Laterne“ in diese Liste ein. Zusammen mit dem Schweizer Dagobert haben sie den Song noch einmal live aufgenommen und diesen dann zusätzlich noch dementsprechend bebildert .

Dass die Kombination aus Dagobert und Golf passt, haben sie bereits in ihrer Reportage bei Startrampe vor einiger Zeit beweisen können. Und so gibt der in Berlin lebense Musiker dem Song noch seine ganz eigene Notze. Mit dem Musikvideo zeigen Golf dann abermals, dass die eigentlich im Spirit einer arty Kunstakademie-Kombo agieren und nehmen die Regeln der konventionellen Musikvideos charmant auf die Schippe.

Golf auf Playa Holz Headline-Tour:
24.03.17 Wuppertal – Utopiastadt
25.03.17 Karlsruhe – Kohi
26.03.17 München – Muffat-Café
28.03.17 Wien – Chelsea
30.03.17 Nürnberg – Stereo
31.03.17 Dresden – Ostpol
02.04.17 Berlin – Privat Club
03.04.17 Hamburg – Häkken
04.04.17 Hannover – LUX

Das Maifeld Derby öffnet den Adventskalender und präsentiert Moderat

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Das Maifeld Derby stellt in kreativer Adventskalender-Manier täglich neue Acts auf Facebook vor.

Gleich am ersten Tag des Adventskalenders hat das Maifeld Derby aus Mannheim einen richtigen Kracher veröffentlicht. Die Berliner Supergroup aus Apparat und Modeselektor aka Moderat wird einen ihrer raren Festival-Sets im Mannheim spielen und die Tanz-Massen erfreuen. Damit bestätigen die Organisatoren des Festivals neben American Football den zweiten musikalischen Act der kommenden Edition.

Bis zum 24. Dezember werden das Maifeld Derby und Delta Konzerte täglich neue Acts bestätigen und somit bedanken sich die Veranstalter für das große Vertrauen, die das Publikum in die Zusammenstellung des Festivals hat. Die Blind-Tickets verkaufen sich nämlich so schnell wie nie zuvor und so darf man das kleine Festival aus Mannheim, das von den Acts her eh mehr als schon ein großer Geheimtipp war, bald auch als „großes Ding“ beschimpfen. Die 7. Edition fes Festival findet vom 16. bis zum 18. Juni statt.

Der belgische Musiker Glints rappt sich mit Cockney-Akzent durch seine neue Single „Egotism“

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Der junge Musiker Glints aus Antwerpen formt in seiner neuen Single „Egotism“ Soul, Rap und Electronica zu einer erfrischenden Symbiose.

Belgier sind in der Regel nicht dafür bekannt mit feinstem Cockney-Englisch zu überzeugen. Aus diesem Grund verwundert es doch ein wenig, dass Glints aus Antwerpen, dies in seiner neuen Single „Egotism“ eindrucksvoll zur Schau stellt. Diese Fähigkeit hat er bereits in jungen Jahren in der Nähe von Effingham, was ein Katzensprung von London entfernt ist, in den Sommermonaten mit seiner Familie erlernt.

Wer jetzt jedoch mit hartem, Londoner Rap rechnet liegt falsch. Glints springt nicht auf den Grime-Hype auf, sondern spielt den Ball melodisch wieder zurück. Smooth und gar soulig kommt dieser Spielball beim Zuhörer an. Durch die Rap-Parts driftet „Egotism“ vom konventionellen Pop ab und stellt so einen erfrischenden Gegensatz zu harmonisierenden Acts wie Years & Years oder Honne. Zusammen mit der vorherigen Single „Catalyst“ wird „Egotism“ auf der neuen EP „Burgundy“ erscheinen.

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Das neue Video von The xx lässt eure Blue Monday-Depressionen vergessen

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Das Video zu der neuen Single „On Hold“ von The xx wurden im amerikanischen Texas gedreht.

Jamie xx als DJ auf einer Hausparty zu haben, ist wohl ein Traum vieler Fans. Diesen Traum erfüllen die drei Musiker sich im neuen Video zu „On Hold“ einfach mal selbst. Zusätzlich zeigt das Video von Alasdair McLellan Romy Madley Croft und Oliver Sim in verschiedensten Situationen singend an ihren Smartphones. Durch die Szenerie in Texas bekommt das Video eine unfassbare Wärme, die sich rasend schnell, sehr entschlackend auf den Zuschauer auswirkt.

Das neue Album „I See You“ wird am 13. Januar erscheinen und die Single „On Hold“ lässt bereits jetzt vermuten, dass das Album deutlich zugänglicher und fröhlicher wird als die beiden Vorgänger. Die Aufnahmen zum Album sind ebenso wie das Video in Marfa, Texas entstanden.

Pscht: Rossignol

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Fragiler Art Rock aus Münster

Simon Richard ist ein Allesfresser. Von im weitesten Sinne „heavy“ Acts wie the Ocean und Celeste über elektronische Schwere (ANOHNI, clipping.) bis zu eingängigen, aber nicht weniger durchdachten Bands wie Autolux: Auf seiner Speisekarte steht ziemlich viel Reichhaltiges. Als Bassist hat er bis vor anderthalb Jahren diese Einflüsse (sehr subtil) in die Musik der Secret Sits eingebracht. Unter dem Namen Rossignol hat der Münsteraner im Mai mit Trails seine erste Solo EP veröffentlicht und ebenfalls in verschiedenen Gewässern gefischt.

Die fünf Songs auf Trails schlagen in eine ähnliche Kerbe wie seine frühere Band: durchdachte, aber um Gottes Willen nicht verkopfte Rockmusik, die Krach genauso gut wie melancholische Gitarren und schwebende Passagen beherbergen kann. Die Sensibilität von Radiohead kann man raushören, wie auch das Gefrickel der ernsteren Bloc Party Songs oder von TV on the Radio. Richard beschreibt seinen Sound selbst als „fragil und uneindeutig“ und spricht, wie es sich für einen Musiker in den Mittzwanzigern gehört, von „Ambivalenz der Gefühle“ und „100% DIY“. Kann man ihm auch nicht absprechen, dem jungen Herrn.

Wer sich selbst von der Uneindeutigkeit von Rossignol überzeugen will, kann Simon Richard jetzt im Video zum Song „Cold“ gedankenverloren durch Stadt und Wald wandern sehen – in schwarz-weiß natürlich. Trails findet ihr auf Bandcamp.

Für Fans von: Sonic Youth, Sfir, Shoegaze (und ein bisschen Petite Noir)

„Cold“:

Urban Homes – Jams

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Ein Pool voller Schampus: Im zweiten Album der Kölner kann man sich suhlen und lernt nebenbei noch was über die Geschichte der Tanzmusik.

Ich kenne mich zu wenig mit der Geschichte der Tanzmusik aus, um Urban Homes wirklich zu verstehen. Viel von dem, was auf Jams passiert, dem zweiten Album des Kölner Trios, klingt für mich nach bewusstem, aber undurchschaubarem Rühren in der 80s/90s-Suppe. Oliver Bersin, Benjamin Riedl und Stephan Weinand wagen den Blick in den musikhistorischen Rückspiegel und lassen sich von dem, was sie sehen bei ihren elektronisch-analogen Jamsessions leiten. Dass das meinen Blicken verwehrt bleibt, heißt nicht, dass ich das nicht genießen kann.

Jams könnte kölscher kaum sein. Aufgenommen wurde das Album im inzwischen geschlossenen klubgenau, in dem auch der Erstling Centres das Licht der Welt erblickte. Neben den drei Protagonisten ist auf drei Tracks auch Hanitra Wagner von den Oracles und der Heiterkeit zu hören. Am Mischpult saß Jan Philipp Janzen, dessen Stuhl sonst hinter dem Schlagzeug der Kölner Krautköpfe Von Spar steht. Coma und Roosevelt (Stichwort Bassline) sind klangverwandt. Warum die Spex da das Verblassen des Kölner Sounds beklagt, das versteh wer kann.

Zwischen Roosevelt-Funk und den knalligen Electrodrums der allerersten House Tracks horcht man auf die Nostalgie, aber obwohl das Trio die Inspiration in der Vergangenheit sucht, ist sie dort nicht gefangen. Die Arbeit, die in der Verfeinerung des Sounds stecken muss steht den titelgebenden Jams, auf denen die Songs basieren, diametral gegenüber. „Dicht“ ist vielleicht das Adjektiv, das Jams am besten beschreibt. „Summer Rolls (Midnight Munchies Jam)“ zum Beispiel schichtet Spur auf Spur, mit dem Track allein kann man sich schon einen ganzen Tag lang beschäftigen.


„Electro ist kein Genre!“ Jams ist vielleicht das erste Album, das diese Bezeichnung legitimiert.

Den „Sex Jam“ hätten Jamie xx und Todd Terje zusammen nicht besser hingekriegt. „Diggin‘ Deep (Love Jam)“ erinnert durch die einfache Keyboardmelodie an Videospiele; der Beat, die Ambient-mäßigen Synthflächen am Ende des Songs und das sich wiederholende „ah ba-baby“ rufen aber gleichzeitig Assoziationen mit einer ganz bestimmten Art Musik aus den frühen 90ern hervor. Der nachfolgende Jam, „Rhythm Lovers (Je t’aime Jam)“, katapultiert einen dann mit Percussion und Trillerpfeife nach Ibiza. Wenn man schließlich beim „Final Jam“ angelangt ist, der mit Urwaldgeräuschen und frei schwebender Gitarre ausklingt, fühlt man sich von Genrebegrenzungen regelrecht gereinigt.

Obwohl es im ersten Moment wie eine zu lange Compilation von zu langen Dance Songs wirkt, die man nie im Leben am Stück hören kann, ist Jams ein echter Grower. Nach ein paar Durchgängen macht es klick und man suhlt sich in den fließenden Stücken wie in einem Pool voller Schampus, irgendwie edel und ein bisschen benommen. Das ist nicht zuletzt der unglaublichen Detailarbeit an den Sounds zu verdanken: Unabhängig vom Songwriting und den Genrereferenzen klingt das Album einfach sehr gut.

„Electro ist kein Genre!“ ist eine häufige (und begründete) Beschwerde derer, die sich mit der Materie auskennen. Genau wie es keine Band gibt, die einfach nur „Rock“ macht, kann man jede elektronische Musik einem Subgenre zuordnen. Jams ist vielleicht das erste Album, das die schlichte Bezeichnung „Electro“ verdient und legitimiert. Die Anhaltspunkte sind zu zahlreich, es wäre deshalb unfair, Urban Homes auf ein Subgenre zu reduzieren – nicht einmal Dance, denn Jams bietet Vergnügen nicht nur beim Tanzen, sondern auch beim einfachen Hören. Und wenn Musik das ermöglicht, muss man sie gar nicht wirklich verstehen.

Beste Songs: Summer Rolls (Midnight Munchies Jam), Sex Jam, Surreal Thing (Space Jam)

VÖ: 18/11 // Altin Village & Mine

„Tropical Jam“:

So war es bei The Growlers in Frankfurt

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Die Kalifornier von The Growlers haben am Tag nach der Wahl Donald Trumps sämtliche negative Energien vergessen lassen und uns das schönste Face von Murica gezeigt.

Der Abend sollte das Gegenstück zur aktuellen aufkeimenden Stimmung in den Staaten bieten. So erinnerte der Dress der Musiker leicht an die Trachten der Mariachi aus Mexiko und ähnlich sonnig bot sich auch der Sound der gut gelaunten Growlers an. Die Band spielte eine homogene Mischung aus ihren mittlerweile fünf Alben. Von ihren deutlich Acid-beinflussten Frühwerken bis über die Hits von ihrer aktuellen Platte „City Club“ war alles mit dabei – sehr zu Freuden ihrer Fans, die die Band gleich von Anfang an mit „Los Growlers“ anfeuerten.

Duftkerzen hatte das Zoom zwar keine aufgestellt und doch roch es während der kompletten Spielzeit der Band angenehm grün, was dem Konzert eine passende Note verlieh. Insgesamt herrschte im gut besuchten Zoom in Frankfurt eh eine ausgelassene Stimmung, die einen einerseits an die Indie-Zeit der 00er Jahre erinnerte. Andererseits spürte man quasi jeden Sandkorn Kaliforniens unter den winterfesten Schuhen und so brachten The Growlers mit Hits wie „Chinese Fountain“, „Monotonia“ oder „One Million Lovers“ das Goth-Beach-Feeling nach Frankfurt. Böse Zungen würden der Band unterstellen, dass ihr Sound eintönig und wenig inspiriert klingt und tatsächlich verzichten The Growlers bei ihrem Auftritt bewusst auf große ÜberraschungenAls richtigen Kritikpunkt wollen wir dies jedoch genau so wenig gelten lassen, wie den Vorwurf, die Band habe mit der Zusammenarbeit mit Julian Casablancas von The Strokes ihre Seele verkauft. Dieser war nämlich maßgeblich an der Produktion ihrer neuen Platte beteiligt.

Von Sell-Out war an jenem Mittwochabend nichts zu erkennen, vielmehr fand man eine Band vor, die in ihrer Welt in einer ständigen Evolution lebt und mit „City Club“ den bewussten Gang in die Clubs gewählt hat. Krönender Abschluss des Abends war folgerichtig also auch die Single „I’ll Be Around“, die live durchaus das Potenzial hat auch auf den großen, internationalen Festivalbühnen zum Publikumsliebling zu avancieren. Danke Los Growlers, dass ihr am Mittwochabend mit eurem Tingel-Tangel-Indie-Garagerock dem Mauerfetischisten Trump die kalte Schulter gezeigt habt!

 

Mavi Phoenix macht mit „Quiet“ in lautem Ton auf sich aufmerksam

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Die aufstrebende Künstlerin aus Österreich bringt uns den Alpen-Urban-Style näher.

Mavi Phoenix‚ frühe Einflüss David Bowie und Queens of The Stone Age sind eigentlich nur noch im Keim herauszuhören. Dafür hat sich der Sound der jungen Musikerin einem zu großen, urbanen Wandel vollzogen. Sie packt eh Sachen gerne gleich an, so brachte sie sich das Gitarrenspielen und Englisch im Alter von 11 Jahren kurzerhand selber bei.

Dieser Bruch mit Konventionen findet man auch bei der aktuellen Single „Quiet“ von Mavi Phoenix wieder. Ähnlich wie M.I.A. springt auch Mavi Phoenix immer wieder zwischen den Genres und füttert uns mit einem allumfassenden Urban-Sound, der Noten von Hip Hop, Pop und R’n’B beinhaltet. Die Energie des Songs transportiert sie auch in ihr Video, das spontan in einer Session gedreht wurde. Österreich hat wieder einmal einen neuen Exportschlager auf den man gespannt sein darf!