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Believe it or not – Razorlight haben gerade vier neue Songs veröffentlicht

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Razorlight // © Andy Hughes

Razorlight und ihr Frontmann Johnny Borrell haben nach zehnjähriger Pause ein neues Album angekündigt. 

Seit einigen Monaten nun schon schwebt so die leichte Vorahnung in der Musikszene umher, die ein Indie-Comeback vermuten lässt. The Kooks sind mit ihrem Sound auf der Suche nach ihren Wurzeln, Editors füllen Stadien, Blossoms sind die neuen Lieblinge der britischen Indie-Kids und Art Brut noch immer genau so crazy wie vor zehn Jahren. Da passt es doch ganz gut ins Bild, dass nun auch Johnny Borrell und Razorlight ihre Chance wittern. 

2004 eroberten sie mit ihrem Debüt „Up All Night“ die Clubs der Londoner Szene, 2006 mit dem Nachfolger „Razorlight“ die ganze Welt. Songs wie „In The Morning“ oder „Before I Fall To Piece“ werden heute noch im Radio gespielt und gehören längst zum Kanon des Indie-Genres. Neben den musikalischen Errungenschaften war es aber besonders Johnny Borrell, der immer wieder wegen seiner großen Klappe in die Schlagzahlen geriet.

AMittlerweile gibt er sich (ein wenig) gereifte und sagt zum Comeback von Razorlight folgendes: „Wir waren jetzt so lange weg, dass wir unseren Fans einfach mehr als nur eine Single schenken wollten. Ich freue mich wahnsinnig auf das Album und bin happy, dass wir wieder Razorlight sind.“ Aus diesem Grund hat die Band heute gleich vier neue Songs veröffentlicht. Das dazugehörige Album „Olympus Sleeping“ erscheint am 26. Oktober. 

Die vier neuen Songs von Razorlight kann man sich hier anhören:

 

Das Video zu „Eighteen“ von Pale Waves ist eine Bewerbung für den Soundtrack von „The End Of The F***ing World“

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Still aus: "Pale Waves - Eighteen"

Wie der Zufall es will, ist das Video zu „Eighteen“ von Pale Waves am gleichen Tag erschienen wie der erste, kurze Trailer zur zweiten Staffel von „The End Of The F***ing World“. 

Die Freude war riesig, als die Netflix-Erfolgsserie „The End Of The F***ing World“ letzte Woche bekanntgegeben hat, dass es eine zweite Staffel geben wird. Die britische Serie hat es mit seinem schwarzen Humor und der abstrusen Dramatik bei Rotten Tomatoes auf eine herausragende Bewertung von 98% geschafft. Besonders bei Millenials und bei Indie-Liebhabern findet die Serie großen Anklang und so verwundert es nicht, dass die Goth-Cuties von Pale Waves sich in ihrem neuen Video zu „Eighteen“ an der Serie haben inspirieren lassen. 

Das von Adam Powell gedrehte Video zeigt die Sängerin Heather Baron-Gracie im Porträt mit untypisch blonden Haaren und Sonnenbrille. Der Blick schweift ab und mit dem Cut wird ein Muscle Car in einer dunklen Waldlandschaft gezeigt. Anschließend streift Heather Baron-Gracie in Selbstreflexion die blonde Perücke ab und beschließt aus der spießigen Einöde auszubrechen. Mit dem Auto macht sie sich auf die Flucht und startet ihren Roadtrip durch die waldigen Teile des Landes. An einem kurzen Halt findet sie eine verlassene Waldhütte. Kurzerhand beschließt sie einzubrechen. Danach wird eine kurze Zwischensequenz gezeigt, die eine weitere Referenz zu „The End Of The F***ing World“ bildet. Ein junger Typ taucht im Leben der Teenie-Rolle auf.

Gewinne Karten für die Konzerte von Pale Waves im Oktober in Deutschland

Eine weitere Referenz ist die Szene in der Heather Baron-Gracie Halt an einer Tankstelle macht. Insgesamt wird besonders durch die erzeugte Stimmung und die auftretenden Bildthemen eine Hommage an die Indie-Serie ausgesprochen. Auch bei „The End Of The F***ing World“ steht die Rebellion der Teenager im Kontrast zu den schönen, idyllischen Landschaftsaufnahmen. Mit „Eighteen“ haben Pale Waves auf jeden Fall eine Bewerbung für den nächsten Soundtrack der Serie abgegeben! 

Schau dir das neue Video zu „Eighteen“ von Pale Waves hier an:

Eine Herzensangelegenheit – So wird das Sound of Bronkow Music Festival 2018

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Sound of Bronkow Festival // Florian Franik

Vom 31. August bis zum 2. September findet in Dresden die neunte Ausgabe des Sound of Bronkow Music Festivals statt. Gemeinsam mit dem Societaetstheater lädt das lokale Plattenlabel K&F Records dazu ein, alten Freunden, Lieblingskünstlern und musikalischen Neuentdeckungen zu lauschen – eine Herzensangelegenheit.

Von seinen Initiatoren Mario Cetti und Lars Hiller nach dem kleinen Ort Bronkow in Brandenburg benannt, vereint das Sound of Bronkow Music Festival unter seinem Namen seit 2010 Folk- und Indie-Klänge von nationalen und internationalen Künstler. An drei Tagen finden auf den Bühnen des Dresdner Societaetstheaters, im begrünten Apfelgarten, im Ostpol sowie im Programmkino Thalia in familiärer Atmosphäre Konzerte statt. Man kennt sich eben auf dem Sound of Bronkow – das kleine Festival gehört bereits seit acht Jahren zu einer festen Instanz in Dresdens Musikszene. Seit ihrem Festivaldebüt beweisen die Labelbetreiber von K&F Records unablässig ihre feine Spürnase für gute Musik und lassen es sich dabei auch nicht nehmen, immer wieder mal alte Freunde aus ihrem musikalischen Dunstkreis auf die Bühnen des Societaetstheaters zu bringen.

22 Künstler zählt das Line-Up des Sound of Bronkow Music Festivals 2018. Darunter finden sich sowohl alte Hasen der deutschen Musikszene wie Clickclickdecker, Die Liga der gewöhnlichen Gentleman und Staring Girl als auch Newcomer wie Das Paradies und Kraków Loves Adana, die in diesem Jahr beide ihr Debütalbum veröffentlichten. The Blank Tapes, Hodja, Dear Reader und Niklas Paschburg verleihen der Startaufstellung der diesjährigen Ausgabe neben weiteren Künstlern außerdem eine internationale Note. Einer der Headliner ist in diesem Jahr Sam-Vance Law, der das kleine Festival am Sonntag mit seinem Konzert auf der großen Bühne beenden wird. Unser persönlicher Geheimtipp: Indriði. Mit seiner Stimme schlägt der Isländer elegant eine Brücke zwischen akustischen Gitarrenklängen und elektronischen Elementen.

Neben den regulären Konzerten im Societaetstheater dürfen sich die Besucher auch auf zwei besondere Specials freuen: Während der Freitagabend mit der traditionellen Festivalparty im Dresdner Ostpol ausklingt, endet der Samstag mit einem Late Night Konzert von Martha Rose im Thalia Kino in der Dresdner Neustadt. Und mal ehrlich? Gibt es denn etwas besseres als einem Konzert zu später Stunde von gemütlichen Kinosesseln aus zu lauschen?

Das komplette Line-Up findet Ihr im Festivaltrailer aus diesem Jahr:

Kurzentschlossene erhalten Tickets für das Sound of Bronkow Music Festival noch an allen Vorveraufsstellen und im Online-Shop von K&F Records. In diesem Jahr besteht außerdem die Möglichkeit, Karten für einzelne Konzerte zu erwerben. Einzelshowtickets kosten je nach Bühne zwischen 8 Euro und 15 Euro – hierfür einfach eine formlose E-Mail mit der gewüschten Kartenzahl an info@kfrecords.de senden und die Tickets eine Stunde vor Konzertbeginn am K&F Records Stand auf dem Festival abholen. Die Konzerte im Apfelgarten des Societaetstheater am Samstag und am Sonntag sind kostenlos.

Den Zeitplan mit allen Konzerten findet Ihr hier.

Fotos: Florian Franik

Das Paradies – Goldene Zukunft

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Wie das Sprechen mit Schildkröten und das Paradies zusammenpassen, zeigt Florian Sievers mit seinem Soloprojekt und nun veröffentlichten ersten Album „Goldene Zukunft“. Eigentlich ist Sievers ein Teil des Duos der Talking to Turtles. Mit seinem nun angeeigneten Künstlernamen entscheidet er sich auch für die deutsche Sprache.

Wie hoch kann man eigentlich die Erwartungen allein schon mit der Benennung des Albums mit „Goldene Zukunft“ und die Entscheidung für den Künstlernamen „Das Paradies“ stecken? Es ist ein großes Versprechen, das am Ende wohl mehr als eingelöst wird. Wer Sievers Stimme durch Talking to Turtles, seiner Band gemeinsam mit Claudia Göhler, kennt, weiß vom träumerisch-vertrauten Charakter der Musik des Künstlers. In deutscher Sprache gelingt es dem Leipziger, dieses Gefühl ebenfalls auszulösen.

„Das große Versprechen“ lautet auch der Name des ersten Songs. Er ist einer der Stücke, die weder als Single noch auf der EP im Voraus der Veröffentlichung erschienen. Anders als ein erwartbar positiver Track, werden beide Seiten eines Versprechens deutlich: Denn darin steckt keine Garantie für die Einhaltung, Versprechen kann man einlösen oder eben auch brechen. Der Namensgeber für das Album folgt auf der zweiten Position. „Goldene Zukunft“ begibt sich, wie fast alle Songs, sehr leichtfüßig durch das Register des eingängigen Pops, ohne schnell langweilig zu werden. Musikalisch kann das Paradies auf den Zug von Bands wie die Höchste Eisenbahn definitiv mit aufspringen. Dieser Eindruck bewahrheitet sich auch, wenn man bei den Tourdaten entdeckt, dass Sievers die alten Hasen der Band Element of Crime supporten darf. Bands, die ihre Songs mit klugen Zeilen würzen. Leichtfüßiger Pop definitiv, aber einer, der von eventuellen Scherben weiß und die nötige Vorsicht mitbringt und trotz definitiv vorhandener Verletzlichkeit nicht verletzbar ist.

Kritik am Pop ist auch aus „Es gab so viel, was zu tun war“ herauszuhören. Hier heißt es nach einer fast absurd hohen Aufzählung von Personen-Namen: „… dass die Welt nicht noch mehr Lieder mit zwanzig Namen braucht.“ Die bereits erwähnte EP „Die Giraffe streckt sich“ beinhaltete nicht nur den titelgebenden Song, sondern auch diese Tracks: „Discoscooter“, „Hier bist du sicher“ und „Wann strahlst du?“. „Goldene Zukunft“ und „Du, die anderen und ich“ wurden als erste Töne des Soloprojekts bereits 2017 veröffentlicht. Die dazugehörigen Videos spielen im gleichen Setting und zeigen den Künstler in einem Blumenhaus, ausgestattet mit Gitarre in einer Live-Session. Darauf kann man sich definitiv auch freuen.

Es sind die bildkräftigen Zeilen, in denen Sievers die schönsten Metaphern kreiert, denen man auf dieser Platte so gerne zuhört. So heißt es beispielsweise bei „Ein schönes Unentschieden“: „Eine weiche Stelle zwischen Licht und Schatten, ein schöner Ton schwingt sich zwischen den Zeilen auf, du füllst dein Nicken in Flaschen auf und schüttelst.“ Aber auch für soetwas wie große Zweifel findet er in „Dürfen die das“ ehrliche Worte: „Wenn wir wollen, trauen wir dem Dürfen nicht. […] und wenn wir uns trauen, trauen wir dem Wollen nicht“.

Die Platte endet mit dem Song „Das Universum weiß es auch nicht“ und bringt ebenfalls die in anderen Tracks thematisierte Unsicherheit auf oder zumindest die Legitimation, dass man sich nicht immer entscheiden muss. Denn auf der ganzen Platte findet sich eine Leichtigkeit, ohne zu ignorieren, dass manche Zeiten trotzdem nicht einfach sind. Fast schon tröstlich kommt dann dieses Album daher, das durchaus schön ist und es daher auch okay ist, gleich zwei Songs mit diesem Attribut zu betiteln.

In das Debüt „Goldene Zukunft“ und sein Soloprojekt steckte Sievers ganz viel DIY-Herzblut. Sogar am Produzieren und Mischen probierte er sich: Am Ende bekam er jedoch Hilfe von Simon Frontzek, der final an diesen Arbeiten beteiligt war. Eine musikalische Teststrecke des Künstlers, die stets an Professionalität zunahm. Aus anfänglichen Versuchen und Herantasten an die deutsche Sprache, entstand die EP „Die Giraffe streckt sich“ und nun das Ergebnis von 11 Songs in Form der Platte „Goldene Zukunft“.  „Ich bin das Schlimmste, was euch passieren kann.“, lautet die erste Zeile der Veröffentlichung und während der Löwenanteil der Songs zwischen zwei oder mehreren Optionen oszillieren, kann diese Aussage definitiv negiert werden:

Mit dem Debüt schenkt uns Sievers einige schöne Stückchen Deutsch-Pop, die so ehrlich sind, wie die Worte der besten Freundin oder des besten Freundes nur sein können. Das kann manchmal wehtun, doch klaren Worten folgt bestenfalls ein genauso klarer Blick. Dieser lässt einen dann auch erkennen, ob alles gold ist, was glänzt. Wenn ja, ist es schön und wenn nicht hat man den perfekten Soundtrack für den kommenden Herbst und da sind wenigstens die bald fallenden Blätter golden.

 

Beste Songs: Wann strahlst du?, Du, die anderen und ich, Dürfen die das

VÖ: 24.08.2018 // Grönland / Rough Trade

Im Video zu „A Nation Of Bloodsuckers“ geht es mit den Newcomern Sons of Raphael auf den düsteren Rummelplatz

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Sons Of Raphael // © Pascal Gambarte

Die beiden Brüder Loral und Ronnel Raphael leben in Nordlondon, haben eine sichtbare Schwäche für biometrische Passfotos, wilde Achtziger-Jahre-Gedächtnis-Frisuren und Avantgardismus. Mit „A Nation of Bloodsuckers“ haben sie außerdem noch was zur Situation in UK zu sagen und klingen dabei bitterschön.

Die besondere Musikerattitüde, nämlich diese Mischung aus Genie und Weirdo, haben die beiden Brüder von Sons Of Raphael mit ihren Anfang 20 bereits kompromisslos verinnerlicht. Bevor im Musikvideo zu „A Nation of Bloodsuckers“ die psychedelischen ersten Klänge des Songs beginnen, die an den Anfang von The Last Shadow Puppets‚ „Aviation“ erinnern, verliest Sänger Ronnel Raphael ganz avantgardistisch zuerst ein adaptiertes Credo.

„I believe in a God who believes in me more than I believe in him.
I was not born with a God, I inherited him from my father along with a
surname and a passport.
I hold a dual citizenship; in heaven and earth.
If I am not for myself who is for me? And being for my own self,
what am I? And if not now, when?”

Kurz darauf bewegt er schon die geladene Pistole in Kopfnähe. Die beiden Neo-Avantgardisten nehmen uns in ihrer shoegazig-verträumten Gitarrenmusik, deren verklärter musikalischer Schleier durch die zynischen und direkten Textzeilen aufgebrochen wird, mit auf einen düsteren Trip irgendwo zwischen Realität und Paralleluniversum. Die visuelle Kulisse der im Prolog angesprochenen Doppelexistenz in Himmel und Erde bildet ein spärlich beleuchtetes, unheimliches Karussell. Nach den beiden Songs „Eating People“ und „Rio“, die sich beide mehr im Bereich Post-Punk und Post-No Wave bewegt haben, geben Sons Of Raphael mit „A Nation of Bloodsuckers“ einen ersten Einblick in ihre im September erscheinende, gleichnamige EP.

Seht hier das Musikvideo zu „A Nation of Bloodsuckers“ von Sons Of Raphael:

Hört die neue EP „Hundred Miles“ von Albert Af Ekenstam hier vorab im Stream

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Albert Af Ekenstam // © Johan Bergmark

Nach einer aufwühlenden Zeit der Trennung und Orientierungslosigkeit hieß es für den schwedischen Singer/Songwriter raus aus der Wahlheimat Stockholm und ab in die völlige Abgeschiedenheit auf dem Land. Dass ein Rückzug in die eigenen Gefühlswelten einige künstlerische Prozesse ins Rollen bringen kann, kennen wir ja schon von Justin Vernon und Kollegn. Albert Af Ekenstam hat es auch ohne mehrwöchige Isolation im Wald geschafft, seine Emotionen in detailreiche Arrangements zu übersetzen. Entstanden ist eine gefühlvoll-nahbare EP. Hört „Hundred Miles“ hier vorab im Stream.

Musikalischer Minimalismus ist kein leichtes Unterfangen. Simpel und trotzdem interessant klingen, einen mühelos wirkenden Sound finden, der aber trotzdem auch Entwicklungen zulässt. Der Schwede Albert Af Ekenstam hat sein Händchen für diese einnehmende Musik bereits 2017 auf seinem Debütalbum „Ashes“ bewiesen. Kein Ton und keine Phrase wirken überflüssig. Nach einer persönlich auslaugenden Zeit fiel der Entschluss die Stadt zu verlassen, um im Studio eines Freundes im ländlichen Dalarna einen Song aufzunehmen, den er im Sommer zuvor schon geschrieben hatte. Besagter Song heißt „Our Stories“ und ist als Teil der „Hundred Miles“ EP bereits vorab erschienen.

Gemeinsam mit den drei weiteren Songs nimmt uns Albert Af Ekenstam auf der EP mit auf eine atmosphärische Introspektive. Die Arrangements und das Songwriting sind dunkel, fast schon melancholisch. Durch die grundsätzliche Einfachheit der Sounds ist seine markant-tiefe Stimme die bestimmende, wärmende Konstante auf „Hundred Miles“. Gesangliche Unterstützung kommt von Ane Brun, deren weiche Stimme wunderbar mit der des Schweden harmoniert.

Hört „Hundred Miles“ hier exklusiv vorab im Stream:

 

Intime Zeltplatzromantik auf dem MS Dockville 2018

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Alt-J beim MS Dockville 2018 // © Pia Henkel

Das MS Dockville ging mit viel Hipness in seine zwölfte Auflage. Wir haben versucht die Emotionen auf dem Festival in seiner intimsten Art und Weise einzufangen. 

140 Acts, 60.000 Besucher – das sind die Hard Facts der diesjährigen Ausgabe des MS Dockville. Um den Gedanken weiterzuführen kann man noch Alt-J, Nick Murphy (früher als Chet Faker unterwegs), Bonobo, Honne und Nimo als große Namen nennen, die natürlich allesamt die Fans nicht enttäuscht haben. 

Was bei gewöhnlichen Festivalrückblicken aber zwischen den ganzen Huldigungen zurückbleibt, ist die Menschlichkeit. Jedes Jahr Mitte August findet in Hamburg-Wilhelmsburg irgendwo zwischen Fabriktürmen und alten Docks nämlich ein Festival statt, das mit viel Liebe zum Detail eben genau auf diese Intimität zwischen seinen Besuchern, den Musikern und den Veranstaltern setzt. Mit folgender Fotostrecke wollen wir hinter aber auch vor die Glitzerfassade blicken – irgendwo zwischen Zeltplatzromantik und Dosenbier. 

Die komplette Fotostrecke vom MS Dockville 2018 findet ihr hier:

Alle Bilder von Pia Henkel

 

Videopremiere – Axel Flóvent veröffentlicht neue Single „Years“

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Mit seinen EPs „Forest Fires“ und „Quiet Eyes“ verschaffte sich der neunzehnjährige Isländer Axel Flóvent in den vergangenen beiden Jahren Aufmerksamkeit. Heute erscheint die erste Single zu seiner neuen EP „Youthful Hearts“, die am 26. Oktober ihre Veröffentlichung feiern wird.

Bereits nach der Veröffentlichung seiner ersten beiden EPs wussten Kritiker und Leitmedien um das gute Händchen Axel Flóvents für feinsinnige Folk-Melodien. Gespickt mit elektronischen Elementen und poetischen Texten lenkte der junge Isländer mit seiner Musik die Blicke der Musikwelt einmal mehr auf Island – so wie es bereits schon Sigur Rós, Björk, Múm oder Of Monsters And Men taten.

Mit „Years“ erscheint heute die erste Single der neuen EP „Youthful Hearts“, die Axel Flóvent vor kurzem im britischen Brighton fertigstellte. Der Name stellt die inhaltlichen Weichen für die anstehende Veröffentlichung: Neben der ersten Liebe thematisiert der junge Isländer darauf auch die erste innere Leere. Definitiv Erfahrungen, die jeder in seinen jungen Jahren sammelt. „Years“ handelt von der Vergänglichkeit und des Lebens – sowohl mit all seinen guten als auch seinen schlechten Seiten.

another star
I watched from afar
the stream is innocent
it keeps us clean

water washes off your years
forever home
twilight creeps under your skin
what a night it has been

Das Video zur ersten Vorabsingle wurde im Sommer 2017 und im Frühling 2018 in New York aufgenommen. Verantwortlicher Regisseur war Erlendur Sveinsson, der neben dem Musikvideo für Axel Flóvents „Fireworks“ auch schon für isländische Bands wie Vök und Júníus Meyvant filmte.

Axel Flóvent live:

23.11.18 – Haldern, Pop Bar
26.11.18 – München, Ampere
27.11.18 – Köln, Blue Shell
28.11.18 – Hamburg, Kukuus
30.11.18 – Berlin, Private Club
03.12.18 – Wien, Chelsea
04.12.18 – Salzburg, Rockhouse
05.12.18 – Graz, PPC Bar

Die Videpremiere zu „Years“ von Axel Flovent gibt es hier:

boygenius – Julien Baker, Phoebe Bridgers und Lucy Dacus gründen neue Band

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boygenius // Foto: Lera Pentelute

Julien Baker, Phoebe Bridgers und Lucy Dacus: Die drei Künstlerinnen sind bekannt für ihre schlichten Rock-Arrangements und tiefgehenden Texte. Unter dem Namen boygenius teilen sie fortan ihre ähnliche Vorliebe für Musik.

Julien Baker, Phoebe Bridgers und Lucy Dacus haben mit boygenius eine gemeinsame Band gegründet. Die Idee zu dem Projekt kam dem Trio, nachdem sie für zusammen für eine US-Tour gebucht wurden. Durch Aufeinandertreffen auf Festivals, dem Austausch via Mail und der gegenseitigen Anerkennung für ihr musikalisches Schaffen war sich das Trio allerdings längst nicht mehr fremd.

„When we met, Lucy and Phoebe and I were in similar places in our lives and our musical endeavors, but also had similar attitudes toward music that engendered an immediate affinity“, erklärt Julien Baker. „Lucy and Phoebe are incredibly gifted performers, and I am a fan of their art outside of being their friends, but they are also both very wise, discerning and kind people whom I look up to in character as much as in talent.“ Weil die drei Musikerinnen sich so gut verstehen und erste gemeinsame Sessions so ergiebig waren, wurde aus einer geplanten Tour kurzerhand eine EP mit sechs Tracks.

Mit „Bite My Hand“, „Me & My Dog“ und „Stay Down“ erschienen gestern die ersten drei Titel der gleichnamigen EP „boygenius“, die am 9. November via Matador Records erscheinen soll. Aufgenommen wurden die Songs Ende Juni 2018 in den Sound City Studios in Los Angeles. Julien Baker, Phoebe Bridgers und Lucy Dacus brachten zu den Aufnahmen jeweils einen eigenen Titel sowie einen Entwurf für einen gemeinsamen Song mit – kein Wunder also, dass die drei Vorab-Singles jeweils die persönliche Handschrift eines Bandmitglieds tragen.