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No Jaws mit Video zu „Honey Kid“

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Die deutschen Noise Popper veröffentlichen morgen ihr neues Album

Ein halbes Jahr nach ihrer Trennung sind Sonic Youth präsenter denn je. Kim Gordon hat ihre Memoiren angekündigt, Thurston Moore ist gleich mit mehreren Projekten und solo am Start. Auch Bewunderer und Nachahmer finden sich immer häufiger: Caddywhompus, Cloud Nothings und die Franzosen von Cheveu haben sich in diesem Jahr schon tüchtig gezeigt. Auch No Jaws, ein Trio aus Zwickau, beziehen sich ohne Scham auf die Noise Heroen.

Die Band, die vorher The Buyable Sluts Wanted for Stealing Virginity hieß – ich weiß, „Non-Metal Dude Wearing Metal Tee“ meets „Confusion Is Sex“ – , veröffentlicht morgen ihr erstes Album unter neuem Namen, „Young Blood“. Als Vorgeschmack gab es vor einigen Monaten schon „Cabin Fever“, jetzt legen sie mit „Honey Kid“ nach. Von einer Band, die Sonic Youth und Pavement als Einflüsse nennt, erwartet man natürliche eine bestimmte Art Musik, die von No Jaws auch prompt geliefert wird. Während „Cabin Fever“ den Proto-Indie von „Dirty“ andeutet, hat „Honey Kid“ ein unruhiges Rhythmusgerüst, mit Shoegaze überzogene Noise-Wände und ein Dach aus den typischen bedrohlichen „Daydream Nation“-Harmonien. „Young Blood“ erscheint morgen, folgt einfach dem Strom aus Menschen in „Goo“-Shirts.

 

Schaut euch hier „Honey Kid“ an:

https://www.youtube.com/watch?v=ke-291hLZTA&feature=youtu.be


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Fichon

Aus Dog Is Dead wird D.I.D

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Was ist aus den braven Jungs geworden?

Sie waren immer die süßen Boys von nebenan. Netten Indie haben sie gemacht, gute Laune verbreitet und auch sonst waren sie eher so in die Riege der Bands wie Bombay Bicycle Club einzuordnen. Klar haben sie auf der Bühne schon immer ordentlich für Furore gesorgt, hätten aber niemals irgendwie den Anschein gegeben, dass aus ihnen mal richtige Rock’n’Roller werden würden.

Jeder der diese Einschätzung geteilt hat, lag wohl komplett daneben, denn die ehemals braven Jungs nennen sich jetzt kurz D.I.D. und hauen mit „Hotel“ einen echten Kracher raus. Solche rotzigen Riffs hörte man sonst eher selten von der Band aus Notthingham. Diese ungewohnte Wut und Rage wirft natürlich Fragen auf. Was waren die Ursachen? War es vielleicht schlechter Sex oder doch David Cameron der Dog Is Dead, pardon D.I.D.,  zu diesem Schritt hat verleiten lassen? Ist eigentlich auch schnuppe, denn das neue Gesicht steht den fünf Jungs aus Großbritannien nämlich richtig gut.

Hier gibt’s die neue Single „Hotel“ in voller Länge:

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Yannick

M0KSHA mit neuer Single

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Der Song weckt leichte depressive Schwingungen.

Der Songtitel „In The Dark“ ist wie für die Jahreszeit gemacht. Eine raue Stimme, die einem wie der kalte Novemberwind um die Ohren peitscht, dazu die verzerrten Riffs, die einen das Dunkle des Songs wahrhaftig spüren lassen und allein schon der Titel, der Depressionen in einem hervorruft. MOKSHA haben sich bei ihrem neuen Song also richtig Mühe gegeben ihn auch der Jahreszeit entsprechend aussehen zu lassen.

Der psychedelische Feingeist scheint mittlerweile auch in Großbritannien gut anzukommen, denn die Band aus Bath und Luxemburg hat mit „In The Dark“ sogar schon Airplay bei BBC Introducing erhalten, die bei neuen Acts schon sehr oft einen guten Riecher bewiesen haben. Der Titel stammt aus ihrer EP, die den gleichen Namen wie die Band trägt und wird hoffentlich auch sehr bald auf noch größeres Publikum stoßen.

Hier könnt ihr euch die neue Single „In The Dark“ in voller Länge anhören:

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Yannick

Our Minor Fall

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Melodischer Indie-Folk ohne das bekannte „Dingeliding“.

Die erste Frage, die vorweg geklärt werden muss, ist dieses mysteriöse „Dingeliding“. Gemeint ist der typische Banjo-Sound, den seit Mumford & Sons so viele Bands urplötzlich für sich entdeckt haben. Die Gruppe aus Amsterdam verzichtet jedoch bewusst auf solchen Schnickschnack und widmet sich eher klassischen Streichinstrumenten wie zum Beispiel einer Geige oder einem Cello. Durch diese besonderen Komponenten öffnet sich der sechsköpfigen Band völlig neue Türen.

Mit ihrer neuen Single „Even If We Fall Below“ betreten sie einen der wärmsten Räume, die durch die eben angesprochene Tür geöffnet wurde. Die Band nimmt einen an der Hand und zeigt offen ihre Gefühlswelt. Durch die den dominanten Gesang des Sängers Luke de Jong fühlt man sich persönlich angesprochen und so fesselt einen der Song recht schnell. Die Streichinstrumente in Kombination mit den gebräuchlichen Instrumenten einer Indie-Band machen den Sound der Holländer so einzigartig. Mal herzzerreißend ruhig, mal aber auch wild und aufstrebend. Aufstrebend ist aber nicht nur die Musik, selbiges gilt nämlich auch für die Urheber dieses Sounds, Our Minor Fall.

Für Fans von: The Decemberists, Iron & Wine, Matthew & The Atlas

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Yannick

Bitte, wer? (Sinkane)

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Sonntag, 23.11.: Auf dem Weg in den Olymp des Soft Rock

Ahmed Gallab ist Sinkane und Sinkane der Inbegriff der guten Laune. Nach zwei Alben voller verschmitzter Funk-Sounds und sommerlichem Afropop lädt er auf seiner neuen LP „Mean Love“ zum Schmusen und Klammerbluesen ein. Kollaborationen mit Yeasayer, Caribou, of Montreal und etlichen anderen hat er schon im Lebenslauf, bei DFA Records ist er inmitten von solch fröhlichen, elektronischen Banknachbarn wie Hot Chip und Hercules & Love Affair auch bestens aufgehoben. Nun erklimmt der Londoner mit den sudanesischen Wurzeln langsam, aber unaufhaltsam den Olymp des zeitgenössischen Soft Rock.

 

Hier geht’s zum Event:

Sinkane @ Prêt à écouter 7

 

Schaut euch hier das Video zu „How We Be“ an:


 

Fichon

Bitte, wer? (Thurston Moore, Oracles)

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Donnerstag, 20.11.2014: Noise Rock und Psych Pop im Doppelpack

Am Donnerstag trifft uns gleich der Doppelschlag: Thurston Moore, Noise Rock Urgestein und Schlüsselfigur der Geburt der independenten und alternativen Röcke, bespielt einen Monat nach der Veröffentlichung seines neuesten Soloalbums „The Best Day“ den Heidelberger Karlstorbahnhof. Zusätzlich zu seiner aus ähnlich berühmten Gestalten zusammengesetzten Band – Sonic Youth-Kollege Steve Shelley, My Bloody Valentine Bassistin Debbie Googe und Gitarrist James Sedwards von Nought, Guapo und Chrome Hoof – bringt er außerdem die Köln/Berliner Ωracles als Support mit.

Letztere dürften inzwischen vielen bekannt sein, berichtet doch im Moment jedes Musikmedium über sie. Moore selbst ist ebenfalls ein must-know, sowohl aufgrund von Sonic Youth als auch der Tatsache, dass er selbst nach 30 Jahren mit der Band immer noch gute Musik schreiben kann. Psychedelisches Kopfkino aus dem Hier und Jetzt im Vorprogramm, dann erbarmungsloser Noise Rock, der die kreativen, alternativen Jahre zwischen ’85 und ’95 wieder auferstehen lässt – man kann sich auf ein frühes Festival-Highlight freuen.

 

Hier geht’s zum Event:

Thurston Moore @ Prêt à écouter 7

 

Hier oder bei Muzu könnt ihr euch „The Best Day“ anhören:


Fichon

Interview mit Martin J. V. Müller

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The Postie hat sich im Rahmen des Prêt à écouter-Festivals mit dem Mann unterhalten, der für das Booking der Bands verantwortlich war. In folgendem Interview verrät er uns seine Highlights des Line-Ups, erzählt was es mit dem sonderbaren Namen auf sich hat und warum der Karlstorbahnhof auch gegen Medienstädte wie Berlin, Köln oder Hamburg bestehen kann.


Verspreche mir viele Magic Moments.

Hey Martin, der Endspurt zum Prêt à écouter läuft so langsam an. Läuft alles nach Plan soweit?

Ja, ich bin ganz zufrieden. Ich bekomme durchweg positives Feedback.

Das freut einen doch zu hören! Bei The Postie steigt die Vorfreude auch Tag für Tag. Das Festival dauert knapp einen Monat, was doch ungewöhnlich ist. Warum kann man es also doch als Festival bezeichnen?

Es unterscheidet sich von den meisten Festivals dadurch, dass wir nicht 10 Künstler an einem Abend haben sondern jeden Act einen ganzen Abend bestreiten lassen. Und die Festivalidee zeigt sich inhaltlich, da ich keine frühen Slots füllen muss und mich auf die Auswahl der Highlights konzentrieren kann.

Inhaltlich ist tatsächlich ein roter Faden zu erkennen. Da du unter anderem ja für’s Booking zuständig bist, gibt es doch bestimmt eine Band, die dir persönlich sehr am Herzen liegt?

Das sind irgendwie alle! Als Sonic Youth Fan freue ich mich auf Thurston Moore, Kate Tempest ist für mich der Artist of the year 2014. Benjamin Clementine wird ein magisches Konzert spielen, da bin ich mir sicher. Und zu The Irrepressibles bin ich schon extra mit Marius nach London geflogen um es mir anzusehen. Ihre Nude Show wird das erste mal in Deutschland zu sehen sein und ich kann immer noch nicht glauben, dass dieses Ereignis bei uns in Heidelberg stattfindet.

Oh, The Irrepressibles ist ein sehr, sehr gutes Stichwort! Die Perfomance-Gruppe gibt ja bekanntlich den Opener. Was kann man sich von der Nude-Show erhoffen? Willst oder kannst du schon etwas verraten?

Da lass Dich mal überraschen, ich möchte da nicht zu viel verraten!

Dann bin ich ja mal gespannt! Muss dir was Kate Tempest angeht übrigens zustimmen. Die Britin ist wirklich eine Ausnahmekünstlerin, aber besteht nicht die Gefahr, dass die Gossensprache vielleicht nicht so ankommt wie sie es auf der Insel tut?

Das glaub ich nicht. Acts wie The Streets erfreuen sich ja auch großer Beliebtheit und wenn es Besucher gibt denen der Slang zu hart ist, spüren sie trotzdem den Vibe.

Das bleibt zu hoffen, ich jedenfalls hab mir den 25. November bereits fett im Kalender angestrichen!

Ja hoffentlich. Wenn es nach mir geht solltest du natürlich gar kein Konzert verpassen!

Ist notiert! Und durch den Festivalblog bekommt ja auch jeder Abend seine eigene kleine Geschichte nachgereicht. Aber um noch einmal auf das Booking zurückzukommen. Ist es als doch relativ kleines Heidelberg (im Vergleich zu Hamburg, Berlin, München) schwerer an Acts wie Thurston Moore oder Metronomy heranzukommen? Steht der im Programmheft aufzufindende Satz „Utopie als Programm“ vielleicht sinnbildlich dafür?

Ich denke wir haben uns über die Jahre einen guten Ruf erarbeitet, die meisten Künstler die hier waren kommen gerne wieder. Und die Besucherzahlen zeigen ja auch das wir neben den vier großen Medienstädten bestehen können. Daraus ergibt sich dann auch mal dass es eben nur Berlin und Heidelberg ist, wie im Fall Perfume Genius.

Man kann sich als Heidelberger durchaus glücklich schätzen ein so großes und zudem gut ausgewähltes Angebot geliefert zu bekommen. Gibt es deiner Meinung nach thematische Unterschiede zum Line-Up des letzten Jahres?

Ja ich habe dieses Jahr noch ne Schippe draufgepackt, aber das sollte ja auch der Anspruch eines Bookers sein. Thematisch ist es in einer Linie: “Innovative junge Kunst”, egal ob es ein alter Haudegen wie T.Moore ist oder junge Kids wie Kate Tempest.

Thurston Moore hat ja auch auf der diesjährigen Version des Dockville Festivals gezeigt, dass er problemlos mit der jungen Garde mithalten kann und im Programmheft sieht man ihm sein Alter auch keineswegs an. 

Gute Musik hält eben jung!

Was das Heft angeht möchte ich euch im Namen von The Postie eh ein großes Kompliment aussprechen! Ist toll geworden.

Danke, das gebe ich gerne an den Grafiker weiter. Er hat sich extrem viel Mühe gemacht, das Ganze von Hand zu zeichnen und zu schreiben, es ist unglaublich. Vielleicht stellen wir die Originale aus.

Spannend ist auch die Stempelkarte. Möchtest du vielleicht 2-3 Worte darüber verlieren?

Ja, wer es schafft sich das ganze Festival anzusehen, den laden wir ein zu Metronomy. Wer drei Konzerte schafft darf sozusagen als Trostpreis zur Festivalparty.

Das ist für den Konzertgänger eigentlich doppelt gewinnbringend, weil er sich so keinen tollen Act durch die Lappen gehen lässt.

Eine echte Win-Win Situation!

Man muss halt nur “Bereit sein zu hören”, wie der Name des Festivals fein verrät. Gibt es einen bestimmten Grund warum es gerade ein französischer Name ist oder ist es reine künstlerische Freiheit?

Nein, dass es französisch ist, war eher Zufall. Analog zum “Prêt à porter” in der Modewelt wollten wir damit klarmachen, dass wir Musik zeigen wollen, die ihrer Zeit voraus ist oder besonders innovativ.

Deswegen wohl auch “Die neue Musikkollektion?” Gibt es abschließend noch etwas was du als eine der tragenden Personen des Festivals mitteilen möchtest?

Ich hoffe und wünsche mir, dass viele Leute kommen und verspreche mir viele Magic Moments. Seid bereit, zuzuhören!

Dann bedanke mich mich, dass du trotz der Planung die jetzt wahrscheinlich auf Hochtouren läuft, ein wenig Zeit finden konntest!

Gerne. Wir sehen uns dann beim Festival!

In folgender Playlist lässt sich eine Auswahl an Songs der Acts finden, die im Line-Up des Festivals auftauchen.

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Yannick

Bitte, wer? (Perfume Genius)

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Dienstag18.11.2014: Klaviere waren gestern.

Früher noch für seine ruhigen Piano-Stücke bekannt, zeigt Perfume Genius bei seinem aktuellen Album, dass er durchaus auch andere Seiten zeigen kann. Der Musiker, der nie einen Hehl aus seiner Homosexualität gemacht hat und teilweise sogar spielerisch damit umzugehen weiß, wirkt  jedoch zu keinem Zeitpunkt plump oder gewollt provokativ.

So zeichnen sich auch deine Live-Shows durch einen gewissen Glamour aus, der aber immer geerdet ist und man heraushört, dass sich etwas Magisches hinter der Fassade verbirgt. Fast spielend kombiniert sich Mike Hadreas durch verschiedenste Genres und findet immer einen Konsens zwischen dem Experimentellen und einem angenehmen Hören. Am 18. November, dem zweiten Tag des Festivals kann man sich also auf eine geballte Ladung Synthies, Indie aber auch einer Menge Gefühle und Herzschmerz, freuen.

Hier geht’s zum Event:

Perfume Genius @ Prêt à écouter 7

Hier könnt ihr euch sich die Single „Queen“ anhören:


Yannick

Bitte, wer? (The Irrepressibles)

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Montag, 17.11.2014: Mit dem Vorhang fallen alle Hüllen

In zehn Tagen geht es los, das 7. Prêt à écouter-Festival in Heidelberg. Den Anfang macht die britische Band the Irrepressibles. Momentan zu sechst unterwegs, vereint das Kollektiv um Jamie McDermott Musik, Kunst und Inszenierung, nennt Bands wie the Smiths oder Einstürzende Neubauten als Inspirationen, ebenso wie Größen der Kunst- und Modewelt, etwa Andy Warhol und Alexander McQueen. Ihre Album-Serie „Nude: Viscera“, „Nude: Landscapes“ und „Nude: Forbidden“, die alle dieses Jahr erschienen sind, ist eine Mischung aus tanzbarem Elektropop, mal mit eher klassischen Einflüssen, mal ruhiger, dann wieder experimenteller. Die Liveshows sind sowohl auf visueller, als auch auf akustischer Seite außergewöhnlich und so kann man nur gespannt sein auf das Eröffnungskonzert am 17. November mit den Unbezähmbaren.

Hier geht’s zum Event:

The Irrepressibles @ Prêt à écouter 7

Schaut euch hier das Video zum Song „Forbidden“ an:

https://www.youtube.com/watch?v=S5SeGl-xGBY


 

Charlotte