2015 tourten Findlay noch mit Annenmaykantereit durch die Republik. Mit dem in Kürze erscheinenden Debüt geht es im März auf Solotour. Vorab gibt es jetzt mit dem Clip zu „Waste My Time“ erste Einblicke in die neue Platte der Elektro-Rockerin.
In ihrer Heimat in England gilt Sängerin und Namensgeberin der Band Nathalie Findlay als Garage-Rock Wunderkind. Mit ihrer charakteristisch-kratzigen Stimme könnte man die Britin durchaus mit PJ Harvey oder Alison Mosshart von The Kills vergleichen.
Eingängige Ohrwürmer, irgendwo zwischen Elektro-Beats und Gitarrenrock, dazu melodiöse Refrains und eine Prise Rock’n’Roll prägt den Sound der Band. Mit der aktuellen Single „Waste My Time“, die der erste Vorbote auf das Debütalbum im März ist, wirken Findlay reifer als noch zu Zeiten ihrer „Electric Bones“-EP. Der rockige Sound verzerrter Gitarren gepaart mit den Synthie-Pop-Klängen im Song erinnert vielmehr an die 80er. Musikalisch setzen sich Findlay kein Limit. Besungen wird hier der unbändige Appetit auf das Leben und die Angst nur eine Sekunde davon mit allgegenwärtigen Zweifeln oder Misserfolgen zu verschwenden. Auf dem Debüt „Fogotten Pleasure“, das voraussichtlich am 3. März via BMG erscheint beschreibt Sängerin Nathalie Findlay durchaus emotional und teilweise ungeschönt das verrückte Leben in London. „I don’t ever want to waste my time again…“ – Zeitverschwendung ist die Musik der 25-jährigen Britin auf keinen Fall.
Mit dem Debütalbum kommt die Band im Frühjahr dann auch endlich wieder nach Deutschland. In insgesamt fünf Städten werden die Briten ihr neues Material präsentieren. Tickets sind ab sofort an allen bekannten VVK-Stellen erhältlich sowie bei Eventim.
Findlay live:
29.03. – Berlin, Kantine am Berghain
30.03. – Hamburg, Nochtspeicher
31.03. – Köln, Studio 672
01.04. – München, Milla
02.04. – Wien, Chelsea
Gefühlt gerade erst so richtig geboren, entfachen Hugh mit stimmungsvollem Electronic-Soul große Lust auf mehr.
Support von den Großen hat das Londoner Quartett Hugh schon mal, nachdem „Mr. Ich produzier alles, was nicht bei drei auf dem Baum ist“ Diplo himself zuletzt nur positives zu den Newcomern aus London verlauten ließ. Ob das denen jetzt so sonderlich gut gefällt oder nicht sei dahingestellt. Festzuhalten ist, mit ihrer gerade veröffentlichten Single „This Is How It Starts“ könnte es ganz schön weit nach vorne, bzw. oben, bzw. ab gehen. Wir finden, vollkommen zurecht! Stimmungsvolle Synthie Beats à la Dev Hynes, umgeben von den ruhig abgemischten Stimmen der beiden Sänger Izzy Brooks und Joshua Idehen ergeben beruhigend schönen elektronischen Pop mit klarem R&B Einfluss.
Jener Idehen, der 2013 noch mit Benin City unterwegs war, scheint sich dieses Jahr vorsätzlich nur auf sein Londoner Band Projekt zu konzentrieren, was dann im Laufe der nächsten Monate in einem fertigen Album resultieren soll. Wenn dabei nur ein paar mehr Songs vom Kaliber eines „This Is How It Starts“ rauskommen, sind zumindest wir stolz wie Oskar euch Hugh zuerst empfohlen zu haben. Falls ihr die Londoner natürlich schon seit dem ersten Lebenszeichen kanntet, wisst ihr sicher auch, dass die vier Süßis, die sich übrigens beim Philosophieren über Shazam in einer Bar kennen gelernt haben, am 05.02. in Berlin zu sehen sein werden. Was, so kurzfristig schafft ihr’s nicht in die Stadt der Rennradfahrer, Smoothieschlürfer und Guys, die „einfach mal Berlin ausprobieren wollten und dann in der Creativity und in der general Mood (pscht, damit meint man immer die drugs)“ hängen geblieben sind? Macht nichts, Soundcloud hat euch lieb und wir haben den Link zu Soundcloud.
Für Fans von: Blood Orange, Solange, Motorama, DIIV
Der Swag-Rapper LGoony ist längst nicht mehr nur exklusiv ein Phänomen für die Rucksack-Generation.
„Ich bin der Shit, 10000 Euro on my wrist“ – so stellte sich LGoony vor ungefähr einem Jahr im Youtube-Game vor. Seitdem hat sich beim jungen Swag-Kölner jedoch viel geändert, was spätestens die fruchtbare Zusammenarbeit mit dem Bruder im Geiste Crack Ignaz zeigt. Das Kollabo-Album war aber eigentlich nur ein Vorbote auf sein erstes eigenständiges Album „Intergalactica“. Hier beweist, dass LGoony mehr als nur über die Generation-Youtube zu rappen weiß und zeigt sich zwar erwarter spacig und auch der Auto-Tune ist am Start. Dennoch zeigen die Songs eine oft ungeahnte Tiefer und lassen so manchen Hater verstummen.
Auch live ist LGoony längst kein unbeschriebenes Blatt mehr und zeigte bereits auf dem letzten Splash! welche Energie hinter dem ganzen Lean-Swag steckt. Bevor er im Sommer auf dem Dockville anzutreffen ist, geht er noch auf eine Club Tour durch ganz Deutschland. Wie es sich für seine Spezies gehört, tritt er hier aber nicht alleine auf die Bühne, sondern wird vom Producer-In-Crime DJ Heroin, dem einzig deutschen TeamSesh-Mitglied HNRK und der Kölner Untergrund-Hoffnung Yaesyaoh begleitet aus seiner „Lichtgang Tour“ begleitet.
Pathos und Gefühl steht bei dem Trio aus Großbritannien zwar noch immer an erster Stelle und trotzdem zeigt die Single ungewohnte Lebendigkeit.
Auf einmal war er da: dieser Song mit dem niemand gerechnet hat. „Rooting For You“ war das fulminante Comeback einer Band, die 2013 so jeden Hype überstanden hat. Mit der neuen Single „Big Picture“ liefern die Briten nun neues Futter und geben sich ungewohnt frisch und energisch. Natürlich drückt Hannah Reids unverwechselbare hohe Stimme dem Song wieder deutlich den Stempel auf und Bilder somit das unverwechselbare das Glanzstück des Tracks.
Produziert wurde der fulminante, mitreißende Track von dem prominenten britischen Musiker Jon Hopkins (Brian Eno, King Creosote), ursprünglich hat ihn jedoch London Grammar-Sängerin Hannah Reed am Klavier komponiert. Passend zum mitreißenden Sound, ergänzt das von Regisseurin Sophie Muller gedrehte Video das Ensemble perfekt. Natur und -Kosmosgewalten brechen über die ruhende Band ein und so spielt sich das ganze zu einer großen, aber positiven, Dramatik auf. 2017 könnte London Grammars neues 2013 werden.
Abgesehen was sonst alles seit dem Jahresbeginn passiert ist, lässt sich sagen: 2017 lässt sich musikalisch schon mal gar nicht schlecht an. Das sind unsere Lieblingssongs im Januar gewesen.
Corbin – Destrooy
Ziemlich unbemerkt und unkommentiert auf Soundcloud erschienen, verfolgt einen der neue Song des Achtzehnjährigen Corbin Smidzik aus St. Paul Minnesota sofort. Halleffekte auf der Stimme, die keine Grenzen zu kennen scheinen und eine unglaubliche Ruhe, die dem gesamten Track zu Grunde liegt. Man fühlt sich an Cigarettes after Sex und Underworld erinnert und erwischt sich bei der Frage, wie ein Achtzehnjähriger soviel Stille und Understatement in sich tragen kann. Nach kurzem googlen stellt man fest: Smidzik präsentiert seine Kreationen bereits seit 2013 (damals noch unter ehemaligem Alter Ego Spooky Black) einer breiteren Öffentlichkeit. Not bad at all.
Der sympathischste Raucher des Kosmos lässt uns am 05.05. wieder in seiner ihm so ureigenen schrulligen Art und Weise an seiner Welt teilhaben. „This Old Dog“ wird das nächste Album der vielleicht lustigsten Zahnlücke aus British Columbia heißen, aus dem man sich bereits jetzt zwei Songs zu Gemüte führen kann. Wir haben uns in dieser Liste für den Titeltrack entschieden, ohne wirklich zu wissen, ob wir dann doch nicht „My Old Man“ besser finden sollen. Deswegen am besten beide anhören und hier auf genauere News zu Mac Demarcos nächstem Opus Magnum stoßen:
FLUT – Linz bei Nacht
Auf Kassette veröffentlicht, Vocoder, 80er Synthies und das Video zu „Linz bei Nacht“ in Eigenregie mit komplett analogem Equipment aufgenommen. Man könnte meinen, die Jungs aus Österreich überlassen nichts dem Zufall, wenn’s um’s Image geht. Das Endergebnis kann sich sehen lassen: Der Mitte des Monats veröffentlichte Song ist mitreißend und im Video so gekonnt trashig in Szene gesetzt, dass sich sowohl auditive wie visuelle Erinnerungen an die ganz großen des Pop aus dem Nachbarland auftun. Es überrascht nicht, dass sich Flut, deren erste EP dieses Jahr erscheinen soll, dazu entschieden haben, noch diesen Monat ihre eigene Version von „Auf der Flucht“ einzuspielen. Wir sind a bissl gschpahnt.
Bilderbuch – Bungalow
2017 hatte noch gar nicht so richtig begonnen, da hatten Bilderbuch schon einen der größten Hits des Jahres veröffentlicht. „Bungalow“ ist textlich nahezu belanglos, rhythmisch aber quasi unwiderstehlich und verdammt sexy. Look und Auftreten im Video sind gewohnt lässig und dennoch übertreffen sich die Jungs aus Wien mit Zeilen wie „Baby leih mir deinen Lader“ zum Jahresbeginn in spektakulärer Art und Weise. Wer sich live von der freshesten Freshness seit Falco himself überzeugen will, kann das ab 27.03. in Angriff nehmen. Das Album „Magic Life“ erscheint am 17.03.
The xx – Say Something Loving
Mit ihrer zweiten Auskopplung aus dem diesen Monat erschienenen dritten Album des Londoner Trios, konnte man den vielleicht schönsten Text auf „I See You“ bereits vor dessen eigentlicher Veröffentlichung genießen. Romy Croft und Oliver Sim besingen das Gefühl des „thrill of affection“ so vorsichtig und gleichzeitig eindringlich, während „Say Something Loving“ zum vielleicht radiotauglichsten Song der Briten avanciert. Alles ohne dabei cheesy zu wirken oder den beinahe schüchternen, zurückgezogenen Stil, der sie auf ihrem Erstlingswerk „The xx“ quasi über Nacht zur Post-Punk-Indie Sensation werden ließ und der auf dem Nachfolger „Coexist“ perfektioniert wurde, zu verlieren. The xx sind auf „I See You“ wunderbar großer Pop, nur um dann immer wieder in die selbst erschaffene Ruhe der Introvertiertheit zu fallen. Vielleicht das Album des Januars. Am schönsten, wenn man’s mit den besten Freunden hört.
The Homesick – St. Boniface
Habt ihr schon einmal von Dokkum gehört? Nicht, schlimm wir auch nicht und selbst das Trio gibt in ihrer Bandbeschreibung zu, dass man den Ort im Norden der Niederlanden nicht ohne Navi finden würde. Dies hindert The Homesick jedoch nicht daran aufregenden noisy Postpunk im Gewand der 80er zu machen. Teil dieser Kombi ist kein Unbekannte. Yuko Yuko wurde bei Postie bereits vor einiger Zeit vorgestellt und drückt auch hier mit seinen markant klirrenden Gitarrensounds seinen Stempel auf. Die Single „St. Boniface“ ist der Vorbote für das anstehende Debütalbum „Youth Hunt“. Ein vielversprechender, erster Eindruck wie wir finden.
Ace Tee – Bist du down ? (feat. Kwam.e)
Eigentlich dürfte der Song nicht in dieser Liste auftauchen, da er bereits Ende Dezember erschienen ist. Und trotzdem hat der Song dem Monat Januar seinen Stempel wie kaum ein anderer aufgedrückt und hat aus dem Grund doch seine Berichtigung für diese Liste. Macht das Sinn? Wir finden schon. Ace Tee bringt uns den noch gar nicht so lange zurückliegenden 90s R’n’B zurück und fragt euch mitfühlend „Ey, bist du down Baby?“.
Bonobo – No Reason (feat. Nick Murphy)
Eine Zusammenarbeit zwischen Bonobo und Nick Murphy fka Chet Faker klingt genau so göttlich, wie ihr euch das vorstellt. Der Song ist aus dem neuen Album „Migration“ von Bonobo und ist nach „Kerala“ und „Break Apart“ die bereits dritte, vorgestellte Single. Der gespenstische Track ist knappe vier Minuten lang und fesselt einen vom ersten Beat an. Murphys Stimme im Chorus macht die Nummer dann auf eine kuriose Art und Weise doch clubtauglicher, als man beim ersten Hören denken könnte.
AV AV AV – Habitat
“Definitely Sounds Like the Sound of The Future” – Fatboy Slim. Mit diesen Vorschusslorbeeren gesegnet haben sich AV AV AV aus Dänemark an ihr neuesten Werk „Habitat“ gemacht. Das Geheimrezept des Sounds des Trios ELOQ, Unkwon“ und DJ.E.D.D.E.H. besteht aus einem inspirierenden Mélange aus Akustik und Electro. Diese Kreationen entstehen meist an entlegenen Orten, fernab der Großstadt. Deswegen ist es umso erstaunlicher, dass der Sound trotz allem derart metropolitan klingt. Hilfe hat das Trio bei der Fertistellung von „Habitat“ von dem Vater von ELOQ bekommen, der bereits mit Pink, Take That und Britney Spears zusammengearbeitet hat.
Das belgische Duo VUURWERK, bestehend aus einem Psychologen und einem Psychiater, hat sich für ihre neue Single „Face It“ mit dem Singer/-Songwriter Khazali zusammengetan.
Thieu und Jergan aka VUURWERK nennen mittlerweile Ost-London ihr zuhause und machen aufmüpfigen Electronica-Sound. Nachdem die Musiker bereits von Boiler Room, BBC 6 und VICE unterstützt worden sind, haben sie nun mit „Face It“ eine neue Single am Start. Der Song handelt von dem Sichselbstfinden, das erst über das Kennenlernen neuer Menschen möglich gemacht wird. Es geht um die düsteren Seiten, die in jedem von uns schlummern und nur in Extremsituationen herausgelassen werden. In genau solchen Passagen erkennt man die Berufswahl der beiden Belgier.
Nach fast schon therapeutischem Prinzip geht auch das dazugehörige Video zu „Face It“ vor. Schritt für Schritt werden die kommenden Aktionen und Handlungen mithilfe von grell aufleuchtenden Buchstaben angekündigt. Dadurch wird die Dramatik, die eh schon durch die zerreißenden Beats des Songs erzeugt wird, noch weiter verstärkt. Die soulig, jazzig anmutende Stimme des Londoner Singer/-Songwriters fügt sich hier perfekt ein und macht das komplette Projekt perfekt. Produziert wurde der Song von Justin Gerrish (Vampire Weekend, The Strokes) und erschienen ist er via Run Tell Secrecy x Kobalt (UK).
Lang, lang ist es her dachten sich wohl auch Surfer Blood und kehren nach zweijähriger Abstinenz und dem tragischen Tod ihres Gitarristen zurück auf die Bühne.
Jeder Anfang ist schwer, besonders nach dem tragischen Verlust eines Bandmitglieds. Mit „Snowdonia“ veröffentlicht das Indie-Rock-Quartettkommenden Freitag das erste Lebenszeichen seit dem krankheitsbedingten Tod von Gründungsmitglied und Gitarrist Thomas Fekete im vergangenen Jahr. Mit dem neuen Material geht es dann für Surfer Blood auch direkt auf Tour, darunter ist auch ein exklusives Deutschlandkonzert in Berlin angesetzt.
Wie die neuen Songs klingen, darauf lässt die aktuelle Single „Frozen“ vermuten, die so gar nicht ihrem Titel entspricht. Eher klingt die Nummer mit den fuzzigen Gitarren, dem dröhnenden Bass und der gelassenen Stimme von Frontmann John Paul Pitts sommerlich leicht und sehr melodisch. Das dazugehörige Lyric-Video findet ihr unten. „Snowdonia“ erscheint am 3. Februar via Joyful Noise.
Tickets für das Konzert am 12. März im Berliner Urban Spree gibt es an allen bekannten VVK-Stellen und via Eventim.
„The Far Field“ erscheint am 7. April und bereits jetzt gibt es mit „Ran“ eine neue Single zu hören.
So richtig durchgestartet sind Future Islands wahrscheinlich erst mit ihrer letzten Veröffentlichung „Singles“ und der sich darauf befindenden Indie-Hymne „Seasons (Waiting For You)“, die man nur verpassen konnte, wenn man 2015 im Winterschlaf verbracht hat. Dabei touren die Jungs aus Baltimore nun auch schon seit über zehn Jahren. Sei’s drum, wir freuen uns jetzt schon auf „The Far Field“, das zwölf neue Songs beinhalten soll und mit Debbie Harry von Blondie als Gesangspartnerin sicherlich für ein paar angenehme Überraschungen gut sein wird. Der Sound soll an die Originalität von „Singles“ anknüpfen, was sich auch in der soeben veröffentlichten Single „Ran“ erkennen lässt. Es wird weiterhin auf dynamische Hooks und vor allem auf die markante Gesangsweise Samuel T. Herrings gesetzt. „Neu“ dabei ist der bisherige Live-Schlagzeuger Michael Lowry, der nun auch wesentlich am Entstehungsprozess des nun schon fünften Studioalbums der Band, das sich thematisch vor allem ums Reisen drehen soll, beteiligt war.
„The Far Field“ soll am 7. April bei 4AD erscheinen und wurde von Congletons Produktion mitproduziert. Wer keine zwei Monate mehr warten will, hat am 21.03. im Astra in Berlin die Chance, sich vom neuen Sound der Amerikaner selbst zu überzeugen. Den Geduldigen sei auf jeden Fall hiermit die neue Single „Ran“ ans Herz gelegt.
Mit „Calling“ beweist der Zwanzigjährige Timothy Arnott erneut, dass den Aussies, was lässige Elektro Sounds angeht, so schnell keiner was vormacht.
Gemeinsam mit seinem Feature Gast Your Girl Pho präsentiert Ukiyo vibrierende Drops, entspannte Hip-Hop Anspielungen und gute Laune. Natürlich widersprechen wir nicht, würde jemand behaupten, dass „Calling“ mit seinem schillernden Chorus vielleicht noch eine Spur zu sehr an den derzeitigen Großmeister des australischen Elektropops (ja, wir meinen Harley Edward Streten, aka Flume) erinnert, allerdings würden wir auch schleunigst auf Ukiyos restlichen Soundcloudfeed verweisen, auf dem jeder selbst entdecken kann, dass es sich beim dem Boi aus Fremantle mitnichten nur um einen weiteren der mittlerweile unzähligen Stretenjünger handelt. Viel mehr lässt sich enormes kreatives Potential im Sampling erkennen („My Eyes“) und die oben bereits erwähnte Kombination aus Hip-Hop Attitüde und auf Elektro ausgelegtem Producing macht schlicht und einfach richtig Spaß. Eignet sich easy für die entspannte Autofahrt und kann auch nach dem Ankommen auf dem Dancefloor genutzt werden, um mal wieder richtig den von Chai Latte und Low Carb-Diäten gesund geschundenen Körper in Schwung zu bringen.
15 Songs hat der australische Newbie bereits auf seiner BandCamp Seite veröffentlicht, darunter auch seine vielleicht bis zum jetzigen Zeitpunkt reifste Arbeit „Calling“. Wem selbst der Umweg zu weit ist, haben wir hier den schnellsten Weg zum Snythie-Elektro-Hip-Hop-Mix. No worries, mates.