Den neuen Song „3WW“ kann man ab sofort im Stream hören und sich einen ersten Eindruck verschaffen wo die Reise bei alt-j hingehen wird.
Eine große Überraschung war es am Ende wohl doch nicht mehr. Seit ein paar Tagen bereits schwirrte auf den sozialen Netzwerken das Gerücht herum, dass alt-j schon sehr bald neue Musik veröffentlichen werden. Mit dem mysteriösen Trailer namens „00110011 01110111 01110111“ gab es für die Ratefüchse auch einen ersten Hinweis auf den kommenden Track „3WW“. Außerdem hat der japanische iTunes-Store die Informationen zum dritten Studioalbum der Briten bereits vorzeitig geleaked und somit die Bombe platzen gelassen.
Am Montagmorgen folgte dann auch die Bestätigung der Band über Facebook. Das neue Album nennt sich „Relaxer“ und wird am 9. Juni dieses Jahres erscheinen. Beim Sound bleiben die Musiker aus Leeds sich größtenteils treu und doch ist eine Tendenz in Richtung ursprüngliche Musik erkennbar. Der Sound ist klarer, reiner, was durch weibliche Vocals verstärkt wird und deutlich enger mit der Natur verbunden als die Musik der vorherigen Alben. Wie ein Ritual bei einer Stammesaufnahme mutet der Song an und so könnt ihr im Sommer gerne auf mehreren deutschen Festivals in den alt-j Stamm aufgenommen werden. Die Band spielt unter anderem auf dem Hurricane und dem Southside-Festival.
Das Trio HEIM macht am 26.03. den Wiesbadener Kulturpalast unsicher. Wir verlosen 1×2 Gästelistenplätze und präsentieren das Konzert.
Mit ihrem Album „Palm Beach“ hat das Trio aus irgendwelchen Käffern in der bayrischen Provinz eines der spannendsten Gitarrenalben des vergangenen Jahres veröffentlich. Zumindest was den deutschsprachigen Raum betrifft. Sie sind laut, irgendwie wahnsinnig melancholisch und haben auf jeden Fall sehr viel Bock auf Radau. Perfekte Voraussetzungen also für eine energiegeladene Live Show. Und anders als bei vielen Acts, die man so kennt, hält die Band live das, was die Studioaufnahmen bereits erahnen lassen.
HEIM stehen sinnbildlich für eine Generation des Antihipstertums, welcher sich gerade in der Musikszene zu entwickeln scheint. Es ist an der Zeit gegen Glitzer und Feenstaub anzukämpfen und stattdessen mal wieder im Matsch auf laute Gitarren auszurasten. Quasi weniger Frozen Yoghurt, mehr Indie und Bier. Man darf sich bei HEIM also auf einen ehrlichen Auftritt im Wiesbadener Kulturpalast freuen und aus diesem Grund verlosen wir 1×2 Gästelistenplätze für das Konzert am 26. März.
The Postie verlost 1×2 Gästelistenplätze für das Konzert von HEIM in Wiesbaden. Die Bedingungen für den Lostopf sind das Liken des FB-Posts, das Liken von The Postie auf Facebook und das Kommentieren eurer Begleitung. Der Einsendeschluss ist der 25.03 um 20:00. Die Allgemeinen Teilnahmebedingungen könnt ihr hier nachlesen.
„Abysmal Thoughts“ soll im Juni diesen Jahres erscheinen, den neuen Song von The Drums gibt’s schon jetzt zu hören.
Nach drei Jahren Pause seit dem letzten Album „Encyclopedia“ meldet sich Frontman und Gründer Jonny Pierce mit der Ankündigung des vierten Studioalbums zurück und gibt mit der Veröffentlichung von „Blood Under My Belt“ den ersten Vorgeschmack auf die nächste Platte. Zwölf Songs sollen auf „Abysmal Thoughts“ vertreten sein, die allesamt von Pierce, hauptsächlich in Los Angeles, selbst geschrieben und eingespielt wurden. Zumindest auf dem soeben erschienenen „Blood Under My Belt“ bleibt Pierce sich soundtechnisch treu, schneller Rhythmus und die nahezu flehende Stimme lassen sich auch hier erneut wiedererkennen.
Pierce selbst beschreibt den emotional fast schon grausam wirkenden Titel seines neuen Albums, an dem außer ihm nur Produzent Jonathan Schenke beteiligt war, als Reaktion auf die von ihm als „politisches Chaos“ bezeichnete Situation in den USA. Man wisse, im Gegensatz zu positiven Gefühlen, die verschwinden, bevor man sich an sie gewöhne bei den „abysmal thoughts“ eben nie, ob und wann sie sich überhaupt auflösen werden. The Drums wenden sich auf ihrem nächsten Album, das am 16. Juni bei Anti erscheinen soll, vielleicht also sogar den großen gesellschaftlichen Themen zu. Wir glauben allerdings, dass The Drums ohne den großen Herzschmerz gar nicht möglich sind und mal ganz ehrlich, wer beweint denn bitte leidender den Verlust der zuletzt zerbrochenen Liebe? Ob und wenn ja, davon schon etwas in der ersten Veröffentlichung „Blood Under My Belt“ zu spüren ist, entscheidet ihr am besten selbst.
Angedeutete Umarmungen und verweigerte Nähe – The xx waren auf ihrer Tour zum letzten Album im Münchener Zenith
Natürlich ist es für Bands wie Arcade Fire, The National und co. Zur Normalität geworden, ihre Tourkonzerte vor Menschenmassen jenseits der Tausendermarke zu spielen. Auch bei den gefühlt von jedem Musikfan geliebten The xx aus London ist das spätestens seit ihrem dritten Album „I See You“, das deutlich schneller, optimistischer und nicht mehr schüchtern und zurückgezogen daherkommt so. Wer das Trio aus Romy Croft, Oliver Sim und Jamie Smith zum Beispiel letzten Freitag in München erlebt hat, war Teil eines 5000 Personen Publikums und zugleich Zeuge dessen, warum eine größere Location vielleicht zum momentanen Erfolg einer Band passen mag, den Charakter der dargebotenen Musik aber durch die schiere Masse an Leuten zu ersticken droht. Dazu später mehr.
Die Vorband, besser der VorDJ, Floating Points ergänzt den Sound der britischen Minimalisten gut, zum Teil fühlt man sich stark an xx Songs erinnert, die Jamie Smith in Eigenarbeit nochmal bearbeitet und unter eigenem Namen veröffentlicht hat. The xx selbst stehen dem Electro/ Techno Sound des ebenfalls britischen Sam Shepard aus Manchester in fast nichts nach und lassen während ihres knapp zwei Stunden gehenden Sets immer wieder Platz für längere Minimal Electro Passagen, die vom Bass Sims und der Gitarre Crofts bis zur Perfektion unterstützt werden. Vor allem die Songs „Shelter“ und „Infinity“ vom selbstbetitelten Debütalbum werden so zu sechs- bis siebenminütigen Beatmaschinen, die so reduziert und dunkel arbeiten, dass die industrielle Decke des Zenith, die von einem Gerüst aus Stahlträgern gehalten wird, dann doch sehr gut ins Bild passt. Insgesamt bekommen die Zuschauer sozusagen ein buntes Potpourri der drei Alben mit dem einzelnen x auf dem Cover geboten, sogar der mittlerweile durch jede Autowerbung gejagte Opener des ersten Albums „Intro“ wird gespielt. Crofts und Sims Gesangspassagen wirken einstudiert aufeinander abgestimmt, sie fangen sich immer wieder gegenseitig ein, ergänzen sich und bieten einander Schutz, was offenbar, wie in Interviews zum letzten Album erklärt wurde, auch das Ziel der gemeinsamen Bühnenperformance sei. Umso schöner und einnehmender sind dann die beiden Songs „Brave for you“, der von ihr im einzigen Spotlight der Bühne vorgetragen wird und „Fiction“, bei dem Oliver Sim mit dem Mikrofonkabel um den Hals geschlungen beweist, dass er in der letzten Dior Homme Kampagne auf keinen Fall durch Nachbearbeitung so verdammt gut aussah. Jamie Smith bleibt über die ganze Zeit des Konzerts ruhig hinter seinem Zaun aus Mischpulten und Effektgeräten, was keineswegs gelangweilt oder fehl am Platz wirkt, tragen doch seine Beats und Drumsets den Sound der Band durch die Halle.
Wie oben bereits angeschnitten bleibt vom Münchener Abend trotzdem ein fader Anflug von Unzufriedenheit. Dabei haben The xx vor ihrer Bühne aus sich drehenden und reflektierenden Glaspfeilern doch abgeliefert. Die Songwahl ist angenehm abgestimmt, Croft und Sim sind sympathisch, zum Teil gesanglich umwerfend und die von Smith eingebauten Beateinlagen ebenfalls ein elektronisches Blumenpflücken. Und doch hat man als Konzertbesucher, wenn überhaupt, erst nach knapp 40 Minuten das Gefühl, die minimalistische Musik der Band, für die die 5000 gekommen waren, sei jetzt auch beim letzten Zuschauer angekommen. Ein beständiger Geräuschpegel aus Gesprächen, der wie Smog in der Halle schwebt, blockiert bis zum sechsten, siebten Song den Einfluss, den eine Band bei einem guten Konzert zwangsläufig auf ihr Publikum ausübt. Als wolle man sich genau dieser Einflussname widersetzen, herrscht in der dicht gedrängten Menschenmenge ein ständiges Kommen und Gehen von Leuten, die sich doch noch ein gutes Stück vorschieben wollen, ein neues Helles bestellen gehen oder vielleicht auch einfach dem Hintermann bzw. der Hinterfrau entkommen wollen, die einem schon wieder in die Hacken tritt, während man den vor sich stehenden Leuten dann wieder genau dasselbe antut. Wenn „Angels“ als letzter Song der Zugabe gespielt wird, meint man zum ersten Mal mitzuerleben, wie die gesamte Halle einen Song in Gänze wahrnimmt und nicht damit beschäftigt ist, den letzten Instagram Post von heute Mittag zu verwalten. Sorry für den dann doch etwas polemisch gewordenen Abschluss, aber mit dem Gefühl aus einem The xx Konzert herauszulaufen, das Publikum, und damit man selbst, wäre dem wirklichen Erlebnis des Sounds buchstäblich im Weg gestanden, ist schlicht ernüchternd. Vielleicht wäre den Konzertveranstalten beim nächsten Mal besser geholfen, die abgesperrte Zone direkt vor der Bühne, für die wahrscheinlich höhere Ticketpreise verlangt wurde, dann doch noch Venues wie dem Olympiastadion zu überlassen. Vielleicht wird dann aus der Umarmung, die ein xx Konzert darstellen kann auch eine wirklich durchgeführte und nicht nur eine von der Band angebotene. Und wer kann sich freitagabends schon dem Schmusen zu Songs wie „Say Something Loving“ oder „Reunion“ entziehen?
Boy better know – Skepta bleibt nach seiner BRITS Performance heiß wie Frittenfett
Nachdem bei den Brit Awards für Skepta und dessen Grime Brother in Crime Stormzy, mal wieder, nichts zu holen war, obwohl allein die „Shutdown“ Darbietung preisverdächtig war, zeigt der Londoner im neu veröffentlichten Video zu „Security“, wer beim Tanzen die Hosen (und wahlweise sonst nichts) anhat. Im Regen fly mit Fliegerbrille, ganz in schwarz vor den Schlagzeilen, im Kerzenschein mit Ohrenmütze und, wie um dem ganzen die Krone der Coolness aufzusetzen, mit schwarzer Beanie, ein wenig Gold auf der Nase und um den Hals, schwarzer Lederhose und freiem Oberkörper zeigt Skepta seine Moves. Wer’s tragen kann, denkt sich der random Körperklaus und ist einmal mehr begeistert vom Beat, der „Security“, das letztes Jahr an Halloween erschienen ist, die vollen 3:42 spielerisch trägt.
Nach dem Erfolgsalbum „Konnichiwa“, für das Skepta 2016 mit dem rennomierten Mercury Prize bedacht wurde und auf dem „Security“ übrigens nicht vertreten war, ist momentan noch nichts über ein baldiges Nachfolgealbum bekannt. Auf den oben bereits erwähnten BRITS kündigte der Grime Künstler allerdings eine Zusammenarbeit mit dem Frontmann Matthew Healy von The 1975, die auf der alljährlichen Veranstaltung mit dem Preis für die beste britische Band ausgezeichnet wurden, an. Wenn sich die beiden hinsichtlich ihrer Dancemoves treu bleiben, könnte das auf jeden Fall extrem gut aussehen.
Während es draußen regnet und stürmt nimmt uns die tropische Elektro-Dance-Pop-Nummer von Tep No gedanklich schon längst mit in den zukünftigen Sommer.
Sommergefühle im Februar gefällig? Dann müsst ihr auf jeden Fall in „Is It Too Much That I’m Asking For“ von Christopher Lagogiannis aka Tep No reinhören. Der Song verführt nicht nur zum sofortigen Tanzen, sondern lässt auch die ersten Sehnsüchte nach den wärmeren Monaten aufkommen. Kein Wunder, denn die Elektro-Pop-Nummer des kanadischen Produzenten strotzt nur so vor Sommer-Hit-Qualitäten: Trompeten bescheren tropisches Flair und die Latino-Rhythmen vertreiben nicht nur den Winter-Blues sondern erinnern mit den nostalgischen Synthies auch an die guten alten Dance-House-Tracks.
„Is It Too Much I’m Asking For“ ist ein erster Vorgeschmack auf das Debüt des Musikers, der die Single nicht nur produziert sondern auch geschrieben und die Vocals dafür selbst eingesungen hat. Das noch titellose Langwerk des Musikers soll noch im Laufe diesen Jahres via Ultra Records erscheinen. Erwarten kann man mit Sicherheit weitere Tracks die nur so vor Hit-Qualitäten strotzen und uns den Sommer versüßen werden.
Neue Tourdaten, neue Single und neues Album im Frühjahr – die Indie-Rocker von Spoon lassen zurzeit nichts anbrennen.
Man sollte meinen nach acht Alben müsste sich eine Band ihren Namen schon längst erspielt haben, trotzdem gelten Spoon aus Austin, Texas hierzulande immer noch als Geheimtipp. Dabei hat die Band in den vergangenen Jahren durchaus ein Gespür für Ohrwürmer bewiesen. Auch wenn das aktuelle und nun schon neunte Album „Hot Thoughts“ weniger poppig daher kommt als noch die Vorgänger, sprüht es dennoch vor zugänglichen Harmonien, wie schon die gleichnamige Single Anfang des Jahres gezeigt hat.
Mit der funky Indie-Nummer „Can I Sit Next To You“ gibt es nun einen weiteren Vorgeschmack auf die Platte. Das Video zur Single ist ein kunstvoll inszenierter Clip, der vom Objektkünstler und Filmemacher Marcel Dzama stammt, der auch schon mit anderen Künstlern wie Beck, Bob Dylan und The Weakerthans zusammen gearbeitet hat. „Hot Thoughts“ erscheint am 17. März via Matador Records und wird wohl, wie auch die Vorgänger schon, vor klanglicher Innovation und experimentierfreudiger Vielschichtigkeit von Rock-, Pop-, und Indie-Elementen nur so strotzen.
Im Juni gehen die Indie-Rocker dann auf ausgedehnte Europatour und machen mit dem neuen Material auch hierzulande Halt. Tickets für die Shows gibt es ab Freitag, den 24.02 um 12 Uhr bei allen bekannten VVK-Stellen und via Eventim.
Neuseelandklischees in schön – Fazerdaze kündigen ihr Debütalbum an
In Auckland mit dem Skateboard durch Straßen zu fahren muss schön sein. Wahrscheinlich regnet es nicht, die Luft ist warm und ans Meer ist es höchstens eine halbe Stunde. Dabei aber noch in Gedanken beim baldigen Albumrelease oder bei den zuletzt veröffentlichten Songs wie „Lucky Girl“ oder „Little Uneasy“ zu schwelgen, macht das Leben wahrscheinlich auch nicht gerade schlechter. Ob es Amelia Murray alias Fazerdaze nun wirklich so geht, lässt sich hier im deutschen Februarverdruss nur schwer feststellen und bleibt natürlich auch ihre Angelegenheit. Relativ einfach festzustellen ist dagegen die Eingängigkeit der D.I.Y. Attitüde, die sich im Sound der jungen Neuseeländerin, der hauptsächlich aus Gitarren, Bass, Drum-Computern und schüchternen Synthies besteht, widerspiegelt. Vor allem „Lucky Girl“ erzeugt eine klare, schwärmerische, sommerabendartige Atmosphäre, die sich so hoffentlich im Debütalbum „Morningside“, das am 05.05. dieses Jahr erscheinen soll, fortsetzen wird. Insgesamt zehn Tracks werden darauf zu finden sein und wir sind gespannt, wie sich Fazerdaze, die sich als ursprüngliches Homeprojekt von Aucklands Dachböden schon auf mehrere Bühnen in Großbritannien gespielt haben, darauf entwickeln werden.
Als Support war die Gruppe um Sängerin Murray schon unter anderem für Unknown Mortal Orchestra oder Matt Corby auf Tour, diesen Sommer bietet sich aber auch Interessierten vom europäischen Festland die Möglichkeit, Fazerdaze im Mai auf dem „Cardinal Sessions Festival“ in Hamburg und Köln live zu sehen. Wer sich bis dahin ein wenig tiefgehender mit dem 60er Jahre Pop Songwriting Murrays beschäftigen will, kann sich die bereits 2014 veröffentlichte EP „Fazerdaze“ im Internet zu Gemüte führen, mit der Frau durch Hobsonville cruisen oder sich auf Soundcloud mit „Lucky Girl“ gedanklich ein kleines Stück an die wärmeren Zeiten des Jahres annähern.
Drei neue Bestätigungen für das Nordhessener Festival
Nachdem mit Leoniden, Der Ringer und Blackberries drei Bands zwischen Pop und Rock für das Musikschutzgebiet Festival angekündigt wurden, gehen die Veranstalter mit der nächsten Bandwelle in eine andere Richtung. Deutschrap nicht-mehr-geheim-Tipps Audio88 & Yassin konkurrieren um den Headlinerplatz, dazu wurden die mir bisher unbekannten Mädness & Döll und Chima Ede angekündigt. Das 12. MSG scheint wohl wieder ohne Grenzen (zwischen Genres oder bekannten und unbekannteren Acts) stattzufinden.
Das Musikschutzgebiet findet vom 1.-3. September in Homberg (Efze) statt. Tickets gibts hier.