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Popwunder – CHVRCHES veröffentlichen die Pop-Hymne „Miracle“

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„Miracle“ ist der mittlerweile vierte Song aus dem anstehenden Album „Love Is Dead“ von CHVRCHES und bietet einen poplastigen Gegenpart zu der Single mit Matt Berninger. 

Clapping Beats, kolossale Stimmung und einprägsame Lyrics. Man könnte meinen, es wird über die neue Single von Diplo geredet. Tatsächlich handelt es sich aber um das nette Trio von CHVRCHES, die mit „Miracle“ einen weiteren Song veröffentlichen. Die Single wird auf dem Album „Love Is Dead“ sein, das am 25. Mai erscheint. 

Nach „Never Say Die“, „Get Out und „My Enemy“ ist „Miracle“ der vierte Song, der als Vorschau präsentiert wird. Entstanden ist der Song in Zusammenarbeit mit dem Produzenten Steve Mac. Dieser hat bereits mit Robin Schulz, Westlife oder (aufgepasst) Caught In The Act zusammengearbeitet. Nach dem Indie-Abstecher mit dem Sänger von The National begeben sich CHVRCHES also wieder mehr in die Welt des Pop. In der Tat bietet die Single alles, was ein Radio-Popsong aus Plastik heutzutage so mitbringen muss. Die massiven Beats treffen auf den zerbrechlichen Gesang von Lauren Mayberry und dazu kommt halt die gängige Pop-Gewürzmischung. 

https://www.youtube.com/watch?v=fAAAZqFmDfA

Vom Dasein als Slackerqueen – Ilgen-Nur im Interview

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Ilgen-Nur // © Catharina Rittmann

Ilgen-Nur tourt derzeit als Vorband von Tocotronic durch ganz Deutschland. Vor ihrem Konzert in Leipzig hat sie mit uns über ihre Musik, das Slacker-Dasein und Frauen in der Musikbranche gesprochen.

19 Uhr. Am Leipziger Werk 2 herrscht bereits reges Treiben; der Einlass für das ausverkaufte Konzert von Tocotronic ist bereits geöffnet. An einem der ersten warmen Frühlingstage in diesem Jahr lassen es sich viele nicht nehmen, unter der Abendsonne noch ein Bier mit Freunden zu trinken bevor das Konzert startet. Oben im Backstage ist von dem Betrieb, der vor den Türen der Location herrscht, noch nichts zu merken: An einer langen Tafel wird noch zusammen gegessen und getrunken – fast schon Wohnzimmeratmosphäre.

Ilgen, wie bist du eigentlich zur Musik gekommen? Was hat dich dazu inspiriert?

Ich habe mit elf Jahren Klavier gelernt, bin dann später mit sechszehn zur Gitarre gekommen. Ich hatte aber tatsächlich einen sehr einschlagenden Moment, als ich die CD „Made Of Bricks“ von Kate Nash gehört habe. Ich habe das Album mit zehn oder elf Jahren komplett durchgehört und mir war klar, dass ich auch Musik machen will. Das war so mein Moment, glaube ich.

Und wie bist du dann letztendlich zu deinem gleichnamigen Projekt gekommen, auch in dieser Besetzung?

Ich habe ab dem Moment auch angefangen, Songs zu schreiben und habe das immer für mich selber gemacht. Vor ein paar Jahren habe ich dann bemerkt, dass ich doch eine richtige Band gründen und das nicht alleine machen will. Ich habe dann die Jungs aus meiner Band kennengelernt, als ich nach Hamburg gezogen bin.

Wie läuft das bei euch ab: Schreibst du die Musik und die Songs oder macht ihr das gemeinsam als Band?

Ich schreibe zuhause für mich die Texte und das Grundgerüst, also die Grundakkorde, und habe meistens eine Ahnung, wie ich den Song haben möchte, aber erst wenn ich mir hundertprozentig sicher bin, nehme ich den Song mit in den Proberaum oder schicke eine Demo, frage nach, ob wir daran arbeiten können. Die schreiben dann ihre eigenen Parts dazu.

Also, auch wenn das Projekt unter deinem Namen steht, unterscheidet ihr euch vom Konzept her nicht von anderen Bands?

Doch, schon ein bisschen, weil mir Songtexte sehr wichtig sind und das auch der wichtigste Teil für mich ist. Die Jungs sind natürlich super wichtig für die Band und das ist auch eine feste Besetzung, die sich nicht ändert, aber dennoch ist das irgendwie mein Name und ich bin auch die Einzige, die zum Beispiel die Interviews gibt. Dadurch, dass das meine eigenen Texte und Songs sind, ist das für mich sehr persönlich, aber ich fühle trotzdem so diesen Band-Vibe. Aber es ist jetzt nicht so eine Band, wo alles komplett aufgeteilt wird.

Auf der EP „No Emotions“, die du letztes Jahr herausgebracht hast, geht es vor allem um dieses Coming-Of-Age-Ding. Unsicherheiten spielen zum Beispiel eine sehr große Rolle. Inwiefern hat dich dieses Thema in der Entstehungsphase der Songs selbst bewegt? Wie zeigt sich denn bei dir persönlich Unsicherheit?

Ich habe die Songs für die EP etwa vor drei Jahren angefangen, zu schreiben. Diese Unsicherheiten sind, glaube ich, komplett normal, wenn du gerade erwachsen wirst oder wenn du ein Teenager bist und nicht so genau weißt, was du machen möchtest. Ich wusste halt immer nie genau, was ich später machen möchte. Das war immer ein Problem für mich. Ich wollte nicht da wohnen, wo ich groß geworden bin und es gab unglaublich viele Unsicherheiten, auch mit Freundschaften, die nicht so gut waren. Ich war ziemlich unglücklich und ziemlich unsicher – mit allem eigentlich.

Wenn man auf der Bühne steht, sollte man wahrscheinlich nicht so unsicher sein. Ist das etwas anderes, oder hast du da auch mit Unsicherheiten zu kämpfen?

Mittlerweile nicht mehr. Ich muss sagen, ich bin mittlerweile sehr selbstbewusst. Dieses Selbstbewusstsein musste ich mir aber sehr hart erarbeiten – das ist ein Prozess, der jahrelang geht. Ich habe natürlich Unsicherheiten, und darüber singe ich immernoch. Die trage ich nicht so weit nach außen, lasse mir die nicht so schnell anmerken. Wenn man meine Texte liest, merkt man, dass ich mich natürlich trotzdem sehr öffne.

Hat man da manchmal das Gefühl, dass man zu viel von sich preisgibt?

Ich habe immer das Gefühl, ich gebe zu viel von mir preis oder die Leute wissen zu viel über mein Privatleben. Die Leute in meinem Umkreis können sich vielleicht auch denken, über wen welche Songs sind, aber ich muss das auch für mich selber machen, um gewisse Sachen zu verarbeiten. Mich freut es, wenn sich das jemand anderes anhört und sich damit total identifizieren kann, weil so geht es mir mit anderer Musik auch.

Was inspiriert dich denn selbst so an Musik? Du hast vorhin schon von Kate Nash gesprochen.

Ich höre alles Mögliche: Kate Nash, SoKo, aber auch laute Bands wie Hole oder Bikini Kill.

Mit ihrer Single „Matter of Time“ war Ilgen-Nur unser bestes Release der Woche.

Kannst du dich denn damit identifizieren, dass dich viele Musikmagazine als die neue deutsche „Slackerqueen“ bezeichnen?

Ich finde das lustig, weil ich vorher gar nicht wusste, was ein Slacker sein soll. Ich musste das googlen und habe herausgefunden, ok, Mac DeMarco ist ein Slacker. Das ist eine Person, die faulenzt und viel chillt, was natürlich auch auf mich zutrifft. Ich glaube allerdings, wenn man nur faulenzt und chillt, kann man diesen Job auch gar nicht machen. Man muss den Arsch hochkriegen und Songs schreiben und Konzerte spielen, ist ständig unterwegs, das ist super anstrengend. Ich verstehe, warum ich so bezeichnet werde und ich slacke auch sehr viel, aber ich arbeite auch.

Du meintest eben schon, dass du auch gerne laute Musik hörst. Wie kam es denn eigentlich dazu, dass du die EP gemeinsam mit Max Rieger von Die Nerven produziert hast?

Das kam tatsächlich durch das Kassettenlabel Sunny Tapes. Wir wollten in Leipzig aufnehmen und die Person vom Label kannte Max. Ich bin großer Die Nerven-Fan und habe mich total gefreut und Max meine Demos geschickt. Ich war auch sehr nervös, was er davon hält, aber er fand’s richtig cool und meinte, lass‘ uns das zusammen aufnehmen!

Welche Erfahrungen hast du bei der Produktion gemacht?

Es war total krass, zum ersten Mal so einen Song aufzunehmen und dann in einer so hohen Qualität anzuhören – wie man auch Songs bei Spotify oder iTunes hört. Ich hatte das vorher halt nie. Ich habe jahrelang Musik gemacht, aber halt nie was aufgenommen. Das war ein sehr cooles Gefühl.

Mal ein anderes Thema. Auf Festivals ist das Line-Up häufig vorrangig männlich geprägt. Als Frontsängerin gehört du ja eher zur Ausnahme – wie stehst du dazu, dass einige europäische und amerikanische Festivals sich dafür einsetzen wollen, dass mehr Frauen auf ihren Konzertbühnen stehen?

Ich finde, es sollte selbstverständlich sein. Ich verstehe das auch überhaupt gar nicht. Ich kann an einer Hand abzählen, welche Bands mit Frauen gerade auf Festivals spielen – das bin ich, das sind Blond, Gurr, Die Heiterkeit. Mir fallen da auch gar nicht mehr so viele ein. Das ist traurig, es gibt halt viele kleine Bands, die mehr gepusht werden müssen.

Wie ist das für dich, beispielsweise im Backstage bei Konzerten und Festivals, wenn vorrangig Männer dabei sind?

Es ist schon komisch, aber man ist es nicht anders gewöhnt. Auch hier auf der Tocotronic-Tour: Es gibt Barbara, die Tourmanagerin und mich. Wir sind die einzigen beiden Frauen. Ich war so glücklich, als ich gehört habe, dass noch eine andere Frau dabei ist. Was ist, wenn ich einen Tampon brauche? Ich finde, es kommt ganz drauf an – ich würde mir wünschen, dass mehr Frauen auf und auch hinter der Bühne stehen. Wir haben so viele Konzerte gespielt und hatten in dieser Zeit beispielsweise nur eine einzige Mischerin. Nicht nur bei den Bands ist das ein Problem, sondern die ganze Musikindustrie ist total männerdominiert.

Was glaubst du, woran das liegt? Traut man Frauen nicht so viel zu?

Ja, oder dass sie von kleinauf nicht unterstützt werden, in dem, was sie machen, dass sie sich nicht trauen. Mir wurde halt auch oft gesagt, das wird niemanden interessieren, was du machst, weil du nicht gut genug Songs schreiben oder Gitarre spielen kannst. So wird das in anderen Berufsfeldern auch gemacht – man wird eingeschüchtert und macht es dann vielleicht auch einfach nicht.

Hast du da einen Tipp?

Macht es! Also gründet eure Bands, findet eure Leute, bringt Sachen raus, spielt Gigs und lasst euch nicht von diesen Jungs einschüchtern – ihr seid eh besser!

Hast du schon erste Erfahrungen gemacht, wie im Ausland auf deine Musik reagiert wird?

Ja, ich habe witzigerweise einige Freunde in Frankreich und die hören das auch und finden das auch cool. Auf Spotify kann ich ja auch einsehen, in welchen Städten meine Musik gehört wird. Das finde ich superinteressant. Ich glaube, Platz 5 oder 6 ist Istanbul – das finde ich auch total cool. Obwohl ich auf englisch singe, aber mein Name ist halt türkisch, also meine Familie kommt aus der Türkei. Am Anfang dachte ich, das hören nur Leute aus meiner Familie, aber scheinbar hören das natürlich mehrere Leute, weil so viele Leute kenne ich dann auch nicht in Istanbul. Mich hat auch ein junges Mädchen aus Istanbul angeschrieben und gefragt, ob sie einen Song im Schulradio spielen kann. Das finde ich cool, dass das auch da gespielt wird. Neulich hat mir auch eine Freundin aus England geschrieben, dass ihr meine Musik auf Spotify vorgeschlagen wurde. Das finde ich natürlich cool, weil ich auch möchte, dass die Musik auch außerhalb von Deutschland jemand hört.

Was bringt denn die Zukunft für Ilgen-Nur?

Erstmal die Tocotronic-Tour. Im Sommer spielen wir auf sehr vielen Festivals und haben unsere ersten Auslands-Gigs, worauf ich mich sehr freue. Und dann sollte doch hoffentlich nächstes Jahr ein Debüt-Album erscheinen.

Fotos: Catharina Rittmann

VIECH und die vielen Fehler – Erster Akt

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VIECH Band

Welche Fehler habt ihr am Wochenende gemacht? Die Band VIECH hat uns anlässlich ihres Releases „Heute Nacht nach Budapest“ in einem Podcast von ihren Griffen ins Klo erzählt. Hört heute in den ersten von insgesamt drei Akten rein. 

Am 6. April haben VIECH ihr neues Album „Heute Nacht nach Budapest“ veröffentlicht. Bis es zu der Platte gekommen ist, ist aber viel passiert. Der Frontmann und Sänger Paul Plut hat ein erstes Soloalbum veröffentlicht und auch die Besetzung von VIECH hat sich verändert. Von der fünfköpfigen Besetzung ist noch  Christoph Lederhilger (Drums) übrig geblieben. Ergänzt werden er und Paul Plut von der Bassistin Martina Stranger. 

In dem dreiteiligen Podcast geht es aber weniger um die Besetzung von VIECHERN und anderen Gestalten, vielmehr werden einem Ratschläge mit auf den Weg gegeben. Ratschläge die vermeiden sollen, dass du in eine ähnlich beschissene Lage wie die Band gerätst. Ganz nach dem Motto ihrer Single „Ich hab viele Fehler gemacht“, erzählt uns Paul Plut mit markanter Stimme und viel Kneipen-Romantik von den  etlichen Fehltritten der Band.

Die aktuelle Single „Ich hab viele Fehler gemacht“ von VIECH:

Im ersten Akt, oder wie VIECH es nennen „Fehler 17“ geht es um ein geplantes Konzert in der schönsten Stadt der Welt Salzburg. Doch auch in Städten wie Salzburg gilt die gängige Regel von „Dienstag ist nie Eintritt“. Daraufhin eskaliert die Situation, was aber Zigaretten jetzt in der ganzen Story zu suchen haben, hört ihr im ersten Teil des Podcasts. Durch die Stimme des Sängers bekommen die Podcasts ein charmantes Hörspiel-Flair. Die beiden weiteren Akte werden an den nächsten zwei Montagen bei uns vorgestellt. 

VIECH und die vielen Fehler – Erster Akt aka „Fehler 17“: 

https://soundcloud.com/viech/fehler17/s-vndXO

Ménage à trois – Drangsal veröffentlicht aufgeladenes Video zu „Arche Gruber“

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Mit der Single „Arche Gruber“ gibt Drangsal seinen „alten“ Fans Zuckerbrot. Es ist nach „Turmbau zu Babel“ die zweite Single-Auskopplung aus „Zores“, das in drei Wochen erscheinen wird. 

„Hey, der Gruber sieht jetzt doch aus wie Farin Urlaub und macht Deutschpop?“ So in etwa haben sich manche Kommentare auf Facebook und Instagram nach der Veröffentlichung von „Turmbau zu Babel“ angehört. Mit dem neuesten Ausschnitt aus dem zweiten Studioalbum „Zores“, das am 27. April erscheint, holt er diese verwirrten Menschen wieder wortwörtlich mit ins Boot und fährt sie in sichere Gewässer. „Arche Gruber“ ist nämlich wieder auf Englisch und auch der Sound erinnert wieder mehr an „Harieschaim“. Nebelige Synthesizer und eine 80’s Drum-Machine leitet den Song ein bis Max Gruber einem dann gleich energisch leidend ins Gesicht springt. 

Mit den Vocals „My pasty face is a disgrace for all of human race“ urteilt der Musiker in übelster Weise über sich selbst und spielt die devote Rolle eines unterdrückten Menschens. Die Lyrics werden von einer aus den 80’s getriebene Problematik unterschwellig mitbestimmt. Parts wie „Share Your Disease / Oh Loverboy“ könnten den Vibe und die damals noch weitgehend unausgesprochene Problematik des HIVs wiedergeben. Ähnlich aufgeladen ist auch das Video zu „Arche Gruber“. Gezeigt werden drei sich liebende Personen, die sich küssen. Durch die rötlichen Scheinwerfer kommt man um den Begriff des Rotlichts fast nicht drum herum. Es ist schön, dass wir zusammen mit Drangsal in einer Zeit und Gesellschaft leben in dem solch ästhetische Clips wie „Arche Gruber“ problemlos hochgeladen werden können. Danke, Merkel!

Das beste Release der Woche – Search Yiu & BLVTH

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Grollend läuft der Beat aus, Comicwölfe jagen sich gegenseitig durch ein leuchtendes Farbenmeer: Search Yius neue Single zum kommenden Album Day One ist ganz schön opulentes Drama.

Mit den Produzenten Silkersoft und BLVTH, die beide auch am letzten Casper Album Lang Lebe Der Tod gearbeitet haben, hat Sören Hochberg im vergangenen Jahr den Nachfolger für seine, laut eigener Aussage nach eher als Mixtape wahrzunehmende LP Ride On, produziert. Day One soll es heißen, ein Album soll es sein. Wann es veröffentlicht wird, ist noch unbekannt, mit der heute um Mitternacht erschienenen Single „Puma“ gibt es aber nach dem bereits im November releasten „God Complex“ schon den zweiten Song zu hören. Während die Vorgängeralben zumeist in Eigenproduktion in Schlafzimmern in Berlin und der Pfalz entstanden sind, hört man den neuen Songs die professionelle Studioarbeit an: „Puma“ spielt mit mehreren sich überlagernden Gesangspuren und Synthieflächen, die von der Konsequenz eines stumpfen Beats angetrieben werden. Dabei herausgekommen ist eine zweite Single, die die Brüchigkeit und die damit einhergehende sensible Grundstimmung Search Yius mit der metallischen Wucht der BLVTHschen Produktionsästhetik verbindet. Während dessen Gesangspart Verzweiflung mit Sehnsucht vermischt, begleiten Hochbergs Lyrics die fast schon üblichen dysphorischen Verdächtigen Selbstzweifel und allgemeine Unsicherheit. Die Teenage Angst ist eben mittlerweile Mitte 20 und hat den Kleidungsstil geändert.

Ob Search Yiu im Zuge seiner diesjährigen Albumveröffentlichung auf den Bühnen Deutschlands (und hoffentlich bald auch denen darüber hinaus) unterwegs sein wird, ist ebenfalls noch unbekannt. Hochbergs Idee ohne Band und schlicht mit DJ live zu spielen, um so mehr individuelle Energie in die Live-Performance zu legen, scheint sich mit der Stimmung auf Day One abstimmen zu können. Der RnB, der mal aus Ausgangspunkt gedient hat, scheint immer mehr im fast heimlich dramatischen Stil des Wahlberliners aufzugehen, wie gemacht für spektakulär-eindringliche Live-Inszenierungen. Ohne laut zu werden, verfeinert Search Yiu seinen Schaffensprozess und feilt seiner ganz individuellen Vorstellung von Popmusik im Jahr 2018. Wer sich mit letzterer ein wenig genauer beschäftigen will, kann sich jeden Monat hier von seinen persönlichen Highlights der letzten Wochen überzeugen lassen.

 

Die Arctic Monkeys veröffentlichen am 11. Mai ihr neues Studioalbum „Tranquility Base Hotel & Casino“

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Das Warten hat ein Ende. Die Arctic Monkeys haben nach langen Ratespielen endlich den Namen und das Datum für ihr neues Album „Tranquility Base Hotel & Casino“ vorgestellt und präsentieren gleichzeitig einen ersten Trailer. 

Endlich muss sich die Community der Arctic Monkeys nicht mehr über den  Goatie und die schlechten Box-Skills von Alex Turner unterhalten. Die Band aus Sheffield veröffentlicht nämlich am 11. Mai ihr mittlerweile sechstes Studioalbum mit dem Namen „Tranquility Base Hotel & Casino“. Es ist der Nachfolger der Platte „AM“, die die Band international auf ein neues Level gebracht hat. 

Neben den Links zur Vorbestellung der Platte haben Arctic Monkeys zusätzlich noch einen Trailer veröffentlicht, welcher erstes, neues Material der Band zeigt. Der knapp 41-sekündige Clip beginnt mit einer geometrischen Konstruktion, die leichte Anzeichen an den Albumtitel liefert. Das Video ist im Retro-Stil gehalten und wird nach dem langen Aufbau dann durch das Einsetzen der typischen Gitarrenklänge der Band doppelt spannend. Es könnte das Intro einer neuen Single  sein. Momentan gehen auf Reddit Gerüchte herum, dass die Band das Video zu der noch namenlosen Single in der Nähe des Castle Howard in Großbritannien aufgenommen hat. Dies würde dem neuen, sehr feudalen Look der Band gut zu Gesicht stehen. Wir vermuten (und hoffen), dass die Single morgen am New Music Friday veröffentlicht wird. 

Tracklist:
1. Star Treatment
2. One Point Perspective
3. American Sports
4. Tranquility Base Hotel & Casino
5. Golden Trunks
6. Four Out of Five
7. The World’s First Ever Monster Truck Front Flip
8. Science Fiction
9. She Looks Like Fun
10. Batphone
11. The Ultracheese

Atmosphärischer Indie-Rock – Gewinne 3×2 Tickets für das Konzert von Island in Heidelberg

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Am 23. April spielen Island im Heidelberger Karlstorbahnhof und The Postie verlost 3×2 Karten für das Konzert.

Seit ihrer ersten EP „Girl“ im Jahr 2015 ist die Londoner Band Island in aller Munde. Ausverkaufte Konzerte in ihrer Heimat und auch auf ihrer Europatour sind Zeichen ihres zunehmenden Erfolgs. Was nicht zuletzt Resultat des atmosphärischen und mitreissenden Sounds des Quartetts ist. Denn ist der Sound von Island geprägt von verträumten Melodien, nachfühlbaren Texten und atmosphärischen Gitarren, die alles miteinander zu mitreißenden Songs verschmelzen lassen.

Ende der Woche erscheint auch endlich das heißersehnte Debüt der vierköpfigen Band. Einen ersten Vorgeschmack auf den Sound der Platte gab es mit den Singles „The Day That I Die“, „Try“ und „Ride“ schon vorab. Kürzlich veröffentlichten Island mit „Horizon“ eine weitere Single, die sie gleich mit einem passenden Video bespickten. „Feels Like Air“ erscheint am 6. April via Frenchkiss Records. Wie das neue Material der Band klingt, davon könnt ihr euch in den kommenden Wochen selbst überzeugen, unter anderem in Berlin, Dresden und Heidelberg.

The Postie verlost 3×2 Gästelistenplätze für das Konzert von Island am 23. April im Karlstorbahnhof in Heidelberg. Die Bedingungen für den Lostopf sind das Liken des FB-Posts, unserer Facebook Page und das Verlinken eurer Begleitung. Der Einsendeschluss ist der 21.04.2018 um 20:00 Uhr. Die Allgemeinen Teilnahmebedingungen könnt ihr hier nachlesen.

Tickets gibt’s hier.

Exklusive Videopremiere: LALUME zeigen das düster minimalistische Video zu „Storms“

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LALUME sind ein in Berlin lebendes norwegisch-australisches Duo, das mit dem minimalistischen Video zu „Storms“ Techno und Electro-Pop miteinander verbindet. Der Song ist ein weiterer Ausschnitt aus ihrem bevorstehenden Debütalbum. 

„LALUME ist ein Projekt mit Liebe, das jeden mit einschließt, der sich einbringen kann und uns mithelfen kann zu wachsen. Es ist unser größter Traum es diesen Leute irgendwann zurückzahlen zu können.“ Mit folgenden Worten beschreibt das norwegisch-australische Duo LALUME ihr Musikprojekt. Auri und Ola kommen beide aus Musikerfamilien und haben sich während ihres gemeinsamen Studiums in Berlin kennengelernt. Das Fach an der Universität Berlin trägt den Namen „Elektronische Musikproduktion“ und offenbart bereits in welche Richtung sich LALUME hin entwickelt. 

Nachdem die beiden sich im Berliner Funkhaus ein Studio zusammengerichtet hatten, begannen sie mit dem kreativen Part – dem erstellen von Songs. Dabei liegt der Hauptfokus immer auf einprägsamen Melodien, die mit berührenden Texten zusammengeführt werden. Ihre Debütsingle „Clouds“ bricht mit den Regeln der Popmusik und verbindet schnörkellose Klassik mit kaltem Electro-Pop. 

Mit den Tracks „Satisfy“, den es als Gratis-Download zu Silvester gab und „Rabbit Hole“ bewegen LALUME sich immer weiter in die großen Tiefen des Techno. Die aktuelle Single „Storms“ tritt mit andächtigen Beats auf, die behutsam aber eindringlich auf den Zuhörer einwirken. Die Beats werden durch die geschulten Vocals von Auri verweichlicht ohne zu verschwimmen. Sie selbst sagt zu dem Song: „Storms handelt von kraftaufreibenden Beziehungen und von Männern, die man eigentlich nur als wahnsinnig bezeichnen kann.“ In der heutigen Gesellschaft sind es oftmals doch die Frauen, die als wahnsinnig und verletzlich dargestellt werden. Auri spricht von dem Bild der Hexenverbrennung im Mittelalter und dem Shaming, das den Frauen auch heute noch oft angehängt wird. 

Diesen Konflikt versucht Philippe Isma Gintz aka isma_gane in dem hektischen Video aufzugreifen. Gefühle werden wie im Techno durch Schwingungen und Stimmungen erzeugt. Als Stilmittel werden Strobo-Effekte in die sonst sanfte Szenerie eingebaut. Die Bilder zeigen Auri in multiplen Kleinformaten. Dann flackern die Gesichter von ihr und von Ola immer wieder hologramartig auf und verursachen eine unheimliche Stimmung beim Betrachter. Der angewandte Minimalismus im Video gibt die Dramatik von „Storms“ schaudernd schön wieder. Bis September werden LALUME jeden Monat einen Song veröffentlicht, die dann in der Summe das Debütalbum ergeben werden. 

https://www.youtube.com/watch?v=55hN6XU1R_A&feature=youtu.be

 

Ben Howard veröffentlicht nach langer Pause die Single „A Boat To An Island On The Wall“

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Kaum eine Rückkehr wurde sich so gewünscht und war doch lange so unklar wie die von Ben Howard. Nach bereits angekündigten Konzerten, hat er heute Abend auf BBC Radio1 seine neue Single „A Boat To An Island On The Wall“ vorgestellt. 

Gefühlt ist es Ewigkeiten her seit Ben Howard neue Musik veröffentlicht hat. Nachgeschaut sind genau vier Jahre seit „I Forget Where We Were“ vergangen. Womöglich ist sein völliges Untertauchen für dieses Gefühl verantwortlich, denn Fans und Liebhaber des Briten mussten nämlich fast gänzlich auf Live-Auftritte verzichten. 

Vor einigen Wochen gab es dann erste Anzeichen für ein Comeback. Zuerst wurden kryptische Bilder auf Facebook und Instagram hochgeladen. Sie zeigen einen Verstärker an einem Pool und geben Gewissheit, dass Ben Howard keineswegs von Aliens gekidnapped wurde, wie es einige Menschen in den Kommentaren sogar überspitzt vermutet hatten. Kurz darauf stellte er dann ein Plakat online, das einige ausgewählte Konzerte auflistete

Heute Abend hat er dann bei Annie Mac auf BBC Radio1 endlich neues Material geteilt. Der Song trägt den Namen „A Boat To An Island On The Wall“ und wirkt in den ersten Sekunden wie eine Live-Aufnahme. Schnell merkt man jedoch, dass Ben Howard dies als Stilmittel verwendet und so gleichzeitig etwas Fremdartiges aber auch weird Vertrautes mir dem Song transportiert. Die Single ist ähnlich traurig wie die Nummern auf „I Forget Where We Were“, was den Fame-Fans von „Keep Your Head Up“ nicht gefallen dürfte. Dennoch strahlt Ben Howard in seinem neuen Song die von ihm bekannte Genialität aus. Der Brite ist einer der wenigen Musiker, die es verstehen das Medium des Songs komplett neuartig zu interpretieren. Das siebenminütige „A Boat To An Island On The Wall“ ist der erste Teaser für das drittes Studioalbum „Noonday Dream“, das im Juni erscheinen soll.