Babyjoy gibt mit „Vergessen“ erste Einblicke in ihre Debüt-EP

Ein frischer Wind weht durch Berlin Schöneberg. Seit 2017 wächst hier eine Nische im Deutschrap heran, die sich mittlerweile über Köln und Hamburg in ganz Deutschland verbreitet hat. Jetzt kommt Babyjoy – und klingt anders als alles, was wir aus dem Westen Berlins kennen.

2018 erscheint ihr erstes Lied auf Soundcloud, im Juni 2019 folgt die erste Single auf Spotify. Mittlerweile finden sich in Babyjoys Diskographie sieben alleinstehende Songs, die vielfältiger nicht sein könnten. Mühelos wechselt sie von Trap zu Old School Beats, von Rap zu Gesang, von Deutsch zu Französisch zu Englisch, aus märchenhaften Träumen in kalte Realität.

Es ist die sanfte Stimme der Künstlerin, die sich als klare Linie durch ihre Songs zieht. Und die Zusammenarbeit mit KazOnDaBeat, der jeden ihrer Songs produziert. Als Schöneberger Produzent und Mastermind hinter Songs von BHZ, Yin Kalle oder Naru ist er ein wichtiges Bindeglied der neuen Deutschrap Generation.

Mit ihm arbeitet die 21-Jährige nun auch seit einiger Zeit an ihrer ersten EP. „Vergessen“ heißt die erste Single, die einen vielversprechenden Einblick in das Projekt gibt.  In dem melancholischen Song rappt und singt Joy auf ruhigen Beats über die schmerzhafte Erkenntnis der Aussichtslosigkeit einer toxischen Beziehung. Dabei wechselt sie sich mit ihrem Bruder ab – und der ist kein Geringerer als Dead Dawg, Künstler und Mitglied der Crew BHZ.

Das Musikvideo beginnt mit einer Sprachnachricht, in der Joy ihrem Bruder die Wahl ihrer Single erklärt: „Zu dem Thema, dass du meintest, dass du eine Single von mir alleine besser fändest als Entry für meine EP: Ist ein berechtigter Gedanke, aber ich finde das insofern gut, dass du, würde ich sagen, einer der wichtigsten Menschen in meinem Leben bist (…)“. Die Verbindung der beiden hört und sieht man. Die Geschwister harmonieren textlich und stimmlich so sehr, dass Dead Dawg Babyjoy zu keinem Zeitpunkt die Aufmerksamkeit nimmt. Sein Feature ist viel mehr die logische Konsequenz einer besonderen Beziehung, die auf Joys erster EP ihren Platz finden musste.

Das Video zu „Vergessen“ von Babyjoy gibt es hier: