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San Cisco brauchen ein bisschen Freiraum

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Neues Video zu „Too Much Time Together“ von Gracetown

Das Musikvideo zum Song „Too Much Time Together“ von San Cisco hat alles, was sich ein mit Darwin Deez-Videos groß gewordener Indie-Fan wünscht: pastellfarbene Wände, Essen, coole „indie“ Ideen und natürlich Beziehungsprobleme. Ach ja, und dann ist da noch die unbeschwerte Musik, die einem sagt „Es ist doch gar nicht so schlimm, solange du tanzen kannst.“ Die zweite Single der Australier ist durch kleine Vignetten umgesetzt, die quasi das visuelle Äquivalent von Indie Pop sind: Sänger Jordi Davieson, der sich im gemeinsamen Schaumbad die Fingernägel lackieren lässt; die Band in uniformen Schlafanzügen im Bett aneinandergepresst; sich auf linkische Weise umarmende Pärchen. Es wäre kaum verwunderlich, wenn Wes Anderson hinter dem Video stecken würde.

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„Too Much Time Together“:


Fichon

Unknown Mortal Orchestra – Multi-Love

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Das mit der Evolution ist ja immer so eine Sache. Wenn sich Musiker, oft nach dem zweiten Album, anderen Neigungen hingeben und, sagen wir, vom britischsten Exemplar der Post-Punk Revival-Bewegung zur amerikanischsten aller „Indie“-Bands werden, stößt das bei den ursprünglichen Fans meist auf Unverständnis. Dieses Risiko ist auch Ruban Nielson eingegangen, indem er auf dem dritten Unknown Mortal Orchestra-Album auf alte Synthesizer und ebenso alt wie aktuell wirkende Disco-Sounds setzt. Nielson ist sich der Problematik freilich bewusst, was auch ein Grund dafür sein mag, dass Multi-Love so ein essentielles Album geworden ist.

Im Vorfeld wurden Fans und Kritiker bereits durch den Titeltrack und Album-Highlight „Can’t Keep Checking My Phone“ auf die Veränderungen eingestimmt. Besonders „Multi-Love“ suggerierte eine Tanzflächen-Version von „Thought Ballune“. Man muss dazu sagen, dass jene Songs hier zu den extravaganteren Auswüchsen gehören; wer sich nach den Vorab-Singles bereits angewidert abgewandt hat, sollte Multi-Love nochmal eine Chance geben und das Album in Gänze hören. Nielson und Bandmitglieder Jake Portrait (Bass) und Riley Geare (Schlagzeug) lösen sich nicht komplett von dem, was sie ursprünglich so sympatisch gemacht hat. „Necessary Evil“ und „Like Acid Rain“ rufen jeweils das Debüt und die euphorischeren Songs von II in Erinnerung, obwohl ersterer Song im Refrain vor allem durch Nielsons Gesang eher nach Junip klingt.

Auch anderswo mögen die Assoziationen zuerst verwundern. Der musikalische Fluss von „Can’t Keep Checking My Phone“ lässt an Hot Chip denken. Um die Fünf-Minuten-Marke stürzt Nielson das entspannte, von Akustikgitarre, Ennio Morricone-Keyboard und gedämpftem Schlagzeug dominierte „Extreme Wealth and Casual Cruelty“ in ein schmuddeliges Gitarrensolo-cum-Outro, das so selbst auf Unknown Mortal Orchestra als ungewöhnlich kratzig gegolten hätte. Im Anschluss dreht sich das Trio aus Auckland und Portland dann wieder um 180 Grad, „The World is Crowded“ lässt coolen Funk-Bass und warme Soulklänge vorbeiziehen – plötzlich sind Poolside und Mean Love gar nicht mehr so weit weg. Gleichzeitig sind die Lieder alle unverkennbar UMO-Songs, die nur Nielson hätte schreiben können. Mit dem siebenminütigen „Puzzles“ hat das Trio einen seiner besten Songs ans Ende seines besten Albums gestellt. Geares unwiderstehlicher Drumbeat in der Bridge treibt die Stimmung in die Höhe, so dass der anschließende Refrain mit seinen rauen Classic Rock-Synkopen noch härter auf den Dez gibt.

Im Endeffekt ist Multi-Love deshalb so erfolgreich, weil es den Spagat zwischen ästhetischer Weiterentwicklung und Treue zu den Kernprinzipien von Unknown Mortal Orchestra schafft. Nielsons Kompositionen waren immer schon funky und eigen, nur haben sich diese Qualitäten zuerst als Lo-Fi Rock, dann als sonniger Psych Pop und nun eben als Retro Disco/Rock-Hybrid geäußert. Nielson und Band bewahren bei aller Innovation ihre musikalische Identität und zeigen, wie „survival of the fittest“ wirklich geht.

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Beste Tracks: Can’t Keep Checking My Phone, Puzzles, Multi-Love

VÖ: 22/05 // Jagjaguwar

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„Can’t Keep Checking My Phone“:


Fichon

METZ – II

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METZ‘ zweites Album II ist wie ein Beat ‚em up: schnell, brutal, unübersichtlich und extrem unterhaltsam, wenn man in der richtigen Stimmung ist. Das Album kommt drei Jahre nach dem Debüt METZ, das neben unzähligen begeisterten Reviews sogar eine Polaris Music Prize Nominierung erhalten hatte. Der größte Fehler, den das Trio um Sänger und Gitarrist Alex Edkins da machen kann (und, Spoilers: macht), ist, den Erfolg ihres Debütalbums mit dem Nachfolger wiederholen zu wollen.

Mit „Acetate“ fängt die zweite tour de force der Kanadier noch gemächlich an. Ein sludgiges Riff mit einem Bass, der den Hörer geradezu verschluckt, dient als Stimmungsmacher; der Song, der daraus entsteht, als das noch nicht alles verratende Intro zum Album. Mit „The Swimmer“ wird dann das Gaspedal runtergedrückt. Wie bei vielen METZ Songs sind die Strophen das Warten und Luftholen vor dem hymnischen Refrain, bei dem live der Moshpit ausbricht. Die Formel funktioniert bei dieser Art von Musik einwandfrei, wie Songs wie „Spit You Out“, „I.O.U.“ und „Wait In Line“ dokumentieren. METZ verstehen ihr Handwerk, soviel ist sicher.

Ich kann, vor allem bei der ersten Single „Spit You Out“, nicht umhin, II mit the Dillinger Escape Plans Meisterwerk Miss Machine (das bei mir, zugegeben, vor zehn Jahren auf Dauerschleife lief) vergleichen zu wollen. Dabei hat der Punk mit Noise-Andeutungen des Trios aus Toronto bis auf den Sound nicht viel mit dem Mathcore von DEP zu tun. Es ist nur gerade jener Sound – diese schiefen Riffs von „Spit You Out“ und „Landfill“ und das Schlagzeug, das hier nicht als Tempomat dient, sondern ständig die Riffs durchbricht – der ein bisschen altbacken wirkt, wenn man nicht gerade zum ersten Mal Post-Hardcore, Hardcore Punk oder eben Mathcore hört. Erst mit dem letzten Song, „Kicking a Can of Worms“, schaffen METZ es, sich von solchen Referenzen zu befreien: Der Song geht während der zweiten Hälfte in einer Giftwolke aus Wut und Noise auf, die die Band zumindest für vier Minuten innovativ wirken lässt.

Wie ein Beat ‚em up ist II also auch schnell erschöpft. Länger als die halbe Stunde, die das Album von einem fordert, könnte man sich METZ nicht anhören, ohne nach Ablenkung zu suchen. Bis auf „Nervous System“ und „Eyes Peeled“, die an Converges Thrash Metal/Mathcore-Bastard Axe to Fall erinnern, bietet II kaum Abwechslung. Der massive Sound und das Geknüppel sind eher dazu prädestiniert, auf einem Konzert erlebt zu werden – dort fallen Abwechslungsreichtum und Originalität schon mal dem Vermögen zum Opfer, dem Publikum die Songs mit Wucht um die Ohren zu schlagen. Leider schaffen METZ es nicht, die Live-Energie auf Platte überzeugend nachzubilden, sodass man lieber direkt zum Gamepad greift als zur CD.

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Beste Tracks: Nervous System, Eyes Peeled, Kicking a Can of Worms

VÖ: 08/05 // Sub Pop/Cargo Records

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Schaut euch hier das Video zu „The Swimmer“ an:


Fichon

10 talentierte Indie-Künstler mit Babyface

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Jake Bugg

130316-jake-bugg-1-rect-1363564734Jake Bugg ist ja dafür bekannt, dass er gerne mal einen auf dicke Hose macht und Leute wie One Direction gegen sich aufbringt. In fast schon legendärer Gallagher-Manier haut er ab und zu schon mal den ein oder anderen großkotzigen Spruch raus. Auf der Bühne verpufft dieses scheinbar große Selbstbewusstsein dann aber schnell und der Musiker aus Nottingham wird zum süßesten aller Pilzköpfe.[soundcloud url=“https://api.soundcloud.com/tracks/86359763″ params=“color=ff5500&auto_play=false&hide_related=false&show_comments=true&show_user=true&show_reposts=false“ width=“100%“ height=“166″ iframe=“true“ /]

Axel Flovent

Axel Flóvent // © Presse

Der junge Musiker aus Island gilt als Ausnahmetalent und macht momentan die Runde auf diversen Indie-Blogs. Mit seiner Mischung aus Folk und mitreißendem Singer/-Songwritertum hat er bereits eine Großzahl an Kritikern von sich überzeugen können. Die roten Backen, die man auf dem Bild erkennen mag, machen den etwas kindlichen Look von Axel Flovent perfekt. Hier muss dieser wohl ein Dankeschön an die pure (und arschkalte) isländische Luft weitergeben.

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Ezra Koenig

Ezra KoenigEzra Koenig der ewige Student. Der Frontmann der Indie-Pop-Band Vampire Weekend sieht auch mit smarten 31 Jahren noch aus als würde er über den Campus von Yale schlendern. Tatsächlich aber hat der Musiker einen Master-Abschluss in englischer Literatur und hat diesen an der Columbia University erworben. Nicht schlecht für einen Typen dessen Band durch den locker flockigen Song „A-Punk“ berühmt geworden ist.

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Alex Trimble (Two Door Cinema Club)

alex_trimble_olympicsMomentan ist es ja eher ruhig um die drei Jungs von Two Door Cinema Club. Es gab zwar vor einigen Wochen ein Lebenszeichen der Band auf Facebook, mit neuer Musik wurden die Fans bis jetzt allerdings noch nicht beglückt. Naja bis es dann wieder so weit ist, können die Hardcore-Fans der Band und des Frontmannes wenigstens auf dem eigens für ihn ins Leben gerufenen Blog rumstöbern.

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Luke Pritchard (The Kooks)

tumblr_njdqfomElA1rbusrio1_500Der ewige Teenie-Schwarm unter den Indie-Ikonen. Obwohl Indie bei der Generation Y echt nicht mehr zu den angesagtesten Genres zählt, schafft es die Band trotzdem immer noch einen Altersdurchschnitt von etwa 17 Jahren auf ihren Konzerten zu haben. Dies gilt vor allem für die vorderen Ränge, die von jungen, weiblichen Fans überhäuft wird wie die guten Plätze am Swimmingpool im All Inclusive-Urlaub. Hauptgrund dafür dürfte der immer jung bleibende Sänge Luke Pritchard sein.

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Lauren Mayberry (Chvrches)

Lauren MayberryAuch unter den Frauen gibt es hier und da typische Babyfaces. Eines der besten Beispiele ist die Frontfrau und Sängerin Lauren Mayberry von Chvrches. Diese beklagt sich zwar sicherlich nicht über ein fehlendes Auftreten des Bartwuchses und doch kann man eine gewisse Jugendhaftigkeit in ihrem Gesicht nicht abstreiten. Bei diesen Gesichtszügen muss die talentierte Sängerin sich nicht darüber wundern, wenn sie an der Tür eines Clubs nach ihrem Ausweis gefragt wird. Da bleibt ihr eigentlich nur zu wünschen, dass ihr Bekanntheitsgrad mit dem anstehenden zweiten Album sich noch deutlich steigern wird.

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Olly Alexander (Years & Years)

Olly Alexander von Years & Years ist das momentan wohl angesagteste Babyface der Liste. Mit seiner Band stürmt er gerade die Charts in ganz Europa und in Deutschland sind sie spätestens seit ihrem bescheidenen Live-Auftritt bei Circus HalliGalli jedem bekannt. Interessent ist außerdem, dass der junge Brite bereits vor dem kommerziellen Erfolg seiner Band als Schauspieler mehr oder weniger erfolgreich unterwegs war.

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Only Real

935c1e6cd10622436814ea1c4f85b3ffMit zarten 24 Jahren müsste er streng genommen schon aus dem Teenie-Alter raus sein und doch steht er quasi sinnbildlich für eine ganze Generation in Großbritannien. Only Real steht stellvertretend für Leute die eigentlich schon zu alt sind um Fruit Loops mit Milch zum Frühstück zu haben und mittags dann mitsamt „Gang“ und ein paar Longboards im Pausenhof seiner alten Schule zu chillen. Aber nicht nur diese Fakten in Kombination mit seinem Aussehen rechtfertigen seinen Auftritt in dieser Liste, sondern auch seine doch passende Definition seiner Musik „Baby music for babies“.

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Isaac Holman (Slaves)

p02p57xlAuch Punks können knuffig süß aussehen. Isaac Holman, auf dem Bild rechts zu sehen, zelebriert dies (ungewollt?) in seiner reinsten Form. Das Duo aus London ist aber eh ein Fall für das plumpe Sprichwort „harte Schale, weicher Kern“. Denn wären die beiden Musiker nämlich wirklich so hart wie ihr Sound teilweisen den Eindruck erwecken lässt, würde BBC1 sich wohl kaum die Blöße geben und sie in ihre Playlisten packen. Wahrscheinlich sind es die perfekten Schwiegersöhne unter den Punk-Rockern.

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Flume

customZum Abschluss wird es noch einmal elektronischer. Laut eigenen Angaben soll der heute 23-Jährige bereits im zarten alter von 13 Jahren die Produktion eigener Beats vorgenommen haben. Seitdem hat sich im Leben des Australiers Vieles geändert. Er gilt als einer der Pioniere der heutigen Electro-Szene und hat bereits mit Größen wie Chet Faker und Disclosure zusammengearbeitet. Eins hat sich jedoch kaum verändert: das kindliche Gesicht von Harley Streten alias Flume.

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Yannick

Sfir melden sich mit „Bodies“ zurück (sort of)

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Im Juli folgt die Debüt-EP Große Welt

Vor einem Jahr haben wir euch die Berliner Newcomer Van Tasмa vorgestellt und auf solche Post-Punk Größen wie Joy Division und Interpol hingewiesen. Einen Namenswechsel später hat sich daran nicht viel getan: Das Quartett ist nach Änderungen in der Besetzung nun als Sfir unterwegs und hat seinem Noise-Pop-Sound höchstens ein wenig Berliner Bowie hinzugefügt. Was sich tatsächlich geändert hat, ist die Erfahrung, mit der Sfir inzwischen ihre Songs kreieren. „Bodies“ ist die erste Single der kommenden EP Große Welt, die am 17. Juli erscheinen wird. Beim erneuten Lesen des Van Tasмa-Pscht! fällt mir auf, dass es den Song schon etwas länger gibt; mit einem aus verschieden Musikclips zusammengeschnittenen Video schafft die neue Version es nun sogar zu Noisey. Man mag meinen, der neue Name habe der Band Einiges an Selbstbewusstsein und Mut eingeflößt. Von wegen „Im Westen nichts Noise“.

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Schaut euch hier das Video zu „Bodies“ an:


Fichon

Say Yes Dog haben eine neue Freundin

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Ihre Freundin kommt in Form eines neues Songs daher.

Seit 2012 treibt das Trio aus Luxemburg und Berlin mittlerweile sein Unwesen auf etlichen Festivals und Bühnen in Europa. Umso erstaunlicher also, dass der Indie-Act noch immer keinen Longplayer vorzuweisen hat. Dies soll sich aber demnächst, wie man hört, ändern.

Als kleinen Teaser hat die Band deshalb jetzt einen neuen Song namens „Girlfriend“ auf Soundcloud hochgeladen. Eine funkige, schleppende Nummer, die charmant und knackig daher kommt. In der Mitte des Songs erklingen dann elektronische Retrosounds mit der Say Yes Dog ihre Nerdigkeit veranschaulichen. Wenn aber jeder Nerd und Computergeek so sexy um die Ecke kommt wie der Sound von Say Yes Dog darf die Damenwelt schon mal vor Freude in die Hände klatschen.

Hier kann man sich den neuen Song „Girlfriend“ anhören:

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Yannick

Einar Stray Orchestra auf Tour + Gewinnspiel

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Wir verlosen zwei Exemplare des Albums Politricks der Norweger

Vor knapp zehn Jahren entschloss sich Einar Stray, es mal auf dem künstlerischen Wege zu versuchen. Der Musiker aus Oslo komponierte ein paar Songs und lud Freunde ein, ihn auf seinen Konzerten zu begleiten. Nach seinem unter eigenem Namen auf dem Berliner Label Sinnbus erschienen Debüt Chiaroscuro wurde dem Norweger klar, dass er zwar seine Songs selber schreiben konnte, doch eigentlich viel lieber demokratisch komponierte Musik spielen wollte. Der Nachfolger zu Chiaroscuro trug deshalb den Titel Politricks und war das Produkt der Zusammenarbeit mit vier Norweger Musikerinnen und Musikern.

Seit dem Release von Politricks im September letzten Jahres ist das Quintett als Einar Stray Orchestra unterwegs und macht nach Absagen im Dezember nun endlich eine Tour durch Deutschland. Als Schmankerl hat das Baroque Pop-Orchester den Song „Forces“ ihrer Landsfrau Farao gecovert, das Video findet ihr unter den Tourdaten. Das Konzert in Mannheim ist umsonst, dazu verlosen wir zwei Exemplare von Politricks unter allen, die diesen Beitrag auf Facebook teilen oder auf der Seite mit „ja ich will“ kommentieren. Einsendeschluss ist der 20. Mai.

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Einar Stray Orchestra live:

14.05 – Freiburg, Waldsee
15.05 – St. Gallen (CH), Grabenhalle
16.05 – Darmstadt, Bedroomdisco
17.05 – Nürnberg, Bedroomdisco
18.05 – Dortmund, FZW
19.05 – Bremen, Lagerhaus
20.05 – Mainz, Schon Schön
21.05 – Jena, Rosenkeller
23.05 – Rostock, MAU
24.05 – Hamburg, About Songs Festival @ Knust
18.06 – Mannheim, 18. Internationale Schillertage @ Nationaltheater Mannheim (umsonst)
24.06 – Berlin, Berghain Kantine

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Tourtrailer mit „Forces“:


Fichon

Chelsea Wolfe kündigt Abyss an

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Als Appetizer gibt es die erste Single „Iron Moon“

Schönheit muss nicht immer heiter sein. Die aus Kalifornien stammende Chelsea Wolfe bezeugt, dass auch wuchtiger Metal-Folk mit tiefschwarzer Seele und weitschweifenden Postcore-Gitarren attraktiv sein kann – und zwar nicht nur für Metal-Hörer. Zwei Jahre nach ihrem letzten Album Pain Is Beauty hat sie nun Abyss angekündigt und einen ersten Song mitgeliefert. Doom Metal-Fans werden an Wolfes fellow Californian Jessica Toth denken müssen, wenn sie „Iron Moon“ hören, doch zwischen den harten Refrains stecken auf Wolfes Gesang fokussierte Strophen, wie man sie von Cold Specks‚ Folk/Goth Debüt I Predict a Graceful Expulsion kennt. Wie Letztere verbindet Chelsea Wolfe Fragiles mit kraftvoller Düsternis zu einer Art Endzeit-AnmutAbyss, auf dem unter anderen Kollaborateuren auch Mike Sullivan von Wolfes Seelenverwandten Russian Circles zu hören ist, erscheint voraussichtlich Anfang August.

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Abyss

01 Carrion Flowers
02 Iron Moon
03 Dragged Out
04 Maw
05 Grey Days
06 After the Fall
07 Crazy Love
08 Simple Death
09 Survive
10 Color of Blood
11 The Abyss

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Fichon

Balthazar – Thin Walls

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Mit Thin Walls veröffentlichten die Belgier Balthazar Ende März ihr drittes Studioalbum. Seitdem lief diese Platte bei uns in häufiger Wiederholung auf dem Plattenspieler. Der Grund dafür ist nicht das Fehlen anderer spannender Platten, sondern eben schlicht und einfach die enorme Qualität und Eingängigkeit der zehn neuen Songs des Quintetts. Wer diese Band schon länger auf ihrem musikalischen Weg begleitet, wird dies ohne groß nachzudenken vermutlich einfach hinnehmen, jedem anderen kann man die Band einfach nur ans Herz legen, denn Balthazar sind inzwischen weitaus mehr als der Geheimtipp und Kritikerliebling als den wir sie kennenlernten.

Thin Walls beginnt mit „Decency“, einem irgendwie typischen Song, der ruhig-atmosphärisch beginnt und seinen Höhepunkt im balthazaresquen mehrstimmigen Gesang gipfelt. Mit „Then What“ folgt die Vorab-Single, die uns nun schon ein paar Monate länger begleitet und irgendwie der perfekte Soundtrack für derzeitige lauwarme Frühlingstage ist – flott, fröhlich und eben sehr leichtfüßig. Aber auch Songs wie „Bunker“, einer der irgendwie sehr glamourös daher kommt oder das irgendwie bezaubernde „Dirty Love“ sind die Beweise für eine enorme Dichte an in sich und auch untereinander stimmigen Songs, die so eine Platte eben zu einem wirklichen Meisterwerk machen können, wenn man sich drauf einlässt.

Das letzte Highlight erwartet den Hörer dann ganz am Ende. „True Love“ könnte nicht nur ein wunderbares Fazit für diesen Longplayer sein, sondern ist in seiner ruhigen, aber sehr pompösen Art ein monumentales Abschlusswerk. Sehr träumerische Strophen und dagegen fast schon Aggressive Refrains und einer langgezogene Bridge mit mehrstimmigem Gesang machen samt seiner Instrumentierung mit Bläsern, Drums und Gitarre zum perfekten Abschluss nicht nur dieser Platte, sondern eines jeden Theaterstücks, Musicals oder Films. Balthazar auf der Spitze ihres Schaffens!

Balthazar liefern mit Thin Walls ein erneut deutlich gereifteres Album im Vergleich zum Vorgänger. Diese Entwicklung war auch bereits im Schritt vom ersten zum zweiten Album sichtbar und ist somit vielleicht auch einfach die logische Konsequenz der Entwicklung einer Band, die sich sechs Jahre Zeit lies bis das Debüt 2010 erschien. Was aber bei anderen Bands oftmals auch als negatives Zeichen gewertet werden kann, wirkt auf uns bei Balthazar anders. Thin Walls schafft es trotz sehr erwachsenem, teils schon klassischem Sound dennoch über die komplette Länge von gut 40 Minuten zu begeistern und das eben auch noch Wochen nach dem ersten Hördurchlauf. Längst vorbei sind die Zeiten, in denen die fünf BelgierInnen noch ein Geheimtipp waren.

Wegzudenken aus der europäischen Musiklandschaft sind sie nämlich nicht mehr, was mit Sicherheit auch an den enormen Live-Qualitäten liegt. Denn am schönsten ist es dann, wenn das Publikum fast schon hypnotisch in den mehrstimmigen Gesang einsteigt und die Instrumente hier und da ein wenig knarzen. Thin Walls klingt für uns wie eine aufregende Reise durch das, was Balthazar bisher schuf, was sie beeinflusste und gibt vielleicht auch einen Ausblick auf das, was noch kommen kann. Von vorne bis hinten ein unheimlich gutes Album.


Christian