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Strange Bones haben es im neuen Video satt

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Laute Klänge aus Blackpool.

Denkt man an Blackpool, hat man gleich leicht gekleidete, gewöhnungsbedürftig gestylte Frauen und rumpöbelnde, laute Typen vor seinem geistigen Auge, die entweder einen Jungesellenabschied feiern oder einfach nur in Blackpool sind, um sich ins Koma zu saufen. Mit dem ganzen Irrsinn hat das Trio, bis auf die Lautstärke, aber recht wenig gemeinsam.

Strange Bones besinnen sich lieber darauf gradlinigen, schnörkellosen Rock zu machen, der an manchen Stellen an Bands wie The Bohicas erinnert. Mit ihrer Single „S.O.I.A“, was passenderweise für Sick of It All steht, setzt die Band eine erste Duftmarke aus Indie und Desert-Rock. Die Kombo, die sich aus zwei Brüdern und einem Kindheits-Freund zusammensetzt hat für dieses eben gerade angesprochene Video nun ihr erstes Video veröffentlicht und auch in diesem geht es ähnlich rau vor, wie in der Musik von Strange Bones. Wie sagte schon einst J.Lo: „Let’s get loud!“.

Hier kann man sich das Video zu „S.O.I.A“ anschauen:


 

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Yannick

Alben des Monats – Juni & Juli 2015

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Ihr merkt es vielleicht: Im Moment ist hier weniger los, die Pscht!s sind spärlich und auch die Reviews bleiben mehr oder weniger aus. Das liegt aber keinesfalls daran, dass es nicht genug Material zum Schreiben gäbe, im Gegenteil: Mit Everything Everything, Jenny Hval, Girlpool und Tame Impala haben nicht wenige Bands gute, interessante und wichtige Alben veröffentlicht. Da wir Posties in letzter Zeit allerdings ziemlich beschäftigt waren, blieb uns nicht soviel Zeit, uns wirklich mit der Musik zu beschäftigen, um über sie schreiben zu können. Jetzt können wir zum Glück das Tempo wieder ein bisschen anziehen, freut euch also auf die nächsten Monate.

Genug entschuldigt, hier nun endlich die interessantesten Alben der letzten beiden Monate.



Juni

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Mit Afrodisco aus Frankreich, Soft Dick Rock und der aktuellsten Band im Musikbiz

Der Juni ist der Monat des Damals vs Heute vs Morgen. Die Bon Voyage Organisation macht discoiden Afrofunk à la Giorgio „Sound of the Future“ Moroder. Everything Everything klingen schon wieder wie digitales Zeitalter und setzen sich mit den erschütternden Ereignissen des letzten Jahres auseinander. Jamie xx legt seine musikalische Früherziehung mit eigenem Twist für die post-90er-Generation auf und Slaves machen Punk zu Pink. Girlpool spielen die Kindheit von Riot Grrrl nach, während Jenny Hval kunstvoll über Feminismus anno 2015 singt. Die besten Alben des Monats klingen nicht nur überragend und originell, sondern sind auch textlich relevant für unsere heutige Gesellschaft. Früher war halt doch nicht alles besser.


Everything Everything: Get to Heaven

Get to Heaven by Everything EverythingEs besteht wohl kaum Zweifel daran, dass Everything Everything zur Zeit die aktuellste Band im Musikbiz sind. Während sich D’Angelo und Killer Mike in den USA gegen Rassismus und für #BlackLivesMatter einsetzen, weiten die Briten ihren lyrischen Rahmen global aus. Get to Heaven, das dritte Album der Odd Popper, behandelt die Ereignisse des letzten Jahres, den IS und Massenüberwachung. Dabei setzen sich Songs wie „To the Blade“, der Titeltrack und die zweite Single „Regret“ nicht nur mit Terrorismus auseinander, sondern auch mit unseren Reaktionen auf solche Nachrichten und den Sicherheitsabstand, den uns die heimischen Bildschirme bieten: „I’m thinking: ‚What was my password?‘ / As the vultures land.“ Es lohnt sich, sich bei dieser Band mit den Texten zu beschäftigen.

Darüber hinaus sind Everything Everything klangästhetisch eine der wenigen Bands, die heute wirklich innovieren. Schon mit dem Debüt Man Alive konnte man sich am „post-internet sound“ ergötzen, auf Get to Heaven sind wir irreversibel im digitalen Zeitalter angekommen. In den ersten 15 Minuten äußert sich das als stromlinienförmiger Art Rock, die Gitarre-Drums-Version der maximalistischen Ästhetik eines Rustie. Da kann man schonmal durchgehen lassen, dass sich manche Gesangslinien seit zwei Alben wiederholen. Die zweite Hälfte des Albums, von „The Wheel (Is Turning Now)“ bis zu „Warm Healer“, ist aufs Tiefste in zeitgenössische Electrosounds getränkt. Everything Everything als die Radiohead von heute zu bezeichnen, ist da fast ein bisschen einschränkend. Das merkt man besonders auf „Happsburg Lippp“, einem Track der Deluxe Edition von Get to Heaven. Hier krachen Einflüsse herein, die weit über Radioheads Kid A und The King of Limbs hinausgehen: Trap Drums, Yeezus-Rap, dann aber im Refrain der Wechsel zur Kopfstimme, die das Bild von machomäßig-aggressiver Musik umwirft. Ist das noch Pop oder ist das schon Kunst? Beides.


Bon Voyage Organisation: XĪNGYÈ

187418Da das für Juni versprochene neue Album von Chic nicht gekommen ist, besprechen wir an dieser Stelle stattdessen XĪNGYÈ. Adrien Durand, der Produzent hinter Bon Voyage Organisation, hat sich die Frage gestellt, wie Blade Runner in Lagos aussehen würde. Eine alternative Zukunft, in der Afrodisco nicht vom Westen, sondern von China beeinflusst worden wäre. In der nicht in Amerika, sondern in Hong Kong zu „Shēnzhèn 5“ und „Love Soup“ getanzt würde. Daft Punk würden wohl noch genauso klingen, doch so etwas wie die XĪNGYÈ EP von Durands zur Organisation erweitertem Projekt wäre wahrscheinlich verbreiteter als Mark Ronson oder Todd Terje. Man merkt den vier Songs plus In- und Outro das Moroder/Daft Punk-Konzept an – ein „sound of the future“ von aus dem All gekommenen humanoiden Robotern – aber auch einen tatsächlichen asiatischen Einfluss kann man hören, nicht zuletzt dank Li Lijuan am Gesang. Lässt man sich auf das Gedankenspiel ein, kann man XĪNGYÈ eine Menge Hörvergnügen abgewinnen. „Chic“ sagt doch heute eh keiner mehr.


Gengahr: A Dream Outside

gengahrGengahr, das klingt im ersten Moment wie eines der Geister-Viecher aus Pokémon. Tatsächlich aber ist Gengahr eine junge Psych-Rock-Band aus Großbritannien, die bis auf den ab und an geisterhaft hellen Gesang des Sängers Felix Bushe kaum was mit Spuk am Hut hat. Die Band hat es durch gelegentliche Veröffentlichtung in einem knappen Jahr zu einer treuen Fanbase geschafft, die mit A Dream Outside nicht enttäuscht wird. Das Debüt klingt nämlich genau so, wie es sich von Indie-Liebhabern gewünscht wird. Mal geben die Briten die schrägen Psych-Rock-Stars und erinnern an MGMT, mal spielen sie aber schnörkellos ihre eklektizistisch anmutenden Rock-Nummern einfach runter. Die Summe aber ist es, die das Debüt von Gengahr so dermaßen ausgewogen wirken lässt. Ein starkes Debüt!


Girlpool: Before the World Was Big

girlpool kleinRiot Grrrl zeichnet sich durch die Verbindung von an Hardcore grenzendem Punk mit Feminismus aus. Aber Riot Grrrl muss nicht immer hart und krawallig sein. Case in point: Girlpool. Das Duo, bestehend aus Cleo Tucker und Harmony Tividad, verlässt sich auf das Zusammenspiel ihrer Stimmen und der Gitarren, E- und Bass- respektive – Schlagzeug gibt es nicht. Bis auf auf „Crowded Strangers“ und „Ideal World“ ist die E-Gitarre auch kaum verzerrt, ganz zu schweigen vom erfreulich glatten und doch unpolierten Gesang. Auf Before the World Was Big klingen Girlpool eher wie die formative Kindheit von Riot Grrrl. Die Melodien sind verspielt-naiv, ohne kraftlos zu sein. Wenn sie auch keine Texte über feministische Themen schreiben: Ihre Musik ist eine eigene Form von female empowerment. Riot Grrrl für die WG-Küche, und das meine ich nicht schlecht. Wer sich morgens mit dem Kaffee eine Tasse Girlpool einflößt – die Spielzeit von Before the World Was Big beträgt knappe 24 Minuten – geht als besserer Mensch aus dem Haus.


Jamie xx: In Colour

30078-in-colourAllein beim Hören des Namens Jamie xx bekommt eine ganze Subkultur vor Ehrfurcht weiche Knie. Der Brite hat es mit cleveren Remixes geschafft, seine Anhängerschaft zu begeistern und auszubauen. Nun hat er es also gewagt. Mit In Colour traut der Produzent sich erstmals an eine eigene, neue Platte heran. Das Resultat ist ein Kunstwerk. Wie das farbenfrohe Plattencover erahnen lässt, bedient Jamie xx sich verschiedenster Genres und vermischt sie zu einem kontemporären Sound zusammen, der seinesgleichen sucht. Kaum ein anderer Produzent schafft es, Einflüsse aus Hip-Hop, Soul und Electronica so gut in ein selbiges Album zu packen. Die vielen Samples, die er einsetzt, nutzen sich in keinem der Songs ab, sondern veredeln sie viel mehr. Ja, Jamie Smith hat auch uns in die Knie gezwungen.


Jenny Hval: Apocalypse, girl

jenny hval klein„Think big, girl, like a king. Think kingsize.“ Jenny Hval doziert auf ihrem fünften Album über Soft Dick Rock, Selbstzweifel und das vermeintliche Ende des Feminismus. Die Genre-Frage wollen wir bei Apocalypse, girl gar nicht erst stellen. Oder doch, nennen wir das Genre, in dem die Norwegerin operiert, „Björk“. Apocalypse, girl ist ein musikalischer Einzelfall, wie zuletzt Biophilia und Vulnicura als Kosmos-Mensch-Komplementäralben ohne Vergleiche blieben. Hval orientiert sich im Opener „Kingsize“ und danach über das Album verstreut an ihrer Zusammenarbeit mit Susanna Wallumrød, deren Meshes of Voice eines der interessanteren Releases des letzten Jahres war. Ihre Stimme schwebt auch hier über den glimmernden Kompositionen, bis am Ende nur noch ein Hecheln übrig bleibt. Jetzt kann die Apokalypse kommen.


LA Priest: Inji

LA_PRIEST_Inji_Album_Cover_ArtDas Wirken der Band Late Of The Pier (man erinnert sich schwach) liegt so weit zurück, dass das Solo-Debüt von Sam Eastgate Nullkommanull an das ehemalige Bandprojekt gekoppelt ist. Und doch ist das Projekt mindestens genau so anspruchsvoll wie die Musik der ehemaligen Weirdos der Indie-Szene. So ist Inji, was laut unserer ausgetüftelten Suche auf Google irgendetwas mit Ingwer zu tun hat, an manchen Stellen zwar strange und doch ein wahnsinnig gutes Stück geworden. Durch die ganze Platte weht ein tropischer Wind, der sämtliche Songs mit seiner Coolness bestülpt. Es ist einfach an alles gedacht worden. „Party Zute/Learning To Love“ ist nämlich beispielweise nicht nur einer der stärksten Songs der Platte, sondern auch ein Club-Banger, wie man so schön sagt. Andererseits beinhaltet Inji aber eben auch Nummern wie „Fabby“, die zum Entspannen einladen. Diese spielend leichte Komplexität macht das Debüt von LA Priest zu einem der besten Alben des Jahres.


Miguel: Wildheart

miguel_wildheart_cdSchon lustig, wie prophetisch einem der eigene Musikgeschmack manchmal vorkommt. Seit knapp einem Jahr – um genau zu sein, seit dem Appletree Garden Festival 2014, auf dem am Zeltplatz abwechselnd Voodoo und Jane Fonda’s Weight Loss Walkout lief – ist R&B als Genre in meiner persönlichen Hitparade auf Platz 2. Dass das überhaupt nichts mit Voraussehung zu tun hat, dürfte jedem aufmerksamen Musikfan klar sein. Frank Oceans alternatives R&B-Meisterwerk channel ORANGE war zu diesem Zeitpunkt schon zwei Jahre alt und auch FKA twigs war mir schon begegnet. Doch dass nun innerhalb eines halben Jahres D’Angelos erstes Album seit 15 Jahren erscheint (und nicht enttäuscht), Bilderbuch mit Schick Schock deutsche Texte mit einem R&B vereinen, bei dem das „R“ für Rock steht, und nun auch noch Miguel musikalisch interessant wird, ist schon bemerkenswert. Wildheart macht Black Messiah zwar keine ernsthafte Konkurrenz, zeigt aber mit warmen, bassigen Gitarren und hitzigen Funkbeats, dass selbst jenes Überalbum nicht „alternativlos“ ist. Miguels dritte LP wendet sich ab vom Mainstream-Einheitsbrei à la Rihanna (muss auch mal wieder gesagt werden), hin zu altem Prince und neuen Hip-Hop Sounds.


Slaves: Are You Satisfied?

SlavesPunk’s not dead! Ausgelutschter könnte der Spruch in Zeiten, in denen das Logo der Sex Pistols Kreditkarten ziert, kaum sein. Und doch haben es zwei Briten aus Kent geschafft, so etwas wie eine kleine Euphorie loszutreten. Mit ihrer Durchbruchssingle „The Hunter“ hat das Duo die perfekte Hymne für Pogo-willige dieses Festivalsommers geschaffen. Auf ihrem Debütalbum Are You Satisfied? beweisen Slaves, dass sie viel mehr als nur laut sein können. „Sockets“ beispielsweise ist eine lockere Garagerock-Nummer, die einen schnell über die Tanzfläche steppen lässt. Natürlich gibt es momentan viele Bands da draußen, die durchaus feinfühligere Musik machen. Doch darum geht es Isaac Holman und Laurie Vincent auch gar nicht. Ein Sprachrohr für die junge Generation in Großbritannien sein, das ist das Ziel, das sie anstreben. Mit Are You Satisfied? sind sie diesem Ziel ein gewaltiges Stück näher gekommen.


Wolf Alice: My Love Is My Cool

Wolf_Alice_-_My_Love_Is_CoolKaum eine Band wurde in den letzten bereits lange vor der Veröffentlichung eines Albums so gepusht wie Wolf Alice. Die Band um die Sängerin Ellie Rowsell hat sich vom Druck die neue Hoffnung eines ganzen Genres aber nicht unterkriegen lassen. Auf ihrem Debüt geben die Briten sich nämlich keineswegs so grungig wie manch ein Experte wohl insgeheim gehofft hat. Nein, Wolf Alice spielen befreit auf, zeigen, dass sie nicht immer nur wütend in die Gitarren hauen müssen, um Energie in ihren Songs freizusetzen. In Songs wie „Bros“ zeigen sie, dass sie auch durchaus gewillt sind, Pop-Musik zu machen. My Love Is My Cool ist ein Debüt, das sich nicht in die bereits geöffneten Schubladen der Experten stecken lässt und durch viel Witz und Kreativität zu überzeugen weiß.

Darstellung 10 tierischer Bandnamen im Cartoon-Stil

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Wir haben einen Studenten des Fachs Illustration gefragt, ob er uns tierische Bandnamen bildlich darstellen kann.

Bands und ihre Namen haben oft eigene Gesetze. Eines der besten Beispiele hierfür ist Dev Hynes‘ alte Band. Der Künstler der heute wohl eher unter dem Pseudonym Blood Orange bekannt ist, spielte nämlich in den Jahren 2004 bis 2006 in einer Band namens Test Icles. Da uns solche Darstellungen dann aber doch zu heikel waren haben wir den niederländischen Illustration-Studenten Teun van den Berg gefragt, ob er verschiedene Bandnamen verbildlicht. Dazu haben wir ihm eine Liste mit Indie-Bands zukommen lassen, die allesamt in irgendeiner Weise etwas mit Tieren zu tun haben. Herausgekommen ist eine Auswahl von 10 Darstellungen. Sämtliche Illustrationen wurden per Hand gezeichnet und wurden bereits in Amsterdam ausgestellt.

Wolf Alice

Wolf Alice 2015

 

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Say Yes Dog

Say Yes Dog / Teun van den Berg

 

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Rat Boy

Rat Boy / Teun van den Berg

 

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Gold Panda

Gold Panda / Teun van den Berg

 

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The Pigeon Detectives

 

The Pigeon Detectives 2015 / Teun van den Berg

 

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Modest Mouse

Modest Mouse / Teun van den Berg

 

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I Heart Sharks

I Heart Sharks / Teun van den Berg

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Arctic Monkeys

Arctic Monkeys 2015 / Teun van den Berg

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Band of Horses

Band of Horses / Teun van den Berg

 

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Fleet Foxes

 

Fleet Foxes / Teun van den Berg

 

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Illustratrionen: Teun van den Berg

Half Moon Run machen 180° Wandlung

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Die Band veröffentlicht am 23. Oktober ein neues Album.

Drei Jahre sind mittlerweile vergangen, seit Half Moon Run sich mit ihrem Debütalbum Dark Eyes in die Herzen vieler Fans gesungen haben. Songs wie „Call Me in The Afternoon“ oder „Full Circle“ sind so etwas wie die Must-Haves für jede Spotify oder Youtube-Playlist geworden, die irgendetwas mit dem Begriff Indie am Hut haben möchte.

Nun sind die vier Musiker nach Verschnaufpause also wieder voll im Geschäft und stellen uns mit Sun Leads Me On auch gleich den Namen ihrer neuen Platte vor, die am 23. Oktober in den kommen wird. Diese ist in Zusammenarbeit mit dem Produzenten Jim Abiss entstanden, der bereits bei Alben von Adele oder den Arctic Monkeys mitgewirkt hat.

Eine erste Single gibt es mit „Trust“ auch bereits und die hat es in sich. Elektronische Elemente dominieren die neue Single, die jetzt eher Fans auf die Tanzfläche bringen will, als auf ein abgelegenes Waldstück. Am November ist die Band für zwei Termine in Deutschland. Sie treten am 6. im Luxor in Köln und am 10. im Lido in Berlin auf.

Tracklist von Leads Me On:

Warmest Regards
I Can’t Figure Out What’s Going On
Consider Yourself
Hands in the Garden
Turn Your Love
Narrow Margins
Sun Leads Me On
It Works Itself Out
Everybody Wants
Throes
Devil May Care
The Debt
Trust

Hier kann man sich die neue Single „Trust“ anhören:

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Yannick

Axel Flóvent kommt nach Deutschland

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Der Isländer gibt drei ausgewählte Konzerte.

Er ist jung, hat dieses typische Milchbubi-Gesicht und macht Musik wie Bon Iver oder Ásgeir. Mit seiner neuen EP Forest Fires zeigt der  Musiker aus Island, welches Potenzial in ihm steckt. Seine Songs gehen unter die Haut, vermitteln aber gleichzeitig auch unterschwellig die Naturgewalten, die in seiner Heimat herrschen. Wir haben Axel Flóvent bereits vor Wochen ausgiebig vorgestellt. Den Artikel findet ihr übrigens hier.

Nun kommt der Musiker mitsamt 4-piece Band also für ein paar Konzerte nach Deutschland und wird sein Können im intimen Rahmen offenlegen. Der VVK läuft ab sofort.

Hier könnt ihr Axel Flóvent live sehen:

11.09. – Nürnberg, Club Stereo
12.09. – Offenbach, Hafen 2
13.09. – Köln, Theater der Wohngemeinschaft

Die EP Forest Fires kann man sich auf Soundcloud in voller Länge anhören:

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Yannick

PILLARS verdüstert sich ihren Sommer

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Die Musikerin aus London veröffentlicht ihre bis dato „darkeste“ Single.

„You Got This“ – so lautet der Name, der neuesten Single von PILLARS aus Großbritannien und es ist ihre bis jetzt dunkelste. Die vorherigen Nummern „Attacker“ und „Woman Without Her Love“ waren zwar auch alles keine lustigen Singalongs, der neue Song toppt diese jedoch im Vorbeigehen. Gleich zu Beginn hallen mysteriöse Kopfstimmen auf den Zuhörer an, dann setzen die tiefen Bässe ein. Diese stehen wiederum im Kontrost mit der glasklaren Stimme der jungen Britin mit der sie bereits für Aufruhr in der Musikblogger-Welt sorgen konnte.

PILLARS ist das frische Projekt einer jungen Britin, die in der Vergangenheit mit dem Produzenten Brett Shaw (Florence + The machine, Say Lou Lou) zusammengearbeitet hat. Bei ihrer neuen Single hat sie sich die Hilfe des elektronischen Duos Deafkid geholt und in Zusammenarbeit mit dem Act eine sphärische Ambient-Electro-Nummer kreiert.

 

Die Single „You Got This“ gibt’s hier:

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Yannick

Herrenmagazin feiern mit „Ehrenworte“ ein Fest

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Die Band aus Hamburg feiert mit ihrem Song „Ehrenworte“ Videopremiere.

„Thomas Vinterbergs Film ist ebenso wie Lars von Triers „Idioten“ ein Beispiel dafür, wie mit kleinen Mitteln große Filme entstehen können.“- die Welt. Diese Worte hat die Welt über den Film „das Fest“ verloren, welcher Herrenmagazin als Inspiration zu ihren neuen Musikvideo galt. Eigentlich sind wir ja keine Verfechter davon Artikel mit Zitaten von Kollegen beginnen zu lassen. In diesem Fall ergibt es sich aber eben extrem gut. Denn selbiges Zitat ließe sich auch problemlos am Sound der vier Musiker aus Hamburg anwenden.

Klarer, deutschprachiger Indie-Rock mit Texten, die frei Schnauze sind, das sind nämlich genau die Merkmale der Musik durch die sich Herrenmagazin seit Jahren einen Namen im deutschen Musikbusiness gemacht haben. Mit dem Video zu „Ehrenworte“ läuten sie nun also die Zeit einer neuen Platte Sippenhaft an, welche ab dem 7. August erhältlich sein wird.

Auf Tour sind die Musiker übrigens auch:

29.10.15 Hannover – Bei Chez Heinz

30.10.15 Rostock – Peter Weiss Haus

31.10.15 Bremen – Tower

01.11.15 Hamburg – Uebel & Gefährlich

03.11.15 Münster – Skater’s Palace

04.11.15 Oberhausen – Druckluft

05.11.15 Berlin – Bi Nuu

06.11.15 Heidelberg – Halle 02 Club

07.11.15 Köln – Gebäude 9

09.11.15 Leipzig – Täubchenthal

10.11.15 Nürnberg – Club Stereo

11.11.15 AT – Wien – B72

12.11.15 München – Milla

13.11.15 Wiesbaden – Schlachthof

14.11.15 Jena – Cafe Wagner

Hier gibt es die Premiere zu „Ehrenworte“:

 


 

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Yannick

Bitte, wer? (Redphones, The Golden Edge)

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The Redphones 

Bands mit Uniformen sind meistens sehr skurril. Vor allem, wenn es sich wie in dem Fall, um rote Pullunder handelt, die man eher von dem alten Onkel, der bei Familienessen immer so schmatzt, erwarten würde. Gehen wir die Chronik dieser Uniform-Bands jetzt mal durch, fallen uns natürlich sehr schnell The Hives ein. Und gerade diese Hives liegen musikalisch gar nicht mal so weit entfernt von den Redphones. Die Band aus dem kleinen Suddendorf in Niedersachsen macht härteren Alternativ-Rock und gilt ist sozusagen Lokalmatador beim diesjährigen Stonerock Festival.

The Golden Edge

Beim Stonerock Festival heißt es für die Musiker aus Hamm Abschied nehmen. Der Sänger Falk steigt aus und damit wird auch das Projekt The Golden Edge erst einmal auf Eis gelegt. Schade, denn die Band hat sich spätestens mit ihrer Ep „about dreams and despair“ zum echten Geheimtipp entwickelt. Ihr Sound schwebt irgendwo in einer Dunstwolke der goldenen Zeit des Indie rum, in denen Bands wie The Holloways oder Little Man Tate noch die Charts eroberten. The Golden Edge ist aber keine reine Spaßband, sondern weiß mit tiefgründigen Texten zu überzeugen. Wer die Band auf ihrer Abschiedstournee also begleiten möchte, sollte sich den Gig beim Stone Rock auf keinen Fall entgehen lassen!


Yannick

France With Benefits #2

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Psyché: Eskapismus à la française

Ihr steht auf Reverb und panoramische Bewusstseinserweiterung und zieht euch gern in die musikalischen Welten schrulliger Musiker zurück? Dann seid bienvenue à France With Benefits. In dieser neuen Serie werden wir euch einmal im Monat die Musikwelt Frankreichs näherbringen, mit seinen unterschätzten Bands, coolen Labels und interessanten Initiativen. Unsere Nachbarn haben nämlich mehr zu bieten als nur Daft Punk, Phoenix und David Guetta. In Teil Zwei geht es um französischen Psychedelic Rock und Pop, oder, wie sie selbst sagen: psyché.

Psychedelic, das geht auf Aldous Huxley, die Beat Generation und den Summer of Love zurück. Mitte der Sechziger Jahre experimentierten die Beatles mit psychoaktiven Drogen sowie dem damals gängigen Popstandard, indem sie den Fokus von Texten und Melodien auf Texturen und Weltmusik-Einflüsse verlagerten. Statt aber die ganze Geschichte der psychedelischen Musik nachzuerzählen (das kann Wikipedia genauso gut), konzentrieren wir uns lieber auf seine Auswüchse im heutigen Frankreich. Anders als hierzulande floriert bei den Nachbarn die Szene an querdenkenden, bisweilen exzentrischen Musikern: La Femme, Aquaserge und deren Nebenprojekte, Corridor, FAUVE (Letztere sind mehr Spoken Word als Psyché, aber genauso auf die Psyche des Hörers ausgerichtet)… Je tiefer man gräbt, desto mehr wird man belohnt. Heute stelle ich euch mit Disco Anti Napoléon, Forever Pavot und Moodoïd drei Bands vor, die 49 Jahre nach „Tomorrow Never Knows“ die ehrenvolle Tradition aufrecht erhalten, Songs zu komponieren, die dabei helfen, sich in seinem Kopf zu verlieren: turn off your mind, relax and float downstream.



Nature Boys: Disco Anti Napoleon // © Pierre Stroêska.
Nature Boys: Disco Anti Napoléon // © Pierre Stroêska.

Disco Anti Napoléon

Disco Anti Napoléon sind die Traditionalisten und damit der odd one out in dieser Liste. Wenn euch das Temples Album zu poppig war und ihr mit Glass Animals nichts anfangen könnt, versucht mal DAN. Die vier Jungs aus Nantes spielen Psychedelic Rock, wie er im Buche steht, mit treibendem Schlagzeug und Gitarren, die Freiheit rufen. Man kann sich vorstellen, dass Jordan Baudoin, Tristan D’Hervez, Thomas Durand und Renaud Jumbou ihre Songs regelmäßig in amerikanischen Canyons oder dem weitläufigen Massif Central zum Besten geben. Die Verwandtschaft mit den Flaming Lips wird dadurch verstärkt, dass Baudoin auf Englisch singt.

Letztes Jahr haben DAN ihr Debütalbum Ascent veröffentlicht. Die zehn Tracks bewegen sich erstaunlicherweise alle im Popformat, „Blue Lawn“ bleibt als längster Song knapp unter fünf Minuten Spielzeit. „Eva“ ist der große Pophit auf dem Album, die unschuldige Gitarrenmelodie und das fröhliche Keyboard unterscheiden ihn von den restlichen Minijams von Ascent. Den Song im DJ-Set auf einer Indie-Party zu hören, ist gar nicht so unwahrscheinlich. Das liegt wahrscheinlich auch daran, dass das Quartett „Eva“ und den Titeltrack zuvor schon als Single veröffentlicht hatte und die restlichen Songs überwiegend sonntagmorgens mit Zeitdruck und einem Kater vom Feiern aufgenommen wurden. Mit „Girl“ und „Spaceship“ klingt Ascent aber doch ganz entspannt aus.

Laut D’Hervez haben sich die vier Nantaiser unzählige Male zusammen Live in Pompeii angehört, aber Pink Floyd imitieren wollen sie auch nicht. Erklären würde das zumindest den Hidden Track auf „Spaceship“, auf dem die Band beim Herumalbern zu hören ist, bevor mit analogem Synthgewaber und tribalistischen Drums die Regler für das Herz der Sonne eingestellt werden. Abgesehen davon ist Ascent kompakt und fuzzy, gleichzeitig zielstrebig und ohne richtiges Ziel. Bei manchen Songs scheint die Krautrock-Motorik durch, oft sind DAN aber schlicht die Popversion von the Grateful Dead (ein seltenes Oxymoron). Die Musik klingt zwar nicht nach Disco, aber Spaß macht sie schon. Innovation wird bei ihnen klein geschrieben, aber dafür sind ja andere Leute da. Leute wie Emile Sornin.

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Heimstudio ca. 1967: Forever Pavot // © Greg Dezecot.

Forever Pavot

Es kann manchmal schwierig sein, in der psychedelischen Popmusik noch Unterscheidungen zu machen. Im Endeffekt haben doch alle die gleichen Referenzpunkte: die Beatles, Pink Floyd und indische Klänge. Wenn dann jemand wie Emile Sornin daherkommt und Filmkomponisten wie François de Roubaix und Ennio Morricone und barocke Instrumentierung in den Topf wirft, wird das Ganze schon interessanter. Als Forever Pavot macht der Franzose aus La Rochelle Musik, die er lieber nicht als psychedelisch bezeichnen will, denn mit Drogen hat seine Musik nichts zu tun – auch wenn „Pavot“ auf Deutsch Mohn bedeutet und der Name aus einem schlecht geschriebenen „Flower Power“ heraus entstanden ist.

Sornin teilt seine Vorliebe für die Sechziger mit Leuten wie Kristoffer „Garm“ Rygg, dem Sänger der norwegischen Avantgarde-Band Ulver: Beide sind mehr an der obskuren Seite der „psychedelic ’60s“ interessiert als an dem oben aufgezählten Kanon. Über Childhood’s End, ein Album mit Coverversionen von ’60s Pop, sagt Rygg: „The Doors waren cool, aber damals ging so viel mehr ab.“ Der langhaarige Sornin spricht sich sogar gegen den Gebrauch des Modeworts „psychedelic“ aus: „Psyché ist für manche eine Epoche, ein paar Bands… Für andere ist es Musik, die dich auf eine Reise schickt. Aber ganz ehrlich, oft ist das ein Wort, das man herausholt, weil es eine Modeerscheinung ist.“ Außerdem räumt er den Soundtracks zu italienischen Thrillern, sogenannten Giallos, einen ebenso großen Einfluss ein wie der Popwelt von vor 50 Jahren.

Auf Rhapsode, dem Debütalbum von Forever Pavot, finden sich zuhauf Instrumente, die alte, teilweise sehr alte Bilder vor das innere Auge rufen. „Le passeur d’armes“ klingt mit der unwahrscheinlichen Mischung aus Bongos, Schellenkranz und dem auf dem Album allgegenwärtigen Cembalo wie ein Besuch von Händel in einem Ashram. „Les cigognes nenuphars“ simuliert in bester Giallo-Manier eine Verfolgungsjagd in einer Kathedrale. The Coral und Jacco Gardner sind gar nicht so entfernte Verwandte, aber Forever Pavot geht noch einen Schritt weiter ins Visuelle. Sornin hat, wie viele seiner Gleichgesinnten, ein interdisziplinäres Verständnis von Musik. Die Visualität und eine Nähe zum barocken Prog teilt er auch mit Pablo Padovani, der mit Moodoïd momentan eine der interessantesten Bands unter dem losen Psyché-Banner anführt.

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