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MS Dockville 2015 – ein Vorbericht

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Vom 21. bis zum 23. August findet das Festival in Hamburg statt.

Ende August öffnet im Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg bereits zum 9. Mal das MS Dockville seine Pforten. Erwarten können die Besucher eine Fülle an Lichtinstallationen, Kunst, viel Liebe und natürlich richtig gute Musik. Verwöhnt wird man dieses Jahr mit Headlinern wie Caribou, Interpol oder auch noch Django Django, doch auch national hat das Booking sich dieses Jahr seine Perlen sorgfältig herausgesucht. So treten beispielsweise angesagte Acts wie Zugezogen Maskulin, Antilopengang oder AnnenMayKantereit auf.

Nach langen, viel zu kurzen Tagen an den Hamburger Docks, will so manch einer die Nacht über von feinsten elektronischen Klängen beschallt werden. Auch da hat das Line-Up des Festivals sich wieder nicht lumpen lassen und konnte große Namen der Club-Kultur wie Boys Noize, Four Tet oder auch noch Saint WKND an Land ziehen. Damit lässt das MS Dockville eigentlich kaum einen Wunsch offen, denn falls einem mal eine Band nicht so zusagen sollte oder keine Lust hat sich auf die vielen Newcomer einzulassen, darf man sich immer noch von einem netten Mitarbeiter über das MS Artville führen lassen und sich die dort angebrachte Kunst näher bringen lassen. Dieses fast als Dorf funktionierende Gelände wird Jahr für Jahr von bekannten und wenig bekannten Künstler zu einer eigenen Traumwalt umgestaltet. Möchte man nach den ganzen farbenfrohen und lautstarken Eindrücken dann am Ende des Tages doch seine Nachtruhe haben, kann man dies am hauseigenen Campingplatz mit dem Namen „Steuerbord“ tun. Da bleibt einem nur noch eins zu sagen: Ahoi! Wir sehen uns!

Wie ihr es bereits aus dem letzten Jahr kennt, berichten wir auch dieses Mal wieder live vom Festival. Vorab haben wir aber bereits das Rahmenprogramm und die Bands ein wenig vorgestellt.


Yannick

Newcomer Paper Spook mit Debüt-EP

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Staubiger Psych-Pop aus Berlin.

Oh yeah, dieser Sound schreit förmlich nach Kalifornien, nach San Francisco. Diese psychedelischen Bands aus den Staaten haben es echt drauf. Weit gefehlt! Denn Paper Spook kommen nämlich aus der deutschen Hauptstadt Berlin. Mit Midsummer Sensation hat das Duo am 9. August seine erste EP veröffentlicht.

Die sieben Songs sind ein spannender Mix aus Dream-Pop Elementen, gekoppelt mit feinstem Psych-Rock, der durchaus eine Hommage an den Bundesstaat Kalifornien darstellt. Es ist eine EP, die problemlos auch beim legendären Burger Records-Label reingepasst hätte. Dabei wurden die Songs in Eigenproduktion aufgenommen und wurde nur vom Produzenten Kevin Reiter gemastered. Midsummer Sensation ist ein durchaus starkes Debüt einer Band, die bis dato noch so rein gar keine Plattform erhalten hat, was beim aktuellen Trend hin zum retro-affinen Sound eigentlich verwunderlich ist.

Hier kann man sich die Snippets des Debüts von Paper Spook anhören:

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Yannick

Sieben Acts, die dich auf dem Dockville ordentlich feiern lassen

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Das MS Dockville ist nicht nur bekannt für seinen vielen Newcomer und seine hochkarätigen Headliner, sondern bietet auch Fans der Clubkultur eine weite Palette an Acts, die zu überzeugen wissen. Wir haben aus diesem Grund versucht eine kleine Auswahl zu treffen bei der für jeden Geschmack etwas dabei sein sollte. In folgende Liste werden Acts wie Boys Noize oder das Kollektiv von LIEBEMACHEN vorgestellt.

Zehn Songs, die uns den August versüßen

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Der August wird in der Musikszene zu Unrecht immer als Sommerloch abgestempelt. In Zeiten in den Sommermonaten im Fernsehen sogar Wiederholungen vom Promi-Dinner gezeigt werden oder Formate ins Leben gerufen werden, die kein Mensch braucht (ja, das Sommer Dschungelcamp ist gemeint) will man einfach eine willkommene Abwechslung haben. Auch der Fußball und andere Sportarten zieht sich in dem heißen Monat zurück und so fällt die Diskussionsthematik auch fast weg.

Und jetzt mal im Ernst: es ist doch fein, wenn man selbst beim Dauerschwitzen gute Musik hören kann. Aus diesem Grund haben wir uns zehn Songs herausgepickt, die uns den August trotz schwüler Hitze und dem eben angesprochenen TV Programm ordentlich versüßen. In folgender Liste findet den Beweis dafür, dass der August eben kein elendiges Sommerloch ist.  Von dreckigem Indie-Rock bis zum Indie-Gogo von RDGLDGRN ist alles geboten.

Bitte, wer? (Darwin Deez, Golf)

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Darwin Deez

© Darwin Deez
© Darwin Deez

Der größte Hit „Radar Detector“ verkörpert alles, was das goldene Zeitalter des Indies zu bieten hatte. Dabei stammt der Song gar nicht aus den Mitte 00’er Jahren, sondern aus dem Jahr 2010. Seit genau diesem Jahr, darf der Song aber auf keiner Indie-Party mehr fehlen. Es ist einer dieser typischen Dancefloor-Filler; ein bisschen Two Door Cinema Club, ein bisschen klirrende Gitarre, ein paar schnell aufgesagte Texte. Ja, genau das ist das Geheimrezept mit dem die sympathische Band um Darwin Merwan Smith sich einen Namen gemacht hat. Jetzt passend zum Dockville steht aber eine neue Platte an, die ordentlich promotet werden soll. Der erste Ausschnitt „Kill Your Attitude“ überzeugt schon mal.

(Großschot, 17:00-17:50, Freitag)
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Golf

© Lukas Vogt
© Lukas Vogt

Ping Pong. So heißt einer der Songs der vier Jungs aus Köln und ähnlich wie die sehr unterhaltsame Sportart, verhält es sich auch bei der Musik von Golf. Der Sound ist ein ewiges Hin und Her zwischen monoton wirkenden Vocals und großer musikalischer Aufgeregtheit. Gekonnt binden sie alltägliche Laute von Tischtennisbällen, Partytröten und anderem Zeug in ihre mit Songs ein. Dabei kommen sie aber so gar nicht nerdy rüber, sondern schweben auf der gleichen Coolness-Wolke wie Bilderbuch. Sehr fresh das Ganze.

(Vorschot, 15:20-16:00, Freitag)

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Yannick

Majical Cloudz mit „Silver Car Crash“

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Die erste Single der neuen LP Are You Alone?

Ehrlichkeit ist ein wichtiges Element von Majical Cloudz. Ehrlichkeit, brutal und direkt, schafft es, dass ein Duo aus Montreal es mit minimalistischen Balladen ins Vorprogramm von Lorde schafft. So klingt es zumindest, wenn man nicht genau hinhört. Das zweite Album von Majical Cloudz hieß immerhin Impersonator und die Texte von Devon Welsh, minimalistisch wie die Musik von Matthew Otto, bedürfen oft einer Interpretation, so vage sind sie. „Silver Car Crash“, die erste Single ihrer dritten LP, beginnt gar mit folgendem Geständnis: „I never show it / but I am always laughing.“ Welsh ist auch nicht ehrlicher als wir anderen. Aber er versucht es trotzdem immer wieder: „I will be honest / I am afraid of love.“ Der Sänger zeigt uns, dass wir im Endeffekt alle die gleichen Probleme haben. Diese Menschlichkeit ist in Wahrheit das, was die Songs von Majical Cloudz so ergreifend macht. Are You Alone? erscheint am 16. Oktober.

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Are You Alone?

01 Disappeared
02 Control
03 Are You Alone?
04 So Blue
05 Heavy
06 Silver Car Crash
07 Change
08 If You’re Lonely
09 Downtown
10 Easier Said Than Done
11 Game Show
12 Call On Me

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Hört euch hier „Silver Car Crash“ an:


Fichon

Bitte, wer? (Bear’s Den, Roosevelt)

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Bear’s Den

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Dieses Jahr mussten die Fans von britischem Folk bereits eine herbe Niederlage einstecken. Mit dem Stadionrock-Sound von Mumford & Sons kam, verließ nämlich das Paradebeispiel des radiotauglichen Folks die Manage. Gut also, dass es Bands wie Bear’s Den gibt, die einen für Stunden, ja gar Tage mit ihrer Musik versüßen. Ihre Mischung aus Americana aus britischem Folk passt wie die Faust auf’s Auge zu dem bärtigen Aussehen der Band. Wir können der Band nur wünschen, dass sie zu der Uhrzeit wo sie spielen einen schönen Sonnenuntergang als Kulisse haben werden. Es würde das eh schon urige Bild perfekt machen.

(Großschot, 18:20-19:10, Freitag)
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Roosevelt

© Roosevelt

Marius Lauber und Italo Disco das passt zusammen! Glaubt ihr nicht? Dann habt ihr wohl noch nichts von dem Projekt Roosevelt gehört, das in das Marius Lauber seit vielen Jahren Energie und Liebe reinsteckt. Mit seinen gelegentlichen Remixen beglückt der Kölner jeden Indie-DJ, der auch neuere Sachen, als die ollen Schinken von 2005 spielen möchte. Mit „Night Moves“ präsentiert der Produzent uns jetzt nun auch endlich das worauf viele Fans seit Jahren sehnsüchtig warten. Roosevelt wird uns in naher Zukunft sein Debütalbum vorstellen. Beim MS Dockville dürfte man also sicher den ein oder anderen neuen Song zu hören bekommen.

(Maschinenraum, 22:00-23:00, Samstag)
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Yannick

Yokan System teasen Debüt mit „Ipanema“ an

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Das Tokioter Duo tritt in die Fußstapfen von Crystal Castles

Wow, da haben Mai Yano und Tsukasa Kameya ja gehörig Anlauf genommen! Mit ihrer neuen Single „Ipanema“ versucht das Duo aus Tokio den Sprung auf die internationale Bühne. Ample Play veröffentlicht am 16. Oktober das Debütalbum von Yokan System mit dem irreführenden Titel Whispering: Laut der Band ist es „supermall music for earth people settling on Jupiter.“ „Ipanema“ ist einer von 13 Electropop-Songs, wie auch die bereits veröffentlichten „Yokan Teresa“, „Klee“ und „A Dream You Never Wake Up From“. Mit ihrer neuen Single zeigen Yokan System allerdings, dass sie sich nach jenen Songs schon ein ganzes Stück weiter entwickelt haben. „Ipanema“ klingt nicht mehr wie eine ätherische Skizze, sondern wie ein vollständiger, zu Ende gedachter Song. Er könnte auch vom zweiten Crystal Castles Album stammen, dessen Erbe Yokan System mit Whispering antreten wollen. Vorbestellen kann man die Scheibe über Ample Play, den Song findet ihr wie immer nach der Tracklist.

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Whispering:

01 Kyo Kyo Ra
02 Whispering
03 A Dream You Never Wake Up From
04 Klee
05 Sympathy Doll
06 Ipanema
07 Tear Crystal
08 Yokan Teresa
09 Yapa
10 Duplicate Key
11 Melt Away
12 Tete
13 Sea Moon

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Hört euch hier „Ipanema“ an:


Fichon

Affairs haben neue Single am Start

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Der Song der in Manchester lebenden Band heißt „Brothers“.

Euphorische Synths, klirrende Gitarren, all dies erinnert doch sehr an die guten, alten 80er. Dazu gesellt sich dieser unverkennbare Bariton des Sängers und schon hat man sozusagen die „Corporate Identity“ der Band beisammen.

Bei solch einer interessanten Mischung ist es wenig überraschend, wenn dann auf einmal auch gestandene Produzente Interesse an Affairs zeigen. Ihnen ist nämlich gelungen den Produzenten Ed Buller für ihre neueste Single „Brothers“ mit ins Boot zu holen. Dieser hatte bereits beim sehr gelungenen Vorgänger „Blood Science“ seine Finger mit im Spiel. Im Gegensatz zu „Blood Science“ ist der neue Song, der am 4. September erscheinen wird aber um einiges erfrischender und wirkt nicht mehr so düster. Das angezogene Tempo war der Band dieses Mal besonders wichtig und so passt die Produktion Bullers nahtlos in die Reihe der Werke von den Courteeners oder White Lies, die er beide auch produziert hat. Spannend ist auch, dass das Cover Art von Matthew Cooper gestaltet worden ist, der bereits für Acts wie die Arctic Monkeys, Wild Beasts oder Noel Gallagher tätig war. Da hat wohl jemand große Ziele…

Hier kann man sich die neue Single „Brothers“ im Stream anhören:

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Yannick