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Der Londoner Bakar lässt euch mit „Badkid“ Genregrenzen vergessen

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Bakar // Still aus "BADlands"

Bakar hat eine Schwäche für Bloc Party und bricht mit seiner Grime-Attitüde trotzdem die Herzen der Indie-Nerds. Mit „Badkid“ hat er nun ein neues Mixtape veröffentlicht. 

Einen Hehl aus seiner musikalischen Nähe zu Bloc Party macht Bakar aus Camden nicht. In einem Interview mit Fred Perry zählte er kürzlich Kele Okereke neben Skepta und Lily Allen als Idole auf. Es sind auch genau diese drei Richtungen, die, die musikalische DNA des Briten prägen. Wie einst Kele Okereke greift Bakar in seinen Texten den Alltag in Großbritannien auf und erzählt ihn in unnachahmlicher Art und Weise. 

Seine erste Single „Big Dreams“ erzählt die typische Geschichte eines jungen Menschen, der in irgendeinem Stadtteil in London aufgewachsen ist. Es geht um den Traum zu entfliehen, dem miesen Tesco-Essen zu entkommen und stattdessen auf der großen Bühne etwas zu erreichen. Daneben liefert Bakar auch noch große autobiografische Passagen in dem Song und singt zum Beispiel „I’ve seen all the shit he’s seen / Never had a dad he’s only 15“. Genau diese ehrliche Texte hätten in den 00er Jahren auch von Kele Okereke kommen können. Längst wurde diese Stimme aber durch Grime und Trap abgelöst und so spricht kein Bloc Party mehr über einen MP3-Player zu der Jugend, sondern ein Skepta oder ein Stormzy. Diese kommen halt heutzutage eher über Streamingdienste und sind oft politisch ohne politisch motiviert sein zu wollen. Vielmehr werden einfach Missstände angesprochen. 

Da die heutigen Stellvertreter der Generation Y in der Regel keine Gitarre mehr in die Hand nehmen, überrascht es umso mehr, dass dies bei Bakar eine derart prominente Rolle spielt. Womöglich hat es mit seiner musikalischen Erziehung zu tun, die der junge Musiker sich selbst beigebracht hat. Auf die Frage nach seinem favourite Gig antwortet er bestimmt mit James Blake und auch Tame Impala zählt er immer wieder als Inspirationsquelle auf. Durch die Hip Hop-Drums, wie beispielsweise in „Badlands“ werden die Gitarrenklänge als zusätzliche  Komponente eingesetzt und verstärken die Dynamik, die Bakar durch sein Gespitte eh schon auffährt. Auf seinem aktuellen Mixtape „Badkid“ haut er sämtliche Fragmente an Ideen und Soundfetzen zusammen und verteilt sie auf insgesamt elf spannende Songs. Man könnte sagen, dass das Mixtape vielleicht nicht ausgereift und überlegt genug ist, aber wäre das dann noch der so herbeigewünschte Rock and Roll? Wir glauben nicht und antworten in unbekümmerter Stormzy Manier mit „Shut Up“. 

Das komplette Mixtape „Badkid“ könnt ihr euch hier anhören.

Gewinne 1×2 Freikarten für die Konzerte von Wild Child in Berlin und Köln

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Für ihr aktuelles Album „Expectations“ reisten Wild Child vom norwegischen Tromsø bis nach Philadelphia. Viel herum kommt das siebenköpfige Gespann jedoch nicht nur während der Produktion ihrer Musik, sondern auch während ihrer aktuellen Tour. Gut, dass sie dabei auch zwei Mal Halt in Deutschland machen. Wir verlosen für das Konzert in Berlin und in Köln jeweils 1×2 Tickets.

Für ihre unverwechselbare Kombination aus Folk-, Indie-Pop und Gypsy-Sounds wurden Wild Child bereits nach der Veröffentlichung ihres Debüt-Albums im Jahr 2010 gefeiert. Schon am Anfang ihrer Karriere bescherte ihnen der kreative Umgang mit vielen verschiedenen Instrumenten wie Ukulele, Cello, Klavier und Banjo den Preis als „Beste Indie-Band“ bei den Austin Music Awards. Heute füllen die Multiinstrumenatlisten große Konzertlocations wie die Brooklyn Music Hall.

Auf ihrer jetzigen Tour machen Wild Child auch in der Berliner Kantine am Berghain und im Kölner Blue Shell Halt, um ihr aktuelles Album „Expectations“ vorzustellen. Bei dessen Produktion haben sich die Musiker vorgenommen, den Aufnahme- und Arbeitsprozess radikal umzugestalten. Um mit unterschiedlichen Produzenten zusammenarbeiten zu können, reiste die aus Austin stammende Band zig Meilen von Norwegen bis nach Philadelphia. Sie arbeiteten dabei unter anderem mit Chris Walla (Ex-Death Cab For Cutie), Chris Boosahda (Shakey Graves) und Scott McMicken (Dr. Dog) zusammen. Es bleibt also spannend wie die vielschichtigen Aufnahmen live umgesetzt werden.

The Postie verlost jeweils 1×2 Gästelistenplätze für die Konzerte von Wild Child am 26. Mai im Kölner Blueshell und am 28. Mai in der Kantine am Berghain in Berlin. Um am Gewinnspiel teilzunehmen, müsst ihr einfach nur unseren Facebook-Post und unsere Facebook-Seite liken, eure Begleitung in der Kommentarspalte verlinken und unter dem Beitrag kommentieren, auf welches Konzert ihr gerne gehen würdet. Einsendeschluss ist am 25. Mai um 10 Uhr.

Premiere: Alexis Troy zeigt in „Freak Like Me“ sein Talent für tiefe, sommerliche Vibes

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Für seinen neuesten Streich „Freak Like Me“ hat sich der deutsche Producer Alexis Troy mit der schwedisch-iranischen Sängerin Ayelle zusammengetan. 

Seit Monaten predigen uns Urban Outfitters, Dazed und andere Quellen, dass wir uns mitten in einer Welle eines 90’s Revivals befinden. Aus diesem Zeitgeist heraus präsentiert und Alexis Troy seine Neuinterpretation des Klassikers „Freak Like Me“ von Adina Howard. Für dieses Projekt hat der deutsche Producer sich mit der schwedisch-iranischen Sängerin Ayelle zusammengeschlossen und eine Nummer aufgenommen, die vor tiefen Sommergefühlen nur so strotzt. 

Inhaltlich geht es in dem Song um das Ausdrücken seines eigenen Freak-Daseins. Ayelle verarbeitet in dem Text gescheiterte Beziehungen und belastende Selbstreflexionen. Dabei verfällt sie jedoch nicht in eine Schockstarre, sondern wandelt die Erfahrungen in positive Energien um, die sich dann in ihrer ausdrucksvollen Stimme widerspiegeln. 

Mit dieser in ihrer Stimmlage erzählten Geschichte harmoniert sie angenehm mit der Idee von Alexis Troy. Der Producer aus Düsseldorf wollte bei „Freak Like Me“ cineastische Momente erzeugen, die sich dann in Form von Future-RnB und Afro-Trap ausdrücken. Der Künstler selbst sagt über seine neue Single folgendes: „Im Grunde genommen wollte ich mit dem Sound cineastische Bilder hervorrufen“. Als Grundlage, für die vom Vibe her, sommerliche Nummer galten Filme wie „Blade Runner“, „Ghost in the Shell“ und „Pi (System in Chaos)“. „Freak Like Me“ erscheint via Majestic Casual Records. 

Videopremiere: Bled White kündigt mit dem Video zu „Just A Second“ sein Debütalbum an

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Bled White ist der vorgehaltene Spiegel für den Berliner Songwriter, Multiinstrumentalisten und Produzenten Christian Kuehn, der uns mit „Just A Second“ einen ersten Ausschnitt aus seinem Debütalbum zeigt. 

Mit einem Video, das im charmanten DIY-Style gehalten ist, zeigt uns der in Berlin lebende Bled White wohin die Reise auf seinem Debütalbum „Seven Broken Seals“ gehen wird.  „Just A Second“ ist der erste Song aus seiner in Eigenregie aufgenommener Platte, auf der sich der Musiker authentisch immer wieder selbst einen Spiegel vorhält. Mit leichtem Pop und vielen Exkursen in ehrwürdige Genres geht Christian Kuehn einen kompromisslosen Weg, der oftmals erst gegen Ende für Klarheit und Entscheidungsdrang sorgt. 

Ohne Mitwirkung des einstigen, heimatlichen Kollektivs um Sizzar, Drangsal und Search Yiu hat Bled White in Zurückgezogenheit irgendwo in Marzahn sein erstes Album aufgenommen. Ein Album, das nicht nur die musikalische Geschichte mehrerer Jahrzehnte erzählt, sondern auch den Werdegang mit all seinen Rückschlägen eines Musikers, der vor zwei Jahren noch nicht der Mensch war, der er heute ist. 

Mit „Just A Second“ lässt uns Christian Kuehn an dieser Selbstreflexion teilhaben. Die Vorab-Single erzählt die Geschichte von verpassten Chancen und unwiderrufbaren Fehlern. Der drastische Realismus entlädt sich fast schon überraschend in einer lockeren Pop-Atmosphäre mit DIY-Charme. „We can never go back / To where we once started“, singt Kuehn fast schon fröhlich in dem Refrain, auf den leicht wavige Post Punk-Elemente folgen. 

Die Nähe zu wavigen Unterwelten sucht auch das Video zu „Just A Second“, das in Zusammenarbeit mit Jan Schrautemeier und Bill Heuler realisiert wurde. Der Genre-Flirt, den Bled White in seinem neuem Song betreibt wird visual durch ein The Cure-Casting aufgegriffen. In der Jury sitzt Christian Kuehn persönlich und sieht dabei zu, wie sich verschiedene Akteure an einer Robert Smith-esquen Perfomance versuchen. Der Gewinner muss am Ende des Videos einen Eid auf die Platte „Kiss Me Kiss Me Kiss Me“ ablegen. Ein Album, das das Leben des Sängers von The Cure in Großaufnahme zeigt. Bled White versucht diese Geschichte mit „Seven Broken Seals“ zu wiederholen. 

Tourdaten:
05.06.18 – Hamburg, Astra Stube
07.06.18 – Offenbach, Parkside Studios
08.06.18 – Karlsruhe, Tempel
10.06.18 – Regensburg, Heimat

Die c/o pop gibt ihr finales Line-up bekannt

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Zur Jubiläumsausgabe der c/o pop haben die Veranstalter sich wieder einige Highlights aus den Ärmeln geschüttelt. Für das finale Line-up wurden weitere 46 Acts angekündigt, darunter Drangsal, Kid Simius, Messer und viele weitere.

Seit 15 Jahren geben sich Newcomer und Lieblinge der Musikszene beim c/o pop Festival in Köln die Hand. Dieses Jubiläum muss natürlich gebührend gefeiert werden. Zum Anlass haben die Veranstalter auch in diesem Jahr ein Programm zusammengestellt, dass zahlreiche Überraschungen bereit hält. Vom 29. August bis zum 2. September finden an zahlreichen Orten und Locations verteilt in Köln wieder zahlreiche Konzerte statt. Darunter auch das Eröffnungskonzert am Festivalmittwoch mit den Beginnern und Samy Deluxe sowie illustren Gästen wie The Notwist, William Fitzsimmons und Haiyti (The Postie berichtete).

Drangsal, BLVTH und viele weitere

Nach der letzten gewaltigen Bandwelle folgt nun mit 46 weiteren Ankündigungen das finale Line-up. Daneben haben die Veranstalter auch das komplette Programm veröffentlicht sowie die Tagesverteilung der Bands. Neu angekündigt wurde Drangsal, der mit seinem 80er-Jahre-Indie-New-Wave-Sound dem poplastigen Line-up etwas musikalische Vergangenheit einhaucht. Erst vor kurzem ist das zweite Studioalbum des Herxheimers erschienen. Bei seinem Auftritt bei der c/o pop wird es also einiges aus „Zores“ zu hören geben.

Weiter noch ist auch BLVTH angekündigt. Der Künstler ist schon längst keiner Newcomer mehr in der Indie-Elektro-Szene und macht Musik, die vor allem Fans von Mura Masa und Flume gefallen wird. So wirklich mit Gernegrenzen hat es BLVTH aber auch nicht, was seinen Sound so interessant macht.

Für tanzbaren Elektro-Pop sorgt der spanischer Berliner Kid Simius und am Festival-Donnerstag gibt es mit Honey Dijon auch gewaltig House auf die Lauscherchen. Weitere Highlights der letzten Bandwelle sind das Dresdner Avantgarde-Projekt Ätna sowie die Kolumbianerin Lucrecia und das norwegische Elektro-Duo Smerz.

Daneben bringt auch das Kölner Kollektiv Cardinal Sessions wieder erstklassige Acts mit. Am Offenbachplatz (aka Britney) treten neben den Post-Punk-Krautern von Messer auch die Proto-Noise-Band Gewalt, das Projekt um den Ex-Sizarr Fabina Altstötter, auf. Dort wird es vor allem eines – ziemlich laut!

Das Programm ist komplett

Alle bisherigen Bestätigungen sowie eine Übersicht über das komplette Programm an allen Festivaltagen gibt es auf der Homepage der c/o pop. Dort sind auch reguläre Festivaltickets für 75 Euro sowie Tagestickets für die einzelnen Festivaltage zwischen 22 und 36 Euro erhältlich. Das c/o pop Festival findet vom 29. August bis 2. September 2018 in Köln an verschiedenen Ortern der Stadt fest.

Atmosphärischer Synthie-Pop – Fye & Fennek geben mit „Places“ einen Vorgeschmack auf ihr Debüt

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Mit „Places“ veröffentlicht das Indie-Duo Fye & Fennek ihre erste Single vom Debütalbum und macht damit zugleich Lust auf Meer.

Gut, den Wortwitz mit dem Meer kann man sich bei einem Duo, dass aus der Surferszene kommt wohl nicht verkneifen. Denn sind Fye & Fennek in diesen Kreisen schon längst kein Geheimtipp mehr. Das Duo ist selbst nicht nur leidenschaftlich an der Szene beteiligt, sondern ist auch die Musik der beiden davon inspiriert. FYE, alias Faye – eine Singer-Songwriterin, leidenschaftliche Surferin und Künstlerin, die auch Teil des weiblichen Surfer- und Künstlerkollektivs Velwet ist – und FENNEK, alias Jan – ein junger Produzent, der bereits seit 12 Jahren an verschiedenen Solo- und Bandprojekten beteiligt ist – lernten sich per Zufall nach einer durchzechten Nacht in Kassel kennen.

Traumhafte Melodien treffen auf Synthie-Elektronika

Mit ihren traumhaft schönen Melodien und dem wummrigen Synthie-Pop-Klängen wird man durch die Songs des Newcomer-Duos in andere Sphären transportiert. Fernweg vom Alltagsstreß, tristen schlecht Wettertagen und urbanen Stadtbildern – hin zu endloser Freiheit und Träumereien. Die Musik der beiden ist eine Hommage an das Leben auf dem Wasser, die Freiheit und an laue Sommerabende.

Auch „Places“ zerrt von dieser Wirkung mit seinem atmosphärischen Synthie-Pop, den elektronischen Anklängen und der Prise Indie-Folk. Das dazugehörige Video zum Song greift die musikalische Thematik von Fye & Fennek auf. Der Clip folgt einer jungen Frau, die in zwei Welten gefangen ist und anfängt sich aus ihrem Leben hinweg zu träumen. Musikalisch wie auch visuell geht es um Freiheit, Flexibilität und Akzeptanz – und wo könnte man einen solchen Clip über Freiheit besser drehen als im neu gehypten Backpacker Reiseziel Vietnam vor wunderschöner Kulisse?

Die Musik von Fye & Fennek ist zugleich melodisch, atmosphärisch aber dennoch tanzbar. „Places“ ist ein erster Vorgeschmack auf das Debüt des Duos, das jedoch noch keinen Veröffentlichungstermin hat. Live zu hören gibt es den Sound von Fye & Fennek bisher bei zwei Daten in Deutschland, darunter eine Show in Berlin und ein Open-Air Wohnzimmerkonzert in Magdeburg.

Tourdaten:

31.05.18 – Auster Club, Berlin

09.06.18 – Glacis Park, Magdeburg

Wir haben gelernt, unseren Enthusiasmus zu kontrollieren – The Beaches im Interview

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The Beaches // © Maya Fuhr

Das kanadische Quartett um die Schwestern Jordan und Kylie Miller hat im vergangenen Jahr ihr Debüt „Late Show“ veröffentlicht. Am 22. Mai spielen The Beaches eine exklusive Deutschlandshow in Berlin. Wir haben den vier jungen Musikerinnen vorab einige Fragen gestellt und verlosen 1×2 Tickets für ihr Konzert im Musik & Frieden.

Immer wieder flammt die Diskussion um zu wenige Frauen auf den internationalen Konzertbühnen auf. Es ist ein Ungleichgewicht, das in einer Zeit, in der Emanzipation in aller Munde ist, sehr verwundert. Die Schwestern Jordan und Kylie Miller stellen gemeinsam mit Gitarristin und Keyboarderin Leandra Earl und Schlagzeugerin Eliza Enman-McDaniel unter Beweis, dass eine Band auch ohne Männer auskommt. Auf ihrem Debüt erzählen The Beaches mit pointierten Lyrics vom Erwachsenwerden in Toronto und nehmen dabei kein Blatt vor den Mund. Mit ihren krachenden Gitarrenriffs haben sie es bereits in die Top 5 der kanadischen Alternative Radio Charts geschafft. Kein Wunder, dass sich das Gespann um Jordan und Kylie in ihrem Sound von Größen wie den Strokes oder den Rolling Stones inspirieren ließ. Im Interview erzählt uns die Band nicht nur mehr über ihre Musik, sondern gibt uns auch Tipps für den perfekten Tag in ihrer Heimatstadt Toronto.

Wie kamt ihr zur Musik?

Leandra: Ich hörte Avril Lavigne und sie inspirierte mich dazu, viele Instrumente zu lernen.

Jordan: Als ich 6 Jahre alt war, lag ich in der Badewanne und hörte „Picture“ von Kid Rock und Sheryl Crowe. Das inspirierte mich dazu, Sängerin und Performerin zu werden.

Kylie: Ich habe angefangen, Gitarre zu spielen, weil Jordan anfing, Gitarre zu spielen.

Eliza: Ich fand ein Schlagzeug im Keller meiner Großmutter und fing an damit zu spielen.

Aller Anfang ist schwer. Trifft das auf The Beaches zu?

Alle: Es war schwierig, weil wir eine Menge Arbeit in unsere Musik stecken mussten, um an den Punkt zu kommen, an dem wir jetzt stehen. Von den Proben bis zu den ersten Auftritten verging viel Zeit, in denen wir eine Fanbase aufbauten und unseren Sound fanden.

Euer erstes Album „Late Show“ handelt von euren Erfahrungen, in Toronto aufzuwachsen. Gibt es da irgendwelche bestimmten Erfahrungen? Wie beeinflussen diese Erfahrungen eure Musik?

Jordan: Ich habe viele Songs von „Late Show“ geschrieben, als ich 19 und 20 Jahre alt war. Das waren die ersten Jahre, in denen ich wirklich ausging. Diese betrunkenen Abende und Auseinandersetzungen mit Typen haben das Album definitiv beeinflusst.

Wenn ich nach Toronto kommen würde, wo würdest du mit mir hingehen? Wie würde ein perfekter Abend aussehen?

Alle: Das Beste an Toronto ist der Kensington Market. Man sollte im „Ronnie’s“ was trinken gehen und im „Ted’s Collision“ eine Runde Pool spielen. Und dann: einen Late Night Burger von „Harry’s“.

Welche Musiker haben einen großen Einfluss auf eure Musik?

Alle: The Strokes, The Pretenders, The Rolling Stones.

Jordan und Kylie, ihr seid Schwestern. Wie ist es, mit der eigene Schwester in einer Band zu spielen? Gibt es da irgendwelche Konflikte oder Umstände, die euch als Band beeinflussen?

Jordan: Wir haben schon immer zusammen in einer Band gespielt, deswegen kennen wir es nicht anders. Vorteil: Man hat unterwegs eine Familie und fühlt sich unterstützt und sicher. Wir sind offen und ehrlich miteinander, aber manchmal bedeutet das auch, dass man sich nicht zügelt und extragemein ist.

Wie arbeitet ihr im Allgemeinen als Band zusammen? Wie teilt ihr eure Aufgaben auf? Gibt es eine, die quasi die Mutterrolle bei euch übernimmt?

Alle: Wir arbeiten, weil wir unsere Aufgaben delegieren.

Kylie: Ich bin die Verantwortungsbewussteste von uns. Ich kümmere mich um den Businesskram und achte darauf, dass es allen gut geht!

Leandra: Ich manage die Social-Media-Kanäle der Band.

Jordan: Ich leite die kreativen Prozesse – Musikvideos und Fotoshootings.

Eliza: Ich rücke den Leuten den Kopf zurecht. Ich bin der Muskel!

Ihr seid ein Haufen junger Frauen -Rock’n Roll! Glaubt ihr, dass es anders ist, Festivals zu spielen und auf Tour zu gehen, wenn man noch so jung ist? Habt ihr irgendwelche Erfahrungen gemacht?

Alle: Wir haben gelernt, unseren Enthusiasmus zu kontrollieren. Wir waren meist übermäßig aufgeregt, wenn wir andere Künstler getroffen haben. Das ist zwar immernoch so, aber wir kontrollieren es besser. Wir sind einfach dankbar, also sind wir gesellig und versuchen, so viele neue Freunde wie möglich zu gewinnen – Wir sind noch nicht übersättigt davon!

The Postie verlost 1×2 Gästelistenplätze für das Konzert von The Beaches am 22. Mai im Musik und Frieden in Berlin. Um am Gewinnspiel teilzunehmen, müsst ihr einfach nur unseren Facebook-Post und unsere Facebook-Seite liken und unter dem Beitrag kommentieren, wen ihr als Begleitung mitnehmen möchtet. Einsendeschluss ist am 21. Mai um 10 Uhr.

Englische Version
How did you get into music?

Leandra: I listened to avril lavigne and she inspired me to learn a bunch of instruments.

Jordan: I was in the bathtub when i was 6  and heard „Picture“ by Kid Rock and Sheryl Crowe and it inspired me to be a singer and performer.

Kylie: I started playing guitar because Jordan started playing guitar.

Eliza: I found drums in my grandmother’s basement and started playing around with them then.

Every beginning is difficult. Does that apply to „The Beaches“?

All: Yes, it was difficult in that we put in a lot of work to get where we are. From practice to gigs it took us a long time to build a fanbase and sound the way do live.

Your first album „Late Show“ deals with your experiences about growing up in Toronto. Are there any experiences in particular? How do they influence your music?

Jordan: I wrote a lot of „Late Show“ when I was 19 and 20. Those were the first years I was able to really go out. Those drunken evenings and run ins with gentleman definitly influenced the album.

If I would come to visit you in Toronto, which places would you take me to? How would a perfect evening look like?

All: Our favourite area in toronto is Kensington Market. Go for a pint at „Ronnie’s“. „Ted’s collision“ for a game of pool. And then a late night burger at „Harry’s“.

Are there any musicians who had a great impact on your sound?

All: The Strokes, The Pretenders, The Rolling Stones.

Jordan and Kylie, you are sisters. How is it to play in a band with a sibling? Are there any conflicts or special circumstances which influence you as a band?

Jordan: We always played in a band together so we don’t know any different. Benefit – have a family on the road so we feel supported and safe. We‘re open and honest with each other but sometimes that means we don’t have a filter and can be extra mean.

How do you generally work together as a band? Is there any division of tasks? Who is the responsable mother of all?

All: We work because we delegate our tasks.

Kylie: I am definitly the most responsible one who deals with the business side and makes sure everyone is ok.

Leandra: I manage the band‘s social media.

Jordan: I lead the creative processes – music videos and photo shoots.

Eliza: I set people straight. I’m the muscle.

You’re a bunch of young girls – Rock’n’Roll. Do you think touring festivals and playing concerts is somehow different when you are that young? Are there any experiences which are mentionable?

All: We’ve learned to control our enthusiasm! We used to get overly excited when we met other artists. We still do but we control it better. We’re just so grateful so we’re social and try to make as many friends as possible – we’re not jaded just yet.

The Kooks melden sich mit zwei neuen Songs und einer Albumankündigung zurück

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Das Warten hat ein Ende. Mit „Let’s Go Sunshine“ veröffentlichen The Kooks am 31. August endlich ihr fünftes Studioalbum. Zum Anteasen auf das neue Material hat die Band gleich zwei neue Songs veröffentlicht.

Die Fans können endlich aufatmen. Nachdem es seit der Platte „Listen“, die 2014 veröffentlicht wurde, etwas ruhig um die Indie-Rock-Band aus Brighton wurde, gibt es jetzt endlich wieder neues Material des Quartetts. Zwei neue Songs genauer gesagt und die klingen klassisch nach The Kooks. Während sich „No Pressure“ nahtlos in den typischen Gute-Laune-Indie-Pop-Gitarren-Sound der Band einreiht, hört man „All The Time“ die musikalische Reifung an. Der Track ist im Vergleich zu „No Pressure“ kantiger, rockiger und dennoch eine absolute Ohrwurm-Garantie.

Ganze drei Jahre haben The Kooks an ihrer fünften Studioplatte getüftelt und laut Aussagen von Sänger Luke Pritchard hat die Band diese Auszeit zur Selbsterkennung auch gebraucht: „In dieses Album ging es darum zu definieren wer wir sind. Wir haben diesmal die Fragen gestellt. Es war ein holpriger Start, als wir 2015 zurück ins Studio gekehrt sind, denn wir haben realisiert, dass wir den Weg, den wir mit „Listen“ eingeschlagen haben nicht weiterführen wollen. Das war nicht was wir wollten und das war nicht wirklich The Kooks.“

Die neuen Songs orientieren sich wieder mehr an dem typischen Indie-Rock-Sound der Band und klingen dabei erwachsener. Thematisch begibt sich die Platte auf eine emotionale Achterbahnfahrt. „Ich kam von einem sehr dunklen Ort. Am Anfang litt ich an Liebeskummer und  zur Mitte der Platte hin habe ich mich wieder verliebt, das reflektieren auch die Lyrics“, so Pritchard weiter über das Album.

Im Sommer geht es für The Kooks auf große Festivaltour. Neben dem Hurricane- und dem Southside Festival ist die Band auch als Support für die Rolling Stones in Deutschland zu sehen. Das fünfte Album „Let’s Go Sunshine“ erscheint am 31. August via Lonely Cat/AWAL Recordings.

Tracklist:

1. Intro
2. Kids
3. All The Time
4. Believe
5. Fractured and Dazed
6. Chicken Bone
7. Four Leaf Clover
8. Tesco Disco
9. Honey Bee
10. Initials For Gainsbourg
11. Pamela
12. Picture Frame
13. Swing Low
14. Weight of the World
15. No Pressure

Foto: Andrew Whitton

„An Air Conditioned Man“ – Rolling Blackouts Coastal Fever veröffentlichen neues Video

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Nach „Talking Straight“ und „Mainland“ veröffentlichen Rolling Blackouts Coastal Fever mit „An Air Conditioned Man“ einen weiteren Vorgeschmack auf das neue Album. „Hope Downs“ erscheint am 15. Juni via Sub Pop Records.

Zeitraffer, grelle Neonlichter und abrupte Richtungswechsel treffen im Video zu „An Air Conditioned Man“ auf unruhige Gitarrenriffs. Nicht ganz so eingängig wie die Vorgänger „Talking Straight“ und „Mainland“ passt der Opener des kommenden Albums dennoch ins Bild von Rolling Blackouts Coastal Fever: Lebhafter, gitarrenlastiger Indierock, gepaart mit der Stimme von Frontman Fran Keaney, der mit seinem lässigen Gesang so manchem Slacker in Nichts nachsteht. In einem Interview erklärt er, dass der neue Song von der Panik eines Büroangestellten handelt, der sich in einer Welt wiederfindet, die automatisiert und vollkommen unnatürlich geworden ist. Die im Video gezeigte Irrfahrt durch die nächtlichen Straßen lässt ihn realisieren, was er verloren hat.

Das Album, auf dem der Song Mitte Juni erscheint, trägt den Namen „Hope Downs“ – benannt nach einer riesigen Mine in Australien. Der Titel ist eine Metapher für die große Leere des Unbekannten, in der man sich von Zeit zu Zeit sieht, und in der man schließlich etwas findet, an dem man sich festhalten kann. „It’s a record that focuses on finding the bright spots at a time when cynicism all too often feels like the natural state“, heißt es im Pressetext der Band.

Rolling Blackouts Coastal Fever live:

28.05.2018 – Hamburg, Molotow
29.05.2018 – Berlin, Lido