Das Pop-Kollektiv Superorganism hat nach langem Warten endlich sein gleichnamiges Debütalbum veröffentlicht und bereichert uns mit seinem originellen und modernen Sound.

Superorganism könnten nicht mehr den Puls unserer Zeit treffen. Global und digital sind zwei Elemente die nicht nur ihre Musik ausmachen, sondern in ihre Musik eingebunden werden. Was für viele Künstler ein langer Prozess ist, gelang den 8 Musikern von Superorganism in kürzester Zeit: sie haben ein Konzept, welches sie erfolgreich in ihre Musik einbringen können. Sie untermalen ihre Songs mit einem außergewöhnlichen visuellen Augenschmaus. Hypnotisierende Katzen, surfende Shrimps, farbenfrohe Muster und natürlich Leadsängerin Orono Noguchi sind nur ein paar Auszüge aus den Visuals die das Kollektiv um die zehn Songs in ihrem ersten Album erschuf.

Musikalisch bewegen sie sich recht experimentell zwischen Indie Dance und Psychedelic Pop. Ihre erste Single “Something for your M.I.N.D”, die Anfang 2017 erschien, schaffte es auf den Soundtrack von FIFA 2018. Die Single ist verspielt und erinnert leicht an die Produktionen der britischen Sängerin M.I.A. Die sanfte Stimme der Japanerin Orono Noguchi sowie die kreativen Samples machen die Songs von Superorganism einzigartig und man hört schnell, dass selbst die multikulturellen Einflüsse ihren Weg in deren Musik gefunden haben. Das Zusammenspiel aus Rhythmus, Gitarren und Autohupen in dem Track “Relax” erinnern an traditionelle Geisha Teehaus-Musik und die Riffs in “Everybody wants to be famous” könnten von einem sonnigen Tag an den Stränden Hawaiis inspiriert sein.

Bei dem internationalen Background der Gruppe nicht überraschend. Das Kollektiv zählt Mitglieder aus Großbritannien, Japan, Südkorea, Australien und Neuseeland. Alle, bis auf die Koreanerin Soul, leben mittlerweile in einem großen Haus im östlichen London und haben aus ihrem Zuhause bereits ein Studio für ihre Arbeit gemacht. Ein wahrer Musikertraum. Unter den Voraussetzungen kann man davon ausgehen, dass wir noch mehr von der quirlig-kreativen Gruppe hören werden. Zu hoffen bleibt nur, dass ihr Stil weiterhin originell und einzigartig bleibt.

Beste Songs: Reflections On The Screen, Nai’s March, Relax

Vö: 02.03.2018 //Domino// GoodToGo