Die Tour, die beweist, dass Indie kein aussterbendes Genre ist.
Es ist ein Bild, das vielen von uns mittlerweile bekannt sein dürfte. Das Aussterben der klassischen Indie-Partys, die mit Gitarrensound verführen, ist ein Fakt. Viele Veranstalter geben den Kampf gegen andere Genres auf und vertrauen nicht mehr auf das „In-Genre“ des letzten Jahrzehnts. In solchen Zeiten ist es doch fast schon erfrischend, wenn mit Dead Disco und British.Music.Club gleich zwei DJ-Teams gemeinsame Sache machen und den rotzigsten Sound durch das Land tragen. Bekannt, beliebt und berüchtigt von DJ-Sets auf dem Melt! oder Immergut Festival, von Aftershows für die Beatsteaks, Kakkmaddafakka, I Heart Sharks oder dem gesamten Audiolith Kader.
Dieses Jahr reisen sie nun also in der Tradition der Indie Heroes- & Love Sweat Tears-Tour erneut durch die Republik um dem blank polierten Chart-Karussell Einhalt zu gebieten. Bei der „God Save The Queen Tour II“ laufen die Geheimtipps der aktuellen Stunde, immer haarscharf entlang am Next Big Thing und an denen, die es schon sind. Die neuen Hypes und Favourites of Indie, Pop, Electro & NewRave in Sets kombiniert von DJs die verbunden sind durch jahrelange Erfahrung, Freundschaft und ihre Leidenschaft zur Musik.
Jeder Teilnehmer, der Fan von The Postie auf Facebook ist und den Gewinnspielpost auf dem Feed von The Postie liked (der Post im Event auf Facebook zählt nicht) und den Post mit „Ich will feiern“ und der Stadt, in der er das tun will, kommentiert, ist im Lostopf für die 2×1 Tickets. Das Gewinnspiel, das in Kooperation mit Pfadfinder Booking stattfindet, wird immer am Tag vor dem Event um 20:00 ausgelost. Die Tickets werden als Gästelistenplätze gewertet.
Tourtermine:
23.10. Mainz, Schon Schön
24.10. Bayreuth, the Suite
30.10. Stuttgart, Keller Klub
31.10. Leipzig, Ilses Erika
06.11. Dresden, Scheune
07.11. Erfurt, EBurg
13.11. Nürnberg Club Stereo
14.11. Berlin Rosis
Hier ein kleiner aber feiner Teaser der Tour:
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Man muss sich jedoch noch bis zum 15. Januar gedulden.
Es ist schwer auf ein Blatt Papier (oder in einen Blog-Artikel) zu bringen für wie viele Gänsehaut-Momente die Band bereits gesorgt hat. Es müssen auf jeden Fall unzählige gewesen sein. Mittlerweile ist ihr letztes Album „If You Leave“ schon wieder zwei Jahre alt und so hat das Indie-Folk-Trio aus London gestern überraschend eine neue Single samt Video veröffentlicht. Lediglich ein bis zwei geheimnisvolle Posts auf Facebook haben darauf hingedeutet, dass sich etwas Neues bei der Band anbahnt. Nun steht also fest, dass das neue Album Not To Disappear heißen wird und am 15. Januar in die Läden kommt.
„Doing The Right Thing“ ist der Name des neuen Songs und wird dem Zuhörer in bekannter Daughter-Manier präsentiert. Die Stimme ist weiterhin zerbrechlich und wunderschön und auch die Arrangements sind alle da wo sie eben sein sollen. Auch das Video steht dem Track in Sachen Qualität in keiner Weise nach. Gezeigt wird das Leben eines alten Ehepaares, das mit Einsamkeit und einer gewissen Hiflosigkeit zu kämpfen hat. Ein Thema, das oft verschwiegen wird, aber hier in eindrucksvoller Art und Weise von Daughter angesprochen wird. Schön, dass wir sie wieder haben.
Hier kann man sich die neue Single „Doing The Right Thing“ anhören:
Der erste Song aus dem zweiten Teil ihrer EP-Reihe nennt sich „Lessons“.
Das britische Duo hat sich vor einigen Monaten viel vorgenommen als es hieß, dass sie gleich zwei EPs an den Start bringen wollen. Der erste Teil der Dilogie trug den pragmatischen Namen Part One und war ein gelungener Mix aus Pop und Electro-Einflüssen.
Mit „Lessons“ wurde nun also der Vorbote der zweiten EP „Part Two“, wie soll es auch anders sein, veröffentlicht. Und auch dieser schließt sich von der Produktion her nahtlos an seine Vorgänger an. Der Track ist gradlinig, extrem catchy und doch irgendwie verspielt. Diese Verspieltheit tritt vor allem in Form der Klaviertöne auf, die etwa ab Minute 2:30 einsetzen und den Song somit von den üblichen Popnummern abhebt. Das Projekt, das IYES sich vorgenommen haben, war vielleicht gewagt, den beiden Musikern ist es jedoch problemlos gelungen ihren Fans eine gleichbleibende Qualität zu liefern.
Hier kann man sich „Lessons“ aus Part Two anhören:
Unsere Freunde von Morzsa Records veröffentlichen Ende des Monats ihre dritte LP. What Comedy heißt die Platte und die gibt es, getreu dem DIY-Spirit des Quartetts, auf der Bandcamp-Seite oder auf Konzerten zu erwerben. Ein Glück, dass sie auch gerade auf Tour sind und dabei von Hamburg bis Heidelberg und von Wien bis Gent so ziemlich ganz Deutschland und Umgebung bespielen.
Für die noch Uneingeweihten: Morzsa Records haben sich in Ungarn gegründet, seit ihrem zweiten Album Cosmonaut besteht die Band aus zwei Texanern an Gesang und Gitarre, einer Cellistin aus der Ukraine und einem Perkussionisten aus Budapest. Von the Cure über Kevin Barnes und Cseh Tamás bis zu Purity Ring haben sich die vier alles einverleibt, was gleichzeitig traurig und euphorisierend ist. Heraus kommt „apocapop“, wie die Band es nennt – der live aber auch mal eine Kehrtwende Richtung the Pogues nehmen kann. Als ersten Song aus What Comedy könnt ihr euch unter den Tourdaten „False Canary“ anhören.
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Morzsa Records live:
30.09. – Wien (AT), Café Carina 01.10. – Wien (AT), Café Gagarin 02.10. – Prag (CZ), Café V. Kolona 03.10. – Eschenbach im Vogtland, Eigenregie 04.10. – Leipzig, Erythrosin 05.10. – Berlin, Rote Insel 07.10. – Hamburg, Stubnitz 08.10. – Bremen, Martin’s House 09.10. – Osnabrück, SubstAnZ 14.10. – Gent (BE), Landhuis 15.10. – Aachen, Leyla’s Kulturkeller 16.10. – Heidelberg, ZEP 17.10. – Tübingen, Schelling Haus
Die zwei Brüder aus London sind beim bekannten Label B3SCI untergekommen.
Mit Acts wie Jungle oder Oceaan hat das Label bereits bewiesen, dass es ein gutes Gespür für neue, aufstrebende Musik hat. Ihr letzter Neuzugang im Rooster sind zwei Brüder aus Großbritannien, die wunderbar harmonischen Electro-Folk machen. Am 20. November erscheint ihre brandneue Single namens „Hounds“, die Teil der EP Over Sands sein wird.
Der Song steht quasi sinnbildlich für die außergewöhnliche Musik, die, die beiden Musiker machen. Getrieben wird er durch eine hypnotisierende Melodie, die durch klare Drum-Samples und leidenschaftliche Gitarrenriffs begleitetet werden. Um den Vocals den letzten Schliff zu verleihen, haben sie diese in einem alten Bunker aus dem 2. Weltkrieg aufgenommen, wodurch der Track noch weiter an Tiefe gewinnt. Am 20. November wissen wir dann endgültig, ob B3SCI mit Over Sands den nächsten großen Wurf gelandet hat, man kann jedoch davon ausgehen, dass es der Fall ist.
Hier kann man sich die Single „Hounds“ via Soundcloud anhören:
Was haben Zouk Grunge, frankokanadische Baroque Pop Chansons und eine polyglotte neue Nico gemeinsam? Richtig, es handelt sich um Musik, die über den Tellerrand seines eigenen Genres hinausblickt. Wenn euch das anspricht, dann seid ein weiteres Mal bienvenue à France With Benefits. In dieser neuen Serie werden wir euch einmal im Monat die Musikwelt Frankreichs näherbringen, mit seinen unterschätzten Bands, coolen Labels und interessanten Initiativen. Diesmal stellen wir euch Bands vor, die die ausgetretenen Wege scheuen und herkömmliche Spielarten mit Ungewohntem und Einflüssen der Heimat verflechten: eine Art transkulturelle pop hybride.
Zuerst wollen wir aber auf eine nette Initiative von Microcultures hinweisen. Das Indie-Label, das gleichzeitig eine Crowdfunding-Plattform darstellt, bietet als Gegenentwurf zu Spotify, Deezer und Konsorten ein abenteuerliches Abonnement für Entdecker an. Anstatt für ein paar Euro pro Monat unbegrenzt die Musik hören zu können, die man sich sonst anderswo im Internet anhören würde, bietet Microcultures für 12 Euro ein monatliches Abonnement an, bei dem man eine exklusive CD zugeschickt bekommt. Hauptanliegen von Jean-Charles Dufeu, dem Gründer von Microcultures, ist das Entdecken neuer Musik von wenig bekannten Künstlern. Es handelt sich bei den CDs um Alben, die in Frankreich (noch) nicht erschienen und im normalen Plattenladen nicht erhältlich sind. Das Abonnement gibt es offiziell seit Juni, bisher stehen also noch wenige Namen auf der Liste: Songs for Walter, Laure Brisa, Mousa, Dream Version und the Granite Shore. Dabei handelt es sich mit Ausnahme von Laure Brisa nicht um französische Bands, sondern überwiegend englische oder amerikanische.
Falls ihr euch fragt, schön und gut, aber wir lesen das ja hier in Deutschland: Der Versand ist international, ihr könnt also ohne Probleme auch außerhalb Frankreichs vom Abo profitieren. Voraussetzung ist allerdings ein PayPal-Konto und eine Mastercard oder eine andere Kreditkarte. Neben der CD-Version gibt es das Abonnement auch als digitale Variante für 8 Euro. Falls ihr doch einmal ein Album schon besitzen solltet, bemüht sich das Microcultures-Team, euch dafür ein anderes zu schicken. Und wenn ihr irgendwann keine Lust mehr habt, könnt ihr euch ganz einfach abmelden und das Geld wieder für Streamingservices, Schallplatten oder Merchandise ausgeben. Ich melde mich jetzt mal an und erzähle euch dann in ein paar Monaten, was mir Schönes in den Briefkasten geflattert ist.
Klô Pelgag, das ist eigentlich Chloé Pelletier-Gagnon aus Quebec. Die gerade mal 25 Jahre junge Musikerin hat schon eine EP und ein Album in ihrem Resümee, letzteres wurde im April mit fünf zusätzlichen Songs wiederveröffentlicht. Für ihre Popchansons, die oft „un peu fofolle“ sind, wurde sie letztes Jahr von der Musik- und Video-Vereinigung ADISQ sogar als Entdeckung des Jahres ausgezeichnet. Die Kanadierin passt mit chaotischem Dutt und einer Vorliebe für bedeutungslose Aktionen und bunte Outfits gut in das Schema der „belle atypique“, wie sie Voir.ca bezeichnet. Dass Klô Pelgag aber mehr ist als nur eine weitere, irgendwie-nett-aber-naja-Indiepop Künstlerin ist, wird beim Hören ihrer Musik offensichtlich.
Indie, oder zumindest das typische Bild von „Indie“ als Genre, ist in den Songs von Klô Pelgag tatsächlich stark vertreten. Kindlich-surrealistisches mischt sich mit einer eigenen Folklore aus Raben und Rotkehlchen, die Coverillustration von L’alchimie des monstres lässt einen zuerst an ein Kinderbuch oder einen Animationsfilm denken. Klassische Instrumente, darunter ihr eigenes Klavier, liebäugeln mit leichten Popmelodien, es darf aber auch mal andächtiger oder theatralisch werden. Der daraus resultierende Baroque Pop ruft manchmal („Nicaragua“, „Taxidermie“) Reminiszenzen an Yann Tiersens Amélie-Soundtrack wach – würde nicht Pelgags expressiver, erzählender Gesang ständig dazwischenfunken.
Hinter dem Kindlichen wird nämlich, wenn man auf die Texte achtet, die harte Realität des Erwachsenenlebens sichtbar. Wie auf „Les mariages d’oiseaux“ („Die Vogelhochzeiten“), wo sich bei der Hochzeit die Scheidung schon mitandeutet und der Vogel (sprich: die Liebe) tot in der Küche liegt, in der er (sprich: sie) vor Ewigkeiten zum ersten Mal auftauchte. Oder wie auf „La fièvre des fleurs“, einem Song über die letzten Tage einer Leukämie-Kranken. Am Ende singt Pelgag, wie ein Kind, das nicht versteht, warum die Mutter nicht mehr da ist: „Elle est partie en voyage. / […] / Elle est partie vivre / À Chimiothérapie, à Chimiothérapie. / C’est un nouveau pays.“ – „Sie lebt jetzt in einem Land namens Chemotherapien.“ Wenn man kein Französisch kann, fällt einem nicht auf, dass der beinahe heitere Refrain übersetzt bedeutet: „Sie ist fort.“ Die Frage, ob diese Heiterkeit erfolgreiches Verarbeiten eines Traumas, Erlösung von der Last der Krankheit (aus Sicht der Kranken, die sagt: „Ich will fliehen“, aber dann doch ans Bett gefesselt ist) oder schlicht kindliches Unverständnis bedeutet, bleibt unbeantwortet.
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Freilich sind nicht alle Texte so harte Kost wie „La fièvre des fleurs“, und nicht jede Chanson so poppig. Besonders die Bonustracks der Deluxe Edition von L’alchimie des monstres, von denen zwei noch von der ersten EP stammen, machen ausgiebig von Streichern und klagendem Gesang Gebrauch. „Rayon X“ beginnt wie eine mit Beatpoesie überlagerte Etüde und steigert sich zum Ende hin in ein orchestrales Finale, das wieder etwas Filmisches hat. Ob wie dort mit wortlosem Gesang oder mit poetischen Lyrics: Die Musik von Klô Pelgag ist ein be- und verzauberndes Bouquet aus Chanson, Folk, Klassik und Pop. Und keine Sorge, wenn sie singt, hört man ihr fast nicht an, was für einen starken Akzent sie hat.
Sable Noir sind wieder so eine Band mit einem Namen, der ideal zur Musik passt. „Schwarzer Sand“ – so stellt man sich vielleicht La Réunion vor, wenn man noch nie dagewesen ist und als einzigen Anhaltspunkt CHEW ! hat. Das erste Album von Niki Noir und Beastie Vee, zwei jungen Musikern von der Insel neben Mauritius, mischt Zouk mit der erdrückenden Ästhetik von Grunge.
Hier muss man differenzieren: Der Zouk ist eine Tanzmusik von den französischen Antillen, also in Wahrheit nicht die Musik, die man mit der Heimat der beiden Musiker assoziieren muss. Das Genre des Zouk ist zwar im französischsprachigen Raum sehr bekannt, die Compilation Fruit de la passion vonFrancky Vincent, dem bekanntesten und erfolgreichsten Sänger aus Guadeloupe, erreichte 1995 sogar Platinstatus. Bei einem Gespräch über Sable Noir mit einer Freundin aus Mayotte, einer Nachbarinsel von La Réunion, erfahre ich aber, dass die typische Musik dort Maloya heißt und entfernt mit dem Séga verwandt ist, dem anderen wichtigen Genre auf La Réunion sowie auf den Maskarenen und den Seychellen. Danyèl Waro ist der bekannteste Vertreter des Genres und hat dem von der Kolonialverwaltung verbotenen Genre Mitte der Siebziger wieder zu Ansehen verholfen. Zu den verschiedenen Genres werdet ihr aber nächstes Jahr sehr viel lesen können, für den Moment wollen wir uns deshalb Sable Noir und ihrer Musik widmen.
Das Debütalbum des Duos haben wir euch Ende letzten Jahres schon einmal ans Herz gelegt und auch mit ein bisschen Abstand hält sich der Vergleich mit Suicide noch. Noir und Vee haben mit ihrer eigenartigen, leicht unheimlichen Mischung – ein Franzose würde dazu mit neunzigprozentiger Sicherheit „chelou“ sagen – einen weißen Fleck auf der Musiklandkarte schwarz gefärbt. Die Songs hören sich oft so an, als würde der Plattenspieler langsam seinen Geist aufgeben, nicht ganz so langsam wie die „800% Slower“-Videos, aber ähnlich berauschend. Wie Suicide ist auch CHEW ! eine einzigartige Erscheinung, ein Werk, dessen Beschreibung ein neues Vokabular erfordert und das es so sicherlich nicht noch einmal geben wird.
Neben Gitarre, Schlagzeug und Gesang ist als Instrument der Flanger angegeben, ein wabernder Effekt, den jeder schonmal gehört hat, der sich mal mit psychedelischer Musik beschäftigt hat. Daraus entstehen unwirkliche Klänge wie das an Filme von David Lynch erinnernde Piano-Outro von „Chew!“ oder die Gitarre auf „Sea, Salt & Vinegar“, die wie das Innere einer dunklen, feuchten Höhle klingt. Darunter liegt der für Zouk typische Clave Beat, durch den die verstörenden Sounds mit einem Tanzrhythmus verbunden werden. Beastie Vees Drums sind so massiv wie der Piton de Neige, sein Gesang so gefährlich anmutend wie der Piton de la Fournaise. Selbst, wenn nichts passiert, passiert was: Das statische DIY-Rauschen am Anfang eines Liedes kündigt immer schon den nächsten Ausbruch an. Vee und Noir bezeichnen sich selbst als „Yin Yang dudes“, die „Zouk love songs“ als Grunge-Versionen spielen. Den Versuch, zu „Tamarin“ zu tanzen, sollte jeder mal unternommen haben!
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Auf der nächsten Seite: Polyglotte Chansons mit Sabina
Der Producer tritt aus dem Schatten und releast seine erste Single.
Um eines mal gleich vorweg zu nehmen: wir wollen dem Londoner Chris Loco keine Arroganz unterstellen, seine neue Single trägt lediglich den Namen „Ego“. Und doch hätte er eigentlich allen Grund dazu, wo er doch bereits in seiner kurzen Karriere Songs für Acts wie Kwabs produziert hat. Der Produzent und Co-Writer ist junge 17 Jahre alt und hat sich für „Ego“ mit Raye zusammengesetzt, der einer der heißen Newcomer schlechthin gilt. Mit seinem Featuring zu Blondes „All Cried Out“ hat er unter anderem bereits einen Top 5-Hit zu verzeichnen.
Nun also geht er eine Kollaboration mit Chris Loco ein, welcher diesen Herbst noch seine erste EP namens See No Devil veröffentlichen wird. Auf dieser wird auch der eben angesprochene Song auftauchen, der ein Mix aus R’n’B und Pop ist. Damit ist der Song nicht nur geeignet für die ganz großen Clubs, sondern auch für so ziemlich jede Radiostation der Welt. Jetzt muss Chris Loco den sehr hoch gesteckten Zielen nur noch gerecht werden. Das Potenzial hat er auf jeden Fall dazu.
Gästelistenplätze für Konzerte in Nürnberg und Köln
Er ist jung, hat dieses typische Milchbubi-Gesicht und macht Musik wie Bon Iver oder Ásgeir. Mit seiner neuen EP Forest Fires zeigt der Musiker aus Island, welches Potenzial in ihm steckt. Seine Songs gehen unter die Haut, vermitteln aber gleichzeitig auch unterschwellig die Naturgewalten, die in seiner Heimat herrschen. Wir haben Axel Flóvent bereits vor Wochen ausgiebig vorgestellt. Den Artikel findet ihr übrigens hier.
Für das Konzert heute im Nürnberger Club Stereo und Sonntag im Kölner Theater der Wohngemeinschaft könnt ihr jeweils zwei Gästelistenplätze gewinnen. Das Gewinnspiel läuft zur Abwechslung mal nach dem Prinzip „first come, first served“ ab: Haut uns so schnell wie möglich euren kompletten Namen und den eures +1 in eine Mail und schickt die mit dem Betreff „Axel F“ an unsere Mailadresse.
Update: Für das Konzert in Offenbach könnt ihr jetzt auch Gästelistenplätze gewinnen. Teilnahmebedingungen sind die gleichen.
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Axel Flóvent live:
11.09. – Nürnberg, Club Stereo 12.09. – Offenbach, Hafen 2 13.09. – Köln, Theater der Wohngemeinschaft
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Die EP Forest Fires kann man sich auf Soundcloud in voller Länge anhören:
Put your boots on mit Frankie Lee und seiner neuen Single.
Liest man sich die Lebensgeschichte des Musikers durch, fühlt man sich eins zu eins einem kitschigen Western ausgesetzt. Frankie Lee ist am Missisippi geboren und später nach Minneapolis gezogen. Er stand bereits mit 14 regelmäßig auf der Bühne, hat ab und an ’ne Coke umsonst bekommen und mit 20 Jahren das College geschmissen, um mit einem alten, klapprigen Volvo über die Highways der Vereinigten Staaten zu brettern. In Nashville, im rauen Tennessee, schlug er sich dann für rund sechs Jahre als Covermusiker durch und begeisterte mit uramerikanischem Western Swing.
Der Lebensweg des Frankie Lee ist also ein großer Teil seiner Persönlichkeit als Musiker, die er jetzt mit seinem ersten Album American Dreamer versucht wiederzugeben. Das Album erscheint am 2. Oktober dieses Jahres unter dem Label Loose Music. Bereits vorab zeigen wir euch die Premiere seiner ersten Singleauskopplung „Buffalo“, die sehr stark von den Eindrücken und Bildern gezeichnet ist, die Lee auf seinen vielen Reisen sammeln konnte wie der Musiker mit folgendem Zitat bestätigt:
„Buffalo was born in the back of a station wagon on my way through the North Dakota Badlands. I had been driving for 14 hours and needed to close my eyes. When I opened them again, the sky was on fire and the oil fields were pumping blood out of the earth and this song was in my head.“
Obwohl der Song an eine der vielen upbeat Nummern von Bob Dylan erinnert, wirkt Frankie Lees Musik aber zu keinem Zeitpunkt wie ein billiger Abklatsch. Lees Kulisse ist keine Pappkulisse wie man es aus alten Western vielleicht noch kennt. Bei unserem Cowboy ist alles real.
Reading this artist’s biography feels like plunging into a corny western. Frankie Lee was born near the Mississippi river and later moved to Minneapolis. At age 14, he was already a regular guest on the stage, got a coke for free once in a while and left college at age 20 to streak down the American highway in his old, shabby Volvo. In Nashville, part of the rough state of Tennessee, he made a living as a cover artist and got into Western Swing.
It’s not surprising that Frankie Lee’s path of life is a big part of his musical personality that he tries to embody in his first album. Titled American Dreamer, the LP will be released on the 2nd of October this year via Loose Music. Already in advance we’ll show you the premiere of his first single called Buffalo– a song marked by the impressions and images that Lee collected on his many trips, as the following quote punctuates:
„Buffalo was born in the back of a station wagon on my way through the North Dakota Badlands. I had been driving for 14 hours and needed to close my eyes. When I opened them again, the sky was on fire and the oil fields were pumping blood out of the earth and this song was in my head.”
Even though his song is evocative of one of the many upbeat songs by Bob Dylan, Frankie Lee’s music does not seem like a poor copy. Lee’s musical background is not at all like the cardboard settings known from old Westerns. This cowboy is totally real.