FAEM // © Runa Hansen

Wahrscheinlich waren Jakob, Tim und Chris dazu bestimmt, aufeinander zu treffen und gemeinsamen Musik zu machen. Vom Schicksal in die gleiche Klasse gewürfelt, gründeten sie ihre erste Band mit rund 15 Jahren. Heute sind sie als FÆM unterwegs.

Die Vorstellung von der Musik, die sie als Trio machen wollen, war damals allerdings noch eine andere. „Bis wir neunzehn waren, haben wir musikalisch komplett in den 60ern und 70ern gelebt, wir haben uns dem ganzen aktuellen Charts-Kram verweigert“, so Jakob . Dieser Einfluss ist immer noch in den dreistimmigen Westcoast-Harmonien zu hören, die den Sound der Band prägen. Mit „Keep Me Up“ stellt das Trio nun ihre erste offizielle Single vor und überrascht mit Reggae-Pop, der auf einer lässigen HipHop-Basslinie basiert.

Die Texte von FÆM stecken voller schrägen Humor und Ironie, die Band hat aber miteinander starkes Interesse an Politik und findet, dass diese immer auch wieder einen Weg in die eigenen Songs schafft. Auch „Keep Me Up“ sei unabsichtlich eher ein politischer Song geworden. „Es ist eigentlich ein sehr persönlicher Song über eine offene Beziehung mit einer Exfreundin, die zu einer Art Wettkampf wurde“, erzählt Jakob. „Bei mir führte das irgendwann zu einer aggressiven Form männlicher Eifersucht, die, wie ich später merkte, in unserer patriarchalischen Gesellschaft nicht selten in Gewalt endet.“

Hört ihr in die erste Single „Keep Me Up“ von FÆM rein: