Balthazar im „Bunker“

Die heiligen fünf Könige: Balthazar // © Anton Coene.

Same procedure as last album, Balthazar?

Die Balthazar-Formel ist inzwischen etabliert und bekannt. Über dem seichten, funky Rhythmus spielt eine Gitarre lässig ein paar Akkorde, während Jinte Deprez ebenso nonchalant seine Stimmbänder bemüht; manchmal kommt zur Abwechslung eine Geige dazu oder Gitarrist Maarten Devoldere unterstützt Deprez mit seiner etwas dramatischen Stimme. Mit dem zweiten Album Rats haben sich die fünf Belgier ein paar Pop-Rock Standards geschaffen, die es mit den nachfolgenden Singles zu variieren galt: „Leipzig“ war ein bisschen theatralischer, mit einer Hammond-Orgel als Begleitung; „Then What“, die erste Single vom kommenden Album Thin Walls (VÖ: 31.3.), deutete Streicher-zarte Filmmusik an.

Die neueste Vorab-Single „Bunker“ hat einen ähnlich melancholischen Klang. Im Hintergrund des Refrains taucht ein Bläser auf, nach zweieinhalb Minuten setzt – wie üblich – die Rhythmusgruppe aus und überlässt dem Gruppengesang die Arbeit. „Bunker“ klingt wie die Metronomy-Version des Balthazar-Standards, bis hin zum einsamen Gitarrensolo und den Space-Synthies im Outro. Diese Phrase mit dem Rad und dem nicht neu erfinden drängt sich auf. Und die Befürchtung, dass der Arbeitstitel von Thin Walls sowas wie Love Rats war.

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Schaut euch hier das Video zu „Bunker“ an:


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Fichon

 

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