Vita Bergen // © Nicolas Peyrau.

Kein Wunder, dass der schwedische Musiker William Hellström, Mastermind hinter Vita Bergen, zweitberuflich Hirnforscher ist. Denn auch der neuste Titel von Vita Bergen wandert smooth durch die Gehörgänge ins Gehirn und setzt sich dort auch erstmal fest. Aber hört am besten selbst die Premiere von „Falcons“.

Vita Bergen haben uns mit ihren beiden Alben bereits gezeigt wie wunderbar das Konzept schwedischer Indiemusik doch immer wieder aufgehen kann: Melodische Gitarrenstücke, denen es nicht am nötigen, vorangehenden Tempo fehlt und die auf keinen Fall vor Chorpartien, Mehrstimmigkeit und Pop-Appeal zurückschrecken, sind Vita Bergens große Stärke. Ihre Frische hat sich die Band bisher immer durch eine musikalische Neu- und Weiterentwicklung behalten. Während das Debüt „Disconnection“ sich noch im düster-reduzierten Indie bewegt hat, durfte Platte Nummer zwei, „Retriever“, schon mit dem ein oder anderen Pop-Moment mehr glänzen. An dieser Orientierung setzt jetzt auch das neue Album an.

Zur musikalischen Neuerfindung hat William Hellström Vita Bergen direkt zum Künstlerprojekt erklärt und sich mit verschiedenen Musiker*innen zusammengetan. Dabei ist unter anderem die schwedische Sängerin Tuva Lodmark, deren Stimme sonst zur Indie-Band Pale Honey gehört. Auf der ersten Vorabsingle „Falcons“ durfte jedoch eine Neon-Künstlerin ran, die zuvor noch keine Erfahrungen vor dem Mikro gemacht hat. Für Hellström war das Besondere daran, dass sie ohne bisherige Berührungen mit der Musikwelt auch unvoreingenommener und purer an die Songproduktion gegangen sei. Generell war es Hellström wichtig, das Projekt Vita Bergen vor allem für weibliche Künstlerinnen zu öffnen. Welche Frauen sich sonst noch innerhalb der neuen schwedischen Supergroup einreihen, werden wir spätestens im Oktober erfahren. Da erscheint nämlich „Contacts“.

Bis dahin könnt ihr Vita Bergen mit „Falcons“ hier in der Premiere hören: