Agar Agar / Press Pic ©Paula-Miquelis
Agar Agar / Press Pic ©Paula-Miquelis

Fünf Tage Ausnahmezustand bei mehr als 200 Künstlern – am kommenden Wochenende verwandelt sich das kleine Städtchen Dour wieder zum musikalischen Szene-Hotspot und zelebriert seine Vielfältigkeit. Vom 11. bis 15. Juli geben sich beim Dour Festival in diesem Jahr schon zum 30. Mal Newcomer und Szene-Lieblinge die Hand.

BRNS

Heimspiel für BRNS. Schon zum vierten Mal sind die Belgier beim Dour Festival mit am Start. Gründe hierfür sind vor allem der experimentierfreudige atmosphärische Sound der Band sowie die eingängigen Melodien. Als Opener auf Tour mit Indiegrößen wie Suuns und Django Django konnten sich BRNS einiges abgucken – auf dem diesjährigen Dour haben sie den perfekten Einheizer-Slot.

Freitag, 15.30 – 16.15 La Petite Maison Dans La Prairie

Yung Lean

Der Stockholmer ist der Sad Boy der Cloud Rap-Szene. Stilistisch setzt Yung Lean konsequent auf viel Autotune sowie verlangsamte Bässe und Synthieflächen. Was kann man von seiner Show erwarten? So einiges! Zu seiner Musik kann man Sonnabend entspannt das Festivalwochenende ausklingen lassen.

Sonntag, 20.30 – 21.30 Boombox

Girls In Hawaii

Girls in Hawaii müsste man in dieser Runde eigentlich nicht vorstellen. Seit 2002 gibt es die belgische Indie-Pop-Band schon, die es perfekt versteht ihren schrammeligen Indie-Gitarrensound mit elektronischen Pop-Einflüssen zu vermischen. Ihr traurig kuscheliger Indie-Pop passt perfekt zur Sontagsabenstimmung ihres Spots beim Dour. So lässt sich das Festival angemessen ausklingen.

Sonntag, 20.30 – 21.30 La Petite Maison Dans La Prairie

FIDLAR

FIDLAR beweisen, dass Skate-Punk noch nicht tot ist. No Risk, no Punk – so lautet das Motto der kalifornischen Band und garantiert nicht nur eine energiegeladene Show samt euphorischer Gitarren-Action und exzessiver Spielfreude, sondern auch ausführliche Pogo-Tänze. Der rotzige melodische Punk mit Garage-Elementen der vierköpfigen Band steht vor allem für Spaß und schweißtreibende Shows.

Sonntag 15.45 – 16.45 The Last Arena

Agar Agar

Nach zwei grandiosen EPs folgt dieses Herbst endlich das Debütalbum des französischen Duos.
Clara Cappagli und Armand Bultheel machen melancholischen Indie-Pop. Kombiniert mit Claras charakterischer Stimme und der oftmals wiederkehrenden hartnäckigen Bassschleifen in den Tracks. Alles sehr atmosphärisch und gleichzeitig sehr ironisch – absoluter Geheimtipp der schon gar kein Geheimtipp mehr ist!!!

Samstag, 18.30 – 19.30 La Petite Maison Dans La Prairie

Soulwax

Nach 10 Jahren Pause geht plötzlich alles ganz schnell. Neues Album, Konzerte und Festivalauftritte – also schnell hin bevor man es wieder verpasst hat.

Freitag 23.30 – 00.30 The Last Arena

Shame

Endlich wieder handfester britischer Post-Punk aus dem Süden Londons. Ihr Debüt „Songs of Praise“ ist in der Szene hoch gelobt und Witzbolde sehen in Shame einfach die neuen Oasis. Zwar ist die Band im Durchschnitt erst 19 Jahre alt, doch haben die fünf Briten schon jetzt den Ruf als aufregende Live-Band weg. Shame mischen Rotz-Punk mit Indie-Schrammel und lassen in ihren Texten ihrem politischen Unmut gegen Brexit, Gesundheitssystem und Co. freien Lauf.

Freitag 16.45 – 17.30 La Petite Maison Dans La Prairie

Mount Kimbie

Da wo sie sind, da wirbeln Kai Campos und Dominic Maker viel Staub auf. Die Tracks des Duos sind inspiriert vom diversen Künstlern der Musikszene, darunter Machinefabriek, der Indieband Micachu oder auch von der experimentellten Drone-Akteurin Grouper. Immer experimentell, immer vielfältig, das ist die Musik von Mount Kimbie. Eine klare Definition für den Sound des Duos gibt es nicht, irgendwo zwischen Dubstep, HipHop, Jazz, Post-Punk- Techno und Ambient lässt sich dieser einordnen. Eins ist jedoch sicher, Mount Kimbie sind nie langweilig und überzeugen auch live auf voller Linie.

Samstag, 20.30 – 21.30 La Petite Maison Dans La Prairie

Preoccupations

Wem Preoccupations noch zwei Jahre nach der Namensänderung immer noch nichts sagen – das ist die Band, die 2015 noch eins der besten Alben der Postpunk-Szene unter dem Namen Viet Cong veröffentlichten. Aus Viet Cong wir Preoccupations und abgesehen vom Namen ist die Band aus Kanada nach Protomartyr immer noch einer der spannendsten Bands in der Post-Punk-Szene. Absouluter Pflichttermin beim Dour!

Freitag, 18.30 – 19.15 La Caverne

Mura Masa

Mit seinen experimentierfreudigen Tracks tastet sich der elektronische Produzent Alex Crossan alias Mura Masa an sämtliche Genre heran – Post-Dubstep prallt hier auf Electronica, HipHop und ein Hauch Fernost. Mit seinem eigenwilligen Stilmix sprengt das Multitalent nicht nur sämtliche Genregrenzen, sondern ist der Künstler an den Turntables mindestens genauso Variationsreich. Wummernde Bässe, tanzbare prägnante Pop-Nummern, Autotune-Gesang und eine große Prise House sorgen für eine ausgelassene Grundstimmung. Zur besten Feier-Uhrzeit präsentiert der Brite sein Set und läutet so am Freitag schon die totale Party-Eskalation ein.

Freitag, 01.30 – 02.30 The Last Arena