Gorillaz drehen mit „Friday 13th“ weiter an der „Song Machine“

Weg von Paradigmen und Konventionen. Die „Song Machine“ der Gorillaz rattert weiter. In ihrer neuesten Episode „Friday 13th“ holen sie sich jetzt Rapper Octavian ins Boot.

Die wohl bekannteste Comicband der Welt Gorillaz veröffentlichen die nächste Episode „Friday 13th“ aus ihrer Serie „Song Machine“. Der Titel ist kein neues Album der virtuellen Band, sondern ein sich drehendes Projekt mit Kollaborationen verschiedener Musiker, mit denen sie in ihren Kong Studios zusammenkommen. The chaos is real und die Gorillaz könnten jederzeit die nächste Bombe platzen lassen: „Song Machine ernährt sich vom Unbekannten. Wir sind vorbereitet und bereit, zu produzieren als gäbe es kein Morgen – nur für den Fall.“

Im Laufe des Jahres sind mehrere Episoden geplant, die spontan und ohne einen festen Zeitplan veröffentlicht werden. Das fiktive Bandmitglied Russel Hobbs äußert sich: „Die Welt bewegt sich schneller als ein aufgeladenes Teilchen. Also müssen wir bereit sein, uns fallen zu lassen. Wir wissen nicht einmal, wer als Nächstes durch das Studio tritt.“ Mit diesem spannenden Konzept wollen die Bandgründer Damon Albarn und Jamie Hewlett die Konventionen der Release-Spirale brechen und sich vom traditionellen Album-Format abgrenzen.

„White supremacy must end“

Kurz vor der Veröffentlichung von „Friday 13th“ meldete sich die Band zu den „Black Lives Matter“-Protesten zu Wort. In einem Statement auf ihrem Instagram Kanal kündigen sie an, aktiv am Kampf für Gerechtigkeit und Gleichheit teilzunehmen. Dazu bieten sie Kleidung mit der Aufschrift „Be The Change“ an und spenden den Erlös an die gemeinnützige Organisation „The Black Curriculum“ aus London. Zudem teilen sie auf ihrer Website eine ausführliche Liste von Informationen, wie wir alle zuhören, lernen und aktiv werden können.

Zuletzt kollaborierten sie für „Sound Machine“ in dem Song „How Far?“ mit Skepta und Tony Allen, der kürzlich im Alter von 79 Jahren verstarb. Das Projekt begann die Band im Januar und gingen mit dem Track „Momentary Bliss“ im Feature mit Rapper slowthai und dem Punkrock-Duo Slaves an den Start. In der zweiten Episode „Désolé“ arbeiteten sie mit Fatoumata Diawara zusammen. Darafhin im Song „Aries“ mit Peter Hook und Georgia.

Kollaboration mit Octavian

Für „Friday 13th“ holten sich die Gorillaz jetzt den Londoner Rapper Octavian dazu. Als Gewinner des heißbegehrten BBC Sound of 2019 und nach seinen zwei hochgelobten Mixtapes „SPACEMAN“ und „Endorphins“, gehört er aktuell zu den spannendsten neuen Stimmen in der UK. Für das Musikvideo drehte Octavian seinen Part in den eigenen vier Wänden während des Lockdowns. Mit seinen hypnotischen Grübeleien zieht uns Octavian mit seinen Vocals hier auf einen psychedelischen Weg auf die Straßen. In Gesellschaft der Gorillaz-Formation 2D, Noodle, Murdoc und Russel überwacht er uns auf der Reise mit der „Song Machine“.

Weiterhin veröffentlichen die Gorillaz immer wieder Clips in Form von „Machine Bitez“ und zeigen Bilder hinter den Kulissen, wo Teile der fiktiven Band sprechen. Zu „Friday 13th“ gab es in der achten Folge eine Diskussion der Konnotation der Zahl 13 als auch zu den Ursprüngen von Octavians Namen. Außerdem kündigt die Band ihr erstes Comicbuch für Oktober an – eine farbige, einzigartige und abwechslungsreiche, über 100-seitige Hommage an zwei ruhmreiche Jahrzehnte des Gorillaz-Projekts von Damon Albarn und Jamie Hewlett.

Seht hier das Video zu „13th Friday“ von den Gorillaz mit Octavian: