Youthkills

27.07.13 Karlstorbahnhof/Heidelberg Deutschland

944541_10201075891610823_1378351798_nGestern im Karlstorbahnhof wollte man es vor der Sommerpause noch ein Mal so richtig krachen lassen. „Endless Summer 7“ nannte sich das Ganze und sollte eine Art Aftershow für die groß angekündigte Boat Party sein. Anlässlich dieser vielen Feiergründe, hatte man es auch geschafft die britische Newcomer-Band Youthkills für das Event zu gewinnen. Aufgetreten ist die Band im Saal, wo vor und nach dem Konzert mit Chop Suey für gute Stimmung gesorgt werden sollte.

Gegen 1:30 hat sich die Band dann auch das erste Mal auf der Bühne blicken lassen und es konnte losgehen. Bereits nach den ersten Klängen war klar, warum die Söhne von Duran Duran so gehyped werden. Sie machen zugänglichen 80er Synthie-Pop, der trotzdem noch immer eine rockige Note behält. Dies liegt wohl auch an der Stimme des Sängers Andy Taylor, die doch etwas rauchig und  kratzig daherkommt. Musikalisch ist der Band sowieso nicht viel vorzuwerden. Jeder Ton saß perfekt und auch die Songs sind ziemlich gut angekommen. Nur muss man sich leider die Frage stellen bei wem sie gut angekommen sind. Denn leider hat ein Teil des Publikums nach den ersten Paar Songs den Saal verlassen und so ist man sich doch mehr wie auf einer Party im Stile von „My Super Sweet 16 UK“ vorgekommen, als auf einem Konzert. Und das, obwohl Youthkills mit ihrer Musik wirklich den Nerv der Zeit trifft.

Man könnte die Musik nämlich durchaus in einem Atemzug mit der von Hurts nennen. Auch vom Look her stehen die Taylor’s, die übrigens nicht verwandt sind, Hurts in keiner Weise nach. Das einzige Argument, das für die geflüchteten Schaulustige spricht ist das Erscheinungsbild der Band. Klar, sind Dreiecke und Nieten momentan der heiße Scheiss, trotzdem wird man den Eindruck irgendwie nicht los, das manchmal einiges etwas aufgesetzt und unauthentisch wirkt. Vieles ist bei Youthkills, die übrigens in Deutschland deutlich populärer sind als in ihrer Heimat, dem Erfolg untergeordnet.

Nichtsdestotrotz haben die Londoner gestern eine durchaus ansprechende Perfomance geliefert, die wenigstens ein paar Tanzwütige zum feiern gebracht haben. Nach Songs wie „Hard To Love“, „Start Again“ und „Rabbit Hole“ war es dann auch schon wieder Zeit sich zu verabschieden. Dies tat die Band mit Radio-Song „Time Is Now“ und nach jenem sollte auch der letzte Besucher von „Endless Summer 7“ mitbekommen haben, dass sie für schlappe 5 Euro eine Band gesehen haben, bei denen alle Zeichen auf Erfolg stehen.

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Yannick

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