Maximo Park

25.02.13 Rockhal/Esch-sur-Alzette Luxemburg

IMAG0194Maximo Park und das wahrscheinlich längste Intro der Welt. Unter dem Motto könnte man den gestrigen Abend schnell aber doch irgendwie unbefriedigend zusammenfassen. Denn mit His Clancyness stand eine Band als Support auf der Bühne, bei der es sich auch lohnen würde sie als Haupt-Act zu sehen. Dabei begann der Tag für His Clancyness wohl eher sehr bescheiden, da ihr Bassspieler auf familiären Gründen kurzfristig anreisen musste und die Band ihr gesamtes Set unter den schweren Bedingungen umkrempeln musste. Man muss es ihnen also hoch anrechnen, dass die verbleibenden drei Musiker unter diesen Bedingungen eine unglaublich professionelle Show ablieferten. Songs wie „Machines“ oder der Closer „Someone Majestic“ sind von einer unglaublichen Energie getrieben und doch wirken sie an manchen Stellen so zerbrechlich wie die Nummern von den Mystery Jets. Als krönenden Abschluss stellte sich die Band nach ihrem Auftritt auch noch ihren Fans zu Verfügung indem sie beim Merch-Stand für Rede und Antwort standen.

Um 21.26 war es dann endlich so weit; die Lichter gingen aus und das spärliche, aber gut gelaunte Publikum ging davon aus, dass die Jungs um Paul Smith auf die Bühne treten würden. Knapp gefehlt, denn die Band aus Newcastle ließ noch weitere 10 Minuten auf sich warten und betörte uns mit hypnotisierenden Klängen bis die fünf Musiker dann adrett die Bühne betreten haben. Zugegeben konnte man Zweifel daran haben, ob eine Band wie Maximo Park, die von ihrem Publikum lebt, schafft das oft zurückhaltende Publikum auf seine Seite zu ziehen. Und genau in der Hinsicht muss man der Band ein großes Kompliment aussprechen, denn sie haben mit „Our Velocity“ einen guten Riecher bewiesen und konnten somit das Eis recht schnell brechen.

Nachgelegt wurde mit Songs wie „The National Health“ aber auch mit Songs aus dem neuen Album wie zum Beispiel „Brain Cell“ oder der Single „Leaving The Island“. Die neuen Songs sind zwar nicht unbedingte Stimmungsmacher wie „Hips And Lips“ oder dem Megafon-Knaller „The Kids Are Sick Again“ und doch hatten genau diese Songs diesen magischen Moment, den man sich auf Konzerten so herbeisehnt. Nach dem Hit „Books From Boxes“ bewiesen die Musiker, dass sie zu Recht für Fannähe stehen, indem sie auf den Wunsch eines Fans eingegangen sind, der sich einen Song über Internet gewünscht hatte. Dann wurden langsam aber sicher auch die Schreie nach „Apply Some Pressure“ lauter und auch diesen Wunsch erfüllte die Band prompt.

Mit der gefühlvollen Nummer „Where We’re Going“ aus dem aktuellen Album „Too Much Information“ und dem Klassiker „Going Missing“ ließen die Briten es sich nicht nehmen sich beim Publikum und der ach so rockigen Rockhal zu bedanken. Was zurückbleibt ist eine Band, die zwar nicht mehr die Charts stürmen wird, dafür aber mit viel Sympathie und Liebe zur Musik die Herzen vieler Liebhaber des britischen Indie-Rocks weiterhin begeistern wird.

Die aktuelle Single „Leave The Island“:

[youtube http://www.youtube.com/watch?v=AJK82x8wkxA&w=640&h=360]

 


Yannick

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