18+ zelebrieren ihre angesagte Perfomance im Karlstorbahnhof

Nicht nur das Licht war deep. Die Ausstattung und Belichtung wurde bewusst minimalistisch gehalten.

Am vergangenen Donnerstag spielte das Duo 18+ im Heidelberger Karlstorbahnhof ein Konzert der ganz besonderen Art.

Genau 43 Minuten ging das Konzert von 18+ letzte Woche und nein wir standen nicht mit der Stoppuhr auf dem Gig. Die beiden Musiker aus Honolulu/Berlin drückten nachdem sie auf die Bühne gekommen sind, nämlich lediglich auf ihrem Macbook auf Play und schon ging die Show los. Klingt jetzt erst einmal nach einer Verarsche, war im Grunde genommen aber große Perfomancekunst. Durch den Zustand konnten sich Justin Swinburne und Samia Mirza besser auf ihre Gesangs und -Rap Parts konzentrieren. Gleichzeitig erlaubte das genormte Hintergrundvideo jedoch keine Fehltritte oder Textlücken, da die Musik ja einfach weiter vor sich hin geplätschert wäre. Ausschnitte aus Sport, Manga (Is Tropical lassen grüßen) und Naturfilmen wurden oftmals sehr passend zum Songmaterial in Szene gesetzt. Ab und an konnte man auch die Band bei Live-Auftritten beobachten. Next Level Shit halt.

Zur Musik von 18+ muss man sagen, dass sie wohl hipper nicht hätte sein können. Bisschen Cloud Rap, tiefe Bässe und doch dieser R’n’B und Electronica Vibe, der die jeweiligen Nummern nie dumpf oder proletenhaft erscheinen lässt. Dies mag vielleicht auch an der herausragenden Stimme Mirzas liegen, der durch die ab und an verstörenden Bilder nicht die Aufmerksamkeit geschenkt wurde, die sie eigentlich verdient hätte. Natürlich wurden auch sämtliche Hits wie „Crows“, „Agents“ und „Gliders“ gespielt, das Duo wäre aber auch ziemlich doof, wenn sie dies bei einem Publikum, das augenscheinlich nicht sämtliche Songs der Band kannte, nicht getan hätte. Die Band stellte zudem mehrere Songs aus ihrem neuen Album Collect vor. Ansonsten bleibt eigentlich wenig zum Konzert zu sagen außer, dass es wohl der ultimative Future Shit ist und die Booker vom Karlstorbahnhof in ein paar Jahren getrost sagen können „hatten wir schon damals“. In der Masse der Leute, die mal mehr, mal weniger getanzt haben, sind uns dennoch ein paar Fragen gekommen, die wir gerne mit euch im Detail besprechen würden.

Der schwierige Vergleich von Justin Swinburne und Mac Miller ging uns einfach nicht aus dem Kopf:

Links Mac Miller, rechts Justin Swinburne
Links Mac Miller, rechts Justin Swinburne

In unseren jungen (wilden) Teenagerzeiten waren die Tuned 1 Sneakers von Nike bei den coolen Kids extrem angesagt und so quasi jeder flehte seine Eltern an diese Luftblasenschuhe zu bekommen.  Selbst Footlocker bezeichnet das Modell auf seiner Website als „Grundschule“.Mittlerweile schreiben wir das Jahr 2016 und das Modell erfährt momentan aus einem für uns unerklärlichen Grund eine Renaissance. So trug beispielsweise auch Justin Swinburne ein schwarzes paar Nike Tuned 1 und die einzige Frage, die wir uns gestellt haben ist. Wie zur Hölle ist es dazu gekommen, dass die jetzt scheinbar dermaßen hip sind?

Nike_Air_Max_Plus

Auf der zweiten Seite geht es mit einer Videoplaylist weiter an die wir uns während des Konzertes erinnert gefühlt haben.

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