The Pigeon Detectives – We Met At Sea

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Also für Innovation steht die Band auf jeden Fall nicht

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Die Erwartungen waren ziemlich groß, als die beiden Singles „Animal“ und „I Won’t Come Back“ erschienen sind. Man hatte kurzweilig gedacht, die Pigeon Detectives könnten endlich wieder an die Erfolge vergangener Tage anknüpfen. Naja, also viele schlechte Songs findet man jetzt nicht auf dem Album, jedoch fällt es einem wirklich schwer in totale Ekstase versetzt zu werden, weil man dich andauernd denkt: „Hatten, wir das nicht schon mal?“.

Das vierte Album spiegelt die Stagnation der Band ziemlich gut wieder. Sie haben es leider nicht geschafft einen Schnitt in ihrer Karriere zu machen und es nach etlichen Alben und Tournees einfach irgendwann nicht mehr sehr glaubwürdig wirkt über seine Jungendliebe, Alkohol und Partys zu singen. So vernichtend, wie die englische Presse sehe ich das Album jedoch nicht.

Klar, streng genommen könnte man auch sagen, dass die Band besser gehabt hätte einfach nur ein Album mit 50 Songs zu veröffentlichen, da eh alles immer gleich klingt, aber für eine lustigen Abend unter Freunden ist das Album gut zu gebrauchen.Es verfügt über eine Leichtigkeit, die sich im Text, wie in den Melodien herauskristallisiert. Hervorzuheben wären da zum Beispiel Songs wie „Light Me Up“, oder „Unforgettable“, die wahrscheinlich neben den beiden oben genannten Songs noch am meisten hervorstechen, auch wenn dieser nie an Hits wie „I Found Out“ herankommen werden.

Es ist ein Album, das wohl sehr auf die Bedürfnisse jener zugeschnitten ist, die sich die alten „Indie-Erfolge“ der Jahre 2004 oder auch noch 2005 zurückwünschen. Manchmal wirkt man nostalgisch, wenn man sich das Album anhört, weil man dann daran erinnert wird, dass solche Musik, die ohne viel elektronischen Pipapo auskommt, einst noch die Charts gestürmt hat. Wer also kein Problem damit hat, dass die Band sich in all den Jahren keinen Deut weiterentwickelt hat, der kann sich die „We Met At Sea“ durchaus anhören, ohne davon schreckliche Ohrenschmerzen zu bekommen.

Beste Tracks: Animal, I Won’t Come Back, Unforgettable

Bewertung der Platte: 6/10


 

Yannick

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