The 1975 – The 1975

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Die Harry Styles des Indie wissen mir ihrem Debütalbum zu überraschen

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Kritiker werten The 1975 gerne als Boyband ab, was auch nicht so abwegig ist, schaut man sich die Single-Auskopplungen der Band an. Mit ihrer ersten Platte beweisen die Briten, dass sie viel mehr draufhaben. In Songs wie „M.O.N.E.Y.“ geben sie sich für ihre Verhältnisse außerordentlich experimentell. Ein gewisser Friendly Fires-Vibe ist nicht zu überhören.  Überhaupt könnte man mehrere Parallelen zwischen beiden Bands ziehen, denn wie Friendly Fires, pendeln auch The 1975 zwischen Indie und Pop.

Mit „Chocolate“ und „Sex“ hat die Platte natürlich das Aushängeschild einer guten Popplatte schnell intus. Würden die Nummern aus der Feder von Two Door Cinema Club stammen würde wohl jeder jubelnd aufschreien, so werden The 1975 aber weiter zu unrecht nur dafür belächelt. „Talk!“ ist eine Nummer für die sich Bands wie Little Comets oder Dog Is Dead wohl auch rühmen würden. Einen instrumentalen Bogen zu dem nächten Song schafft dann die Nummer „An Encounter“, bis es dann mit „Heart Out“ frohlockend weitergeht. Spätestens bei „Settle Down“ wird dann auch dem Letzten klar sein, dass die Band es einfach draufhat gute Indie-Pop-Nummern zu schreiben.

Natürlich ist das Debüt The 1975 kein tiefsinniges Album oder gar dramatisches Album und das obwohl mit „Is There Somebody Wo Can Watch You“ ein sehr nachdenkliches Ende gegeben wird. Dies würde aber auch ziemlich unauthentisch rüberkommen und so besinnen sich die Musiker auf das was sie am besten können. Sie bieten unterhaltsamen Gute-Laune-Indie und das in ganzen 16 Songs.

Beste Tracks: Heart Song, Chocolate, The City

Bewertung der Platte: 8/10


 

Yannick

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