Es war zusammen mit dem Album von Bombay Bicycle Club wohl eines der Alben in das die Indie-Branche die größten Hoffnungen gesetzt hat. Kein Wunder, wenn man bedankt, dass Temples mit Songs wie „Shelter Song“, „Keep In The Dark“ oder auch noch „Colours To Life“ die Messlatte extrem hoch gelegt haben. Ein ganzes Jahr ist vergangen und die Band aus Kettering haben es endlich geschafft 12 Songs zu einem Album zusammenzustellen.

Den Anfang der Platte macht dann auch sinnbildlich der Song mit dem der ganze Hype um die Acid-Rocker begonnen hat. Mit ihrem „Shelter Song“ bringen die Musiker wohl nicht nur eingefleischte Fans in Stimmung. Mit „Sun Structures“ greift die Band dann auch anschließend nach den höchsten Sphären. Nachdem die Live-Version für das Modelabel Topman bereits länger im Netz umherschwirrte, wusste man bereits annähernd was erwarten konnte. Dass die Studio-Version aber nicht mal ansatzweise an Energie verloren hat, überrascht einen dann doch ein wenig. Nach diesem Psych-Feuerwerk geht es mit „The Golden Throne“ wenigstens ein bisschen gemächlicher weiter, man muss ja auch mal kurz durchschnaufen dürfen. Spätestens bei „Keep In The Dark“ hätte sich dann auch ein gewisser George Harrison komplett in die Band verliebt.

Der Beatle riss gegen Ende der 60’er die komplette Band mit in seinen spirituellen indischen Psych-Wahnsinn. So strahlt auch die Platte „Sun Structures“ eine gewisse Spiritualität aus, ohne aber die ganzen Jäger der nächsten heißen Indie-Band zu vergessen. Mit Songs wie „Mesmerise“ oder „Colours To Life“ werden sie nämlich nicht nur die Jäger, sondern auch die Sammler begeistern können. Außerdem beweisen sie eine gewisse Radiotauglichkeit, die aber immer wieder durch psychedelisch gesteuerte Songs wie „The Guesser“ unterbrochen wird.

Bei „Test Of Time“ verprüht die Band um James Edward Bagshaw einen bis dato nicht bekannten Glamour. Und gerade als man als Zuhörer noch auf Wolke 7 zu schweben scheint, ziehen Temples einen in den nächsten Treibsand mit „Sand Dance“. Der fast 7-minütige Track ist wohl das Highlight des Albums überhaupt. Die Band legt ihr ganzes Können und verbindet verborgene Filmmusik mit Indie und ihrem schon fast genretypischen Neo-Psych. Abgerundet wird dieses fulminante Debüt dann letztlich von Fragment’s Light, bei dem man sich Indien wieder sehr nahe fühlt. Abschließend kann man sagen, dass Temples ihren Bandkollegen Toy und Charlie Boyer and The Voyeurs, die beide auch beim britischen Label Heavenly Recordings unter Vertrag stehen, nicht nur unter die Schulter greift, sondern bald die führende Kraft der Psych-Revival-Bands sein wird.

Beste Tracks: Shelter Songs, Sun Structures, Sand Dance

Vö: : 10/02 // Heavenly Recordings

 


 

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 Yannick