Pscht: Biche

Auf der Suche nach Bambi: Biche // © Biche.

Psych Rock von damals für heute

Wer seine Sache gut macht, muss das Rad nicht neu erfinden. Die Sache von Biche ist Psychedelic Rock von damals, verankert im Hier und Jetzt, und die junge Pariser Band macht sie sehr gut. Der erste Eindruck ist unausweichlich „Tame Impala Fans“, aber die Musik beschränkt sich nicht nur auf diesen einen Einfluss. Der ausschweifende Panoramasound der Australier wechselt sich ab mit dem trockenen, eiligen Schlagzeug von Filmkomponisten wie François de Roubaix, auf den sich auch Forever Pavot bezieht (manche Songs könnten auch Verfolgungsjagden untermalen). Instrumentale Soul-Interludes, greller Glam Rock und Slacker Pop ergänzen die Livesets, die sie im Vorprogramm von Bands wie Dungen und Mild High Club gegeben haben.

Ihre größten Trümpfe sind das ständige Hin- und Herwechseln von verträumt zu hektisch und die gezielt gesetzten rhythmischen Lücken. Die erste Doppelsingle, die Biche veröffentlicht haben, befindet sich am verträumten Ende der Skala, aber „La Nuit ne nous dit jamais“ zeigt dennoch, dass die Typen wissen, wie man mit Dynamik umgeht. Die beiden Songs wurden von Sänger und Gitarrist Alexis Fugain aufgenommen, live präsentiert sich Biche als Langhaar-Fünfer-Kombo. Fazit: Ein Fenster in die Siebziger, mit allem, was dort musikalisch angestellt wurde.

Biche haben Internet: eine Website, einen Facebook-Account und sogar Bandcamp! Die Doppelsingle haben wir euch natürlich auch unten eingefügt. No big deal wasever.

Für Fans von: Tame Impala, Forever Pavot, den Siebzigern

„La Nébuleuse de Sienne“/“La Nuit ne nous dit jamais“: