Froth // © Presse
Froth // © Presse

Froth haben sich nach einer langen Suche endlich selbst gefunden und veröffentlichten zuletzt ihr aktuelles Album „Duress“. Im Spätsommer sind sie auch in Deutschland.

Die bisherigen LPs von Froth klingen immer etwas negativ besetzt: „Patterns“, „Bleak“, „Outside (briefly)“ und zuletzt „Duress“. Dabei handelt es sich bei Froth absolut nicht um eine düstere Band. Vielmehr verliert sie sich in experimentellem Songwriting und Instrumentals. So zeigen sich Froth sehr offen gegenüber verschiedenen Genres. Während sie sich in einem Album noch Shoegaze-Klanglandschaften widmen oder sich an Krautrock orientieren, ergibt sich immer wieder der Einsatz des Synthesizers. Eine Hinwendung zum elektronischen Sound ist somit definitiv erkennbar. Seit ihrer Gründung 2013 in Los Angeles ist ganz schön viel passiert. Sogar eine zweijährige Pause hat die Band bereits hinter sich. Die ergab sich bestimmt nicht aus Müdigkeit, sondern begründete die Energie, nochmal richtig Anlauf zu nehmen.

Die erste Veröffentlichung sollte ursprünglich sehr nostalgisch und limitiert auf einer Kassette erscheinen. Die plötzliche Aufmerksamkeit begründet wohl das, was im Kern Froth heute noch ausmacht. Zwar kein Geheimtipp mehr, aber auf ihre eigene Art und Weise speziell und in jedem Fall hörenswert. Der Mix aus der Rückgewandtheit und dem trotzdem vorhandenen Blick in die Zukunft erzeugt diesen Sound, der sich manchmal sogar vor den Gesang drängt. Nicht nur auf Platte, sondern ebenso auf einer Bühne kann man sich gerne von dieser Band überzeugen lassen. Froth gehen nicht nur auf große Tour in den USA, sondern sind ebenso in Europa zu sehen. Die Möglichkeit sie in Deutschland zu erleben, hat man in drei Städten. Vielleicht zeigt sich die Band da dann ähnlich sportlich, wie im Video zu „Laurel“. Dort lassen sie sich im wahrsten Sinne des Wortes zu eine Partie Basketball animieren.

Live-Termine von Froth:

30.08.2019 – Berlin, Urban Spree
31.08.2019 – Hamburg, Off The Radar Schröderstift
02.09.2019 – München, Import/Export

Hier gibt’s das Video „Laurel“ von Froth: