Unknown Mortal Orchestra erfinden sich als Synthie-Band neu

Das Cover von Multi-Love

„Multi-Love“ ist die erste Single des gleichnamigen dritten Albums

Da musste ich erst ein zweites Mal hinhören, ob das tatsächlich der neue Track von Unknown Mortal Orchestra ist. Statt lässigen Gitarren und halbkrautigen Drums hört man auf „Multi-Love“ erstmal nur Keyboard, bevor Ruban Nielson mit seinem unvergleichlich schläfrigen Gesang einen zurück in die Realität holt. Kurz darauf setzt dann auch das Schlagzeug mit einem typischen UMO-Fill ein – doch irgendwie klingt das trotzdem viel zu synthetisch für das Trio, das solche Lo-Fi Hits wie „Ffunny Ffriends“ und „Swim and Sleep (Like a Shark)“ geschrieben hat. Aber gut, künstlerische Neuerfindung gehört in dem Business ja dazu, und tatsächlich sind die Melodien und Harmonien genauso schön wie schon auf dem Debüt und II.

Die House-Anklänge zwischendurch schon ziemlich gewöhnungsbedürftig. „Multi-Love“ ist Geschmackssache, aber man sollte sich drauf einstellen, dass das gleichnamige dritte Album ähnlich innovativ ist. „Es hat sich gut angefühlt zu rebellieren, gegen das typische Bild eines Künstlers und was er heute ist, ein Kurator,“ so Nielson. „Es geht mehr darum jemand zu sein der Dinge auf konkrete Arten möglich macht. Alte Synthesizer zu bauen und sie wieder zum laufen zu bringen, Sounds zu kreieren die nicht wie die von anderen klingen. Ich denke das ist viel subversiver.“ Meinen Geschmack trifft es, deshalb werde ich mir den 22. Mai auch im Kalender anstreichen – da erscheint nämlich Multi-Love.

Multi-Love

01 Multi-Love
02 Like Acid Rain
03 Ur Life One Night
04 Can’t Keep Checking My Phone
05 Extreme Wealth and Casual Cruelty
06 The World Is Crowded
07 Stage or Screen
08 Necessary Evil
09 Puzzles

Hört euch hier den Titeltrack an:


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Fichon

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