Suuns zwischen Half-Life und rough sex im Video zu „Paralyzer“

Stimmungsmacher Graubraun: Suuns // © Nick Helderman.

Das dritte Album Hold/Still erscheint im April

Der Musik nach zu urteilen, ist Montreal seit einigen Jahren die vorwärtsdenkendste Stadt Nordamerikas. Nicht nur lässt Efrim Menuck regelmäßig unkonformen Post-Rock von der Hauptstadt der Provinz Québec in die Welt, auch Bands wie Ought, Majical Cloudz oder Suuns überwinden auf ihre eigene Art Genrevorstellungen. Letztere machten das auf Zeroes QC, Images du Futur und der Radwan Ghazi Moumneh-Kollaboration Suuns and Jerusalem In My Heart durch elektronisch gespielten Art Rock mit Einflüssen aus Krautrock und Minimalism. Auf seinem vierten Album Hold/Still macht das Quartett eine Transformation durch, wie man sie bei These New Puritans und PVT schon erlebt hat.

Die zweite Single, „Paralyzer“, suggeriert nach dem typisch beschwingten Krautbeat von Images du Futur und „Translate“, der ersten Auskopplung aus Hold/Still, einen ungewöhnlichen Tempowechsel. Die Drums und Synths von „Paralyzer“ wirken wie in Schlick getaucht, während Ben Shemie in bester Richard Pike-Manier von dem Gift namens Liebe singt. Die bei Suuns schon zum Standard gehörende Jammergitarre erweckt den Eindruck, man befinde sich in einem Body Horror Film von David Cronenberg. Das Video zum Song zeigt dann tatsächlich einen in Dunkelblau getauchten Raum voller Fässer à la Half-Life, in dem sich eine gewaltsame Sexszene nur andeutet.

Hold/Still erscheint am 15. April auf Secretly Canadian. Wie das Album klingt, könnt ihr eine Woche vorher in unserer Review lesen. Im Mai sind sie außerdem für drei Termine in Deutschland und Österreich, bevor sie am 5. Juni beim Maifeld Derby auftreten. Die Tourdaten findet ihr unter dem Video.

 

„Paralyzer“:

Suuns live:

19.05. – Berlin, Berghain
27.05. – Neustrelitz, Immergut Festival
28.05. – KleinReifling (AT), Seewiesen Festival
05.06. – Mannheim, Maifeld Derby Festival

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