Das Neo-Soul-Duo HONNE überzeugte am 7. November im Frankfurter Zoom mit viel Herzlichkeit und noch mehr musikalischem Können.

Ausverkauft! Dieser Sticker klebte relativ schnell auf den Veranstaltungsplakaten von HONNE und fassen ziemlich gut den momentanen Erfolg der beiden Londoner zusammen. Ihre Tour ist bis auf ein paar Ausnahmen nahezu immer ausverkauft und so mussten auch in Frankfurt manche Last-Minute-Fans leider draußen bleiben. Für die glücklichen Besucher des Zooms gab es zur Einstimmung erst einmal James Hersey auf die Ohren. Dieser kam beim gemischten Publikum ziemlich gut an, überzeugte aber hauptsächlich mit Songs, die man eher durch die geremixte Version kennt. Dies sollte dem Singer/-Songwriter, der leider ab und zu zu stark an Jack Johnson erinnert, aber relativ egal sein und so bedankte er sich mehrmals bei den Fans und versprach wie er bald mit noch „tollerem“ Set zurückkehren wird. Er mag grüne Soße halt so gern. Sympathisch ist er ja der James!

Unsere liebsten HONNE Remixe findet ihr hier.

Für diejenigen, die HONNE eher durch SWR3 und den Airplay von  „Someone That Loves You“ kennen, war James Hersey sicherlich ein Volltreffer und auch das jüngere Publikum gewann er mit seinen Laid-Back-Songs. Kurz nach 22:00 traten dann James Hatcher und Andrew (Andy) Clutterbuck alias Honne samt Backing-Band auf die Bühne und demonstrierten gleich, dass man Studio und Live bei den Neo-Soul-Musikern strikt zu trennen hat. Es wird nicht einfach nur ein Laptop aufgeklappt und ein paar Knöpfe gedrückt, nein die sonst so modernen Honne machen es auf die oldschool Art und Weise und spielen ihr Set mit Gitarre und Co. Aus dieser Synergie heraus prasselt eine Wucht aus Drums, Stimmgewalt und einer großen Portion Liebe auf das ZOOM ein. Dazu aber gleich mehr.

Natürlich ließen es sich HONNE nicht nehmen sich oftmals beim artig mitsingenden Publikum zu bedanken und so wurde auf eine sympathische Art und Weise die Grenze zwischen Besucher und Künstler schnell gebrochen. Ihr warmer Sound und ihre Hits „Costal Love“ oder „Someone That Loves You“ trugen hier wahrscheinlich nicht unwesentlich dazu bei. Man fühlte sich einfach wie bei Freunden, die einen zu Begrüßung herzlich in den Arm nehmen.

Eben dieses Gefühl wollten HONNE bei der Zugabe dann noch einmal auf die Spitze treiben und luden nonchalant dazu ein seinen Nachbarn einfach in den Arm zu nehmen und in gern zu haben. Ein bisschen so, wie die Besucher HONNE auch spätestens nach ihrem stärksten Song „Warm On A Cold Night“ gern hatten. Zum Abschluss gab es mit „All In The Value“ noch einmal was groovy Klänge, die gerne als kleines Geschenk für die tolle Band gesehen darf, die HONNE nicht nur unterstützt haben, wie es bei Backing-Bands oftmals der Fall ist. Nein, sie haben das eh schon breite Spektrum des Duos nochmals erweitert und harmonisch ergänzt. Liebe eben.