Sechs Songs, die du auf keinen Fall ungehört lassen solltest

Grizzly Bear verlassen mit ihrem neuen Sound auch die letzte Naturverbundenheit, ein deutscher Rapper widmet einer italienischen Schauspielerin gleich einen ganzen Song und Neo-R’n’B kommt jetzt neuerdings aus Köln. Für Fans von Parcels ist diese Woche sogar auch noch was dabei aber schaut einfach selbst.

 

Grizzly Bear – Mourning Sound

Die Zahlen Fünf, Elf und Eins spielen momentan bei Grizzly Bear eine größere Rolle. „Mourning Sound“ ist nämlich die Lead-Single für das mittlerweile fünfte Studioalbum der Band auf dem insgesamt elf Songs gelistet sind. Und was hat die Eins mit der ganzen Sache zu tun? Ganz einfach, das Quartett erhält für die starke Nummer eine glatte Eins. In dem dazugehörigen Video geht es neben der sehr angenehmen Farbwahl um die Freiheit der Frau. Das passende Album „Painted Ruins“ erscheint am 18.8.2017  via Sony/RCA Records.

 

 

CHIP – Scene (Feat. Jammer, D Double E, JME, Miraa May & Wiley)

Erfolg und Respekt in der Grime-Szene verträgt sich nicht immer gut. Heißt man jedoch CHIP schafft man diesen Spagat problemlos. Trotz Hitsingles, MOBO Awards und Mainstreamerfolg hat der 26-jährige Musiker den Bezug zu seinen Wurzeln nie vergessen. Nun ist er mit  einem neuen Studioalbum „League Of My Own II“ zurück und haut mit „Scene“ auch gleich einen Banger hinterher. CHIP selbst sagt zu seinem neuesten Werk: Für mich persönlich ist es wohl der beste Grime Track, den ich in meinem ganzen Leben gemacht hab. Mein ganz persönlicher Fave.“ ‚Nuff said!

 

Trailer Trash Tracys – Siebenkäs

Wer mit dem Wort Siebenkäs nichts anfangen kann, den können wir beruhigen. Uns ging es ähnlich bis wir Wikipedia vertraut haben und gelernt haben, dass es sich hierbei wohl um einen Werk von Jean Paul handelt. Bringt den meisten noch immer nicht viel, zeigt aber zumindest, dass Trailer Trash Tracys einen sehr arty Weg nach ihrer fünfjährigen Pause einschlagen. Für die Single „Siebenkäs“ wurden asiatische Klänge und lateinamerikanischen Percussions mit untergehoben und trotzdem schwebt der Song auf einer einzigen Dream-Pop-Shoegaze-Welle. Diese Kombo gibt es in voller Länge auf ihrem Album „Althaea“, das seit ein paar Tagen draußen ist.

 

RIN – Monica Bellucci

RIN mit seiner neuen Single „Monica Belucci“ Hitgeilheit zu unterstellen, ist sicherlich nicht komplett daneben. Wer will es ihm nach Songs wie „Blackout“ oder „Bros“ auch wirklich übelnehmen, schließlich hat der Boi mit dem Prädikat Deutschrap-Hype des Jahres zu kämpfen. Vielleicht ist er aus dem Grund bei „Monca Bellucci“ auf den Dancehall-Afro-Trap-Hypetrain aufgestiegen. Das dazugehörige Video wurde von dem Foto-Künstler Vitali Gelwich. Der in Berlin lebende Künstler hat schon Kampagnen für Supreme und Co. geschossen und hat es definitiv geschafft RIN gut in Szene zu setzen. Das erste Album „Eros“ des Biltigheimers erscheint am 01. September via Division Recordings.

 

Park Hotel – Going West

„Make Disco Great Again“, treffender hätten es die Kollegen vom Wonderland Magazine nicht formulieren können. Das in London lebende DuoTim Abbey und Rebeca Marcos-Roca aka Park Hotel haben mit „Going West“ eine Disco-Hymne der Neuzeit geschaffen. Im Geiste von Parcels treffen hier Arena-Electronica auf feinste John Travolta-Gedächtnis-Beats.

 

Ray Novacane – Sweet Liar

Wer sich nach einem Song von Frank Ocean benennt, muss einem einfach sympathisch sein. Die drei Kölner Ray Novacane haben sich den Song „Novacane“ zu eigen gemacht und präsentieren nun mit „Sweet Liar“ auch eine neue Single, die internationaler nicht klingen könnte. Tatsächlich muss man sich die Bio der Band gleich mehrmals durchlesen um glauben zu können, dass Ray, Niklas und Simon aus Köln sind und nicht aus London, New York, Amsterdam oder Skandinavien. Kein Wunder also, dass Ray Novacane mit ihrem Neo-R’n’B gleich für den Newcomerpreis beim NRWPop Preis nominiert wurden.

 

Foto Credits gehen an: Tom Hines (Grizzly Bear), Ashley Verse (Chip), Vitali Gelwich (RIN), Amanda Fordyce (Trailer Trash Tracys), Judith Simon (Ray Novacane), Luca Campri (Park Hotel)