Sea Moya // © Sea Moya.
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Rein ins Auto und ab nach Litauen: Baltic States erscheint am 26. August.

Mit dem VW-Bus durch die Länder ziehen und Musik machen – in der Indiesymbolik ist der Wandermusiker neben der Blumenkette das klischeehafteste Überbleibsel der Hippiekultur. Mal nichts planen, rein ins Auto und „wird schon irgendwie gehen.“ Dass das auch funktioniert, wenn die Band mal nicht nur auf Gitarre und Gesang basiert, ist neu.

Sea Moya bewegen sich im Bermudadreieck zwischen Afrobeat, psychedelischem Electro und rhythmisch komplexem Synth Pop. Ihre Musik ist sehr organisch, gewiss, aber man kann sich nicht so recht vorstellen, dass das Mannheimer Trio ausgrechnet am Strand von Litauen auf die Songs gekommen ist, die sich nun auf ihrer Baltic States EP wiederfinden. Den Sommer 2015 verbrachten Elias, David und Iven auf einem Roadtrip durch Litauen, Lettland und Estland, mit einem minimalistischen Studio im Kofferraum.

Den ersten Song der EP gibt es jetzt als Schmankerl. „Nothing Is Real“ täuscht zuerst links mit einem hypnotischen Beat an und zieht dann rechts mit legerem Synth Funk vorbei, auf den David Byrne stolz wäre. Dass es im Song laut Band auch um zivilen Ungehorsam geht, merkt man der verspielten Melodie nicht an. Wie jeder bisher veröffentlichte Song der Band zieht einen auch dieser sofort in seinen Bann.

Hört euch „Nothing Is Real“ unten an. Baltic States erscheint am 26. August digital via Humming Records/Rough Trade, die Vinyl folgt am 30. September.