Pscht: Michelle Blades

Hat sich nach ihrer Band benannt: Michelle Blades // © River Jones Music.

Humorvoller Weirdo Pop aus Panama/Paris

Erfordert es Eier, um ein Album mit einem Song zu beginnen, der aus fünf Minuten Drones und Entengequake besteht? Nein, zeigt der Fall Michelle Blades: die „Eierstöcke des Mutes“ tun es genauso. Die Musikerin aus Panama, Kopf der gleichnamigen Band, konfrontiert potentielle neue Fans erst einmal mit „How Black the Night o’er the Hills of Machynlleth“ (so der Name des Drone Songs), bevor sie die verquere Welt ihres neuen Albums Polylust preisgibt. Eine Art Härtetest, nachdem man, wenn man besteht, großzügig belohnt wird.

Polylust ist bereits das zweite Album innerhalb eines halben Jahres der Band. Blades, die seit einigen Jahren in Paris lebt und mittlerweile best friends mit Cléa Vincent und Fishbach ist, wird dabei live von vier Franzosen unterstützt. Nach zwei Alben und einer Handvoll EPs hat sie sogar schon Musik für eine Ausstellung der Pariser 0fr Galerie gemacht. Wenn man sich durch all diese Musik hört, begegnen einem Wirrköpfe aus allen Jahrzehnten und Ländern, angefangen bei Eblis Álvarez und Connan Mockasin bis hin zu Patti Smith und Brigitte Fontaine. Wer seine Musik gerne abgedreht mag, wird an Michelle Blades gefallen finden.

Ein Konzert, mit dem man sich einen ersten Eindruck schaffen kann, gibt es bei arte. Auf ihrer Bandcamp Seite darf man sich dann kopfüber in die Welt von Michelle Blades stürzen.

Für Fans von: Connan Mockasin, Kirin J Callinan, Mac DeMarco

„His Man“:

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