Vergesst eure Genre-Schubladen – Jinka schmeißt mit „Trash From The Past“ alles über den Haufen

Still aus Jinka - "Trash From The Past"
Still aus Jinka - "Trash From The Past"

Die junge Musikerin Jinka bietet nicht nur ein krankes Video und visualisiert LSD-Trips, sondern zeigt euch auch, dass ihr euer Genre-Denken getrost vergessen könnt.

Wäre das Video zur ersten Single „Trash From The Past“ ein renommiertes Kunstprojekt, hätten wir das bedenkenlos abgenickt. Stattdessen ist es aber die visuelle Begleitung für den ersten Release der Musikerin Jinka. Der Clip stammt aus der Feder von dem in Berlin lebenden Mario Clement, der Musikvideos für Kraftklub, L’Aupaire oder Milliarden realisiert hat, dabei ist das von Jinka aber wohl sein expressivstes Musikvideo-Projekt.

Grelle Farben aus Lila, Blau, Grün, Rot und Gelb setzen die Jinka immer wieder mit Portrait-Aufnahmen in Szene und visualisieren einen modernen Großstadt-LSD-Trip. Vorbei sind die Zeiten in denen LSD mit Blumengirls auf Wiesen nachgestellt wurden. In Jinkas Welt ist alles lasziver und extremer. Die transylvanische Produzentin lebt laut Pressetext mittlerweile in West-Berlin und doktort auch dort an ihrem verqueren Sound herum. Herausgekommen ist das surrealistische „Trash From The Past“, das eure Sinne, wie Genre-Grenzen vollends überstrapaziert. Vergesst Techno, vergesst Electro, Punk oder Singer/-Songwriter-Elemente. Jinka ist nämlich nichts von alldem und doch irgendwie auch alles zusammen.

Die wirren Lyric-Schnipsel treiben einen in den Wahnsinn wie ein harter Drogen-Exzess und so muss man den Song erst einmal verdauen lernen. Jinka selbst beschreibt ihr aufregendes Debüt mit folgenden Worten: “ Am Anfang des Songs fühlt sich Trash From The Past ein wenig so an, als würdest du an einem Formel 1-Rennen teilnehmen, während sich gleichzeitig Möwen um ein Stück Hot Dog streiten. Gewöhnen sich deine Ohren aber erst einmal an den Song und die anfängliche Irritation, wird der Hörer von der ‚punkesquen‘ Stop & Go Strategie geführt und erst dann entfaltet sich die Catchiness der angenehmen Melodien. Mit dem Gefühl lernt der Hörer das weirde Gefühl kennen sich die Suche nach Glück zu vereinfachen.“