„Tokyo Drifting“ von Glass Animals und Denzel Curry ist wohl eine der größten Veränderungen, die eine sogenannte Indie-Band in den letzten Jahren vorgenommen hat.

Dass Bands, die man eher dem Indie-Kosmos zuordnet, mit US-Rappern zusammenarbeiten, ist eher die Seltenheit. Umso mehr überrascht die neue Single „Tokyo Drifting“ von Glass Animals und Denzel Curry. Die Briten haben sich mit dem US Amerikaner ein prominentes, wie spannendes Feature auf ihre Comeback-Single geholt.

Wer den Sound der vier Briten jedoch genauer analysiert hat, wird festgestellt haben, dass hier schon immer Einflüsse aus dem Hip Hop herauszuhören waren. Die Band war nie dafür bekannt einen langweilige 0815 Sound zu feiern. Stattdessen tauchte man exotisch ab und ging Wege, die viele Bands sich nicht trauen zu gehen. Aus diesem Grund ist es auch nicht überraschend, dass gerade Glass Animals Denzel Curry von der Kollaboration überzeugen konnten. „Tokyo Drifting“ klingt genau so, wie man sich eine Zusammenarbeit der beiden Parteien vorstellt. Tiefe Beats treffen auf das verspielte Hintergrundrauschen von Glass Animals. Neu ist jedoch, dass der Sänger Dave Bayley nun quasi im Flow performt und damit den Weg für Denzel Curry freimacht. Dieser wird mit einem fast Flume-artigen Beat eingeleitet. Es ist davon auszugehen, dass „Tokyo Drifting“ die erste Single aus einem neuen Studioalbum der Band ist.

„Tokyo Drifting“ von Glass Animals und Denzel Curry: