Fishbach kommt mit ihrem pathosgeladenen 80s Pop nach Deutschland

Fischbach // © Yann Morrison
Fischbach // © Yann Morrison

Die Fußstapfen der kürzlich verstorbenen France Gall mögen zu groß und auch grundsätzlich das falsche Modell für Fishbach sein und doch greift die junge Französin gerne in die Pathos-Kiste der 80s rein. Im Februar und März gibt es diesen Sound dann auch auf den Bühnen Deutschlands zu erleben.

Die französische Pop-Landschaft ist für Wagnisse ein hartes Pflaster. So bestechen die großen Radio-Stationen lieber damit, dass sie internationale Hits auf Französisch covern lassen, als Newcomer à la Fishbach zu unterstützen. Umso mehr überrascht es, dass das Debüt-Album der Chanteuse aus dem Küstenort Dieppe derart umarmend angenommen wurde.

Bei genauerer Betrachtung von  “À Ta Merci” (auf deine Gnade) findet man jedoch mehrere Puzzle-Stücke der französischen Pop-Vergangenheit wieder. Der chic-androgyne Look der Sängerin steht in Harmonie mit der rauchigen Kontra-Alt-Stimme, der Sängerin und gibt die Klischees der geheimnisvollen, französischen Frau wieder. Dazu greift die Sängerin tief in das Pathos-Zigarettenetui und kramt großen Electro-Pop mit verruchten Disco-Beats aus.

Auch live besticht das Projekt Fishbach durch eine große Präsenz, die aber immer den rätselhaften Charme behält. Der Gründer der französischen Musik-Institution JD Beauvallet  beschreibt das Phänomen Fishbach mit folgenden Worten: “rauh, leidenschaftlich, geschwärzt mit Laster und bösem Blut … Elektropop, den the xx an 480 Volt angeschlossen haben.” Im Februar und im März gibt es dieses Gesamtpaket dann auch an ein paar Terminen in Deutschland hören und sehen.

Tourdaten:

26.02. Blue Shell, Köln

27.02. Frannz, Berlin

28.02. Nochtwache, Hamburg

03.03. Zoom, Frankfurt

04.03. Tollhaus, Karlsruhe

05.04. Milla, München